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Das jüdische Literaturblatt · 1878-08-21 · No. 34. (21.8.1878) · p. Seite 136

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 34. (21.8.1878)
Date
1878-08-21
Page
Seite 136 (sequence 8)
Language
German
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יייי eben f 68 ftus dem Bereschith rabba unserem Ber. rabba, in d — 136 ־— derabba und des em Zunz, 6. V. 123a eine 8j ur dieses Apokryphons entdeckt hat,, bilden wi 11komme!e Bereicherungen der Ausgabe. Zu besonderen Auslassungen Ober Entetehungso t und Abfassungszeit des Bu 5he8 bat N. sich nicht verleil en lassen. Mit Recht gedenk er nur der beachtenswert ben Vermuthung, die von Grfttz und, von Palästina auf Persien übertragen, später ron Kohut ausgesprochen [wurde, dass nämlith eine Art jediseber Antigone, eine Tendenzschrift zur Heiligung der Leichenbestattung. in Tobiih uns vdrliege. Die Philologen haben einen Text zur Kritik mehr gewont en, aber die Geschichte d!!rite weder die Haijs- ■tn&me r des •Verfassers, noch den Tag daraus erfahren, an den er sein Buch abgeschlossen. Es sind vielmehr eine gfnze Reihe von Stücken, aif denen nämlich die sog. historische Kritik bisher einherwankte, vollständig weggeftllen,-Ortsnamen, auf die ganze ״Lander gebaut Würden, sind verschwunden oder erscheinen verändert, und in den Kürzungen, die der gesunde schlichte Text aofwent, starrt ans das Grab einer Reihe der allerschonst m Hypothesen entgegen. So fehlt in dem nejuentdeckten Texte der bekannte Hand (11,4) Auch straaebslt der Vater nieht, der dem Sohne dntgegeUgeben will (11«,10), weil er als Blinder sich dies gar sieht t infallen lässt. Tobias reist nicht mehr nach Medien (1,14), wodurch die Verwunderung Ilgen’s und Kohats Beweis von dem Aufenthaltsorte des Verfassers (Geiger > G. Z. X,65) weg (allen. Ebensowenig ist nach Tobi’s [ tkrblmdang von seiner Reife nach Elimais (11,10) die Rer e, aber auch Achikar wird dahin nicht geschickt, wie ef in der Itala berichtet Ist. Dagegen bleibt Aschnu dai an die Grenze Egyptenis gebunden (8,3), trotz der Bemühungen Kohnt’s (a. a 0. 54 f;), ihn nach Masendsran za versetzen. Dem hebräischen Original Werden wir an keiner Stelle viel: näher gebracht; wir Sind na:h wie vor auf Vermuthuagen angewiesen. Din englischen Uebersetzaugen, die Neubauer nach guter l>andessitte anzufertigen verurthedt war,, geben die V01 lagen mit grosser Treue wieder. Nur an Ein» Stelle möchte ich eine Aendemng verschlagen. 10,5 ruft To das’ verzweifelte Frau, da der Sohn nicht wiederi^ehit: וו׳ לי כרי דשלחיתך למתל לארע דדדקתא כהוד עינין למה שבקוד־. לסמל• Den zweiten Theil dieses (tasrufsi übersetzt Neubauer: the Light of mine eyes, why dtd Llet thee go? Abgesehen davon, dass flr dieses ^oswörtchen sich nicht leicht aus unserer alt in Literatur ein Beleg beibringen lässt, ist der Uebergaug von deir zweiten zur dritten Person durch nichts £ erechtfertigt. Schon Gutmann (Apokryphen 161,5) findet hier ^einen versteckten Vorwurf der Anna gegen d׳!n Tobi.“ Obwohl hier nun unser Text von dem griechischeg abweicht, der Vorwurf ist nicht gemilde׳t, vielmehr recht deutlich geworden. Erinnern wir u 18 aus c.? Ende, dass Tobi’s Ehehälfte sich nicht gerade im Lodfahren gegen ihren Gemahl zu zügeln pfleg e, so wird sich aach hier die Uebersetzung empfehle n, die allein alle Dunkelheit und Schwierigkeit dieses Verses beseitigt: ,Du Blinder, warum hast Da ihn auf den Weg geschickt.