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Das jüdische Literaturblatt · 1877-03-15 · N° 11. (15.3.1877) · p. Seite 44

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
6 (1877)
Issue
N° 11. (15.3.1877)
Date
1877-03-15
Page
Seite 44 (sequence 4)
Language
German
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ttb ihre» Betrieb« stehn», der darf vor Allem die objektive Nnhefüv ei» unparteiisches Uriheil nicht verüeren. Hat denn der Lerf., der die Gegner seiner Partei so sehr verdächtigt, tei» Auge für die Schäden selbst der intelligentesten mähr. Reformgemeinden? Sieht er nicht, in welch' erschreckender Weis« sich dort Unwissenheit, Indolenz und Indifferenz auf religiösem Gebiete breit machen? Da wie dort bleibt noch gar viel zu wünschen übrig. > Sohrau O /S- Dr. Immanuel Deussch, Rabbiner. Bofitil, L. De Bybel in schetsen ea tafereelen voor de israelietische huisgezinnen. 3, 4 en 6 Aflevering. Leiden, Sytthoff Bereitim vor. Jahrgang (Nr. 14) wurde in diesem Blatte über obiges Werk Miltheilung gemacht. Eist ein vorzügliches Werk »nd geeignet Jedem, der wenn auch mit dem Inhalt der Bib-li bereitvertraut, ein erhöhtes Interesse für die Geschichte Israels einzuflößen. Herr Börstel versteht es in einer anziehenden Sprache die oft zur poetischen Höhe sich erhebt, den Leser -u fesseln Man lese nur den Beginn der Geschichte .Abraham-, welchen wir in eiirer llebersetzung wiedergeben. »Glauben an und Vertrauen auf Gott sind die Hauptzüge de- LharotterS Abrahams, Israels ersten und vortrefflichsten Stammvaters. Unerschütterlich und fest in seiner Sendung, gestützt auf die göttliche Verheißung, erweist er sich in der BibelerzLhlung als sanft, nachgiebig, ein Förderer der Eintracht und des Friedens, menschenliebend, steis zur Hilfe bereit. Frei von jeder Selbstsucht׳ und jedem Eigennutz, »st er großmüthig. gastftei, ein Beschützer der Schwachen und UnterdHlckten. Line eble Figur, wenn er in Demüth und Inbrunst betet für das Leben und die Rückkehr des abgeirrten Mit- »enschea, wenn er jede Belohnung oder Anerkennung zurück- »etft und Hilfe und Beistand stets bei Gott sucht. Aber auch wo eS uötSg ist. trüt er auf mit Muth, Kraft und Vorsicht, j sein hohes Ziel stets vor Augen haltend, Förderung der Got- I teSfurcht, Tugend Gerechtigkeit und Liebe. Sein Werk ist ausschließlich ein Werk des Friedens und der Erhebung; er wandelt in Geradheit und Aufrichtigkeit, ist und bleibt stets schlicht und bescheiden. Abraham ist einer jener Charaktere, welche unwillkürlich einen wohlthätigen Einfluß auf ihre Umgebung ausüben, denen selbst der verstockteste Sünder seine Achtung nicht versagen kann, durch deren Beispiel das Princip des Guten geweckt und verwirklicht wird u. s. w." Solchen und ähnlichen vortrejflichen Charakteristiken der Erzväter und anderer biblischen Personen begegnen wir an vielen Stellen. Auch werden hier und da vortreffliche Gedichte bekannter holländischer Dichter in den Text eingeschoben, so S. 62 ff. das Gedicht ״über Hagar und ihren Sohn JSmael in der Wüste" von Dr. Nikolaus Beets. — Bezüglich der Uebereinstimmung des ״ שבעSieben" mit ״Schwur" S. 65, Note 3, verweise» wir auf das ״jüdische Literaturblatt" Jahrg. 