Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 6 (1877)
- Issue
- N° 21. (24.5.1877)
- Date
- 1877-05-24
- Page
- Seite 84 (sequence 4)
- Language
- German
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- Isaiah 1× ep/1005097
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dtpttz«« M den ^Literarische« -totizen". 1) Rr. 22 dss. Bl. vor. Jahrg.'s brhanptet Herr vr. Lewysohn unttr Rr. 19 seiner ״liter. Notizen", daß im 8den Lei- Z. 126,4 ״sogar bei der strengen Norm des גט die BuchstabenzakL geltend gelassen wird". Da es sich um eine Halacha haichelt, so ist eine Berichtigung dieser Behauptung dringend am Platze. Weder im טחבר, noch in den Lommentatoren wird in dem angeführten §. 126 eine solche Goncesfion gemacht. Die Meinungsverschiedenheit drcht stch bloß darum» ob man IN« ביום (das ביום ראשון im מחבר Wird. schon vom ב״ש als lapsas catami bezeichn net) oder bloß באחד לין-ךן schreiben soll? Das 'ביום א fe« R’mo, woraijf Herr vr. L. seine Behauptung zu stützen scheint, ist, wie leicht ju ersehen, bloß eine Abbreviatur von .ביום אחרי 2) Die ibick. «ud Nr. 23 mitgethellte Ansicht des Herrn Weinberg in Plo« mag vielleicht ״ingeniös" sein, entspricht י keineswegs dem wirklichen P'schat*). Dieser letztere ist, er Ansicht stach, folgender: Wenn ein Sklave zwei en hat, und!der «ine ihn frei läßt, kann der Sklave! nur gewinnen, da er von nun an nur jeden zweitetn Tag bei de« ihn nicht freilaffenden Herrn zu arbeiten büluuH. In Bezug darauf, daß er sich nicht verheirarhen darf, äst er noch keineswegs schlimmer daran, als früher, als er «och zweier Herren Sklave war und die erzeugten Kinder ebenfalls nicht ih«. sondern seinen beiden Herren leibeigen gehörten. Der fein Herr Verbleibende aber verliert nicht-, da ihm!früher auch nur die Hälfte der Arbeitszeit ^zustand. Darum! begnügen sich Beth-Hillel mit dieser;ותקנה «ährend Beth'Schamai — nach der LA. des R. Meschullam —- mit Recht ihnstn entgegenhalten: daß bei dieser Anordnung . der Sklave wohl gewinne, sein gegeizwärtiger Herr aber, weil kr מ»םיד הוולדות ist, bedeutend zu Schaden komme. Soll einmal auf den Herrn keine Rücksicht genommen werden, «UN, dann בופץ את לבו ובי. Und in der That, so bemerkt dann der Talmud: והורו בית הלל ובר. Dürkhe^ L; d. Haardt. - Salvendj. (Wird fortgesetzt.) ' Literaturbericht. Rereufioneu. IrtedutM», M., Lector am Bet Ha-Midrasch in Wien. Die Ebräer, ursprünglich ein ackerbautreibender Stamm. 1877. (Brüder Winter,' Filiale, Wien.) ' Der Verf. sacht historisch und auf Grund des Ursprungs einer Reihe hebräischer Worte nachzuweisen, daß die Ebräer kein »rsprünglich namadisirender Stamm gewesen sind, sondern datz sie die Feldarbeit als die ursprüngliche und natürliche Beschästigung der Menschen angesehen haben. Das Ideal eines Juden war: ״Unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum" sitze» zu können. Die interessanten Bemerkungen über die Mühe, die sich die Patriarchen gaben, endlich einen dauernden Wohnsitz zu erwerben, über ihr Berständniß für die Landwirthschaft, seine Widerlegungen der scheinbar für das Nomadisiren sprechenden Antwort der Kinder Jacob an Pharao: Deine Knechte sind Schafhirten, endlich was er über die Feste (Aehrenreife, Ernte und Einheimsen) und die Agrargesetze sagt, muß im Originale nachgelesen werden. Von den philologischen Bemerkungen sind namentlich die auf den Lauf der Sonne bezüglichen hevorzuheben. (Baker ״Morgen" hängt mit baka-r ״spalten, pflügen" und mit ״Rind" zusammen: ״Saroach" ist eigentlich das Ausstreuen der Strahlen