Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 6 (1877)
- Issue
- N° 51. (19.12.1877)
- Date
- 1877-12-19
- Page
- Seite 204 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/5367336-6488232-8755591--0906-4854379- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
— 204 — daß er am liebsten mit dem schönen Geschlecht Umgang pflegte, N. Rachmau nennt ihn einen iwtivr deiknr. — Nun r«r zweiten Steät. Da» Heidenchwn nennt Rad araw, und Istö D-Pk *py*>3 heißt, er!lehrte da« Heideuthtnn, denn er glaubte Gott «tnoanbt za Jon ולי «מ יקרו רעיך אל. (Bielleicht bezieht sich da» אל «ach dieser Anwendung auf ולי »mir, Gott, ist deine Verwandtschaft thchter".) Ruf den Stifter 5fc_U*r christlichen Rellgio» bezieht sich vielleicht auch der Spruch ^PdesR-Zermia in Erubjn, daß in der Zxit. alnänw dorisokou ich' Banne lebte, von chm nur bös« Stifter gezeigt wurden. Da der Stifter der christlichen Religio» ei« tUäer war. so könnten auch die Wort« R. RejrS sich auf ihn beziehen, daß adam borischon ein chaaaid war, welche» Wort al» ״Effäer" aufgeißSt zu werden pflegt, ferner daß er sich kasteite und der @$t entsagte. Ltterstmchericht. »koch, Hellenistische «astaadtheile- (Forts.) Nuamchr kenne« wir die Ursache, warum dieses LettungSfest (STÜSf) von alle« Jehn-im iU derZerftöruag gefeiert wird. Den« e» war die Gefahr damals auch für Nile vorhanden; sowohl für die von denAffyreru hinweggefithrte» «iS dem vormaligen Sonderreiche Israel al» öuch, für die von den Babyloniern exilirten Jehudi«, welche zur Zeit all« dem medifch-pörslsche« Weltreich« «kterthaa waren. —׳ Ebenso ist es jetzt begreiflich, daß in den Schriften über \xä Leben und Wirke« der «achexilischeu Bolksmänaer Lsra mtd Nrchemja di« Geschichte Esther'» keinen Raum mehr fand; da letzter«׳über IM Jahre früher im Exil vorgefallen war, sowie auch dort nicht» von Daniel erwähnt wird,!desgleichen gilt von der Richterwähmuig׳ Mordochai'S in deck apokryphischen Buche-Ben Lira, welches «och später verfaßt wurde, deffea hebräische Urschrift gar nicht mehr vor- Händen ist «ad worin auch der Name be»׳ großen Resianra- *t* Esra fehlt.-) WaS' ferner Herr vr. Bloch meint, daß s» der Psalurenl iteratur sich kttne Hinweisung auf die Geschichte im Luche Esther befände,, ist keineswegs erwieie». Den«, sowie die Verfolgung der Jehudick in der vormakkabätschen Zeit iu gewissen Psalmen geschildert wird, wobei aber di« damaligen Feinde des Judenthums nicht namentlich angeführt werden: ä>enso befinde« sich darunter auch sicherlich Psalmen, die auf die Berfolgung der Jehudim durch Hamaauud deren wunderbare Rettung Bezug habe«.