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Das jüdische Literaturblatt · 1878-10-02 · No. 40. (2.10.1878) · p. Seite 160

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 40. (2.10.1878)
Date
1878-10-02
Page
Seite 160 (sequence 4)
Language
German
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— 160 — I sollte er sich unwohl fühlen, Arznei zu nehmen (8.42). Es wird gewiss interessiren, zu erfahren, dass man für die Zahl % einen Werth von etwa 3 aanahm. Von eherechtlichen Bestimmungen erfahren wir a. A., dass der Ehebruch der Frau mit Ertränken bestraft wurde. Dagegen soll, ״was auch immer eine verheirathete Frau umschliesst, ihr Eigenthum sein“. ״Dem pflichtvergessenen Sohne wird sein Haar abgescbnitten, er wird in der Stadt von Land und Wasser ausgeschlossen und in dem Hause (der Besserung) gefangen gehalten“ (S.47). Wir glauben bereits durch diese Proben erhärtet zu haben, wie reichhaltig, belehrend und anregend diese Vorträge über ״Babyl. Literatur“ sind. Bibelfreunden und Forschern semitischer Alterthümer ftien diese Blätter auf das Angelegentlichste empfohlen. Sohrau O.-S. Dr. Immanuel Deutsch. Hausig, F. Prediger, לכת דודי. Die Poesie des Sabbath. Berlin. Selbstverlag. 8*. 16 S. ״Eine Taube in der Wüste“ — nennen wir diesen Vortrag über die Würze, Würde und Weihe des Sabbath, welcher dem beredten Munde des christlichen Predigers entströmt Hr. H. hat jüngst erst in einem Vortrage, der seiner Humanität und seinem' religiösen Gefühle alle Ehre macht, den jetzt in gewissen Kreisen zur Mode gewordenen Judenhass energisch bekämpft. Hier bricht kein Richter, welcher intime Fühlung hat mit allen Schichten der Bevölkerung, dessen objective Klarheit die .Menschen nicht nach dem Zufälle ihres religiösen Bekenntnisses rubricirt, ritterlich eine Lanze für eine anerkannt poetische Schönheit in der Liturgie der Judenheit, auch nicht ein eminent hervorragender Naturforscher^ welchen der Trieb nach Wahrheit längst .emancipirt hat von den gegen Juden und Jndenthum herrschenden Vorurtheilen gebildeter und selbst gelehrter Gesellschaftskreise. Hier .verkündet ein christlicher Prediger von seinem prononcirt christlich-dogmatischen Standpunkte die Schönheit einer uralten hebräischen Idee in jüdisch-mittelalterlicher Gewandung. So wenig ▼erläugnet' sich in diesem Vortrage der ■christliche Prediger, dass er (S. 10) unbedenklich bekennt: ״Mit Furcht und Zittern arbeiten und ringen die Lehrer um das Gesetz, das sie aber fast nur in der Hülle des Buchstabens(!) fassen. Doch wie die Sonne durch dieWolken einen fri8chen, fröhlichen Strahl sendet, der die Flur auf einen Augenblick mit einem Zauberlicht beglanzt, so erschliesst sich den alten Lehrern hie und da wie in Ahnungen (siel) ein Geistesblick in die Tiefen des alten Testaments“. ׳Um so grösseren Werth legen wir auf des Verf. durchaus sympathische Darstellung der poetisch-verklärten Sabbathidee, wie sie so anmuthig in dem schönen, wenn auch etwas mystisch angehauchten לכה ן*ןךי tarn Ausdruck gelangt. Mit sicherem Feingefühl erschliesst Hr. H. an der Hand von Sachs’ mustergiltiger Uebertragung die Schönheiten dies bereits volle drei Jahrhunderte überdauernden Liedes. Der Quellennachweis über die biblischen Anklänge dieses liturgischen Gesanges ist mit grosser Sorgfalt vom Verf. geliefert worden. Wenn er aber z. B in שמור וזכור die Präexistenz der Seele vor der Schöpfung oder vor der Zeit ausgesprochen findet, so übersieht er ganz die sinnige Deutung, welche der talmudische Midrasch dieser Variante des Dekalogs giebt. Bei פרצי auch an ]פרז , den Sohn der Thamar, zu denken, streitet sicherlich gegen die Intention des Dichters. Es wird dieser Vortrag nicht verfehlen, jüdische Leser wahrhaft zu fesseln. Sohrau O.