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Das jüdische Literaturblatt · 1878-06-26 · No. 26. (26.6.1878) · p. Seite 104

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 26. (26.6.1878)
Date
1878-06-26
Page
Seite 104 (sequence 4)
Language
German
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('■ . I kJ■ r ״ Tr i mehrt werden könnten, teigen, wie oft in der Hagada ohne auf Historicität zu achten, Thatsachen, die verachiedenen Zeiten und Verhältnissen entlehnt, spontan herbeigezogen wurden zum Zwecke der Gedankenerwe^kung oder der Belehrung. Höchst verdienstlich bleibt daher die Leistung Jener, welche, wie Jellinek, die aus dunklem Schachte mühevoll geförderten Schätze blosslegen־ und im Schmelztiegel der Kritik läutern, damit dann auch jedes Körnchen Edelmetall auf seinen eigentlichen innern Werth geprüft werden könne. EibensQhitz. Dr. J. Tauber, Rabbiner. f r. V Literaturbericht. teeeasi•■». selbst eine eigentliche Autorität besitze“ als eine kaum verständliche. Nachmani sagt ausdrücklich, dass der Talmud als פירוש zu betrachten sei und darum Autorität habe. Jedem einzelnen Aussprüche eines Tanaiten oder Amoräer’s gesetzlich bindende Kraft beizulegen, fiel Niemand ein und eine sogemeinte Autorität brauchte nicht erst bekämpft zu werden. Es Hesse sich noch Manches gegen verschiedene Behauptungen des geehrten H. Verf.’s einwenden, doch werden die Einwände selbst den Werth nicht beeinträchtigen, welchen obengenannte Jahrbücher für die jüdische Wissenschaft besitzen Lengsfeld, 17. Juni 1878. Dr. Krön er. Der Redaction sind folgende Schriften zugegangen: k« t Brüll, Dr. N., Jahrbücher für jüdische Geschichte und Literatur. I.—II. Jahrgang. Frankfurt a M. Wilheim Erras 1874. 187&. Der gelehrte Verfasser, durch vielerlei Wissenschaftliehe Aufsätze bekannt, hat eine Reihe grösserer und kleinerer Abhandlungen, Notizen und Recensionen in seinen Jahrbüchern veröffentlicht, deren flüchtige Inhaltsangabe hinreicht, um auf den Reichthum und die Mannigfaltigkeit. derselben hinzuweisen. Durchwegs bringt der Verfasser nach umsichtiger mit grosser Belesenheit und kritischer Sichtung vorgenommenen Vergleichung und Prüfung der einschläglichen Quellen und des bezüglichen literarischen Materials neue Anschauungen, interessante Aufschluss^, ergänzt und berichtigt und stellt in übersichtlicher Klarheit das gefundene Material zuaammen. Ein Korb voll Früchte ernsten Fleisses, angenehmer Darstellung und selbstständigen Urthßils sind die vorliegehden Jahrbücher. Der erbte enthält ausser 18 Miscellen biographischier, exegetischer und . bibliographischer Darstellungen, 4 grössere Abhandlungen. 1) die talmudischen Tractate über Trauer um Verstorbene, 2) Adjabene, 3) das Geschlecht der Treves, 4) Fremdsprachliche Wörter in den Talmudim und Midraschim. Das zweite enthält ausser 7 Recensionen, von denen die erste über Grätz’ Geschichte der Juden Band I handelt und 12 sehr interessanten Miseellen eine sehr eingehende Auseinander- Setzung über die Entstehungsgeschichte des babylbnischen Talmuds als. Schriftwerks. Gerade diese letztere Arbeit ist gewissermassen ein ,Bekenntniss des Verf.’s über seine Stellung zu dem Talmud, den er im Durchschnitt mit grosser Ehrerbietung behandelt. Aber gerade der wichtigste Theil dieser Arbeit über die schriftliche