—) (Schluß folgt.) י) Laut Daniel (t, 3. n. 64 nrnrt« derselke von Rekucodnezar iw kessai zweite» RegierangSjakr« (si ds. 2, 1) «eben kan jüdischen KL- »i« Jvjakim nach dem kabylonischen Schinear exitirt, stlglich war Daniel keim' Untergang« de» babylonischen Reiche« «in alt«, Man» (vgl bs. 6, 11); inöeßker später vonRebMadnez« neben Jojachm kan Sohne Jvjakim'ch egilirt« Mordochai (lant IL b. Könige 24, 8.) in der medischen Provinz Schuschan wohnte. Da nun di« Uebertragnng der «seschichte Esther'« au» ker medisch-perfischen Reichgchroajk nt» Hebräisch« — weßhatb auch ker heb», Rome Sötte« darin nicht mekommtspäter, al» dir Abfassung ker Skesten Bestandtheil« de» Buche» Daniel ld. f. Tap. 1—64 durch di« Schriftgelehrten der sögenannten groben Syieagdg« (21אכ"ה fiartgesunken hatte: so konnten darin woht -nicht di« Ramen Biordochai'S und Esther'» erwähnt werken, »am anch^ da» Purimfest durch «me mündlich« Tradition von einer gr». ßa» Rettun, ü» Exil gefeiert worden sei. — Dennoch find di« Aetgen der in der RestkenzstMt Schuschan ftattaesunkenen Ereignisse nebst der votangegangenen Eroberung Babytont (einschließlich Assyrio»«) durch di« Mekier und Perser hinlänglich in jenen Litern Sestandtheiien d. B. Doniel <8, 1—4.) ang« deutet, «otzei er sich in der Biston geradk,nach Schnschon »ersetzt «unbu (ואני כחזון ׳ומזי כראותי כשושן הבירה)— Andrerseits komint in den Seschlechtiregistern d. B. E»ra (>, 2) und »echemja (7. 7 ) ker R«n« Mordvchai unter den Wiederrinwankerern nach dem h Lrawe vor. welchen bekanntlich ker Talmud (8. Tr. Me- (16 11ו, L und Menachoth 6». a.) für denselben i. «. Esther hält. יי) Ein« ähwich« Bemerkung macht der tüchtige Bibelforscher Ewald in seiner Uekersrtzung und Erklärung der Psalmen (S. 864.) and fügt •l» Ursache tzitPt: »Weit dergleichen Psalmen wahrscheinlich in der wi^lichen lkuerzoehun, der Jehudim geschrieben wurden, wo e» Nicht rächlich war, di« Kana« zu benennen': «eich« Borficht ja jwtga^k. i. hebräischen Thal« d. v. Daniel, bemerkbar ist. Baantwvrünjer Awaktenr:^». M. Nahm«,, ivrmt von L. ^charak« in Bardy. Verlag von Roder» priese in Leipgich Aeffnuer, Df. Der Sokrates der Neuzeit und sein Gedankenschatz. Sämmtliche Schriften Spinoza's gemeinverstündlich und kurz gefaßt, mit besonderer Hervorhebung aller Lichtstrahlen. Cöthen, Paul Schettler'» Verl. 1877.182 S. gr. 8. Diese aus Anlaß der zweiten Särularfeier Spinoza'» entstandene Schrift muß au» drei Gründen an diesem Orte wenigstens angezeigl werde«. Ersten», weil Spinoza nicht bloß äußerlich, sonder« auch i» feine« Geiste — leider nicht in seinem Herze« — Jude blieb. Sodann, weil er im theologisch politischen Tractat« (in de« er sich besonders als Schüler Jbn Esra'» und al» in seinen Fußflapfen — nur ohne Maske — waudelnd zeigt) di« ganz« «äwrye Bibelkritik begründet hat: und dritten», «cil, was der Leser d«» obgenannten Werkes nur au» einige» (etwa 2) AnmorlmWtH.und einer treffenden kurzen Schildexung des Talmud errat-«» oder vielleicht nur ahnen dürft«, der Berf. Jnd« — unk wir woyea da» auch pichtzu Ahnende verrathen — sogar Rabbinerist. Bgsprochenund eingehend gewürdigt «her kann es nur in philosophischen Fachjournalen wertze», hem, ״kurzgefaßl" ist.