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Das jüdische Literaturblatt · 1877-06-14 · N° 24. (14.6.1877) · p. Seite 96

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
6 (1877)
Issue
N° 24. (14.6.1877)
Date
1877-06-14
Page
Seite 96 (sequence 4)
Language
German
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ES unterstützt die» Allesehr entscheidend, dt« im ״Jüd. Litrraturblatt" 1878 Nr. 11/12 anSgesprvchene Unsicht und insbesondere nach die dort befindliche Erklärung des Wortes בהו (Eis, Kilte)*> La diejvige» geehrte» Forscher, welchen Handschriften oder ältere Drucke der So har oder dessen einzelner Bestandtheile zngänglich find, wird hiermit die angelegenttichste Bitte gerichtet, Nachsehen zn «ollen, ob sich viellächt diö von uns vor«schlageu«u Lesarten (V72 und?וננרי an den bezeichneten Stellen) bestätigt finden. 159. Akotize» z» de» ^Literarische« Itotizen." (Fortsetzung.) 3) Die ln Nr. 39 seiner ^Literarische« Notizen (Nr. 21 des Weratnrblatte») von Herr« Rabbiner vr. Lemysohn versachte AnflSfnng der Labreviatnr im ובמ״ן ג,556 אלי* רעה in ואחר כרכה מדליקץ נר »»verspricht Orach Lhajim 29g, 4. Ja der Beziehung ans .299, 10 ist übersehen, daß המבדיל nur dann von Belang ist, wenn הכדלד. ב2זפלה nicht vorhergegangen. Da letztere am ת״ב gestattet ist, so ist kein (Stand)!a einem Gegensatz gegen andere SodbathauSgänge vorhanden, vergl.׳ besonders Mag. Abr. 299,! 17. Die in Heb* ftchende Lbbreoiatur enthält aber in der Thal einen Druckfehler, und sieht «an es dem 1 noch an, d«ch «S ein צ sein foQ4!*)• Die so hergestellte Abbreviatur ימלצ bedentet כדק worunter wahrscheinlich die n»ter diesem Titel verfaßten Response« des R. Mür. MelgWsd (cfr. Asulai o T.) zu verstehen find. Das Buch *10 wÜk^ßa■ א׳ר auch sorgst angeführt, so 298, 1. ausdem עולת ה&חד in derMeü Materie — und die Bemerkung will sage«, daß «egen ת*ב hierin leine שנוי nöthig ist.! Emden._Buchholz. -r-plrr. Der ״Entgegnung* meines hochgeehrten College«, Hrn.RndC.vE. Lemysohn, in Nr. 23 d. M. will ich nur drrz entgrgenhlüteu: daß sch, wie Jedermann leicht ersichtlich*—), in den von mir citirten Stelle« auf den לכתחילה hvgewiesea, «ährend t» den vot Hrn. vr. L für seine Behauptung nenerdingr angeführte« Leiegworten nur vom דמ31ר die Rede is^ nnd selbst in dieses« Falle will לבוש (s. כ״ש -. St.) die Giltigkeit des Scheidebriefes, dessen Datum «üt ר״ת ausgedrückt ist, «nr ,כשעתזדחק', oder wenn der נם bereits fßO0bn worden, anerkennen. — LaS «eine Erklärjmg der Talmudstelle in Chagiga 2d anbetrifst, so Werlasse bch die Benrthellnng derselben getrost «Sm talumdkundigen Lesern des ״Literaturblatts". Dürkheim a. d. Haardt. Salvendi. Literatsrbericht. Rkrenfione». 'Wertes, vr. I.!Eine «euerschloffene Quelle überUriel Lcosta. (AuS der Frankel-Grätz'schen MonatSschrif!, Mai 1877, Lrotoschiu. pg. 193—213.) In der zweiten Anstage der Response« des R. Jakob b. *) (4 dürste hi«nach auch uicht allzukühn sei», di« Stymoloaie de« Worte« auf *TJTTB »da« Si< herniederyelangt** Mrückzustihren. Israel Halewi (שיות' ׳כקב לבית הלר Venedig 1632—34) fragt in Nr. 49 ein Anonymus aus einer nicht genannten Gemeinde an, ob der in Acht erklärten Mutter eines Geächteten im Falle ihres Ablebens ein anständiges Begräbniß auf dem jüd. Gottesacker versagt werden dürfe. Der ungenannte Geächtete wttd geschildert als Läugner der mündlichen Tratsttion und wichtiger Glaubenssätze, wie der Unsterblichkeit der Seele und der Auferstehung der Tobten. Er kennt keinen qualitativen Unterschied zwischen der Thier- und Menschenseele, läugnet die meisten biblische» Wunder und sucht seine häretischen Lehren in einem in der Landessprache abgefaßten Buche