Mannheim
Compact Memory

Das jüdische Literaturblatt · 1878-01-15 · No. 3. (15.1.1878) · p. Seite 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 3. (15.1.1878)
Date
1878-01-15
Page
Seite 11 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
82% known words query
IRI
…/5367336-6488234-8755607--0932-4854398
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

11 den neuen Wohnorten beilegten, — dasj gefügt, um über so manche Schwierigkeit der Völkeriafel hinweg* ״ «ukommen. j Handschriftliches aas Petersburg. Von Dr. A. Harkavy in Petersbujrg. III ׳ ' Indem ich Hrn. Dr. D. K. für die i wohlwollende Anzeige meiner ״Mittheilungen über die Chazaren“ in No. 47 dieses B). meinen Dank ausapreahe*) und die ▼on ihm betonte Spannung auf die Veröffentlichung des Textes unserer Hschr. des Chazarenbriefes vollkommen gerechtfertigt finde, sehe ich mich zu erklären veranlasst, dass im Verlaufe dieses Winters 8 G. w. der Text in die Hände der Fachmänner kommen wird. Da ich die Priorität der Veröffentlichung und der wissenschaftlichen Erklärung den Memoiren der Akademie überlassen muss, so will ich hier nur ein paar Bemerkungen aus dem textkritischen Apparate zur Probe geben, u. 8011 E. den durch Akrisch edirtea und O. den in pxford befindlichen handschriftlichen Text bezeichnen**). Daraus ist io E. u. 0. gemacht: ■יו eres Ms. t: עד שנשמע עוצם מלכותו בכל הארץ ופחדו כל המלכים אלולי (!וזלזלו.0) שלוחי קסטנטיניה לבוא במשרות ויספרו לכם (לכם •0) האומות ממלכותינו ודינינו לפי שהייתם מכזכים אותו לפנים' ולא הייתם מאמינים בו 1) p. 1, Z. 16—18 lautet der T! עד שנשמע עוצם מלכותכם בכל אפסי ארץ וחלו פני מלככם כל מלכי אדמה אז החלו שלוחי המלך קוסטנדינא• לבוא בארציכם בתשורת מלכד. (מלכם •0 וספרו לכם האמת ממלכותינו ודינינו אשר הייתם לפנים מכזיבים אותו ולא הייתם מאמינים בו Man braucht keinen hesondern Scharfblick, um zu erkennen, dass ופחדו hier eine ungelungene Paraphrase ▼on dem doppelsinnigen וחלו (in der Bedeutung zittern müsste das folgende Wort מפניו lauten); in dem /sinnlosen במשרות ist es leicht, בתשורות zu erkennen, אז החלו ist wahrscheinlich in וזלזלו;.0) אלולי) corrumpirt worden; auf eine Corruptel lässt auch die seltsame ■ Construction אלולי * ♦ לפי schliessen; endlich erkennt man ohne Weiteres in האומות eine Enstellung aus האמת e. u. 0.ואם יתכן לבא שלוחנו ואם יתכן לבוא:2-6.3)p 2. z שאחינו אל ארצכם לחאת פני מלככם המיוקר הנעים ישמרהו יוצרו אשר המשיך הלבבות לאהבתו בטוב דרכיו והביאם באחוותו ביושר. מפעלותיו לפי שהיו ישראל נהנים בדבר זה והיה להדרת לב ולמענה לשון ולשבח ולתהלה בעיני האומות האומרים כי אין לישראל שארית ולא מקום ממשלה ומלכות אל ארצכם לחלות פני מלככם היקר והנעים שהמשיך לבבות לאהבתו בטוב דרכיו והביאם באהבתו (באחותו •0) ביושר מפעל ותיו לפי שהאומות אומרים להם כי אין לישראל (שארית;לא :0• schiebt hier ein מקום ממשלת וממלכה שהיו ישראל נהנים בדבר הזה והיה להם להרמת לב!וטענה לשון ושבח ותהלה בעיני האומרים להם כי אין לישראל שארית ולא מקום ממשלת וממלכה Auch hier ist die Wahl zu beiden Texten nicht *) Das. p. 185 Col. 1 Z 3 v. u. ist Friedrich Suhm st Daniel zu lesen; Col. 2 Z. 12 1. Russ. Revue Band VI; zu p. 186 Z. 20 ff. bemerke ich, dass der Scherz in diesem Falle dem Tone Cassels galt, der als ein wahrer ינושך שדי אמן >n e'ner Literatur, die er seit mehr als 20 Jahren nur zu 1gewaltsamen und jadenfeindlichen Zwecken, mitunter auch geradezu zur Delatur gegen dieselbe, benutzt (dies Alles kann ich auf Verlangen urkundlich bewei- »en), sich als Meister gerirt Ich glaube, dase hier sehr gut dos ,כל ליצנותא אסירא לבד נבו anwendbar sei. Sein ganzes Auftreten gegen mich ist auch nur durch Jadenbbss und verschiedene ,Handreichungen“ veranlasst worden. *•) Ich verdanke die Collation des Baxtorfsehen Textes mit ״ dem Oxford er der Freundlichkeit des Hrn. Ne ubaaer. schwer zu treffen: dii nutzlose Wiederholung des Satiee 'האומרים •קרס כי אין לישו •אל וכו (tum ersten Mal aa ganz u! (gehörigem Plfrtxe!) die Zusammenhangslosigkeit des שהיו י ישראל נהנים כר, das באהבתו neben dem danebenstehenden לאהבתו (wofür übrigens 0 richtig באחותו . hat) — sind :Momente, die wenig zu Gunstea von E. und O. sprechen; aas einzige, was hier besser als in uns. Ms. zu sein. scheint, ist 8 להרמתt. להדרת wo letzteres