oder Sonnenstäubchen, cf. saroah). In einigen Punkten können wir mit dem Verf. allerdings nicht übereinstimmen. Die Erzählung vom Paradiese ist nicht vollständig zu deuten möglich. Mit dem Bilde Jesaja's, daß alle Thiere wieder Vegetarianer werden sollen wie bis Noah, können wir etwas Positives gar nicht verbinden. Moses ist, wie wir in diesen Blättern mehrmals hervorgehoben haben, der entschiedenste Gegner des Darwinianismus. Daß also je ein Fleischfresser im Kampfe ums Dasein, wie Darwin uns glaublich machen würde, zu einem Pflanzenfresser werden könne, ist uns undenkbar. Ferner: S. 13. In Judäa finden wir später, daß den Nachkommen der in Egypten wegen ihrer Schafzucht rerhaßten, die Hirten des eigenen Stammes ein Gräuel geworden sind. Angesichts des Umstandes, daß Moses und David Hirten waren, ist dies doch eine zu allgemeine Behauptung, um nicht den Beweis zu verlangen, daß dieser ״Haß" doch wohl nur vorübergehend und localisirt bestand. Es ist .sehr erfreulich, daß die Juden sich jetzt wieder mehr als je dem Ackerbau zuwenden. Es wird ihnen zwar schwer, ihrem Gesetze auf dem Lande, wo sie so sehr zerstreut sind, mitten unter Leuten, die andere Feiertage, andere Bedürfnisse, andere Auffassungen vom Leben haben, nachzuleben. Jndeß jene innige Liebe zur Natur, die sich noch heute in der ärmsten jüdischen Wohnung am Laubhüttenfeste nach so vielen, nach tausenden von Jahren einer nichtländlichen Beschäftigung, ausspricht, treibt sie naturgemäß zu der ihnen angeborenen Beschäftigung mit dem Landbau, in dem sie doch in Palästina Meister waren, trotzdem hier das doch für den Handel so unvergleichlich gelegene Land förmlich einlud, die Vermittler des Welthandels zu werden. Der Mensch eine Pflanze, ein Baum, das ist das Lieblingsbild der Bibel, das ״Feld", ״welches der Herr segnet", sein natürlicher Aufenthalt. Der Beitrag des Verf.'s, das Vorurtheil, daß die Juden ursprünglich Nomaden waren, zu widerlegen (imptioita zwischen den Zeilen nachzuweisen, daß sie auch kein geborenes Handelsvolk und), ist willkommen. Daß die Jude» übrigens unbeschadet ihrer Vorliebe für den Landbau und der merkwürdigen Cultur des Bodens auch für den Handel hochbegabt waren und keiner Nation darin nachstanden (z. B. nicht den Tyreru), beweist schon die enorme Bevölkerungszahl, die das kleine Land zur Zeit der Blüthe ernährte. Specielle Daten darüber sollen demnächst folgen. Wohlau. L. K. •) Sßttm תיקנתם, ®- ««int, als ״Frage" tu nehmen sein svllte, dann wäre eiqfach ei» ה' השאלת »orgesetzt gewesen. ~ Literarische Anzeigen. Durch die BuchdrMckerei von Fdck <L Tie. i» Stuttgart ist fn beziehen: [450 Stünmev der Wahrheit Hnr! k» SNrtMf de» Hotte» erahnt* HM ~ ־ - - — - Preis 10 Pf;, gegen Einsendung von 15 Pf. ist Marken Franco-Zusendung. 100 Stück M. 6; 500 St. M. 25; 1000 St. M. 40; Dieses Schriftchen, 16 Seiten gegen enthält beherzigensmerthe Worte sollte den Unglauben unserer Zeit und stark, in Massen verbreitet werden. tau- Weiter r-l'fc-e» e der Kranft (auch einzelne Hefte) nehme ich jederzeit in schenden Kauf an. H. Tkutsch Verlagsbuchh., Breslau. _ (Specialität: Judaica ) Mt* Nicht ju verwechseln mit der Schietter'scheu Buchhandlung. _ vrieftafte« der Redaktion, I>r. 6. in P. Das nächste Heft des Predigt- Magazins, Selegenheitspredigten enthaltend, wird erst im Juli erscheinen. Ihr« gesch. Beiträge finden in demselben Aufnahme. vvr. D. in 8., L. in K., H. in E. In nächster Nummer. WWwBjäBwTSiAw»*: Dr. R. Rahme». Druck von L. Scharnke i, varby. Verlag von lodert Friese in Leipzig.