Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 1 (1872)
- Issue
- N° 13. (17.7.1872)
- Date
- 1872-07-17
- Page
- Seite 52 (sequence 4)
- Language
- German
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hundtr« dem Verdi inkrl! vmdrirt «esutz Mitz» hin rin N> der s »rg^ g» riode Ausuai den stneg^l Doptzei der auf briuch sondirn bentt rtt H°f an! ibe röB, r«gi wodi kann sehr nerotz und a Md i rch an|tcle1 «a^lich Me»-( der in har. Mm ,11 Berech Toßffki ai Koh^I! der über punke lMe,!mg S. tälm fl.'2 ר,ורה mal Esther ach den Pate- T'w Hrr :"ד;6 ׳תני famnii und fichrii die wir 52 abgelaufen,»seitdem Moses Mendelssohn, einer der Ersten, Buche Kohelet, das durch ty pologische und, bomiletischc iungen arg gelitten hatte, eine sinngemäße Auslegung har. Er hat für den Eommentar dazu die eregerischen ale aus dem christlichen Kreise, wie aus dem jüdischen de- Dreser-Äommentar ist zwar gegenwärtig nach allen Leiten ( ff) unbrauchbar). nichts desto weniger war er zu seiner Zeit Zortschritt?^ ״seitdem haben alle Viffenschafken, auch die afst che und semitische Philologie Riesenfortschritle gemacht. Nur »mnanme ״Prediger Salomos" ist aber zieinlich leer ausm. Er hat. von der Erweiterung der Erkenmniß der sen Sprachfamilie und Literatur wenig-gewonnen". 5er Berf. sucht nun in der Einleitung, nachdem er die Ansichten " ängcr einer gründlichen Prüfung unterzogen, die Zeitpewelche in Kohelet rrflectirt wird, zu firiren:. Dtil seltenem «de von Scharfsinn bemüht sich H. j@. bis zur (Evidenz beweis zu liefern, daß Kohelet gleichsam ein iatyrischer Zeitder ttaurigens herodianischen Zeit wäre. ״Vermittelst dieses lschlüffes, daß Koh. eine Art satirische Sittenschilderung Zeit, und zwar der Zeit des Herodes ist, kann man bis wenige Verse den Inhalt in eineit, engen Zusammenhang >en, freilich niit der Einschränkung,. daß die verschiedenen Thenicht in einer fortlaufenden Reihenfolge entwickelt werden, daß der Faden, wie gefliffcnrlich abgerissen wird, uni ein Bild der krankhasten Zustände zu schildern, ffiic schon wird grade an den Punkten, wo der König und sein gegeißelt werden, die Schilderung abgebrochen und ein >, harmloses Thema oorgeführt". Allein so plausibel di» alles dargestellt wird, ja jo überdie Gründe sind, so erscheint uns doch die Behauptung man erst diese« Luch in seiner ganzen Tiefe verstehen Kohelet der König ist Herodes,*unwahrscheinlich und gewagt. Heißt dies nicht die Satt,re. zu weil treiben, eine!» ifchen Tyrannen' salomoniichc Weisheit in den Mund zu legen sqlche erhabene Betrachtungen, über die höchsten Lebensfrage'!! « zu lassen! Herodes; der noch aus seine,» Todieuberie die grau- Mordanschläge gegen dieVornehmen des Volkes schnliedelc, ist eine zu traurige Figur für einen salomonischen Weisen! Ucbcrfinden wir im Talmud Citare aus Koh.! von Gelehrten aus Msmonsschen- und herodäischen Periode, wie dscs Herr Weiß ner ״Geschichte der -jüd. Tradition" S. -213, nachgewieseii Simon b. Schcrach bediente sich in einem Gespräche mit mder Zannäus eines Spruches aus Koh. 7, 12. (S. jeruf. oth Ab. 7. 2 lind Grätz" Geschichte III. l2!>.) In der ha Berachokh Ab. 2, Ende, wird ein Spruch von Hillcl chrt und begründet durch Koh. 3. 4. Der Verfasser^ des er muß also jedenfalls älter als Simon b. Schetach sein, irca 100 ׳Jahre vor Herodes blühete! Es würde uns zu weit führen, die geistreichen Unreriuchimgen den Abschluß des Kanons die uns ganz neue Gesichtseröffnen, zu analysiren. Doch können wir es nicht unterbei der Wichtigkeit und Bedeutung dieses Gegenstandes Bcnierkungen, wenn auch nur andeutungsweise, zu machen. .00 sucht Herr G. zu .beweisen, daß שפרים in der alt-!bischer! Literatur blos die Prophetenschriften, wie' Daniel bedeute, zunächst mit Ausschluß des Pentateuchs, welcher oder שפר הורה genannt wird. Allein Nachiuan Krochhat cha» gerade Gegentheil dargetchan, denn die Stelle 9. 32: ונכתב בספר zeigt unwiderleglich, daß Esther in Kanon, und zwar in die Hagiographeu, (Harum בשפר mit punktirr) ausgenommen werden sollte.!Die Stellen in der na Mcgilla I. K; III.!,. Movd Katan I. i; spreche» es ans, daß unter שפרים sämmtliche 3 Tke le der Bibel, verstanden sind. 