Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 6 (1877)
- Issue
- N° 2. (8.1.1877)
- Date
- 1877-01-08
- Page
- Seite 7 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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mini Optant auxilio sublevari, dicant: En monte Domini videbitur, h. I. sic ut Abiahamae misertus est, misere* bitur et nostri. (Näheres hierüber in unseren: Die hebr. Traditionen in den Werken des Hieron. Th. 1, p. 35.) der aufrechter liches Vertr und dies ist liegenden und welchen Italic Haltung für einen betenden Ausdruck ein männn in die göttliche Fügung zu erkennen -ückt, ein Fortschritt im Vergleich zu den zahlreiche« demüthigen Stellungen religiöser Figuren, mit n überfluthet wird." , . Das R enr ראם der Bibel LiterMrberichl. Diesem großen Räthsel der alten Thiergeschichte, unter. dessen abenteuerlichen Lösungen drrs sagenberühmte Einhorn in erster Reihe glänzt, hat A. Merensky in seinen Beiträgen zur Kenntniß Südasrika's (Berlin, Wiegandt und Grieben) ein sehr beachtenswerthes und aufschlußreiches Kapitel gewidmet. All die verschiedenen Angaben, die wir in der Bibel über dieses Thier lesen, von der Macht und Hoheit seiner Niesen- Hörner bis zur unzähmbaren Furchtbarkeit seiner Leibesstärke, passen ungezwungen auf den wilden afrikanischen Büffel (kos laffer), der selbst den Löwen zu überwinden vermag und Menschen auch ungereizt anfällt. Da ein Zujaminenhang der palästinensischen mit der afrikanischen Thierwelt bereits früher bemerkt wurde, so verdient diese Vermuthung jedenfalls die Aufmerksamkeit der Sachkenner. Tie Thatsache, daß bereits die alten Ucbersetzer das Thier nicht kannten, erklärt Merensky vortrefflich durch den Hinweis auf den Bisent und den Ur, von denen das Nibelungenlied berichtet. Beide Thiergatlungen sind im Laufe der Jahrhunderte nahezu ausgestorden, und es bedurfte erst wissenschaftlicher Forschung, uni sie wieoer zu erkennen. D. K. Ezekiel's Statue der Religionsfreiheit. Ein Correspondent des ״Eine. Com." gicbt von diesem Kunstwerke folgende Beschreibung: ״Ihre Hauptfigur ist eine weibliche, beinah elf Fuß hoch, fie stellt Anterika dar, in einfaches und klassisches Gewand gekleidet, auf der Brust ein Schild mit Sternen und Streiten im Relief. Ihre linke Hand ruyt auf einem Bündel eng zusammengefügter Stäbe, ein Symbol für die Vereinigte« Staaten, aus den Gesetzrollen der Constitution und einent Lorbeerzweig. Der rechte Arm ist in abwehrender Bewegung ausgestreckt, als wenn fie Alles fern halten wollte, was die Freiheit ihres Volkes beeinträchtigen könnte. Zur Rechten und thcilwoise von Amerika beschattet, steht ein nackter Knabe, den Glaube« darstellend, den Kopf und die eine Hand bittend zum Himmel gerichtet, während die andere eine Schaale trägt, in welcher oie ewige Flamme der Religion brennt: Auf der anderen Seite, zu Füßen der Hauptfigur ist ein Adler, die Krallen tief eingegraben in den Nacken einer ungeheuren Schlange, der Intoleranz, deren Körper sich theilweiie um das Bündel Stäbe windet, und deren Kopf aus dem fliegenden Gewände der Amerika hervorzüngelt. _ Die Ausführung dieser Gruppe hat fast zwei Jahre in Anspruch genommen, und sie ist außer Frage eine der Meister- Haftesten Arbeiten in der Skulptur, welche bis jetzt aus den Händen eines Amerikaners hervorgegangen sind. Breit und einfach in ihrer Behandlung, wie fie im Verhältniß ihrer Größe und der Stellung sein muß, die ihre Bestimmung ist, und doch kein Detail auslaffend, das zur Treue des Ausdrucks gehört, erfüllt sie das erste Hauplerforderniß wahrer Majestät in der Kunst — nämlich das, so vollkommen in seinem Ausdruck und seiner Symbolik zu sein, daß nichts hinzugesügt oder hinweggenommen werden könnte, ohne die Einheit