«» wohl, allein ״gemeinverstäudüch" nicht ganz. Freilich,, wenn der Herr Berf. sich ein Psthlik»« de«lt,-d«V Au-drück«. wie »synthetische Lehrmethode" ohne «gster« Erklärung faßlich find, dann ist es ihm gelungr«, sehr populär zu werden. Da» ist eigentlich auch kein Borwurf. Denn «er so recht g» fühlet, daß ״Lichtstrahlen" schreiben nur Fntter für Halbwisser ergebe — das sagt Herr D. selbst und hat deswegen de« Spinor» lieber in nuce geben »01len — der kann nicht AL und Jedem All und Jedes mühelos in de» Kopf wolle« fallen lassen. Damit man un» nicht mißverstehe: Wir glauben nicht, daß man Spinoza populärer darstelle« köun«, al» «S Herr D. gethan; wir meinen nur, daß er zu» ״volksmarm" sich «ücht eigne. Dagegen wahr» Haft populär ist die E. 3—16 gegebene, schon in der Gartenlande veröffentlichte Biographie Spinoza'«. Auch sie ist, und sehr zu ihre« Bottheile, odjetti» gehalten. Wir können gebildete» Lesern da» schön geschriebene Buch nur beste«» empfehlen, Druck und Ausstattung sind lodenswerth. Koschmin. Df. Lewin. »• •4». Ad. Neubauer in Oxford hat in einer jüngst erwarbeae« Handschrift de« Ottginailett des Buches Tobias in chalbäischer Sprache anfgefuade«. Ja diesem chaldäischen Texte spricht Tobias in der dritten Person, wie in der Vulgata, während die LH in der ersten Person erzählen, in ander» Punkte« stimmt der Lhaldärr mit der LXX überein. Manche zweifelhaft«! Watte werde« dnrch den Ehaldäcr erläutert. Das Hündchen kommt nicht vor. Mich. Jsr.) (Da hat e» auch nicht gewedelt, und damit wäre ein bekannte» Augsburger Rrligiontgespräch schier gegenstandslos! Was man alle» erlebt!)___ »yzyMaBv». v«, Hrran»zeber k. Bl. ist, durch k« Xak ei«- gelstsk«» Ostlses Kitze» t, tum tzertttzt, verhindert, manche für v i e s e u. dir nächste Re. k «st» züyesvaten Artikel ״nd Rccenfionen druckfertig »u machen: di» gesch. Mitovveilv« »erden di« hierdurch artstand«« Brrzö^erung. sowie das »näblaken krieflicher MittheUung sicherlich entschuldryen. — Hrn. vr. A• in Petersburg: Die Forts. Jhrir'gesch- Beiträge an» vorstehende« Srun»« im neuen Jahrgang«, worin kr« vormattakSischrn Berfolgungen unter dem syrisch-griechischeu Tyrann »ntiochus Epiptzvne« «rgätzlt werken. So führte das nach Nbschtzch ker heiligen Schrift«» — atj, nach kan Tod« «athatia« — ge> schrstken«, durch Bündigkest und DchrtzafrigteU sich auS»«>chnende, erste Buch de, NäKabSer (7, 17.) ausdrücklich Verse aus dem Klrgepsal« T» (8. 2 nnk 3.) an, unk «kenso vettzält H sich mit ker Esthergeschicht«. BekamUlich legt ker Talmud (S. Tr. Mrgilla lö, 6.) di» Psalmenwort« (»2- > und 3.) ker Esther in den »nnk, al» sie mit großer Leben«,«׳ srtz» UWgmnsä» zum König« ging k. nnk unter den Liedern der Wiekerrinwankerrr (N^SSN שיר) ist «» aar,ug»w«is« k«r Psalm llt. »vn welche» Ewald (S. 374.) mst Recht kehauptet ״daß derselbe em« Rückblick auf dir Leiden der eben wrstoffenen Bergangeahat wirst,' welche, sich darum sicherlich auf dir Versvtgung durch haman bezieht: ua» der Sah 0כר,י6 עלינו אר .al« em *«זי• sich •ז׳יז v" »־*״ macht«,' dürste besonder« auf Hamm» B»»ag haben! (Wirk auch •** M^aichsd^weuteüRed^