zz» verbreiten. Die Obrigkeit confiscirt dieses Buch und läßt es verbrennen. Der Jnculpat wird inhastirt und exilirt. Todesstrafe trifft Ketzer nicht in diesem Lande, da die Jnquisition dort nicht existirt. Zwei rechtgläubige Brüder feinden den Ketzer an, nur die alte Mutter hält treu zum geächteten Sohne, ißt unbedenklich das von ihm Geschlachtete, HSÜ die Fest- und Fasttage abweichend von der tradirten Berechnung nach den Angaben ihres Sohnes ab. Wer Acosta's exemplar humanae vitae kennt, findet in seinen Angaben eine frappante Aehnlichkeit mit den von unserem Fragesteller gemachten Erörterungen. Perle« hat nunmehr das Verdienst, diese Angaben mit den Aufzeichnungen Acosta's zuerst in Zusammenhang gebracht zu haben, und er macht eS sehr wahrscheinlich, daß der im Resp. erwähnte Ketzer identisch sei mit Uriel Acosta. Somit hätte dieses merkwürdige Schriftstück den Werch einer ««erschlossenen Quelle über Uriel Acosta, freillch einer etwa» träge stiebenden; denn sie bestättgt nur einfach Acosta's eigene Angaben, verschweigt seine Geldstrafe, sagt aber dafür genauer נלקחו כל ספריו ושרפום באש ׳לפיני השמש ®° Lcosta nur spricht von einer amiaaio librorum Um so interessanter sind die Aufschlaffe über die Mutter. Die Mutter hält treu zum geächteten Sohne, setzt sich chm zu Liebe der öffentlichen Schawe im Leben mtb nach dem Tode aus. Warum schweigt der undankbare Sohn darüber, er, der über die Undankbarkeit seiner Brüder so sehr zu lamentiren weiß? Me effektvoll hätte er jetzt da» Beiden zugefügte Unrecht schlldern können! DaS durfte er. weil gravirend für ihn, nicht verschweigen, wie etwa den Umstand, daß er vor 1633 verhrirathet gewesen. Ist das nicht ein psychologisches Räthsel? Uebrtgen» analysirt H. P. den Brief ungenau, wenn er in ihm die Angabe findet, der Geächtete perhorrescire die Speisegesetze. Es heißt nur אוכלת משחימהו »sie (die Mutter) effe von ihm rttuell Geschlachtetes", was unstatthaft, so lange der Ban« auf dem Geächteten ruht. Wir müffen aber hier noch ein drittes Bedenken laut werde« lasten, das, so äußerlich «S klingen mag, vielleicht entscheidend gegen P.'S.Annahme in׳« Gewicht fällt. Wann mag wohl der fragliche Brief geschrieben worden sein? Vielleicht schon vor 1614, als Acosta noch Christ wgr. Wenigstens find von Jacob b. Israel'» Response« 2 Aust, erschienen, die 1. (1614 zu Venedig gedruckt) emhält schon 60 Nummern. Unser Responsum trägt die Nummer 49. Me nun, wenn Stummer 49 der zweiten Auflage, di« uns hier beschäftigt, nur ein unveränderter Abdruck wäre von Nummer 49 der ersten Auflag«? So lange noch diese MSgUchkeit offen bleibt, find die gewiß sehr bestechenden Eombinationen des geistvollen Verf. ziemlich problematischer Natur. Vielleicht gelingt es aber, festzustellen, daß diese» Responsum sich in der ersten Auflage überhaupt nicht findet. Sohrau O/S, im Juni 1877. - vr. Immanuel Deutsch, Rabbiner. Wir hoben dnfetbe Bermuthun» »och ,»r «druck der betr. *ati, «a*acfrto<$m unk oußer «n משפם צן*ק euch noch an ש״וה משל צדקה •*«$*; ** «tat pi $. 898,1 $ akt entscheidend. Sied. ***) s» -an, ^rsichMch" »ar dies« nun hervorge^ben« Unter- -chNdan, freüich nicht. — Wir <xtUw» «ktiaml kei dieser Sele-ocheit »tebrrhoientlich, daß wir für.Pilpul" un,Literaturblatt" reinen Mm« haben. Red. Berichtig»»». In vor. Nr. (Schluß der Kecenfion de« Neu- «ann>schen Buche« S. VLa Z. 6) ist statt uns zu lesen: nur. Ära>ckt^Orttichrr si*rtfhut: Dr. Li. Statznter. Drua von L Scharnke m Bar^v- Verlag von stobest Friese ln UUiMcteAntfak•, allva Xnaka Mit In»1 [a> Oa TortrealkkM llfiliiT»»«kl Wok «apfouu «•rd• YerrttbJs In ■Du Bub

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