Mannheim
Compact Memory

Das jüdische Literaturblatt · 1877-07-25 · N° 30. (25.7.1877) · p. Seite 120

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
6 (1877)
Issue
N° 30. (25.7.1877)
Date
1877-07-25
Page
Seite 120 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/5367336-6488232-8754692--0802-4854285
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

der Xafabb (Succa 51, b) תיקון נדול התקינו.שיהו נשים המכות מלמעלה וכר dazu Mmmum m der Mischnah <:הי שלא יסתכלו האנשים כנשית וכר; derselbe im Jab (H. Lulab c. vui Hai. 12): Hx כדי שלא יתערבו אלו עם• — Auch Losephoth zu Kidduschin 81a, s. v. מקכא, ist hierfür sehr Wichtig und mag «aihgelesen werden, dazu Piske Tosepho! und I. Karo zu Tur-Or. Chaj. Z 492. — Meier aus Rothen durg nennt den GebÜuch, daß beide.Geschlechter bei der Be ft^reidunaSfeierlichkeit in der Synagoge nebeneinander ver smmnelt Md, einen מנהג מכוער (Responsen 692 ,8 תשבץ) — Jair vacharach paßbilligt die Licenz der amsterdamer Ge meinde. eijne Tochter in der Mitte des Minjan das Kaddisch gebet selbst im Hause des verstorbenen Vaters verrichten zu raffen (Resp. 222 .§ ו»ת יאיר). Der Berf. des 1נרור ההיית lAmst 8SS0 S. 16, b|) drückt sich aus :לא תהיה זאת בישראל ואיסור נמור הוא שילכו בכית ד «שימי 18 interessante Wert: Hamburgers Real.-Ency- und Zialmud S. 641 s. v. Keuschheit. — Queller gegenüber könnten folgende Stellen, irriteüt, entgegengehalten werden, die aber ihre sich tragen. Dyut. 31, 12 wird dem Könige xr Be sammlung von אגשים ונשים וטף das en, alb in die Gegenwart des Königs ist wohl geeignet, den Unzuträgsichkeiten vorzubeugen. — Hanna bat wohl innerhalb des Ampels, allein Eli befand sich zur Zeit יעל מזוות היכל ידי — Or. Ehaj. §. 689 heißt es wohl: ,׳מנהג טוב להביא קטנים וקטנות לשפזע מקרא מנילה allein Ja bet Urquelle im Talm. Jeruschalmi (Megilla c. II, nicht כתרא % joie im Bet Joseph) wird vom Hause, nicht der Synagoge gesprochen. — In Berachoth 6, a נשי זכיין wird auch das Führen der Linder »ach der Synagoge bezeichnet (für דאקרויי ficht im Jalkut Schim.zuJes.34:דאמטו). — Schließüch heißt es gar Megilla 23 a הכל עולין למניין וכר ab« ebenso "אבל אמרו חכמים ום• — Sicherlich können die Quellen «och vielfach erwettert werden, ich erwähnte im Vorstehenden nur diejenigen, die mir zu Gebote standen. Lileralurbericht. Verf. die Bchauptung durch und demonstrlrt sie ad oculos, daß seit dem Auftreten der byzantischen Kirche bis zur Re» formationSzeit alles Mögliche seitens derselben geschehen, um jedes Aufblühen von Eultur und Fortschritt, jedes Erwachen von religiöser und politischer Freiheit und Duldung im Keime zu ersticken, jeden Aufschwung in Kunst und Wissenschaft, Handel und Gewerbe zu hemmen, und in Wahrheit Europa es nux dem sreiheitliebenden toleranten, cultur-.und bilvungsfähigen Araberthum während seiner vieljährigen Herrschaft in demselben zu verdanken hat, daß es von der finsteren Gewall der christlichen Theokratie erlöst, und uns die Schätze des classischen Alterthums nicht nur dadurch überliefert erhalten, sondern auch unschützbare neue Bereicherungen in allen Zweigen der Wissenschaften. Künste, Erfindungen und Industrie zu Theil wurden, die einzig und allein durch die ״semitischen" Araber und Juden während einer- Reihe von 7 Jahrhunderten in Europa cultivirt, gefördert und verbreitet worden sind. Es ist eine geistige Errungenschaft und eine freudige Genugthuung für die Juden, die Wahrnehmung, daß gerade von christlicher Seite in jüngster Zeit das Gebiet des Araberthums und des Mittelalters mit aller Nüchternheit und Objectiviläl erforscht und behandelt wird, und somit den wahren Geist der noch im Dänimerlicht einer noch mit wogenden Nebel umgebenen Geschichtsepoche zu erfassen, und den didten kirchlich-scholastischen Schleier zu heben, der es bisher bedeckte. Hoffen wir, daß auch die jetzt durch theologische und politische Beweggründe momentan verblendeten Gegner des Mohammedanismus