Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 6 (1877)
- Issue
- N° 51. (19.12.1877)
- Date
- 1877-12-19
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Z»r Beleuchtung piltr -»denthu» •. -»»«, krlreffenken literartsche» Erschrlmmgen auf »na ®tiitU derphitolophie.Leschichte,Ethnographie,Lheslogi», jOrftntaUa, Ctrtgtff, Homiielik, iUurglk, Pädagogik. heraus gegeben von Rabbiner Dr. M« VI. JahrgarG »»»er. 19. D«e«»t«r 1*77. Bicher ktr rinfdUgtaai Literatar, wrtchr Mt Be» ke» ,Di». fttfratarWaft" t, M»g»ck»rg (»»er »er «-«irt. «»chaischr.- i» Siettt») znaesasikt »er»!», finke» i» dien» Blatt». et»- ,etz»»k« chesprecha»x Das »Ne. ritera1»rkt»tt" erscheint wöchentlich einmal; Preis pto Jas I l' durch alle Buchhandlungen sin Leipzig durch Robert Fries«), oder kitMt lei der Expedition der ״JSraelitUchenlAocheUschrist* in "י bur». —; ÄEasaaat« werde» mit 20 Pf. für die dreigespallen« Petitzeile berechnet ’ י"״-WJ- “״*״״*— e»r. jihüich 6«Tallen Postanstalten und Buchhandlungen jl'Äark st<k׳Pf7'k,stet'>"nhBl!c, daS^^^If' ische» Dochenschrist" (die viertel s> Matt״ gratis. ׳'•ן ־ ׳ J-ch.lt. Literarisch« Abhandlungen: «bher und Bäsr. Bon vr. B. Placz«!. — Einig»» über die Tosest». Bon Dr. I. «loch. — ]MD,דם ד«■ Bon Dr. Duscht. Literaturdericht: »««nfionen: »loch, vr. S» Hellenistisch«. BestandttzeU« im biblischen Schriftthu». (Aorts.) Dessauer. DnM., Der Sosrate« der Neuzeit und sein, »ekankenschatz. Ro^iz^-— «hd Mifr. Vergleichend« paläologische Studien von Dr. B. Plarzek. (Fortsetzung.) Eine weitere Digression hinüber in das Gebiet der Racentheori« sei uns hier gestattet, Handelt es sich doch darum, die Välkrtafel, diese älteste elhnographische Urkunde, die in so vielen Angaben, besonders über Japhetiten und Semiten, verhältnlßmäßig eine staunenswerthe Genauigkeit entwickelt, auch was die scheinbaren Widersprüche in der Aufzählung der Chamiten anbelagt, mit den anthropologischen Fachwissenschaften in Uebereinstimmung zu bringen; uns handelt es sich überdies hauptsächlich um eine genealogische Feststellung von Misr. Wir trete» somit nicht aus dem Umkreise unserer Arbeit heraus, wenn wir eine Frage beleuchten, mit der sich gegenwärtig die eminentesten Geister beschäftigen. Noch ein Erläuterungsversuch, der geeignet erscheint, die Abweichung der biblischen Genealogie von den Resultaten der Natur- und Sprachwissenschaft auszuheben, ergiebt sich aus der Annahme: Die in der Völkertafel angedeutete Racenverschiedenheit bezeichne nicht ursprünglich gesonderte Typen, sondern die Menichenklasien, wie sie sich später herausgebildet. Daß die Raren Entwicklungsprodukte seien, dafür sprechen alle moderne» Evolutionstheorien: darüber sind wohl di« Anhänger der DeScendenz-, der Selections- und Migrationslehre einig. »Entwickelung — sagt Hackel in seiner: Natürlichen Schöpfungsgeschichte — heißt von jetzt an das Zauberwort, durch das wir alle uns umgebenden Räthsel lösen oder wenigstens auf den Weg ihrer Lösung gelangen können". ES fällt uns gewiß nicht ein, diesem Heißsporen unter den Evolutionären in seinen Exenlricitäten zu folgen, die ohnehin von hervorragenden, nüchternen Forschern — wir nennen nur Virchow vielfach bekämpft werden; aber immerhin dürfen wir in dm llusgeprägtm Nacen, wie sie seit Menschengedenken d«m Be- -obachtei sichrolrstellen, Entwickelungsprodukte anerkennen. Nur. daß ui: 0M Seitenblick auf die Anthroppmorphea (Mstschenasf;, oder Affenmenschea)*) die Species Konto imAuggs behalte» und t«bei ebensowenig an den Homo primigenias^ Pitheck uhro{ 09, Alalus denken, den sich HäckelM usum ck ' pkiui e>ustruicte, als in den Streit der PolMniste» Monogamste» ins einloisien, da« heißt jener, welch« .die schenarsM von verschiedenen Stammeltern ableiten**) und andern-!die m.r ein erstes Menschenpaar voraussetze», letztere Ansicht gegenwärtig die h e r r s ch e n d e ist. Die am wei^ testen stprgeschcittraen Materialisten (mit Ausnahme von Aarz Vogt) iwhmen eine Ur- oder Stammform des Mensche» ast. Selbst Georges Pouchet, ein entschiedener Polygenist,, sagt t» seinem!Buche!über die Mehrheit!der menschlichen Raren: ^Jijt der Nacht der! Zeiten lebte eine gewisse Art, weniger vollkonymen alp der Unvollkommenste Mensch, welche in letzter Linie ihre Abstammung von jenem uraztfänglichen Wirbelthier her» leitet, dessen Existenz wir angenommen haben Diese Art, ein gröber Versuch dessen, was der Mensch jetzt ist, erzeugst; innerhalb eines beliebig großen Zeitraums mehrere «ahn», Arten, deren neben einander herlausende, aber ungleichmäßig Entwickelung diejenigen! verschiedenen Menschenarten hervorgebracht hat, welche wir heute als Racen bezeichnen" — In, dieser 2!eise würde die! ganze Menschheit unter einander per» wandt s:in, aber nicht ist einem sogenannten serialen Sinne, wie dieMouogeuisten meinen, sondern in einem s. g. collateralen Sinne. — Seit Darwin hat die ganz« Frage nach der Einheit oder Vielheit des Menschengeschlechter durch sei«. Auffasslng vom Artenbegriff ihre Bedeutung zumeist ringe-" büßt; denn die Möglichkeit der Umbildung zugegeben, ist es für Deren Vertreter einerlei, ob sie ein- oder mehreremal. *) I Wiewohl der unheimliche Schatten der Affen-AffinttLt über manche üdische Sage flirrt: ״WS da« Renschengeschlecht zur Zeit de«' Enosch «itartete, wurden! dir Menschengesichter asffenarttg.* (Ber. ro23). ״Lin Thiil der Erbauer de« vabeühurme« wurde i» Assen »ei wandelt" (Synhedfin 10Sa) —der umgekehrte Darwinismus. »») Voltaire'« Ansicht mag hier ihrer Soaderbarkejt wegen eine» Platz fit den: ,81 I'on denande, d’04 son ▼enui les Amdricains? il faat an 8i demander, d'< ü 80nt venus les habitants des terres Aastrales; et l’pn a ddji r •pondu, que la Proridenee, qai a <ni8 daa kommedana la Nprvdg s ea a plantd aussi daaa Amdriqae, comiQS eile y t plantd des arbrlea'... et oa ne devait pas dtre plus snrpri» de troaver en Amdrlque des Kammes que des monefaes.» —