'Ebenso versteht die Mischna Kelim XV Sabim V. 12: unter ״Bücher" und ״das Buch" die gee heilige Schrift. Der Unterschied ferner, den׳der Vers, zwischen כתב' קדש 2שפרי Hagiographeu machen will; ist ebenfalls nicht durchr. Siehe Mischna. Para X. 3, Sabbar XVs. I und Erub in X. 3. An allen1 diesen Stellen wird mtrer בתב* קדש ganze heilige Schrift sind nicht blos die שהוביש ocräuiide», «dies auch Iadajim VI. 6 der Fall «st. Wohl läßt sich nicht läugnc». daß die Toßiftha, Sabbat ibid. ,,Man liest nicht am Sabbat öffentlich die Hagiographen. aber., man darf sie studiren und auslcgen", den Ausdruck כתבי קדש für Hagiograpden gebraucht; aber unter ׳בל כי׳ק מטמאין ד,ידים ist ganz gewiß die ganze Bibel gemeint, Pros. Gr. kommt zu dem Schluß«, daß dieser letzte ,uid dritte Kanonabschluß also nicht in die Zeit Nehemias' oder der großen Versammlung zu setzen sei, sondern fast :> Jahrhunderte später in die Zeit Gamaliels II., seines Gegciipalriarche» Eicasar b. Asarja oder zur Zeit Domitians/' ,,.Krochmals Annahnie, daß der ׳Nachtrag zu Kohelekh (nämlich die letzten Verse) obwohl zum Kanon-Abschluß der Hagiographeu-gehörig, doch von der großen Versammlung hinzugcfügk worden sei, ist demnach zu berichtigen". Aber cs ist undenkbar, daß die Schlußverie von der Synode zu Iamnia binzugefügt wurde», da R. Eleasar b. Asarja und Ben Soma dieselben als salomonische Verse auslegen uud deute». (S. Berachoth 6a). In der wohl satzenhaskeii Unterredung des Baba den Bifta mit Herodes, führt Baba bei! Luka Mehrere Stellen aus Kohelet an und zwar bczeichnend genug c. X. v. 20: ״Auch in deinen Gedanken stuche den König nicht und in deinem Schlafgemache verwünsche nicht den Vornehme» u. s. w.!" (Siehe Baba Batta -ia). Auch die Stelle XI. ft wird im Midrasch das. von den ältesten Thana im ausgclcgt. Die inlcrcsianten Forschungen, die den Vers, aus ein neues Gebiet geleitet, sind von ungemein weitgehender Tragweite und eben daruni bedürfen sie noch einer weitern und eingehender» Prüfung.*) Gr. Becskerek. Rabbiner D. Sppenheim. Sililioyralitllsche Noti;. Das aus oe» Libclivorten על פי. הדברים האלה hcrgt leitete Verbot, mündlich Tradirtcs nicdcrznschreibcn, beschränkte sich durchaus nicht wie man gewöhnlich annimmt, blos 'aus Themaka der Halacha; vielmehr erstreckte cs sich auf den Gesainmtumfang der Travition, gleichoicl ob der betreffende Gegenstand dem Gebiete der Halacha oder dem der Agnda angehörlc. So tstittin 60 -a. ד יוחנן ור, לקיש מעייני בםפרא דאנדתא -והא לא ניתן ליכתב■ was Rafchi folgerecht durch.שום דבר נברא והלכה ואנדה iiiteitimin. Hierdurch motiviri es sich genügend, daß die für jede geheim gehaltene.schriftliche Deposirion lraditionellcn Inhaltes geltende Bezeichnung מנקה שהרים (siehe Rasch! zu Sabbath ft. d. s. v. מגלת und das methodologische Werk Halichoth Slam zu Ans:), sich im Talmud sowohl in halachischrr als -auch in agadischei Beziehung vorsindet. So in ersterer, Sabbar a. a. D. מצאתי מגלת שתרים וכתוב בה ■ אבות מלאכות מ' חשד א' ואינו חייב ובו uno in letzterer im Talm. Ierusch. Berachot IX. nach der von N. Abr. Naian Iarchi in der Einleitung zu seinem Manhig mitgethcilten Lesart, so wie in!Sifri 4 פ עקבK nach der Lesart des Ialkut Schimeoni Nr. 673 במגלת שתר יש אם תעובר יום ובו" “Megiliat setarim“ ist demnach der entsprechende Ausdruck eines Eollekiivbegriffes und bezeichnet keineswegs bloß ein einzelnes talmudisches Werk; (oergleiche Zunz ״goltesdicnstl. Votträge" z. >St.) Die in Bezug auf oorgedachte Sentenz 'in unseren Terten des Ieruschalmi und des Sifti recipirte Fassung lautet indesien במגלת חשידים (vergl. auch^Midr. Samuel rab. S^, l.) Selbstrcdeod kann diese letztere Bezeichnung, dem Wortsinne angcmesien, nur ausschließlich -auf agadisch ethische Stoffe Anwendung finden, und ist schön aus diesem Grunde eine Identität dieser beiden Bencnnungen in Abrede zu stellen. Posen. Abr. E o hn. *I 0. VI. v. 2. läßt sich vielleicht durch die laljnud. Phrase וקולי הולך משוף ובו ,.Sein Ruf geht u. s. w." zutrefftnd erklären und wie folgt übersetzen: ״denn wie der Traum kommt durch vieles Sinnen, so komm! der Ruf des Thoren durch viele Worte", Berichtigung zu den! Aufsätze: ״Beleuchtung einer Gebctstelle" in vor. Nr. Das tkitat aus dem Siddur des R Amrain mutz lauten: 1׳התועים בדבר משפט כדעתך ישפוטוmb das aus בה״נ (bis aut die einzige Abweichung ולדעתך wörtlich ebenso. Der Berf. jenes Aussatzes haue nach Rasch! (Bcrach 20־..) cniri; dock wird durch die auqeführten abw ichenden Lesarten in der Sache nichtgeändert. Red. 1׳ Druck und Verlag der Hoibuckdruckerei von <Tarl Friese in Magdeburg.