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Das jüdische Literaturblatt · 1872-05-29 · N°. 10 (29.5.1872) · p. Seite 40

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
1 (1872)
Issue
N°. 10 (29.5.1872)
Date
1872-05-29
Page
Seite 40 (sequence 4)
Language
German
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יוגי —- 4b מ«ןיי «י V Wim «r daran, als vorher, »eil die Consuln angewiesen find, 1 pie ״I w»a»e"-NWitnu>g, welche so ״aufgeklärte" Edicte «läßt, ׳- Veit L ommet-Hmchschuhen anzufassen, und Alles bestmöglichst za -i »«tust je». M., enheUt vielmehr folgende» Rath): ״Für dsi | Orient sollte als Regel güten: Man werfe alle Juden-! Hat Hwnayum, Tansimat utid wie dir freisinnigen ».ah«! illusorischen Papierstücke sonst noch heiß«, mögen, einfach! Papierkorb. Dagegen richte man auf die Praris des Recht-! und d« Verwaltung ein scharfes Auge', sei beständig auf j der,Li mer, namentlich auch in Bezug auf die Vorboten der Un- > tehe», die Aufforderungen zu den V«folgungen und Hetzen, denn ן irfr 1 »d sehr. oft handgreiflich, und ein entschiedenes Einschreiten! >n hre Folgen »«hindern. Geschehen ab« trotzdem Ungerecht-! so suche man jeden Fall genau zu ermittün, hebe ihn scharf! hervor und bestehe auf Genugthuung. DaS ist die Sachs: Konsuln, ein Theil ihr«. Pflicht. Man braucht sich dabü gar a cht auf jene Edicte zu berufen, sondern auf die einfachen Laude lgrsetze, auf die Regeln d« Menschlichkeit, wie sie in allen ״Staat» anerkannt find, ja selbst eine Berufung auf den Koran*) genüg, denn auch nach ihm ist es verboten, Juden, mit denm d« Staat Frieden hat, zu b«aubcn und Fd tödten. Wenn die Orient« ätsche» Autoritären einmal einschen, daß dm Europäern an der H raris etwas liegt, und daß ihre Humanität nicht le«e Depllr nation ist, wie sie das bis jetzt glaubm muffen, dann erst werden bessere Zustände eintreten." ° . . Und in .Rumänien"? Zai .Neue Testament" sollte doch bei söhtisii > zum mindesten denselben Werth haben, als der .Koran" bei den!©täuMaen! Do bleibt nun in Rum. die ״christliche" ffivilisauon? Literaturbericht. ÄSöiuger, vr. Mos מדרה להורה oder Leitfaden beim ^Relig onsunterricht. 7. verb. Auflage, herausgkgeben von L.-!R. Ir. Adl«. Cassel 1872.! 8t würde dem Rcf. gemüthlich schm« fallm, von diesem kleinen!Buch« anders dmn in wohlwollend« Weise zu sprechm. Hat er doch saus d wselben vor vier Jahrzehnten ״Religionsunterricht" genossen, toenn auch damals nur in Ncbcnstundcn und als Nebensache. Ein fern »lar der damals bmuhten Auflage — der ersten von 183()ץ— |ütgt 1 icht vor, die neueste, von vr. Adl« bearbeitet, ist augenscheinlich! umfw greich« geworden, als die früher«), doch giebt die Vorrede an, s daß d aS Buch nicht wesentlich geändert, wähl aber au vielm Stellen i o«bt «rt sei. D« sel. Büding« war ein tüchtiger Schulmann, ein! treue Lehrer. Des Herzms Ueberzeugung spricht üb«all auS dem Büt^ ein. Es würde die Grmzen dies« Rezension weit überschreite», fii« wir üb« ^Religionsbücher" üb«haupt und über das V«hält- ׳miß dA B.'schen zu ält«m nnd nm«en ähnlichen sprechm wollten. Die! igenthüutlichdn Vorzüge desselbm namentlich vor den meistm Stenn, liegen dann, daß B. sich die Sache nicht so leicht gemacht hat, vir manche Andere; « hat nicht mutatis mutandis christliche; Kat« jiSmen ausgesHrjebm oba zusammmgestoppelt.« hat seinen ei- 1 gt*d Weg gesucht, «hat die jüdische Anschauung zun Geltung ge- ,bracht und nichts von/dem Lehr- und Gesetzinhalt d« heil. Schr. ledig ich mit Stillschzorigen üb«gangen. So zeichnet sich sein Buch ' vor ) a Mmge ״»!raelitischer" eigmtlich ab« ״confessionsloser" Katechit men vottheilhaft« aus. Es ist auch nicht in Fragen und Ant- ׳ wvpt» abgefaßt, doch sind erst«« jedem Stücke angehängt. Ist schon die i ahl der Auflagm ein Zmgniß für die Brauchbarkeit des Buches, [ so kc pim wir diese nach Durchsicht bestätigen. Der Herausg. zeigt f in ii r 9?nn*. an. hnfc tt tbiK nnn N 1831 «rrin&t* Ä>nm-rl«na Wir Warum ab« von dem Arzt vr. Becker nur Pgmm und Stand genannt sind, begrrism wir weniger, da wir offen gestehm, daß uns der Mann ganz Unbekannt ist. Äh« Zunz weiß ja so vieles, was wir und andere Uns«eSgleich:n nicht wisim, und so ist auS diesem kleinen! Buche so manches zu l«nen, was über die Namen und Jahres- und j Tages-Daten