“ Mehr als Anhang zur Einleitung ist die Reituhg Raimund Martins zu betrachten, die Neubauer zur Ab- ►wehr gegen die Angrdfe von Jeamngs und Lowe vejrsucht, welche Martin von Neuem verdächtigen. Von Zanzens ,Gottesdienstlichen Vorträgen“, aus deaeu denn fach N. die wichtige Stelle 287 f übersetzt, ist hüben and drüben bei christlichen Forschern immer noch wenig oder gar keine Wirkung zu verspüren j ,Clarendon Press“ ist es auch, wo Neubauers Ausgäbe von Ibn Ganftch's Wurzelwörterbuch erschienen ist. Das Werk liegt bereits vollständig vor. Nur englischer Grossherzigkeit ist es möglich, zwölf geschlagene Bogen nach dem Reindrucke einstampfen zu lassen, weil mittlerweile eine neue Handschrift mit verbesserten Lesearten aufgefunden wurde. So weit war nämlich der Druck gediehen, als das Ms. in Rouen zu Neubauer’s Kenntniss und Benutzung gelangte. Der bereits abgeschlossenen Ausgabe des Textes soll nunmehr, ebenso wie es bei der Cateua der Erklärungen zum 53. Capilel Jes. geschehen ist, eine englische Uebersetzung folgen, in der wohl auch die Stellennachweise aus Bibel und Talmud gegeben werden durften. Freilieh wird auf diesem Wege der Leser gezwungen, zur Uebersetzung zu greifen und beide kostspielige Werke anzuschaffen. Neubauer hat jedoch für Freunde der jüdischen Literatur die Vergünstigung erwirkt, sowohl das Wurzel Wörterbuch Ibn Ganäch’s als auch die neue Ausgabe von Tobit zum halben Ladenpreise zu be* ziehen. S. J. Halberstam, der allezeit bereitwillige Gönner und Förderer der jüdischen Wissenschaft, hat es zur Erleichterung der Bestellungen übernommen, dieselben auf jede an ihn ergehende Bitte auszuführen. Man. braucht deshalb nur an seine Adresse (S. J. H. in Bielitz, Oest Schlesien) den Betrag von 24 oder 3 Mark zu senden, um in den Besitz der beiden Bände Ganach oder des Buches Tobit schnellstens zu gelangen. Budapest, Juli 1878. David Kaufmann. Notizen. 1) Auf den ass. Keilinschriften (vgl. Maspero, Geschichte der morgenländ. Völker im Alterthum, übers, v. Dr. Rieh. Pintschmann, Leipzig, bei Wilh. Engelmann 1878) wird Thadmor mit Tur-Meda wiedergegeben. Eis ist also nicht nöthig, das im Talmud vorkommende תרמודאי als Transposilion von הדמוראי — wie viele jüd. Gelehrte bisher annahmen — anzusehen. 2) Der ,Israelitische Nieuwsbode“ enthält Auf- Schluss über eine unverständliche Leseart in dein Mischnacommentar M. Maimonides zu Menachoth 13,10. Dort heisst es: כת שקורין קבמצר. In der auf der königl. Bihliothek in Berlin befindlichen arabischen Handschrift des maiinon. Mischnacommentars heisst es: כת שקורין קבט מצר, es sind also die ,koptischen Egypter“ gemeint In der ersten Ausgabe Neapel 1492 wird schon das Q ausuestossen und die zwei Worte zu einem zusamniengezogen. Dahingegen steht es in der Mantuaner Ausgabe der Mischna 1559—1562 wie in der Berliner arab. Handschrift. CO;; •ä a 8t o » 5 ״ 3י־ E *° " §■ J 5 ® <ןך מ S S js « ® <ä 60 ä ״ fl£-2g.Sg:gfcii 05> 5 ® ST Sg*3f!2־§ ”5־1־ ׳jj g J S " iט II •|!£ ® '‘״Saco'״®c0»c 2 צ.£=5|16“>־י g-SJ2־ י־‘® ® ־ S . g «3י־ 5«sS* 3; ■2 « *5 3׳ e cöS י *י־- II t- C 4) Sä P4 04 || CU 3 b0 < 2404 g s — , . . סי M *=§& J 51 g Sf***'\■ : : ® > v g v M ׳ , _ ® *a s Sc ms > f °״ § £ 3־ g 2. 5• < •O TT *Sc tfSS5«nS£5Sr DIcscr Nr. liest el■ HttshemrselchntM 4er Bantirfsfwfiwlte■ »atlifcwiäl. 1■ tolfil!; fcet. äSSeteSrnrTliäliaterurSägiieborg. knal[ von C. flehamke in JBarby. Verlag von Robert Priese in ketpitgT

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