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Das jüdische Literaturblatt · 1878-10-30 · No. 44. (30.10.1878) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 44. (30.10.1878)
Date
1878-10-30
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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■ .״ (. :bi.n [ c .׳ Zw Baleaektaaf alter Ja<tea* tlia aad Jade■. betre#eoden literarisch. ftraehelaaagea auf den Gebiete‘der Phileeoyhte, fta1>ll>t«1W>«omt>l«,Tte• ol«cte,Orleatalte, Ex«*f«e, Ho- ■lletUt^Lltarflk, Pädagogik. Herausgegeben 1 י : n 1 J * j £> r f Rabbiner Dr. Moritz Rahmer. Magdebarjf, 30. OotobjBr 1878. : ו■.־*:. ד1י' Bücher der elaeeh tägige■ 14. ( teratar, welche der Bedaettoa xkgesaadt werde■, lade■ ta dieaea Blatte etageHBeapraek- Wg. Bel Hlaseadaag T>a 8 Buwilo—nafUm «ifclgt f; fjaek eiä1aalls*^ratU(aae1MBp. Das LlteratarblaU14 erscheint wöchentlich in einem halben Bogen; Preis bei allen Bs_ (in Leipzig hei Robert Friese) pro Jahrgang 8 Mark; bei der Expedition der ״Israelitisehen Wochenschrift* in Magdeburg mit! iraakirter Zusendung 8 נ Hark. — Abonnenten der *teraeiitiaehen Wochenschrift“ (die «sertaljdfct-lieh ba) allen Foetanstalteo and Boek- ׳ handlangen 3 Mark SO PC kostft) erhalten das .jüdische Literatorblatt“ grt tis.— Ineerate werden mit SO.PC •für die dreige: - spaltene Petitzeile, bacbbftndlerische Beilagen mit 13 Mark berechnet. Oie Expedition der ״Israelitische 1 Wochs ischrift.* ~ As 1 lakBltt i.m: 1 1 1. Wlasen sebaftliche Aufsätze: Zur,Geschichte der Juden in Dänemark. — Der Mosaismas lm Gegensatz z«m Aegypterthum. Von M. Mannheimer in Darmatadt, Literaturbericht: Recensionen: Müller, Jofl, חלוף בין בני בבל וכץ בני ארץ ישראל• - GouAand. Dr. 1., 1).מכתם לד.זכ1יר לכבוד (2 - ■תלז־־ות בית קענינזווארטער הד״ר אהרן יפללינעיק - Rep!*. Zar Geschichte der Jaden in Dänemark,, Bericht über Jens Pederee■ OedeUehe, «reicher JB1־ ־־־ ־ ־־ An■• 1730 z■■ idlzehen Glaaben fl bertrszt.*) Von Jens Pedersen Gedelöche, welcher in Copenhagen gewesen sein soll, wird Folgendes in Pontoppidan’s Menoza III 459—60 erzählt: hatte angeblich an den vielen Seelen von,C tristen und Procurator .Gedelöche genommen und er das Juden, als te. Dieser ihren Disputen unter sich einen solchen Anstoss dass sein Verdacht gegen sie alle rege wurde Heil seiner Seele in Gemeinschaft mit den Nachkommen der gläubigen Patriarchen, such geheime Uebertritt wurde erst bekannt, als!der Pfarrer der Trinitatis-Kirche ihm in seiner Krankheit (den rechten Weg zeigen wollte, aber ein ganz verschlossenes Herz fand, weshalb er in seinem Eifer so weit ging, ihn dßm Teufel zu übergeben, was Einige überflüssijg nannten. Andere allzudreist Da dieser Elende seinen Geist aufgegeben hatte und das Gerücht sich verbreitete, wurde den Juden durch den Polizeimeister befohlen, sich der Leiche ihres todten Bruders anzunehmen ipjd dieselbe auf ihrem Friedhofe in der Stadt mit eigenen Händen zu beerdigen. Sie weigerten sich lange und;versuchten sich loszukaufen unter dem Vorwände, dass, i da er nicht beschnitten sei, sie u. ihr Friedhof durch ihn sehrbeschimpft werden würden. Das half aber nichts, und sjie mussten, obgleich mit Jammergesang, sich zu dieser unreinen Arbeit verstehen. Später setzten sie es jedoch durch, dass die Leiche wieder anfgegraben und : anderswo hingesetzt wurde.