1876 Nr. 15: ״Unsere Schwursormel". — Die Illustrationen find, wie bereits in der ersten Besprechung erwähnt, sehr Mangelhast und durchaus der Wirklichkeit widersprechend. So steht Rebekka bei ihrer ersten Begegnung mit Isaak vor diesem nicht mit einem Schleier, sondern mit einem Tuche bedeckt, sodaß man auch nicht einen Zug ihres Antlitzes zu erkennen vermag. Bei der Opferung Isaaks liegt dieser in dem Momente, als der Engel Gottes der Opferung Einhalt gebietet, aus einem Knie und umfaßt seinen Vater, während doch ausdrücklich nach der biblischen Erzählung Isaak gebunden auf dem Altäre lag. Außerdem liegt zu Füßen Abrahams kein Messer sondern ein Dolch. Das sind Fehler, die in einem Buche, wie das vorliegende, nicht Vorkommen sollten. Doch wie wir erfahren, werden die Illustrationen durch andere ersetzt werden. — Im Uebrigen empfehlen wir das Buch allen denen, die mit der holländischen Sprache vertraut sind und wünschen dem Verfasser den besten Erfolg für die Fortsetzung seiner verdienstvollen Arbeit. Rabb. Dr. Frank. Literarische Anzeigen. Soeben erschienen »nd direkt nur vom Verfasser zu beziehen: Lexikon der Kerusprüche oder: ' Perlenschatz rabdtnischer Weisheit. Eine Sammlung von nahezu zweitausend Kernredeu des Talmud und Midrafch.der Urtext, wortgetreu übersetzt, erläutert und vrrglichen mil den Lehr- und Lernsprüchen aus after und neuer Zett. Ein Buch zur Unterhaltung und Belehrnng für jeden Stand. Bon Jnltu» Defsauer, eremit. Rabbiner, Herausgeber mehrerer approb. ׳ Werke für Schule, Haus und Gemeinde. Preis 2 fi.. schön gebunden 2. 5Ü. Budapest, Waitzner Boulevardstr. 8. Nächstens erscheint beiai Unterzeichneten: Toststa »ich de» Erfnrter, Wie»er Handschriften in 6 Lieferungen. Der SubscriptionSpreiS beträgt 3 Mark pro Lieferung. Die 1. Lieferung hat die Presse verlassen und wird im nächsten Monat den geehrten Subscribenten zugesankt werde». Pasewal! (i/Pommern), im Febr. 1877. Dr. Zaekennandel, Rabbiner. wercmtworUicher Redakteur: Dr. M. Rah Verlag von Oskar Leiser in Leipzig. In diesen Tagen erschien: Geschichte der Jeden den Ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart. Aas den Nurtlrn nni bearbeitet von Prof. Dr. H. Graet*. IX. Band. Zweite vermehrte n. verbesserte Auflage. Preis 8 mark. Der UV. Band erscheint in dritter gänzlich umgearbeiteter Auflage in zehn Lieferungen, zu je 80 Pf-, von denen die erste jetzt ausgegeben wurde. Die Bände I. II. IV. bis XI. sind varräthig. Aus Nahmer's Predigt-Magazin Jahrgang II. werden die Hefte A. 4, 8 (u. A. Predigten zum Geburtstage des Kaisers enthaltend) gegen Einsendung von 1 M. 50 Pf. franco versandt von der Ex-rd. der ״Israelitischen Wochenschrist" in Magdeburg. Dritte Auflage! Im Conimissionsverlage von H! gärtaer'• Baekkandlsan• in lietpalS erschien soeben: 3 צ>i< Berentung der Juden für Erhaltung» Wiederbelebung der IBiJfenftflaften im JÄiHefafter von M. I. Schleiden. (Sep.-Abdr aus ״Westermaim's Jllustr. deutschen Monatsheften" «nd hcrausgegeben vom Ausschuß des deutsch-i-rarlii Grmewdebuudcs tu Leipzig.) Dritte Auflage. Preis 80 Ps. Der beste Beweis für das hohe Interesse, welche vorstehende Publication in allen »reisen gesunden, ist der Umstand, daß wenige Wochen nach Erscheinen der ersten Auflage bereits t*t ,Weite -t««drud' uathwendig wurde. Die zwei Erzählungen von B. Hause: 1) Der Wahrheit Segen und der Lüge S»«ch, 2) Schein und Sein, — jedes Bändchen I nur eine Mark — sind gegen Einsendung des Betrages franco zu haben bei der Expedition der isr. Wochenschrift. MP Diese Erzählungen eines bewährten jüd. Schulmannes, besonders für die Jugend geschrieben, eignen sich vorzüglich zu P r ä »1 i e n, Geburtstags- und Cdnfirmationsgeschenken mer. Druck von C. Scharr.ke iu Barby. Vertag von Robert Friese in Leipzig.

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