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Das jüdische Literaturblatt · 1877-01-01 · N° 1. (1.1.1877) · p. Seite 4

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
6 (1877)
Issue
N° 1. (1.1.1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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1 : ־•- hchMW» gUMdpsterricht bemwtfc Rächest für sich in Antzumch *tfmm. SS ist freilich auch, ohne allzufrüh mit der Gzammatik p beKiuun, in alter Zeit ein erklekliches Berftäudmß des Hebrmschrn ledigllch durch Uebersetzen erzielt «orde», aderet» unserer Zeit der Wissenschaftlichkeit gilt die hffntbackene Erfahrungsweisheit der alten jMschen Schul- »Sister für eitel Aberwitz, und so müffen dem, die Kleinen schon zwischen Stamm und Anhängsel fein säuberlich scheiden lernen. Hr. vr. Kisch bedient sich hierzu des sehr. einfachen Nittels/ die Wurzel durch große Typen hervorzuheben, währrnd die bloße» Bildungsbuchstaben mit kleinerer Schrift sich hpAuüge« müssen, wofür sie dagegen in.der darüberstetzenden Mischenzeilenichersetzuug durch gesperrten Druck ausgezeichnet «rden. ES liegt in dieser Sonderung unzweifelhaft für den Idlidticheu Seist der Lneiz, auf das Gcheimniß der Wort- Wdung und Sprachlehre aufmerksam zu werden. Wtd jhierdnvch auch da» Mittel, de» Sinn für grammatische Unterfchetvung zu schärfen- Unbedingte Verläßlichkeit in den Anunerbtttlüher Vertilgungskampf gegen die Drucksehler dir Ansprüche» die man, wie an jedes Schulbuch, auch diesen ersten Versuch zu stellen unbedingt berechtigt ist. Erfahrung wird׳ d«r Herausgeber selbst belehren, iuwieer dies« Ansprüchen nicht immer gerecht geworden ist. der Durchführung der graphischen Scheidung zwischen am« und Zusatz wird die Folgerichtigkeit nicht selten verwie denn besonders bei den Zeitwörtern oft Bildungsvon Setzers Suaden p einer ganz unmotiokrten gekommen find. Die Uebersetzung des Kadijchgebedarf einiger. ««Niger Berichtigungen, um vollständig befriedigen. ׳ In dm Snweisungm über den Gebrauch der war Knappheit nicht angezeigt. Die Methode sowohl wie die Auswahl und Anordnung Sedetstücke verrathm eine geschickte Hand und pävago- Feinftnn. Das kurze Sebetbüchlein, neben dem freider Schüler stet» das Gebetbuch der Gemeinde zur Hand soll, u« das ^Aufunschen" zu lernen, muß als sehr und brauchbar dqeichmt werden. Wie wir hören, sich die Arbeit bereits einer französischen Uebersetzung und soll in kurzer Zeit ein zweites Heft folgen. Möge der Verfasser bei seiner Bearbeitung der Bibel vor Allem wissenschaftliche Zuverlässigkeit und Äenauigkeit in der äußeren Darstellung sich zu seiner lohnenden Aufgabe machen und psehen, ob nicht mancher Kunstgriff seines alten Vorgängers noch heute zu verwerthen wäre- D. K. Hrünwnld, Moritz Lfrof. Ueber den jüdisch-deutschen Jargon, vulgo Kauderwäljch. Separatabdruck aus dem ״ungckrischen Israelit׳". Budapest 1876. 16 S. 8. Von diesen 16 Seiten nehmen Titel and Widmung 6 Seiten fort und von den übrigbleibenden 10 Zeiten wird noch ein großer Theil für dem eigentlichen Gegenstände des Aufsatzes Fernliegendes verwendet. Doch nicht gemeffen, sondein gewogen wollen die Gedanken und ihr Ausdruck werden. Aber — auch so dasselbe Resultat. Erschöpfend ist der Gegmstand nicht behandelt. Es ist eine ganz liebenswürdige Causerie darüber — weiter Nichts. Denn selbst eingehendere Schriften derselben Tendenz scheinen dem Versaffer unbekannt geblieben zu