-S. Dr. Immanuel Deutsch. Notiz. Der Grossmeister der modernen Naturwissenschaft Charles Darwin, erwähnte in seiner Erwiderung auf meine ihm zugesandte Arbeit ״Der Darwinismus in der Agada“: ״that a learned Jew in Poland (whose name i have at present forgotten) has publishet a small volume in Hebrew, showing that Evolution is an anrient belief, and that orthodox Jews may safely accept it.“ Da mir eine solche Broschüre unbekannt und deren Erwähnung in Darwin’s Schreiben unbestimmt gehalten ist, 80 ersuche ich etwaige Besitzer einer derartigen Abhandlung, wenn sie überhaupt existirt,*) mir gefälligst deren Titel, Namen des Verfassers u. S. w. bekannt geben zu wollen. Brünn, September 1878. Dr. B. Placzek. *) Vielleicht bezieht sich die Mittheilung. die Darwin darüber erhielt, auf irgend ein kabbalistisches Schriftchen, dessen supernataralistische Lehrmeinungen über מדרגות׳ כלכול 3פש 01[״ e*ne Art Entwickelangstheorie darstellen, mit welcher jedooh die neue Naturforschnng nichts zu schaffen hat und die auch für mein Sujet ziemlich belanglos ist. $ebräifd)e Sctyrmittel tat!. t €>djalf>ä4jer*$erlagt it fBten von Radelf faeh*. [1476 1. Sine Qebr. SSanbflbel in 14 Xa bellen fammt Anleitung, jmeite Äufl., »reis fl. 1.30. 3. ״ •ראשית למודיםsefchit*8tmmubim״, fte*r. gftbcl, I. 24• : »it gefeierte, *#*U tt«flage, »rei8 geb. 10 Ar. 3• ״ •ראשית למודיםSei<hit2־itnmubitn". Ac*r. fHM, 11• 2%.t Gtbttt trab bi( S<$ibfutt60f(f<bidjte, a$te Stuf, tage, $rei8 geb. 20 Ar התורה והלשון• ,*u*|»M#1tb»it CbttuM*. Unter biefem Xitel ift bet oollftänbtge Xejt bet 3 8ü<h<r ,בראש*ת שמות׳ במדבר (»otiäuftg «18 bet tpfto־ rifche Xheil bet Xhota für bie erftertn Älaffen) für ben Schulgcbrauch bearbeitet, mit einet jur Selbflthätigleit be8 Ainbci geeigneten, neueingerid)t.ten Uebcrftgung y nach bet £iaien>3Ket^obe, einet be. mährten fbtleituag ju Sefele^te bet Safc|i• Schrift nebft einem Su8|uge au« Rafchi; ftrnet mit einem jebet Haffe angemeffenen grammatifchen Snhangc in fnccefiinen gort, fefungen unb noch sielen anbeten 80rthei< len tn folgenben Ctufen; (früher für Venatwordicber bedactear Dr. fifkair 4• ״ ■התירה והלשון®w xhota unb bie ■1 Sprache", jmeite Stufe be8 Unterrichte« im $ebtäifchen, frühere Sejeichnung: für bie 2. Haffe.) 3nha1t:כראשית — ויצא « 1. 8. Kof. Äap. 1—327 britte Suflage, »teil geb. 53 Ä t. 6• ״ •התורה והלשון®« xhora unb bie * Spraye", britte Stufe, (frühere 8e־ jeidjnung für bie 3. Alaffe.) Sn^t: מ •1 וישלח — יתרו• ™»f. Äap 32 bi« ©nbe unb 2. 8. ■3R0f. Stop. 1—20, »teil geb. 56 Är. Unu Jortfe^ungrn, früljrr rrfdjimrn bei jAlfrtb jfjolbrr. 6• ״ התורה והלשון®«« ®bot» «״* 1 Sprache", siette Stufe, 3nhalt: 8 .2 משפטים — פקודי. wof. Äap. 20 bi8 ®nbe, mit äbbilb ungen son bet StiftCbfUte unb ihren (Seräthfchaften in 8 Xafeln nebft allen oben ermähnten 80t« theilen, »rei8 geb. 47 At. 7• ״®» •התורה והלשון ®b°ta unb bie Sptaihe", fünfte Stufe: 3n$att: 8״® ם' במדבר ganje 4. 8.5R0f., mel. <hem eine Äarte mit mäglichfi genauer 8e> jeichnung bet 3a8e bet S^taeliten butch bie SBüjte unb noch anbete nüfjliche, ben Xegt etläutetnbe Xabetten beigegeben ftuo, »teil geb. 54 Är. — Bbnehmet erhallen einen Rabatt oon 20, 30 bi« 40 */, 00m Crubo unb 10 00 ,/״m Sinbanbpreife. 3m eigenen »erlagt: ראשית למודים •>A heber Olvosäs . 8. SD et 2. Xheil ber gibel mit ungarifthet Uebetfefcung nach ber Sinien.Rlethobe, »teil : gea. 20 Är. 9. ״£ebrdlfd>»be*tfcbe »orlegeblätter״ jum Schulgebrau<he roie jur felbftflänbigen (Erlernung ber jüb. Gurfco ־ Schrift, ein §eft in jef)n Blättern, einzeln 30 At. fjüt Schulen unb ben »uchhanoel 20 At. f 3tbreffe be3 Betfafferä: Rudolf Fuchs in SBien, Seopolbftabt Durch die Jft^er’sche Buchhandlung in Frankfurt a. M. ist zu beziehen: [1475 Lehrbach der israelitischen Religion von Hmc* Ufannhelmer, isr. Religionslehrer, früher Rabbinatsverweser in Darmstadt. Preis: 1 M. 30 Vt. zep etiautetnoe xaotutn oeigegeoen nun, frei«•■ Jt m. au rr. in Magdeburg. Druck von C. Schürnke in Barby, Verlag von Robert Friese in Leipzig.

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