Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 7 (1878)
- Issue
- No. 30. (24.7.1878)
- Date
- 1878-07-24
- Page
- Seite 120 (sequence 4)
- Language
- German
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i-’ שצ״ך gestorben Zum ׳Schinase glaube ich noch die Bemerkung hinzufügen zu dürfen, dass dem gelehrten Verf der Broschüre, der sich zum Kaufmannsstande bekennt, im Interesse der hebräischen Literatur ein Dank dafür gebührt,dass er zur Abwehr heftiger und verletzender Angriffe gegen ein geachtetes Werk, wie zur Richtig- Stellung der Angriffspunkte eingetreten Das Werk עיר הצדק wird einen literarhistorischen Werth behalten. Mageburg. ׳׳ Nathans on. Friedländer, Dr. M. H., Rabbiner in Kanitz. Ti-' feret Jisrael. Schilderungen aus dem innern Leben der Juden in Mähren in vormärzlichen Zeiten. Ein Beitrag »nr Cultur- und Sittengeschichte Brünn 1878. Verlag des Verfassers. Im Gegensatz zu der in unseren Tagen gängigen Art und Weise, auf dem Titelblatt recht ״iel zu versprechen, und im Buche selbst desto weniger zu halten, haben wir es hier mit einer Schrift zu thun, welche das auf dem Titel gegebene Versprechen voll und ganz einlöst. Wir finden hier das ganze innere Lehen un- •erter mährischen Glaubensbrüder seit den letzten Jahrhunderten bis zu dem Zeitpunkte geschildert, wo unter der glorreichen Regierung des Kaisers Franz Joseph die Alles beengende Mauer der Beschränkung fällt und der in seinen Menschenrechten arg geschädigte und tausendfach geplagte Bewohner des Ghetto's dem freien gleichberechtigten Sohne des Vaterlandes Platz macht, wodurch die Geschichte seines Stammes mehr und mehr in das allgemeine Strombett aller österreichischen Landeskinder geleitet wird resp. mit dieser zusammenfällt. Und. wir wissen• es ja nur zu gut aus der Geschichte der verschiedensten Länder und Völker, dass von dem Augenblick an, wo der Bann der Exclusivjtät gebrochen und die Fessel der Beschränkung genommen ist von nnserm Volke, es der Welt in einer, selbst von seinen ärgsten Hassern anerkannten und angesiaunten Schnei- Bgkeit den Beweis liefert, wie nichtig alle jene Bedenken waren, welche feindlicherseits gegen seine Emanäpation geltend gemacht wurden, wie rasch es auf den verschiedensten Gebieten von Kunst und Wissenschaft, Handel und Industrie zu Nutz und Frommen seines speciellen Vaterlandes in einen edlen Wettstreit eintritt mit seinen christlichen Glaubensbrüdern und dadurch so manchem wohldenkenden Andersgläubigen die Bemerkung abringt, was hätte diese3 Volk dem Vaterlande Alles sein können, wenn man ihm von jeher volle Freiheit gelassen hätte! Wie dicht neben einander Stphen hier die durch Mangel an Licht und' Luft, an Freiheit und Raum zur Entfaltung verkrüppelte Zwerggestalt des Ghetto neben dem in Gottes herrlicher Welt, in Freiheit und Sonnenschein aufgewachsenen Bruder! Kinder desselben Stammes und Geblüts und doch so himmelweit verschieden! Dass sie aber trotz allen ׳ Druckes, trotz aller Beschränkung, Veifolgung und Knechtung nicht völlig verdarben und verkümmerten, dass e>n einfaches Sprengeu unberechiigter, Jahrhunderte alter Fesseln hinreichte, um in kurzer Zeit vollwichtig einziispringcn in den grossen Ring von Kunst und Wissenschaft, Handel und Industrie, das verdank-? ten sie vornehmlich ihrem durch Religion und Sitte geregelten innern Leben, einem Leben, das bereits der jetzigen in voller Freiheit aufgewachsenen Generation Vielrach vöHig unbekannt ist, so unbekannt, als lägen