sein. Referent erinnert sich) vor etwa 10 Iahren eine Brochüre des vr. R6e (in Hamburg) über bie Berechtigung des Jüdisch'- Deutschen als einer Mundart der deutschen Sprache gesehen zu haben. Vor Allem aber hätte die Frage erledigt werden müffen, woher kommen die Juden zu einem mundartlichen Deutsch. Da wäre dem Vers. Gelegenheit geboten wordm, an seine geistvolle Skizzirung der jüdischen Geschichte (S. 9): ״Aber wenigen wird der traurigste Gedanke dabei in den Sinn gekommen sein, der niederdrückendste, der ernsteste; das Hewußtsein, nirgends zu Hause zu sein, kein Vaterland haben zu dürfen, nicht keines haben zu wolle n", einige exacte Daten anzuschließen. — Die Juden haben (Raschi) in Lothringen gelebt, sind nach den Vertreibungen aus Frankreich (1254—1306) nach Süddeutschland gewandert, wo sie lange Zeit wohnen konnten. Die schwäbischen und fränkischen Dialekte sind daher der Hauptbestandtheil des Jüdisch-Deutschen. Koschmin. vr. L e w i n. Literarische Anzeigen. .1» Commissions-Verlage der 3• l>» IjHanrtolMf sehen Buchhandlung in L e ipsi g (neun: tKe Jtaesorah zam Targum Onkeles, ijhmmI Bassorah parva. Bach Hand idse triften nfaü Benntsnng ron seltenen Ausgaben mm ersten Male edirt and commeatirt . , ▼on Me. A. BerHaw. & XXIV n. 143 Seiten, Breis Mark 4. — Migdal Chanaael, »her Leben and Schriften R. Chananel's in Kairran, nebst hebräischen Beilagen, enthaltend IMmnT■ CiüaiKar rtm Trnetat Bttkttfc, H)tnn|ee zum Pentateueb and zam Bache JecbeekeL Hetaae^egebeO ▼oh ns A.׳ Berliner. Ir. 8. XXX1T a. 53 Seiten, Preis Mark 3. — Soeben erschienen und direkt nur vom Berfaffcr zu beziehen: Lexikon der Kernsprüche oder: Prrleoschatz rabbwischer Weisheit. Eine Sammlung von nahep Zweilausend Kern reden des Talmud und M i d r a s ch, der Urtext, wortgetreu übersetzt, erläutert und verglichen mit den Lehr- und Kernsprüchen aus alter und neuer Zeit. Ein Buch pr Unterhaltung und Belehrung für jeden Stand. Von Äefsauer. «merit. Rabbiner, Herausgeber mehrerer approb. Werke für Schule, Haus und Gemeinde. ,Preis 2 fl., schön gebunden 2. 5V. Budapest, Waitzner Boulevardstr. 8' Briefkasten »er »estariiott. HH Riabb. vv. B. tn K., Z. tn P., R. in K., L m B., 8. in D״ T. in B., R. in I. in L. Wir bitten recht sehr um ei», wenig Geduld; Ihre gesch. Beiträge kommen, da . LstpaattttbjeG numnehr wü-cheatsich erscheint, recht bald an die Reihe, aber nltra posse ' g und Schluß der Brüll'scheu ״Anleitung in die Mischna" bringen die nächsten Netiwoth Zion wi-Jeruscholajim von A. M. Luni in IernsaleIN. 1. Theil. Preis: 2 Mark. Selbstverlag deS Verfaffers. Alle, denen ich mein Werk übersandte, können den Betrag. wenn nicht direkt an mich, durch alle Bor!eher und SamMler für das heilige Land hierhier gelangen taffen _A M. 8ll«z in Jerusalem. Arankrl-Krätz Monatsschrift für Geschichte «. Wissenschaft des Indenthnms erscheint vom Beginn deS Jahres 1A77 ab in unserem' Berlage — Wir haben gefälligere« Papier dazu ausgewählt and werden in der Lieferung pünktlich sein. — Inserate in der MonatSschr. berechnen wir die Petitzetle mit 20 Pf. netto baar. — 'Die Auslieferung für den Buchhandel und unsere Vertretung haben wir Hrn. Oscar Seiner in L e i p z i g übertragen. Krotoschin, im Januar 1877. Die Verlagshandlung A. c£. MlMLflh & « in Lcipü Redaktkur: bif. ik. sVa^mtr. Äru^ von C. Ächarnkc in Barby. Verlag vön Robert Friesein Wg-

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