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Das jüdische Literaturblatt · 1877-12-26 · N° 52. (26.12.1877) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
6 (1877)
Issue
N° 52. (26.12.1877)
Date
1877-12-26
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 32. ■־׳■־־*זוי Das Jüdische Mp Jahrgang. Zur Beleuchtung aller Judenthum u. Juden betreffenden literarischen Erscheinungen auf dem Gebiete der Philosophie,Geschichte,Ethnographie,Theologie, Brirnlatia, Exegese, Homiletik, Liturgik, Pädagogik. Herausgegeb!en von Rabbiner Dr. Moritz Rahmer. Magdeburg, 2«. Deceiuber 1 877. Das 344״. £it«r<ttKr(>(4tt" erscheint wöchentlich einmal; Preis pro Jahrgang 8 durch alle Buchhandlungen (in Leipzig durch Robert Friese), oder bei der & bürg. — Inserat« werden mit 20 Pf. für die dreiqespallene Petitzeile berechnet. — Abo! Lhrlrch ber Men Postanstalten und Buchhandlungen S Mark 50 Pf. kostet) erhalten das Bicher der einschlägige» Lite- ] ratur, welche her Be» de« ״In». I Literaturdlatt'' in Magdeburg I (oder der ^Israel. Wochenschr.-! in Stettin) zugesandt werde», I finde» i» diesem Platte ei»- I gehende Besprechung. I Warf, mit frankirter Zusendung: 8 Mark. Zu bezieh« Pedition der ״Israelitische» Wochenschrift״ rn Magd«-'!!menten der ״Israelitischen Wochenschrift" (die viertel , )üdische Literaturblatt" gratis. Inhalt. Literarische Abhandlungen: Ebher und »lsr Von Dr. B. Placzek. — Literarische Notizen. Von Dr. L. Ltwysohn. Literaturbericht: Recensionen: Bloch. Dr. S., Hellenistisch, Bestondtheil, im biblischen Schriftthum. <Forts.) — Bärwald, Dr. S. JosephuS in Galiläa. — Bemerkung. «Sdher und Misr. Vergleichende paläologische Studien von Dr. & Placzek. (Fortsetzung.) Nach Maßgabe von Temperament und Anlage, nach dem Anthcil an dem Civilisationswerke nach geschichtlicher Bedeut samkcit, nach der Rolle im Kampfe ums Dasein, nach der Art, wie sie auf Cultureinflüffe reagiren, werden die Menscheneingelheilt in die a c t i v e und passive Race (Klemm), oder in Cultur- und Naturvölker, bei welchen letzteren das vegetative und animalische Leben überwiegt, die an die natürlichen Daieinsbedingungen jclavisch gebunden, in einem Zustände sich befinden, den Hegel in seiner Philosophie der Geschichte das ״Verienktsein in die Natürlichkeit" nennt, mährend die Culturvölker in dem erfolgreichen Streben fortschreiten, sich wie E. Kapp (Philosophische Erdkunde l. 91) sagt: ״eine terrestrische Ubiquität zu vindiciren und den freien Geist gegen die unfreie Natur geltend zu machen". Mit Bezug auf solche vielfache Eintheilungcn bemerkt Büchner (Die Stellung des Menschen, Note 63): ״Ist der Artbegriff unbestimmt, so ist es der Nacenbegriff, wenn möglich, in »och höherem Grade und liefert damit den deutlichsten Beweis für den Mangel bestinimter Unterscheidungszeichen zwischen den verschiedenen Menschenarten und für das Vorhandensein zahlloser Mittelformen und Uebergangsstusen " , Die vernünftigste und zweckgfimäßeste Eintheiluug bleibt denn doch die biblische. In Sem, Cham und Japhet erblicken wir eigentlich m.r eine Zweitheilung in eine superiore, gottbegnadete oder v >n der Natur devorzugte, active Culturrace (Sem und Japh:t zusammen als eine genommen, Genesis 9, 27 entsprechen) den Kaukafiern die sich in Semiten und Arier abzweigen) und die inferiore passive C h a m itenrace. Waren aber diese ersten Noachiden schon solche .schroff gesonderte, ausgeprägte Stammformen? Kaum! obschon sich mit der niodernen Biologie die Annahme sehr wohl vertrüge: die Ratur habe anfäng ich in ihrem elementaren Drange nach unendlicher Abwechslung in der Hervorbringung zahlloser Urformen die verschie >ensten Menschenlppen entstehen laffen, von denen die lebens ähigiren und kräftigsten sich erhalten haben und die Stammeltern der Raren geworden — ז >ie ja selbst monströse Bildungen, seltsame Naturspiele, künst iche oder zufällige Abnormitäten einzelner Wesen bei ihren Nachkommen hereditär werden und zu einer desondern Spielart sich sixiren. Wahrscheinlicher indeß haben sich die Noachil-en erst durch verschiedene Beschäftigung und Leben-weise, durch mannigfache klimatische ״Einflüsse zu der Sonderheft enti oickelt, jn welcher sie zur historischen Zeit erscheinen.! Der Menschfist ja ein Produkt seiner Umgebungj und jide!Zone formirf andere Gestalten und umwandelt die Bewohner dadl rch, daß diese nothgedrungen sich allmählich de« durch die äuße:en klimatischen Verhältniffe gebotenen Leben-- bedrngungen a rzupassen haben, wenn sie es nicht vorziehen, andere ihnen adäquate Oertlichkeiten aufzusuchen. Sehen wir auch) daß gewiffe Racen oder Völker in allen Zonen sich ihre ureigene Natur und Beschaffenheit, einige unwesentliche Modistcationen abgerechnet, bewahren — das merkwürdigste Beispiel hierfür gebendie Juden selber ab —; hat man ferner die Beobachtung gemacht, wie entgegen allen VorauSsetzun gen von her unabwei-lichen Einwirkung gewiffer klimatischer Potenzen,! manche Stämme davon unbeeinflußt bleiben*), muß man endlich zu gestehen) daß Racen mit denselben Merkmalen wie sie vor Jo hrtauseiuden nach den ältesten Berichten und bildlichen Darf!ellungen sich manifestirlen, nochgegenwärtig erscheinen, und fragen wir nach alledem, wie es komme, daß wirksame äußere Gemalten ihren unlgestaUenden Einfluß auf gewiffe Objecte eingebstßt^so giebt A. «Humboldt Bescheid darauf: ״Soit que dans!1espfece hum&ine il y ait u certaine epoc ue della rie organique aa delä de laquelle l’influencje da climdt et de la nourritare eat presque nulle.14 jVuei de Oord. et Mon. . , Introd. 23. Hierher gehört auch di-! Ansicht, die Virchow in der Versammlung deutscher Natm forschet zu München im September d. I. gegen Häckel's ^orde:ung, ״die Deszendenztheorie schon dem Unterrichte! zu Grunde zu legen", entwickelte. Die sensationelle Rede erschien süngst unter dem Titel: die Freiheit der Wis-- •> ״Die E »geborenen auf der höchsten Bergebene der Lorhillerep im 4S.-Grade füll, Br., die vom Fischfangleben, habe» ein« eben solch, Kupserfarbe, als jene, welche in brennender Hitze' in den engste» aak tiefsten Thiilern der Aeqärnoctialgegenden Bananen bauen. Ueberhaupt bemerkt man, da > die Färbe der Amerikaner sehr wenig von Localver- HLltniffen abhängt." A.v. Humboldt, Lssni xolitiguo . . . ll, 84.

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