Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 7 (1878)
- Issue
- No. 47. (20.11.1878)
- Date
- 1878-11-20
- Page
- Seite 188 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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f ■■ •cbwängliehkeit“ des auf Seite 93 angeführten Satzes von Rabba bar bar Gha!»a: שקולה נשמה של צדיק אחד כננד כל העולם כלי Synhedr. 103b, wenn dieser übersetzt wird: ״die Seele des Gerechten (das sittliche Be- WussUein) bietet der ganzen Welt ein Gegenwicht“, und nicht wie der Verfasser es thut: ״Die Seele eines einzigen Frommen ist an Werth einer ganzen Welt gleich za achten“ Dahin ist auch die auf Seite 130 angeführte, dem Talmud (Synhedr. 65b) entlehnte Stelle zu verstehen: אי כעי צדיקי כרי עלסא «Wenn dieFrommen wollen, können sie eine eigene sittliche Welt sich schaffen“. Vielleicht ist auch die auf Seite 29 ange- . führte Stelle אחד משמנה כשמינית (Sota 5a) von den! gegebenen Gesichtspunkte aus nicht nach der gewohnlichen auch vom Verfasser mitgetheilten Meinung za verstehen: dass der Gelehrte eine kleine Dosis (*/»,) von Stolz besitzen müsse, sondern den Grad sittlichen Bewusstseins über Feinde hinauszuragen, wie dies im achten Vera des Sc hminith-Psalmes (Pb. 6) heisst: ״Herr, mein geistig Auge blickt mächtig über Feinde hinweg“.*) Von den erwähnten Mängeln, von denen einige vielleicht gar nicht als solche gelten können, abgesehen, bekundet das Buch viele Belesenheit, Beherrschung des s׳'hwierigen Materials and verbindet mit einem schöben Geiste auch eine schöne kTare Sprache. Es empfiehlt sich dnrch sich selbst. Berlin, 7. November 1878. Dr. S. Naschdr. ממתח לתעלות Schlüssel zum Gebetbuche, oder der erläuterte Gottesdienst Ein Familienbuch zur Belehrung und Aufklärung über Entstehung, Geschichte, Bedeutung and Inhalt der Ge^jete, wie für die Ritualvorschriften der Israeliten nach dea Quellen bearbeitet von Julias Dessauer, emerit Rabbiner, Herausgeber des übersetzten Raschicommentars zur *) Wir haben irgendwo — wenn wir nicht irren in dem Brief- Wechsel!wischen dem sei. ßabb. Israel Deutsch in Benthen and' Muhr (Plessj — eine andere Deutung dieser Talmudstelle gelesen, wonach sie sich׳ auf eineB der 8 Verse des 8. Buchstaben im 119. P». beziehen soll ('חכר אני לכו)• — Red. Thora, des deutschen Lexicon der Kernsprüche des Talmud und Midrasch etc. Budapest 1878. Ein unermüdlicher Fleiss und eine seltene Rührigkeit auf dem Gebiete der exegetischen und casuistisehen Literatur und besonders eine Popularisirung derselben zeichnet den Verfasser vorliegender Schrift sehr vortheilhaft aus. Wie er den Raschicommentar, den Schulchan-Aruch, die herrlichsten Kernsprüche unserer Weisen, so hat er jetzt das Gebetbuch dem Volke erschlossen, Geschichte, Inhalt und Quelle jedes einzelnen Stückes treu angegeben, die Ritualvorschriften überall mit eingedachten und so manche werthvolle Aufschlüsse für den Laien wie für den Kenner hinzugefügt. Es ist eine allzugrosse Beseheidebheit, wenn der Verfasser seinen ״Schlüssel zum Gebetbuche* nur als eine in ״neuer Form erscheinende Ausgabe“ seiner ״Ritualgesetze der Israeliten“ aufgefasst wissen will. Wohl sind diese darin am passendsten Orte eingestreut, aber das geht doch aber dieselben weit hinaus, giebt sich als eine treffliche Gebrauchsanweisung während des Betens, fasst jeden einzelnen grösseren oder kleineren Abschnitt ins Auge, belehrt über Inhalt und Quelle desselben und erstreckt sich auch auf das Wesentlichste aus der heiligen Schrift, damit auch die Vorlesung aus derselben, wie die Haftara dem Tempelbesucher mehr sei als eine unverstäudliehe- Recitation. Eine kurze, populär gehaltene