“ 80weit Pontoppidan. Genauere Kunde von dem Uebertritt des Genannten und den übrigen oben erwähnten Vorfällen kann man aus den folgenden 2 Königlichen Briefen, welche in Sjellandske Tegnelser Nr. 66, fol. 469 und foj. 508 mitgetheilt werden, erhalten. — Der erste dieser Bijiefe lautet: ,Dem Polizeimeister nnd Bürgermeister Hans Himmerich, dass er veranlasse, dass die jLeiche des verstorbenen Jens Gedelöche, welche auf djem Garnisons-Friedhofe in Copenhagen geheim begraben wurde, von den Juden wieder aufgegraben und auf ihjrem Friedhof beigesetzt werde, und dass Keiner ausser dem Schinder und seinen Leuten ihnen beistehen dürfe.! Da Wir aus einer Uns von Dir eingesaiidten aller- *> }(ach .Kirkehiatoriske Samlinger“ I, p. 117 voq Herrn M. M. ^n Copenhagen. ■1* ff. übersetzt untertänigsten Relation vernommen haben, dass Du in Folge des Gerüchts, welches nach dem-Tode des Jen6 Pedersen Gedelöche *fron Unserer Königlichen Residenzstadt Kopenhagen von ihm verbreitet wurdet dass er als Jude gestorben, und von den Juden beerdigt sein sollte, ein Polizeiverhör gehalten hast, in־ dem die' Wittwe und Tochter des genannten Gedelöche und. Andere eingestanden haben, dasser bei lebendigem Leibe den Gebrauch der heiligen Sucramente verachtet habe und sie nur aus Furcht vor Strafe einmal im Jahm genossen habe; dass er sich zur Ausübung der jüdischen Ceremonien verpflichtet habe und •daher• das Fleisch! seiner Mahlzeiten von den jüdischen Fleischern geholt hat und nur solehes Fleisch von Hühnern und derglei* . chen esÄn wollte, welches auf-die Weise der .Joden' und mit ihrem Messer geschlachtet wurde, und dass er in seiner Krankheit und bis zu seiner Todesstunde sieh weigerte, das Sacrament zu gemessen, auch nicht dulden: wollte, dass Passions- und andere Psalmeh für ihn gesungen wurden, so dass die Pfarrer, die während seiner Krankheit bei ihm waren, um ihm mit dem Sacramento zu bedienen, ihn als einen verstockten und ungläubiges Sünder verlassen mussten; da Wir ferner ^us Deiner obenerwähnten Relation mit beifolgendem PoSzoiverhör erfahren haben, dass ein Student, Christen Blich fehlt, sich erdreistet hat, unter falschem Vorwandeeine Bewilli*■ gung zu freiem Begräboiss auf denGarnisons-Friedhof ftlr die Leiche des obenerwähnten Gedelöche zu verschaffen, und ihn dort geheim begraben zu lassen, and da es endlich aus dem Polizei verhör 1hervorgeht, dass der verstorbene Jens Pedersen Gedelöche vielen Verkehr mitdenhie* eigen Juden gepflogen hat und sich oft mit einem Judas Henrik Israel eingeschlossen hat, um die Bibel zu lesen, so ist es wahrscheinlich, das er vom Verkehr mit ihnen verleitet worden ist,!ihre Religion anzunehmen; nnü ist es Unser allergnädigste Wille und Befehl, dass Du die Aeltesten der hiesigen jüdischen Nation za Dir rufen lässt nebst so vielen ändern Juden, die genügen, um den todten Jens Pedersen Gedelöche wieder aufzugrabea. Dann sollen diese Juden verpflichtet sein, ihn in Deiner Gegenwart wieder aufzugraben und ihn auf ihrem eigenen Friedhofe zu beerdigen. Falls sie Hülfe )beanspruche^ sollten, um ihn aufzugraben, dürfen sie sich nur vom Schinder und seinen Leuten bedienen lassen. Da der obenerwähnte Christen Blichfeld dazu beigetragen hat, ihn auf dem Garnisons-Friedhof zu beerdigen, sollst Du ihm auferlegen, Dich zu begleiten und nachzuweisen, an welchem Orte er begraben liegt. Uebrigens sollst Du den Juden Henrik Israel, welcher wegen seines Verkehrs mit Gedelöche besonders in Verdacht ist, aufs Strengste verhören und Dir Mühe geben, zu entdecken, wer am meisten daran Schuld ist, dass er zu den jüdi- SK..!-■SS: י'* J-m Ai .11

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