hinausrticht. Zu ein«-eigentlichen Kritik derselben! sind wenige befähigt; wer mag und,kann die Richtigkeit d« Daten! Nachsehen und nachrechnen, w« ist im Staude, in Beziehung auf j die große Zahl mehr oder wmige» berühmter!Männer, deren Namen 1 fehlen, nachzusehen, obj sie übersehen, absichtlich übergangen, oder ob j ihr Todestag nicht zu «Mitteln ist? Res. machte darin gleich eine! eigenthümliche Erfahrung. Er vermißte den Namen seines Ahnherrn,! dds ״Pne Jehoschua". ״Halt,״da wirst dir doch Zunz «gänzen!" \ — aber vergebliches Suchen, der Todestag' ist nicht »«zeichnet. In j Frankfurt a, M. auf dem Grabstein wird er zu finden sein — ״hättest I du ihn dir nokirt — so leicht ist es also nicht, Zunz zu ergänzen." | Nut auS der neuesten Zeit sind manche Männ« nicht aufgeführt,; deren Todestag vollkommen bekannt. Warum fehlt z. B. R. I Ettling«? (Kosch und Goldstücker sind wenigstens im Regist« noch I gmannt, der betreffend« Bogm war fteilich, äis sie starbm, schon ge-! druckt.) Auch die Charact«istik einiger Mäisner ist, der «wähnten! Auslastung analog, nicht ganz unparteiisch, j Daß manche Christen,! welche sich um die jüdische Literatur oder'um!die Verthcidigung unv l die Emancipation der Juden Verdienste «wprben haben (Burtorf, ' Carpzow, Bitringa. Fagius, Wolf, — Dohm, Lessing, Humboldt, i Joseph II. u a. m.) mit registrirt sind, kst gewiß sehr passend.! Durch ein Register ist das Büchlein zu einem sehr nützlichen und bc7! quemen HülfSmitkel geworden. Es ist jedoch Schade, datz die Daten! des jüdischen Kalenders nicht in Parenthese bcigesctzt sind, wenigstens : bei den Juden, deren Todestage doch nur durch Umrechnung ermittelt! worden sind; Z. hätte da, ohue die geringste Mühe seinerseits, einem! Nachfchlagendm Mühe ersparen können. Bes d« Akribie, die gerade , Zunz ausgezeichnet, ist cS auffallend, daß der Name des Ritters A. de ■ Cologna (Präs, des Rapoleonischcn Consistoriums) Colonia und s Macaul ey statt Macaul ay geschrieben ist. 1 Das neue Werk ist übrigms eine wohl um das oierfache erweiterte Bearbeitung der 1864 erschienencne ״Sterbetage" von Zunz. Unseres Wissens reichte auch letzteres Heftchen nur bis Ende September. T. Notizen. Kerrara. An dem Hause, welches einst von Jsaac Lampronli (Verf des?achad lizchak) bewohnt wurde, ist eine Tafel mit folgender Jttschrist besestigr wordm: ״In diesem Hause wohnte —;• Jsaac Lampronti — geb. 1679 gest. 1706. — Arzt und Theolöge — hochberühmt mit« den Gelehrtm — eine Zierde des Vaters landes. — Die Wissenschaft hochachtend — haben einige Bürger dies gesetzt— 1872. (Educ. Jsr.) (Diese Thatsachc steht wohl einzig in Europa da!) in o> r Vo«. an, daß « die von B. 1831 verfaßte ״Anweisung für Lchr •x“ מורה למורים neu zu bearbeiten gedenke. 3'. nn upd teris gen! Wq Z««z. Or. L. Die Monatstage des Kalenderjahres, Andenken an Hingeschiedene. B«lin!1872. 4iach der Reihenfolge des bürgerlichen Kalendns hat Z. - die «hervorragender Männ« jüdischm Stammes aufgezählt mit kurzen Watten, oft im treffendsten Lapidarstyl, eine Characf ik d« Werke und Thaten hinzugefügt. Einige sind auch lediglich c nnt, z. B. Maimonides, Spinoza — bei diesen ist dann das hleibäi jeder Charakteristik ihre Auszeichnung , 1HV ^ריל מרם> Ste! betagl Herr Professor M. Chwolson hat wie die ״Arch isr." schreiben in einer der letzten Sitzungen der Petersburger archäologischen Gesell 'schast einen B«icht über die auf der Halbinsel Taman (in der Kcimm) ausgefundenen jüdischen Grabmonumente abgestattet. Die Sculpturen auf diesen Monumenten stellen meist Gegenstände des jüdischen Gottesdienstes dar, wie Leuchter, Lulaö, Schosar u. dgl die Aufschriften sind ausschließlich hebräisch, doch bieten dieselben keine Handhabe für eine nähere Firirung der Zeit ihrer Abfassung und der Errichttmg jener Monumente. Briefkasten der S kedaction. Herrn Rabb. Ft. in K. Ihre Abhai dlung über das ״Lied Josua's' ] in nächster Nr. Herrn Rabb. 0. in 8. Das Wissenschaftliche aus Ihrer Recenfion werden wir als besoudnn ״Assatz" bringen! Herrn vr. 8. in 3. Für Ihre aussübrliche Recension über B.-D. war in dieser Nr. kein Raum. Auch für Ihre äljer« kommt einst der Tag. Druck un» L-ertog der Hofbuchdnickerei von Carl Friese in Magdeburg.

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