Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 6 (1877)
- Issue
- N° 10. (8.3.1877)
- Date
- 1877-03-08
- Page
- Seite 40 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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-40 — י ivoxtrelL <$xat gan} sreye Uebersetzyug. wze sie demjenigen «Wich ipäie, her dem Buche das rabbimsche Idiom kennen leriM ipiu, wate hier ganz und gar nicht/ am Platze gewesen. Daraus folgt nun freilich auch, daß sich über die Uebersetzung «cht oft «Kd streiten lassen. Z. B. Nr. 1143 ״Der Berg Sinai (TD—rrfÜW) verscheuchte gleichsam den Hab ... der pindlichy» Nationen gegen die Israeliten". Wir glauben nicht, haß jeNMld diese Uebersetzung dem Texte e n t'sprechend nennen Ächls» Rr. 404?7 Der Platz der Bundeslade ״gilt nicht als Maaß" איני מן חמרת; die hierzu gegebene Er- Alterung in recht hühsch, aber eine Uebersetzung kann yan derartigenicht nennen, sondern eine homiletische An- Wendung. Nr. 1863 ״was man anfangs gezwungen lhut, ytzrüht «an später freiwillig"; der Vers, citirt dazu תחלה $HK3 — oif heißt »der תתלתה; der Sinn ist also erheblich geändert. «ich n-ch mehr ist dies in der Erläuterung der Hast, die sogar von der Uebersetzung wieder abweicht, denn «Uter ״verübt" versteht man ״Böses. Unrecht"..— und {p ist'- ja quch im Origjiyll gemeint — -die Erklärung nimmt eaher io als sei von ״Gutem" die Rede, parallel mit! מתוך שלזו לשמה• | -Schade ist'- bei dem Buche, daß die Sprache nicht corj rekter ist; für gebildete Leser in Deuts chland ist der Umstand oft recht störend. Wir wollen hier nicht schulnieisterlich corrigiren, aber Sätze wie: (Nr. 372) ״Zwischen der Jetztzeit und den Tagen des Messias ist kein Unterschied, als die Auf- Hebung de- Druckes, der noch auf ihnen lastet" — oder Nr. 822 ״während di« Galliläer, jemehr Lehrer, desto verschifdeuartiger ihre Dialekte waren" — dürften nicht vorkoin- «en. Ebenso sind die Parallelen aus deutschen Dichtern, meist sehr bekannte Stellen, oft nicht correkt citirt, z. B, der G-the'sch« Spruch über ״eine Reihe von guten Tagen" der sud Rr. 98ß bis zur Unkenntlichkeit verändert ist. ■*־ Bei d-r lexikalische» Anordnung ist es nicht leicht zu vermeiden gewesen, daß man dm betreffenden Spruch nicht immer da suchen und finden wird, wohin ihn der Verfaffer geststlt hat. Dieser selbst wird nach Jahr und Tag einen Spruch nicht gleich wiedersinden, d. h. nicht mehr wiffen, unter wesche Rubrik er ihn gestellt hat. Da nun hqs Buch dennoch auch zum Nachschlagen, nicht hloß zum Lesen, dienen soll, s» wäre noch ein angehängtes Wort-Verzeichniß nützlich, worin andere, synonyme oder andersgewählte Schlagwörler aus die Nummer der Sprüche verwiesen. Diese kleinen Ausstellungen schmälern jedoch den Werth des Buches an sich nicht, wir empfehlen dasselbe als nützlich, als in recht vielen Beziehungen sehr brauchbar, als ein ganz zeitgemäßes Werk. 1. Notiz. In der Wiener medicinischen Wochenschrift ׳Nr. 4 ist ein Vortrag, welchen Prof. Leidesdorf iu der Wiener Concordia gehalten hat. abgedruckt, aus welchem folgende Stelle, die ich wörtlich citire, auch die Leser des ״Literaturblatter" inleressiren dürfte. Als Beitrag zur Vererbung acquirirter körperlicher Ei«- zesheiten diene noch folgende Mittheilung, die ich Herrn Dr, Lindner in Pest verdanke, daß nämlich den Juden, welche ihre Söhne beschneide», öfters solche ohne Vorhaut zur Welt kommen. Das wußten schon die Alten, denn dieses beweist die Stelle: Jor. D. 263, 4, die da lautet: Wer geboren ist, als wäre er beschnitten, d. h. ohne Vorhaut, dem braucht man nur einen Tropfen Blut zu nehmen. Siehe auch Till, b. Tr. Sabbat 135 ״Einem, der geboren ist ohne Vorhaut, darf am Sabbat kein Tropfen Blut genommen werden". Soweit Prof. Leidesdorf. Dazu noch die Bemerkung, daß mir mein verehrter Freund, Herr M. Ungar, der als Mohel dieser Mizwah mit nicht genug anzuerkennender Opferwilligkeit nachkommt, erzählte, es habe stch vor einigen Jahren ein junger Mann bei, ihm behufs Aufnahme ins Judeuthum gemeldet, ver zu seiner größten Ueberraschung ein נולד מהול gewesen ist.*) Wie sich dann herausstellte, gehörten desien Voreltern dem Judenthume an. Prag, im Febr. 1877. Dr. N. Grü». *) Ein solcher Fall kan! auch vor einigen Jahren hier (in Magdebürg) vor. (Red.) Literarische Anzeigen. Im Berlage von M. Poppe lauers Buchhandl. in Berlin 6., 61, Reue Friedrich-Straße ist erschienen: ®'e PeBAeh'Hagada mit vollständigem Texte, Einleitung fortlanfender deutscher Uebersetzung und critischen Anmerkungen von Dr, Aavid gafcC.' 3. Vermehrte und verbefferte Auflage. gr^.8/ in Umschlag gebunden 75 Pf. auf Lelin-Papier. PrachtblUtd. Goldschnitt 2 Ms. Ferner empfiehlt dieselbe: Seidene und wollene טליתות Gebet- ULitel in größter Auswahl, echte Stlbxrtreffe»,תפילין und ׳ מזורותn _ Glas u. 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