Jahrhunderte und nicht.blos wenige Decennien zwischen jener Zeit und jetzt. Und weil dem leider 80 ist^ und weil die Gefahr nahp liegt, dass gar* bald ein grosser Theil der noch erhaltenen Sitten und Gebräuche gleich-, fai|8_der_M0de_de8_Tageg_t1nd der Strömung des Au¬ Ymqt^orttieher Redactear Dr. Kahiu er in Magdeburg. Druck toq C. genblicks zur Beute werden, ist es hohe Zeit, sie zu sammeln und verdienstlich,, sie zusammenzustellen, namentlich wenn es von 80 kundiger Feder und in so pietätvoller, von religiöser Wärme getränkter Weise geschieht, wie in dem vorliegenden Werkchen. Es wäre daher dringend zu wünschen, dass in den verschiedensten Länderstrichen ein Gleiches gesehen möchte. Wer wäre aber dazu geschickter und berufener als der Rahbiner? Aus diesem Grunde heissen wir das Werkchen bestens willkommen und wünschen, dass der Herr Verfasser durch recht zahlreichen Absatz füjr seine wackere Arbeit belohnt werde. Die I.eser aber, die sich noch Sinn bewahrt haben für jüdisches Leben und Treiben, werden es mit Freude und Befriedigung lesen und vielfach wie von alten lieben Bekannten dabei sich ange• heimelt fühlen. Magdeburg. Max Weinberg. Bibliographisches.*) I n h a 1 ts verze ic h niss des im Jahre 1876 auf der hiesigen Gr. Hofbibliothek aufgefundenen hebräischen Codex manuscriptus (T ספר כתב) (No. 13 der orientalisohen Handschriften). Die Blätter haben Quartformat, jede Seite 2 Spalten. (Fortsetzung von No. 27 . uiyl Schluss.) ׳4 31) גלות של שלמה/, Sp. 30) פטירת משד, רבינו 2 33) מעשה בראשית Sp. 2 32). כסא של שלמה Sp. (36 34) מעשה של יואב בן צרויה 35) מעשה מאשמדאי 4 37) סדר של חתונה Sp. אתחיל לכתוב לוח מן תקופות 4 Sp. 38) לוח למעברי הלבנה לחדשים ולשנים ולמחזור־ם 3 40) אתחיל לכתוב Sp 39) אתחיל לכתוב י״ב מזלות ספר חשבונות שקוריך צאיפור 41) אתחיל לכתוב לשון 3 43) סימן מספירת העומר Sp. 8 8 42) חדותp. הר,ודש 8 1 44) לראות בכף ידי איש מד. הוא עתיד לעשותp. 8 46) פירוש שמות Seit. (3 45) ספר הנלנל (שפירא Sp. 3 47) פירוש החדשים מה טוב לעשות בהן Sp. הנשיאים 2 48) טעם ופירוש אבני Sp. ויהיה האדם בריא לעולם (50 12 seit.2 49) פירוש אבנים טובות ומראיהן Seit חושן 60 51) האוחז בנימ׳ יהוד. ויוצא Sp. קושיות במילי דעלמא (52 2 Sp. מאוחזה בסנסיניו והוא שם פנוי וסנמנלף ובו־ 1 53) רבי שמעון אומר Sp. טעמים מר׳ יצחק מבמברק 2 54) פירוש על תא שמע sP. בי״ג מדות התורה וכר 20 56) אתחיל לכתוב הלכות Sp. 3 55) דיני שחיטות Sp. מימים טובים ומשאר ענינים הלכות פסח ממאמרות מבית 20 Sp. מדרשו של רבינו יצחק בר שלמה Das Inhaltsverzeichniss ist hiermit beendet. Bernerkungen zu einigen Piecen werde ich später nachholen. Der geneigte Leser wird eingesehen haben, welchen reichen und mannigfaltigen Stoff dieser Cod man. enthält Zu wünschen wäre, wenn derselbe, wenigstens seinem grössten Theile nach, in Druck erschienen. Vielleicht findet sich hierzu ein unternehmender Verleger. Es könnte möglich sein, dass ein solches Unternehmen von der Gr. Hofbibliothek dahier eine materielle Unter- Stützung erhielten. Darmstadt. M. Mannheimer. vierten“ *) ln No. 24 muss es in der dritten“ heissen. Aninerk. Ad. 10 statt Nottx. Herr Rabb. Dr. Salvendi in Dürkheim macht mit Bezug darauf, dass in No. 28 (S. 112( das Wort ״Dienstarbeit“ ein ״ungeheuerliches“ genannt wird, darauf aufmerksam, dass in Herxheimers und Pnil.ppsons Bibelübersetzung מלאכת עבודה jedesmal so übersetzt ist_ Bsrichtigung. No. 27 8. 112 8p. 2 Z 8: gegenüber der Fassung der P-H. nnd Uecli. Z.!3: überkommenen. Z. 24: dem statt den. äebamke in Barby. Verlag von Robert Friese in Leipzig.