und seiner Bekenner durch gründlichere Erkenntniß und gereiftere Anschauung zum Heile der Wahrheit und der wirklichen Humanität ihre subjektiv-schiefe Ansicht von der Werthschätzung des nichtchristlichen Orients nach und nach aufgeben, und in gerechter edler Selbstüberwindung die historischen Zeugnisse nicht verdrehen, sondern richtig stellen, um nicht durch Egoismus und Fanatismus am Ende ungerecht und herzlos zu werden. Möge das bekannte pium desiderium der Frau des Rabbi Me!r eine Wahrheit werden, und der solgende Spruch der geistreichen Sand bei Gladstone und An- Hang in Erfüllung gehen: ״Lea grands Esprits peuvent 6tre bilieux et vindicatifs, mais d&8 qu’ils rüflechissent, il leur est impossible d’ötre injastes et insensibles.“*) F. M. Leipzig, Juli. Die höchst belehrendG^chrift: Mohammed and mohammedanism von R- B. Sm i t h, London 1876, von welcher Albert RSville im 1- Juli- Heft der Rerae des dedx mondes eine ausführliche Inhalts- »«zeige giebt, ist im jeKgen Stadium der sogenannten ״oriea-j lalischen Frage" von besonderem Interesse, für das größere Lesepublikum, das, von den Angriffen der englischen Opposition gegen die Herrschaft deS MohammedauiSmuS in Europa irregetestet und dnrchsHe ruffophile Presse in Deutschland Unterstützt,! in der Meinung erhalten wird, daß di« Quelle des JSlam», der Koran, der Eultur nnd dem Fortschritt der ^christlichen" Humanität und freiheitlichen Entwickelüng grundsätzlich zuwider laufe. Herr Smith hat daS große Verdienst durch gründliche Studien Über Mohammed und Koran daS Unwahre ־»nb Entstellend« dieser Annahme auf daS Eklatanteste nachznweisen, und kann er mit Recht dem theologifirendek Politiker Gladstoue^ und Eoniorteu die Worte Rewton'S zurufen: 9J bare itudied tfaiese things, you bare not!" E» sa hier auch aus eia früher erschienenes lesenS- «ertheS Wert von Gustav Di-erckS aufmerksam gemacht.! da« fast gänzlich bis jetzt von der jüdischen Tagespreffe »«besprochen blieb. DaffMbe führt den Tstel: ״Die Ara-! der t« Mittelalter und ihr!Einfluß auf die! Tnltur Europa-, ei» Essai."*) Der Inhalt entspricht nicht' nur vollkommen der Aufschrift, sondern!bietet de« Treffl-chen «eit mehr, und außer einer Fülle von culturhistoriichen Bemerkungen, obj^cttoe» Beobachtungen und Apercu-,'führt Entgegnung. Zur Recension der Schrift ״Die Pädagogik des isr. Volkes u. s. w." in Sir. 28 erlaubt sich der Verfasser dem Herrn Recensenten Bl. zu bemerken, daß derselbe bei richtiger Auf» faffung und Erkenntniß der Jntentio n der vorliegenden Schrift vorsichtiger mit seiner abfälligen Kritik gewesen wäre und dem Verfasser keineswegs ״wissenschaftliche Unreise" und ״Mangel eines wissenschaftlichen Sinnes" vorgeworfen hätte. Der Verfasier weiß es mindestens ebenso wie der Herr Recensent, daß in der Benutzung und Jnlerpretirung der ״heiligen Literatur" der Weg des modernen Bibelkritikers eingeschlagen werden müsse. — Allein wenn der Verfasser bei seiner Schrift seine eigenen Wege gegangen, so wollte er nur die Bibel, wie sie vor uns liegt, in ihrer Totalität und in ihrem Zusammenhange, als ein Buch der Erziehung betrachten, und ohne die verschiedenen Entstehungsepochen, deren das eine oder das andere Buch angehört, in Betracht zu ziehen, die biblischen Lehren der Erziehung hervorheben, im Gegensätze zum Talmud, allwo die Lehren über Unterricht und Schulwesen dominirend erscheinen. — Das ist der Grundgedanke, der in der ״Pädagogik" entwickelt wird. — vr. Sam Marcus, Bezirksrabbiner. *) Autoar de la tadle, p. 321. Paris 1875 Briefkasten der 8Ub. Hr. e. B. s. in P. In nächster Nr. Dieser -kr. liegt »er SStPfptCt der Aruch-Ans- W%a* stS5d» W* 7V a» *)Bst st. O. vchrstper in stffe» 1875, VUL und 181 6. 2 Marl. ga»e M »«»». Br. Wohnt det. , BermvuOi^dtzer stsdestr«: vr. «. Statzmer. Druck von st. Schairnte in Barby. Vertag von Äotert triete in Leivna.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.