viell. nur Schreibfehler ist. (Schlüss folgt.) צדוקי• Von Rabb. Dr. Dusehak in Krakan. Die entgegen Sadduc bigen Chris! trName ist ein genereller Name für alle dem Jadeathamn!teilenden Sected; er bedeutete ursprünglich allerdings nar x, wurde aber int Talmud für alle Haltungen von UngUa- :braucht. An nicht wenigen Stellen wird Zednki aach fÜr gebraucht, die mein geehrter und gelehrter Freund Dr. Friedläkder leicht heraapffnden wird. Eine Stelle will ieh an Ah- ' ren, die frappant diesen ]Umstand kennzeichnet, ln Beraehot iQ, 1 heisst p: Ein Zednki!sprach zu Berura: Es steht geschrieben: ״Jauchze Unfruchtbare, die nicht geboren“, wie7 weil sie;nicht gehören, ]darum 8011 sie ja! tchzen? Sie aber antwortete: das kt eine Aufforc erung an Israel, das nicht so viele Kinder den Gshiaom, wie ihi geboren“. Ein« räthselhafte Stelle. Ich glaube der Zedakl war ei I Christ, welcher Iden Vers auf die Mutter des Stiftei• dar isr. Reigion beziehen wollte, welche angeblich Jungfrau war, die Antwo jt darauf war ziemlich heissend.—Ein andererZeauki erhielt von R. Abs hu folgende Antwort אתון דלא דרשתן ססוכין• Die Chrtam ihre Dogmen auf die Bibel zu -**•*-ד. Zusammenhänge gerissen, um ihre was zu stützen, liest man aber dis Stellas im Zusammenhänge, so geben sie einen ganz anderen Sinn. Dm wollte R Abahu dem Christen sagen. — Aach Maimonides beklag)• sich g egen die mohammedanischen Schriftaasleger über solch• Versvc rrenkungen. (Vgl. seinen: ״Brief nach Jemen“.) sten hoben bekanntlich, gewiss» Verse ans dem derliche Exegese darauf Literaturbericht Keeeaaioaea. /. Kirchmann, J. H., Katechismus der Philoaophie. J. J. Weber, Leipzig 1877, 8, 247 8. ־ (Schlase.) J n Abchnitt B: ״Die Entstehung der ReHgion nnd ihre Ba• sonde ■uug“ zeigt der Verfasser, wie der Einfluss der NatarmichSa nothw endig religiöses Fühlen and Denken erwecken masSto nnd s :hliesst sich der Ansicht an, dass die ersten (Naturreligionea) Religionen polytheistisch waren. Unfraglich ist dagegen wisssttschafl Scher nnd tiefer begründet die von Max Müller auf gestalt!• Hypo hese, dass aus dsn R esten des Glaubens an einen Gott der Polyt »eismus erwachs, der erst dann wiedfer dem aus der Speku- ־ lation kerbeigeführten Einheitsbegriffe wich. Die Bibel ist darin M. M Lller's Vorgängerin. Bei Adam bis Noah setzt sie das Bestehen des Einhettsgedanikjens voraas. (DertalmadiseheSem bildet die Bindekette, damit <|Ue Tradition an zerrissen erscheine). Dann folgt [üppige Vielgötterei, bis Abraham den einen Gott erkennt. Das Letztere haben die Talmadisten wunderschön in dem Bild• klargelegt, wie Abrahaan von der einander folgenden Verehrung von Sonne, Wolke, Wind u. s. w. zur Anbetung des einen Gottes gelangt. Aach dass die erste Erkenntnissstafe nur die Macht, und erst die weiteren;,die sittlishea Gesinnungen und Thttigkeilen“ :der Gottheit eiabegreifen, ist uns nicht nen. — Daa besagt schon II. B. Mos. 6, 3:, leb bin dem Abraham Isak and Jacob ersehiw nen a)s El der Allmac ht i ge, aber mit meinem Namen Ewiger bin i<jh ihnen nicht kund geworden. ״Das sittliche Leben der Völker erhielt damit aa;ihren Göttern einen Halt an! eine Stütse, die weit alles überragte, was die irdischen Autoritäten hierin Zu leisten vermochten.“ : Dem entspricht 111. B. Mose's 19, 2: Heilig ־ sollt!ihr sein, denn heuig bin ich, der Ewige, euer Gott — nnd dis dann! aufgeführten Sitllichkeitsgebote. Dass jedoch, wie Herr ▼. K. glaubt, die Vorstellung eines Lebens nach dem Tode 1a dem frühesten religiösen Etuwickelnngsstadien gehört and ein. Haupte grundsatz der Religion pein muss, daa wid .rlegt vielleicht das Judenthum und insbesondere die Schnle der Saddacäer. Am' vollständigsten rwir begrüssen die ses Zageständniss mit Freude — vollaog sieh die Abtrennung der Gottheit von der Natur iu der j & d. Religion. ״Dia Gottheit wurde damit za einem rein geistigen Wesen; sie erhob sich zum!allmächtigen Schöpfer des Himmels and der Erde und wurde danch ihp Allgegenwart aach der Regierer dieser Welt. Die sittliche Natur diesen Gottes wurde damit die tbcr-: wiegende; er übte seihe Macht nur in dieser Weise und die Ali-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.