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Das jüdische Literaturblatt · 1877-01-08 · N° 2. (8.1.1877) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
6 (1877)
Issue
N° 2. (8.1.1877)
Date
1877-01-08
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Zur Beleuchtung aller Judenttjum u. Juden betreffenden Itterarlschen Erscheinungen auf dem Gebiete der Philosophie,Geschichte,Ethnographie,Lheologie, Brientatio, Exegese, Homiletik, Liturgik, Pädagogik. Heraus'gegeben von Rabbiner 01׳. Moritz Sabiner. Magdeburg, 8. Januar Das ״Jtld. Kiteraturblatt" erscheint wöchentlich einmal; Preis pro Jahrgarg Zu beziehen durch alle Buchhandlungen sin Leipzig durch Robert Friese), odejr durch ' Woch enschrisl" in Magdeburg. — Inserate werden mit 20 Pf. für die dreigejpallen Bücher der einschlägigen Literatur, welche der «ed. de» ״Iü».?iteraturblatt" in Magdeburg (oder der Israel. Wechenschr.- in Stettin) zugesandt werde», finden in diese« Matte eingehende Besprechung. , 8 Mark, mit der ״Israelitischen Wochenschrift" :10 N ark. direct« Bestellung bei der Expedition der ״Israelitischen Petitzeile berechnet. Inhalt r Die Salbung Davids zuui Könige uiid sein Zweikampf mit Goliath. Bon Dr. I. S. Bloch. — Exegetische Analecten. — Das R eni ראם der Bibel. — Ezckirl's Statue der Religionsfreiheit. Ltteratnrdericht r Necensionen: Migda.1 Chananel. Nene Bücher. Literarisch« Anzeigen. Die Salbung Davids zum Könige und fein Zweikampf mit Goliath. Kritische Beleuchtung der C. 16 u. 17 des 1, Buches Samuel. Von Rabbiner Dr. I,, S. Bloch, Daß dem Geschichtserzähler der Bücher Samuel und Könige, welche ursprünglich eine einzige Koinpilalion unter dem Namen des ״Buches von den Königen" bildeten, mehrere verschiedene Quellen und Aufzeichnungen Vorgelegen haben müsien, die er mit unverkennbarer Gewandtheit deftutzte und verwob, brauchten nicht erst Forscher wie Eichhorn, Berthold, De Weite, Thenius, Gramberg nachzuweisen. Diese Wahrnehmung drängt sich jedem unbefangenen kritischen Leser mit solch zwingender Gewalt auf, daß es unbegreiflich erscheint, warum Grätz bei Benutzung der biblischen Geschichlsquellen diesen Umstand ohne Weiteres keiner Berücksichtigung würdigt und sogar an einer Stelle (Geschichte der Juden I Rote 8) leichter Hand abweist. Im Grunde wäre die Abfassung eines, einen solch' weitreichenden Zeitraum umspannenden chronographischen Werkes, wie das uns im Prophetenkanon vorliegende, anders auch nicht denkbar. Der Erzähler hatte sämmlliche Ereignisse von der Geburt Samuel's bis zur Zerstörung des Tempels jedenfalls nicht selber miterlebt. Offenbar stützte er sich auf uralte Chroniken, und wird öfter sogar auf dieselben hingewiesen. Da er aber die Geschichte verschiedener von einander abhängiger Stämme, dann die Geschichte der beiden separirten Reiche, Juda und Israel, gleich ausführlich und dftaillirl erzählt, so müsien schon deswegen verschiedene alte Chroniken als Grundquelle angenommen werden. Ausdrücklich werden erwähnt: eine ״Geschichte Salomo's" l. Kön. 11, 41, ״Tagebücher der Könige von Juva", I. Kön. 1^, 29; 15, 7, 23 si. ״Tagebücher der Könige von Israel" I. Kön, 14, 19; 16, 14 ff. Allein auch mehrerer Separatquiellen geschieht Erwähnung, so ders uns verloren gegangenen Reden der Propheten oder Seher Schemajah, Jddo und Chosai, sowie eines ״Midrasch des Buches der Könige", vgl. II. Chron 12, 16; 13, 22; 24, 26; 26, 22: 33, 19. Jnteresiant und besonhak e rnd selbst,' da n ders instruP Chron, 29, des Königs der ״GeschO than" und nnnge'n muß gemacht tung, Beneuen, von der Um so w ei erweckender Geschichtbücke auch von E Relativ Auszuge. Dieses historischen Evidenz na sie vernomn Einzelheit stellung der pheten Nathc von der D gen uns nu so müsien weisen könne! schichtsbüchei fasser herrükr ferungen üb! ihm sich zug seiner Zei jenen Büchern alter Chr geordneten den großen von ZeitgemHs welche aus die uns in falten, so bi entgegentretet im Interesse iv für unfern Gegenstand ist die Bemerkung l.' 29. 30, daß namentlich die ausführliche Geschichte David und seiner Thaten verzeichnet wären in te des Propheten Samuel", ״des Propheten Paoes ״Sehers Gab". Aus solchen alten Aufze chder bibüsche Chronograph wörtliche AuSzige n. Eine geistige Umprägung, eine kritische S ch- Verarbeit ung des vorgelegenen Stoffes zu ein m sündigen Geschichtswerke in modernem Style!ist aligeu Zeit selbstveriiändlich nicht zu erwarhen thvoller, um so glaubwürdiger uyd vertraue! sind die erzählten Fakta. Was in den bidliföj rn uns vorliegt, sind, wiewohl der letzte Absaffer cilsereignisien zu׳ berichten weiß, die uralten n selbst, die primären Quellen sim seit! fe >n e für den Werth und die Glaubwürdigkeit unseter Schriften höchst ׳ wichtige Moment läßt sich zur kJ ,weisen. Zwei Chronisten erzählen die Fakta,! en oder gar thätig miterlebt, bis in die einzeln en oder nie ganz übereinstimmend und die Dckr- Geschichte Davids im Geschichtsbuche.-des Pfon mußte in mancher Beziehung abgewichen h a cstellung im Geschichtsbuche des Sehers Gad. Ae- 1 n wirklich Auszüge der alten Chroniken vor, auch Verschiedenheiten und Abweichungen aqf- ES ist wahrhaftig nicht gleichgiltig, ob die Gsedes Prophetenkanons von einem exilischen Stb-!en, der etwa lediglich nach mündlichen llÄerlie» Ereignisie berichtet, die viele Jahrhunderte vdr tragen haben, über welche man deßwegen zu nicht mehr unterrichtet sein konnte; oder ob in uns Auszüge erhalten sind mehrerer «rniken, die, mögen sie nun in einzelnen unternkten kleine Abweichungen aufweisen, dafür at Vorzug haben, mehrere Jahrhunderte älter «t, en der Ereignisie ausgezeichnet "zu sein.^ Ire r nßverstandener Orthodoxie die kleinen Differenzen, Thal, wenn auch nicht bei wichtigen Hau»- bei kleinen, unwichtigen Nebenumständen, öfter zu vertuschen suchen, handeln entschieden, nicht und zu Nutz der Glaubwürdigkeit der biblischen Pu! der oh

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