des Gedankens zu stören. Ter Gesichtsausdruck ist sehr passend, der der Amerika ruhig und selbstvertrauend, nnd das Gefühl und die Handlung ist in jeder der Figuren, ohne übertrieben zu sei», bis zu den Fingerspitzen ausgearbeitet, e n Verdienst, welches leider nicht häufig in der Skulptur zu fiudeu ist. Die Gestalt des Knaben ist lühn und kräftig modellirt, seine Nacktheit ist das Symboftder Wahrlosigkeit, niährend die Wahl Retrufionen. Cbananel. lieber Leben und Schriften R. Chanauel's iu Kairwan nebst hebr. Beilagen, enthaltend Chan, ^mmentar zum Tr. Mackoth, Erklärungen zum Pentateuch und zum B. Jecheskel. Herausgegeben von Dr. Berliner und Dr. Hoffmann. Leipzig .1876. I. C. Hinrichs'sche Buchhandl. Tie Veranlassung der Herausgabe dieser Schrift, welche dem Dr. Hildesheinier zu seinem Jubiläum vom dem Lshrer- Collegium des Rabb.׳Seminar gewidmet wurde, ist bereis f. Z. in der ״Jsr. Wochenschr" erwähnt worden. Der Eommeatar zu Mackoth ist von Dr. Berliner in Rom aufgefunden, wpirt und von Dr. Hoffmann zum Abdrucke corrigirt und mit einigen Anmerkungen verseben worden. Die fortlaufende Erklärung von Ezech. Cap. 40 ff. ist ebenfalls einer Handschrift entnommen, bie einzelnen exegetischen Bemerk tut gen Chatmuel'- zum Pentat. und zu einigen Stellen im Ezech. sind aus «rschiedenen Autoren, welche sie anführen, gesammelt. Die» bildet zusammen den hebr. Theil des Werkes S. 1 —SS. Wir haben nur noch zu bemerken, daß die erwähnte ZusammenstellunF einzelner Erklärungen größtentheils der Abhandlung Rappoports über Chananel entnommen ist, es find.jedoch noch manche׳ Stellen, namentlich aus den Deraschoch des Zchz Schoaib hinzugefügt und andere nach Haiüffchristen verbsffm worden. * Auch der deutsche Theil des Buches ״lieber Leben und Schriften des R. Chap." (wozu noch Anmerkungen zu einzelnen der im hebr. Theile abgedrückten Erklärungen kommen) beruht wesentlich auf der eben erwähnten Abhandlung Rappoporl's, ׳die, wie besannt, zu jenen im Anfänge der dreißiger Jahre in der hebr. Zeitschrift Bikkure haittim erschienene« ׳Biographien gehörst welche bahnbrechend für die jüdische Geschichtskorfchung geworden siustnnd zugleich für, die Unsterblichkeit!ihres Autors die ersten unvergänglichen Fundament« gelegt haben. Dagegen zeigt die Abhandlung Dr B.'s und die histugefügten Anmerkungen ן und Nachweise, daß Alles fest jener Urzeit (wie Uran wohl sagen kann) des neuen Studiums Erschienene, hierher Gehörige, sorgfältig gesammelt und benutzt worbest ist. Auch zu einem Gesammtbilde des Studiums und des Geisteslebens der Juden in der Zeit Chananels sind ein ige Züge gegeben. Neues aus dem Eigenen ist jedoch -we- Niger zju finden. Die Erklärung des Ausdruckes ,כלך nn-orfr welcher! in der Erzählung über die Rase und die Hefnngru» nähme! der vier Rabblnen gebraucht. wird, mit ״Beiträge zur Unterhaltung der (babylonischen) Hochschulen" ist von Dr. B. stillschweigend adoplirl; es hätte wohl gesagt werden dürfen, daß sic von dem ssl. Lebrecht herrührt; eine Anmerkung verweist freilich unter Andern! auch aus die einschlägigen Aufsätze Nsselben, aber va jene Erklärung s. Zfast lächerlich gesund! n wurde, so hätte sie dem Urheber jetzt ausdrücklich vindizift werden sollest. — Zu den einzelnen Erläuterungen möchtest wir bemerkest daß uns die Note 33 gegebene Erklärung des לסוכר כערכין nicht zusagt. Wenn auch סכר im heutigen Arabischen ״mit Strafe belegen" heißen mag, so müßte dann כערכק!soviel als קנם bedeuten, was sich nicht Nachweisen läßt, und es iväre gar nicht abzuseheit, warum ein so übliche gewähl einfach seltener und seltsamer Ausdruck für das allgemein לחענישם כססון oder ״ לגזור עליהם קנם• dergl sein sollte. Der fragliche Ausdruck bedeutet wohl •למוקרן כערכאות