Mannheim
Compact Memory

Das jüdische Literaturblatt · 1878-04-03 · No. 14. (3.4.1878) · p. Seite 56

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 14. (3.4.1878)
Date
1878-04-03
Page
Seite 56 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/5367336-6488234-8755621--0988-4854443
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Weüä d»8 blas ein Ungar hatte hören könnsnf £־ יהמבלי אין קבד*צ Diese Frage paast Ürffer nicht; der Verf. weiss, auch mit deutschen, römf- *&h& »ad griechischen' Posten * aufzuwaBeii. Er lidtft eß durch''1solche Citate seine Reden zu schmücken, ihnfeia einen poMjschen Glariz zu verleihen. Uns Scheint das e&efe religiösen Redners durchaus nicht geziemend, in.onsera Augen verliert die Predigt1־hehr durch den erborgten Glanz als sie gewinnt. Das bibUsche Schriftthum, wie die talmudische und Midraschliteratur, enthalt doch so viele schöne und poesiereiche Sentenzen voller Gedankenfülle und inniger Empfindung, dass es feiner solchen Anleihe nicht bedarf. Der wohlklingende Reim ist, um mit dem arabischen Dichter zu reden, blos ein ausserlicher Schmuck, dessen bekanntlich die wahre echte Schönheit nicht nöthig hat, um zu gefallen. 8ie ist nicht selten im einfachen Negligfe am reizendsten. Der Verf« aber weiss die Form zu beherrschen, versteht den Aasdruck,, das richtige Wort zu wählen, Ton und ttrbe zu treffen, — wozu also den erborgten fremdartigen Lappe n? Ebensowenig vermögen wir es angemessen zu finden, dass der Verf., hie und da seinen Reden bibelkritische Anmerkungen hinzufügr. Selbst wenn es in der?hat so " festgestellt“ wäre, dass Kohelet das jüngste Buch der kanonischen Literatur (es fehlt nicht an gegentheiligen Asscbaungen, die sich ebenfalls Wissenschaftlieh geltend machen), so ist eine Predigt nicht gerade der passende Ort, dies zu bemerken. Trotzdem will Referent anerkennen, dass das jüdische Element in diesen Festpredigten etwas mehr noch zum Vorschein kommt, als in desselben Verf.’s ״Gotteeftamme“, der gegenüber sie einen, gewissen Fortschritt des Verf. bekunden. ch. Wir haben dem Gesagten noch Einiges hinzuzufügen, 1) dass ausser den vom Rec. gerügten Citaten aus Dichtern, wir auch noch die vielen Fremdwörter und sogar lat Brocken (wie: lucus a lucendo — mit Bezug auf den Mainzer ״Israelit“), auf der Kanzel ganz ungehörig and sehr störend gefunden haben. 5« I~ mächtige Gestalt des Propheten von Tisbi und seinen Schüler gewoben.“.(?!) 3) Wir [sind kein Freund von langen Predigten, aber die Kürze muss doch auch ihre Grenzen haben. Ein grosser Theit dieser ״Eestpredigten* hat jedoch nur das bescheidene Maass von 3—3 Octavseiten. Eine Predigt zu Kol-Nidre ist nur etwa l1/, Seiten!! Das lohnt ja gar nicht erst die Kanzel zu besteigen. 4) Zum Schluss bringt der Verf. eine Uebersetzung des Moaus Zur; da befremdete uns in der 5 Strophe die Uebersetzung des יונים נקבצו עלי mit: ״Syrerwolf ^ie Taube treu hat beinah verschlungen“; das ist doch ein wenig zu frei, und die Ideenassociation von יונים u. TOP zu eigenthümlich. S. 45 übers, der Verf. נזיר אחיו mit ״der Abgesonderte, der Vorzüglichste seiner Brüder.“ Redaction. Der Redaction sind folgende Schriften angegangen: M. Mannheimer, (גזירות הישנות (תתנ״ו aus einer hebr. Handschrift der grossherzoglichen Hofbibliothek in Darmstadt. David Kaufmann, Prof., Rede zur Einweihung der Synagoge in der Landes-Rabbinerschule zu Budapest. M. C. Wahl, Dr., Jahresbericht der höheren Handels- Fach-Schule zn Erfurt. Untersuchungen über das Heldengedicht .,Salman und Morolf.“ M. Rosenstock, Dr., Jahresbericht der Samsonschule zu Wolfenbüttel, enthält die Völkerwanderung und ihre Folgen für ihre Folgen für die Joden Europa’8 insbesondere Deutschlands. Samuels oh ja, Dr., Jahresbericht über die Religions- Unterrichts-Anstalt der Synag.-Gem. zu Breslau. Jalkut Sc hi meoni, Erster Theil, über die 5 Bücher Mose’s. Neue Ausgabe von J. Goldmann, Buchdruckerei in Warschau. | Literarische Anzeigen• Rahmer’s hebräische' Schulbücher, , ■ eaesteverniehrteAuf lagen,sind durch J. Kaaffniann’sBuchh., j flflbbala, Äab^ifcf), Äalenbfr, Ütntäft Frankfurt a./M. za beziehen. Öfotte«, ftränje uns «ronen u a m. Er/cheixt ix lOO ־. Lieferungen :lieber tear l>r. Ra hm er in _ 3nt ®erLage 0011 $1. 3JlcBicl in fietpjig ift rtfdpentn unb bureb alle ©udibanblungen ju bejiebfn: fjtUenpfdje ßc^anöt^ilc im biblifdien @4riftf1umt. ®ine!rittidje Unteriucbung über 31bfaffung, Sbaralier unb Xeubuipn fotoie bie Utfacben ber Ranonifirung be8 ©u-־ djee @ft&cr. « bon [1255 Dr. J. 8. Bleeh, Stab f> inet ber ist. (Eultuägemcinbe in 93cüj. $rei« 1 ©If. 50 ©f. Soeben ift eridjieiteit una Durch jeDe ©udjtjanDlung unD oon bem 'JSerfaffer ju bejiebrn: [1239 Jjgmßnrger, 3teal־@nct)0(0päDie für ©ibcl unb SalmuD, ,Äbtb. II, §f:. IV. (30ie 51. bi$ firanfengeber.) i flreid 3 ©larf, für Sebrer bei b i1 ־ reiten! ©ejuge ermäBigi..!Die, oorjüglidiftfn älrtifel beweiben Sei SUotf Sohn ®erlag u. autiquariah Berlin w, 14 tßotä&aaietftra&r, etf<b»en: Refcefta CBolf. geh. Qeinemattn, ^odjlhtdj für israefif. Tratten. 6. oerme^rte Stuftage. [1240 ®reiä btocfj. 3 ©l.׳ eleg. geb. ©1. 3.80. B. Seligsberg, Antiquarbuchh• in Bafreath versendet franco: [1201 Dr. Ewald, Abodah Sarah, ein Traciat aus dem Talmud zum ersten 31ale übers, und mit Anmerkungen be-| gleitet. Nürnberg 1868.546 pagg■ broseb. neu statt 6 Mark für 1 Maria 80 Pf. _ Briefkasten der Kedaetlon. B. in B. Die Recens. über Wünsche* Neue Beiträge beginnt in nächster No. ־־־ H.. in Z. Für diese No. zu spät; ich mus« das Buch erst lesen. Magdeburg. Druck vonG. Scharnke in Barby. Verlag von Robert Friese in Leipßf*.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.