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Das jüdische Literaturblatt · 1878-04-10 · No. 15. (10.4.1878) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 15. (10.4.1878)
Date
1878-04-10
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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i^f O• JLw»! Jüdische Jahrg. TU. Zar Beleuchtung aller Jaden• thom und Jaden betreffenden literarisch. Erscheinungen anf dem Gebiete der Philosophie, Geschichte,Ethnographie,The• ologie,Orientalin, Exegese, Ho• tniletlk, Liturgik, Pädagogik. iHerausgegeben ן ן von | Rabbiner Dr. Moritz Rahn( Magdeburg, IO. April 1 er. -CT'M. B1 icher der elngchtfglgeii LIjrafar, welche der Bed. de* LiteratnrMatt“ in M ■ garg (oder der ״Israelit \^ochen8chr.“ in Stettin) zagewerden, finden in diesem Blatte eingeh. Besprechung. ״rad.1 dfcb t Das ״Jüdl.elie Eiitermtarblatt“ erscheiht wöchentlich; Preis bei allen P o s t a r (in Lei pzig bei Robert Friese) pro Jahrgang 6 Mark; pei der Expedition der ״Israelitischen Wochensc frankirter Zusendung: 8 Mark. — Abonn und Buchhandlungen Magdeburg mit directer bandlungen 2 Mark 50 Pf. kostet) erhalten das ״Jüdische Literaturblatt“ grati eutea der ״Israelitischen Wochenschrift“ 'die vierteljährlich bsi aller Postanstaltisn und1 Buch spaltene Petitzeile, buchliändleriscbe Beilagen mit 12 Mark berechnet. — Inserate worden mit 20 Pf. filr die dreige• Di e Expedition der ״lsrielitische.1 Wochenschrift“! Wissenschaftliche Rabbiner Dr. Appel. (Fortsetzung.) Nachträge zur Kritik de9 Buche9 E: •לשון ארמי Literaturbericht: Berensionen: Wii zur Erläuterung der Evangelien aus Neue Bücher. Literarische Anzeigen. Inhalt! Aufsätze: Uclier Samaritalier. I her.!sehe, Dr., Neije Beiträge Talmud um) Midrasch. Von Von Dr. Bloch. lieber Samaritaner. Von Rabbiner Dr. |A.ן > p e 1. (Fortsetzung.) j Man macht häufig im gewühnl eben Leben die Beobaqhtung,. dass Personen oder Parte en, die sich (einander nahestehen und nur in gewissen Punkten ausfeinandergehen, sich einander viel heftigejr hassen, sich einander viel schroffer begegnen, als dieses der Fall ist Personen und Parteien gegenüber, welche einen ganz entgegengesetzten Standpunkt einnehmen. So sehen Wir auch> dass die Samaritaner am meisten die Bekenner des Judenthums hassen und ihnen in . gehässiger Weise den Vorwurf machen, den Pentateuch an mehreren Stellen zu ihren Ungunsten und zum Voitheile Jerusalems gefälscht zu haben. Ein HauptdDgma der SaAiaritaner ist nämlich die Anerkennung der Heiligkeit des Garizip, auf welchem ihr Tempel erbaut war, der nach dreihundertjährigem Bestände durch Johann Hyrcan zerstört wurde. Wenn in der h. Scljrift die Redp ist von dem Orte, welchen Gott zu seinlem Wohnsitze auserwählen wird, so verstehen sie, fnlem sie zugleich die Zukunft in die Vergangenheit ijn!wandeln, unter dem auserwählten Orte Gottes — Sichern und den Garizim. Zu dieser Annahme haben sie insofern einen Schein von Berechtigung als nach Eroberung des 11. Landes Josua bestimmt aber das diejenigen sechs Stämme, welche zum Segen waren, auf dem Garizim aufstellU:; wenn nun Deuteronomium bestimmt, dass des Jordan auf dem Ebal ein solle, so beseitigen sie den unbequemen Einwland, welchen diese Stelle ihren Gegnern 10t, dadurch dass sie Ebal einfach in Garizim umändeiten und nun den Juden den Vorwurf der Fälschung! machten. Um aber den Werth der auf den Garizim!Bezug habenden Stelnach Ueberschreitung Altar errichtelt werden len noch zu erhöhen, fügen sie ftls zehntes Gebot an und dieselben dein Dekalog verbinden das Ge30t, wel- .11. ches wir als das zehnte zählen, mit dem neunten. An den drei Wallfahrtsfesten zijhen sie auf den Garizim; an Stelle der Opfer jedoch sind Gebete getreten. Da» Passahlamm ist das einzige Opfer, das sie bis auf den heutigen Tag beibehalten häben und das sie in dersel׳ ben Weise zubereiten und g eniessen, wie es im Exordn» vorgeschoben ist. Es ist!!ine anerkennenswerthe To* leranz der türkischen Regierung, dass sie in neuerer Zeit den Samaritanern die Zubereitung des Passablammes auf dem Garizim und die öffentliche Ausübung der dabei notwendigen Ceremonien vollkommen freigestellt vor fünfzehn Ja iren der Prinz von!Wales besuchte, liess er es sich nicht entgehen, die g des altehrwürdigen Passahgesetzes auf dem hat. Als Palästina Ausführunj Garizim in Augenschein zuj nehmen. Bevo;׳ wir jedoch in der Schilderung der religiösen. Sitten und Gebräuche der Samaritaner fortfahren, müssen wir mit w<!nigen Wort en die׳ Ursachen ihrer Trennung vom JudenthuGie erwähnen und!ine gedrängte Uebersicht ih* rer Schicksale geben. Ephrsim und Juda hatten Jahrhun* jderte lang mit einander um lie Führerschaft in Israel ge* stritten; cie Spaltung war'eingetreten, und das nördliehe Reich wurde zuerst von dem Schicksale des Un* terganges betroffen. Nun erzählen die Königsbücher,, dass der assyrische König salinanassar aus Kutha und anderen!Provinzen seines Reiches Kolonisten: nach Sa-• maria geschickt habe, die heimgesucht wurden; sie h Strafe des darum mit der Bitte an den einen isr. von wilden Thieren schwärt itten diese Plage als eine erzürnten Lande sgottes aufgefasst und siche der Landesgottheit unterweise. Gott Israels verehrten, hät, ihren hei! lathlichen Götzen wohl schwerlich alle Israei König gewendet, ihnen doch Priester zu senden, der sie in den Gesetzen. Trotzdem sie nun den en sie doch nicht aufgehört, zu dienen. Da Salmanassar!i iten bis auf den letzten Mann in die G!e ängenschaft gefüirt haben wird, so haben wir uns die 8s ■mari tarier als ei:1 Mischvolk aus den zurückgebliebenen Israeliten und (len eingewanderten Assyrem zu denke!. Wie bedeutend jedoch der Einfluss des israelitiscnei Elementes gewesen sein muss, ersehen wir daraus, asss nach kaum zweihundert Jahren die Sama- ן ritaner een lebhaften Wunsch äussern, mit den aus dembabylon 3( hen Exil zurück!;ekehrten Juden gemeinschaft L ■Hifiii , Ok

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