Abfassung des Talmud zeigt eine merkwürdige Wandlung und einen sonderbaren Widerspruch in-den Ansichten des geehrten Verf.’s über die’ Bedeutung des Saboräer. Seite 17 sagt der Verf. in einer längeren Anmerkung, dass den Saboräern ״die Sebara, die Klarmachung und gedankliche Durchdringung des überkommenen Wissensmaterials übrigens“, dass sie ״nur als Prüfende die Feststellung und richtigere Erfassung des tradirten Lehrstoffes sich -zur Aufgabe machen konnten“, und S. 87 sagt der Vert ״die Saboräer waren Sammler, Scribenten, Gompilatoren, die alle auf sie gelangten Erinnerungen und Ueber- Heferungen, welcher Art sie auch immer sein mochten, zu Buche zu bringen suchten.“ Ebenso scheint die Auffassung des Nachmanischen Satzes S. 88 Ahm. 146 והשני הוא הנקרא תלמוד והוא פירוש למצות התורה כי בתורה תריג מצות שין בה אחת שלא נתפרשה בתלמוד ואנחנו מאמינים בו בפירוש המצות als eine klare Behaup- - tun״ ,״dass die mündHche Lehre, die die Grundlage .und der Hauptinhalt des Talmuds ist, nicht aber dieser Flavius Josephus, Schrift gegen Apion. Text und Erklärung. Aus dem Nachlasse des Prof. Dr. I. G. Müller, herausgegeben durch die Prof. C. J. Riggenbach u. C v. Orelli. Basel 1877, Bahnmaiers Verlag (C. Defloff). H. Keimenhagen, Die Natur des Geistes nach der mosaischen Lehre Leipzig, Baumgartner’sehe Buchhandlung 1878. Dr. S. Baeck, Die Geschichte des jüd. Volkes u. seiner Literatur vom babyl. Exil bis auf die Gegenwart. 5. Lieferung. Th. Scheibel’sche Buchhandl. (Paul Friede) Lissa (Posen) 1878. S. Berlin, Vocabularium zum Gebetbuch. Erster Cursus. Hamburg 1878. Illustrirter israel. Volkskalender f. d. J. 5639. Prag, Samuel W. Pascheies 1878. B. Jacobsöhn, Beiträge zur Culturfrage. Zwei pädagogische Aufsätze. Leipzig 1878. S. Lengsfelder, מגיד ליעקב Gottesdienstliche Vorträge■ 1878. (hn Selbstverläge des Verfassers, Reichenau (Böhmen). Rabinowicz, Isr. Mich., Legislaüon civile du Thalmud (i'ome IV) Nouveau commentaire et traduction critique du traitd Baba Metzia. Paris 1878. (Von demselben Verfasser ist früher u. a. erschienen: Legislation civile du׳ Thalmud etc. trait£ Ketouboth, traite Baba Kama und: Legislation criminelle du Th. etc Wir haben ferner erhalten einige Probebogen von Schwab, Moise, le Talmud de Jerusalem traduit pour la premiere fois, torre II, traites P6a, Demai Kilaim, Schebiith. Paris 1878. Roest, M., Israelitische Letterbode. 3 Jahrgang. Amsterdam 1878. Fruznkin, J. B-, The Jews of Spain etc by Mocatta in’s Hebräische übersetzt. Jerusalem 5638. Paul de Lagarde, Zur Erklärung der aramäischen Inschrift von Carpentras. Briefkasten der Rcdaetlon. Hrn. Cantor Birnbaum in Beuthen. Die ״Fortsetzung“ Ihrer Recension trat trotz des ״Eilbotens“ für diese Nr. zu spät ein; wollen sie nicht nunmehr auch gleich den ״Schluss“ senden? Hin. Rabb Dr. E. in K. Es liegt noch gar'zu viel älterer Recensionsstoff vor•, es kommt Alles an die Reihe. 3n uujerm SScrlage iit?rjdjtcnen: gettfabett für beit llnterricibt in ber $ibci!unbc unb btblifcf)ett ©efd)id)te (für iäraelitiidie ®djulen) מסס S. Berlin. $ret$ rarlonnirt 90 ^?fennifl. Hamburg. $0fftna1tn fc Kampe, 1223] €0rtin1ent60־nt0. Varäntwöriüehir Redacteu^^rT^RT^m er in Magdeburg. Druck von C. Schämte in Barby. V erlag von Robert Friese in Leipzig

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