Einleitung mit den Ueberschriften ״Die israelitische Religionsgemeinde, Jüdische Wohlthätigkeit, Humanitätsanstalten, Gottesverehrung, Gebet, Nutzen des Gebetes, Eigenschaften des Gebetes, nofhwendige Vorerinnerung“ führt den Leser in das reiche Gemüthsleben des Israeliten zu Hause und in der Synagoge ein, und so kann man das Buch auch als einen guten Führer für Haus und Tempel ansehen, und es wäre dem Verfasser zu wünschen, dass seinem emsigen Fleisse der gebührende Lohn und eine Aufmunterung zu weitern nützlichen Arbeiten zu Theil werde. Wir empfehlen dieses Buch daher auf das Angelegentlichste und wünschen ihm die weiteste Verbreitung. _ —r. »• Durch die Jlfer ’sehe Bachbandlang in Frankfurt a. M. ist za beziehen: [1475 ׳ Lehrbuch der israelitischen Religion von Hm«• Haanhetner, irr Religionslehrer, früher Rabbiuatsverweser in Darmstadt Preis: I M. 30 Wt. Urtheile einiger naahafter Sobataiäaner ■ad Rabbiner Sber dieses Buch. (Fortselzang.) 3) Ans einem Schreiben des Herrn. Rabbiners Dr. Landsberger in Darmatadt: ״Das Buch zeichnet sich durch eine ▼erqjinfüg gläubige, den Anforderungen der Zeit wie der Wissenschaft vollständig entsprechende Auffassung des za behandelnden Stoffts ׳and ebenso dnrch klare, anziehende Dar- Stellung ans.*__ gsejtfriageah fär alb Äraatm ift hu *raute her )aty reuten in hem SSu<$< ״Dr. Air?’* Katarbettauthsbr" abgeorudtm Beruhte über hie erfolgte Qknefung auch tn 0er}tseifeUeft gftlen. pret« 1 9t., aorrSthig in allen SntlhanhUingm, au<b gegen Einfmbung non lz Brief matten k 10 Bf ■ franco ju brjir« h*n bvr<h Küster'» ÜCTtag»-A.<tftolt, jfrip|tg #in״Ausjug“ ficht gtati# unh f ranca |a Üimftcn. [1500 , (®jiteltterte 4—200 Btüäe fpitlenb; mit ober ohne Ejpreffio«, Dianholine, Trommel, ©loden, Üaftagnttm, §immelfttmmen, §atfen* fptel tc. i (״ üpirl&afen 11551־ 2 bi* 16jStüde fpitlenb, ferner Steceffai«^ re«,' ®igajrrenftänber, ® ctmeijerhäuschen, 1 Photegtaf>hiealbum*, ©djreibjeugr, §>anb.i ftbubfafte«, Briefbefchmeter, Slumenoafen,, GigarretiaStui«, Zabatdbofen, Arbeit«»' tif^e, %lafd)tn, Biergl&fer, Portemonnaie*;' ®tüljle 2c., affe* mit 9iuftt. @let* bai. Keuefte efnpfiehlt 3• geller, Bern. ie angebotenen fflerfe, in bentn, mein?takte nicht ficht, finb f r e m h e; empf. 3ebermonn biretten Bejug, iltufir. Preiitiftepi fenbe franco. Im Unterzeichneten Verlage ist erschienen and durch alle Buchhandlungen za beziehen: laadelsgeucbi chte der tadea des Alleriksrns. Nach den Quellen erforscht und zusammengestellt von [1544 Dr• K1. Henfeld, Landesfabhiner von Braunschweig. Pieis 6 Mark . Für alle gebildeten Israeliten ist dieses j für die Geschichte ihres Volkes hoch wich- 1 tige Werk eines bedeatenoen jüdischen Gelehrten von höchstem Interesse. Braunschweig. Jah. Hetnr. Meyer. 3m Berlage bet Mo^berg’ithen Buchhanb» lung in äeipjig ift foeben erfahrnen: לסודי תורה ״Jesode ha-Thora.“ (Slanbtndnnt PfUihttitlehre für ioraei. edhulcn oon JDr. 8. Uenhelmer, $er)0gl. 2anbe*rabt>iner in Becnburg. 37. oerbefferte Auflage. SRit einem furjen Abpfi ber btblifihen unb nathbiblifthen ©efRichte bet 3״ben bi« auf unfere 3‘tt. pret* 1 %R4rf. : £ehrern, roeldje bie Einführung biefe« be« mährten Seligionbbutheä beabftthtigen, ftellt bie Bertag«hanblung gern 1 greiejemplar jur Setfügung [1549 Achawa« Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer- Wittwen und -Waisen in Deutschland. Diejenigen Vereinsmitglieder, weilche im Laufe des Jahres ihr Domieil!■eänderi haben oder noch ändefa werde□, bi ten wir um gefällige delsfallsige Anzeige. Namens <ler Ve!Wellung: 1555] Adolf Teblde. I OriMlr vn« k (fnrhsch in Barhy. Verlag von Robert Friase in Leipzig.