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Das jüdische Literaturblatt · 1872-03-06 · N° 5. (6.3.1872) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
1 (1872)
Issue
N° 5. (6.3.1872)
Date
1872-03-06
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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mm« -י‘ * •M z>rr Israelitischen Wochenschrift Nr. E Magdeburg, den 6. März 1872. Inhalt. Wissenschaftlich« Aufsätze: lieber die Orthographie in hebräischen Dokumenten. — R. Lsarja Fizy seine Predigtsammlung.j ״Nina Ie-Ittm>." (F-rts.) ,Journal-Revue: Ueb«r di- Lokalität des Ophir. — Der Dr»abit«rfieiM Literaturbericht: Frankel, das Dargum zu der Propheten. — Notiz««. . Wisienschaftliche Aufsätze. lieber die Orthographie in hebräischen Documenten. (Soll man P"NL. טייא ober "^טיאו schreiben?) Zn unserer Zeit verursacht bas Schreiben jüdischer Namen mit hebräischen Buchstaben viele Schwierigkeit, und doch müssen ’ wir schon beim Anfertigen der כתובה daraus achten, weil wir bei einem יגט der die gfößte Pünktlichkeit! erfordert, soll er die Ehescheidung bewirken, nach der Ketubä uns richten. In unserer Zeit nämlich nennt oder schreib{ sich Niemand (?!) mehr mir seinem jüdischen, sondern mit dem aus anderen Sprachen entlehnten Namen, und manche Frauvielleicht selbst mancher Mann können ihren jüd.i Namen nicht mehr richtig schreiben. Die Namen, die in dser Bibel oder im Talmud Vorkommen, bieten allerdings weniger Schwierigkeiten bar,! obgleich auch sie nicht ganz frei davon bleiben. -Denn viele derselben laut«, keinen Eiufluh aus die Bechtschreib^g. ,haben, als: Bona, Gute, Dobrisch (polnisch) נא טמאדאבריש® Bella, Schöne שינא בילא; Löb, Löwe, Lion ליבליוא לאק* — Andere deutsche Namen, die weder aus dem HebvUhßßH übersetzt sind, noch mit' einem hebr. Worte eine Aeh!zeigen, sind: Frommet D®1h> Glück נליק, Golde Gotischalk ׳נעטשליק Herz ׳הערק Kaufmann, LiebenuanM!Liebkind, Liebmann, Meisttrlein, Seligmann, Süßkdäth Sußmann. Die Hauptregeln für die Orthographie der Namen etwa folgende: . 1. Man schreibe bie׳ Namen vollständig so, wie sie tälf Orte ausgesprochen roerbyj- -Eben Ha-Eser 129, 34. - 2. Führt Jemand nie seinen jüd. Namen, und weiß aw$ nicht ihn zu schreiben,'dann achte man auf die Sprache, <och welcher er hergeleitet, und schreibe ihn demgemäß;דםן1קאליעזר 3. Eine im Umgänge gebräuchliche Abkürzung des HaMchpl durch Versetzung und Veränderung einzelnes Buchstaben anders als jene, welche.in den ältesten Schriften sich vorfinden, werden deshalb sammt der Abänderung und dem Dazwischen gefügten המכונה oder דמתקרי gesetzi, und rufen in ihrer Orthographie Zweifel und selbst abweichende sNeinungen hervor. So,אלעזר המכונה ליז|־ ׳יצחק המכונה אייוק.®היה המת^ה׳ עוזר• Allein jene, die ihr Entstehen den Sprachen der Völker zu verdanken zu haben, unter welchen Jsiraesiten.lebten oder noch leben, verursachen jedenfalls die meisten Schwierigkeiten. Wir haben griechische, lateinische, von denen mgnche schon im Talmud vörkommen, wie auch^arabische, spanische, französische, englische, deulsche und polnische Namen. Aus den klassischen Sprachen nkögen einige, j die schon früh in Gebrauch gekommen waren, als: Alexandeh, Crispus, Theodorus, Ptolemäus ׳אבמולמומ Symmachus ׳סומכום wie auch archere, die erst in ^späterer Zeit angenommen wurden, nämlich^ Benedictus .כרוך המכונה בענדיט Bella ׳בילא Bona ׳בונא Clara, Crassa, Formosa, Kalonymus, Phöbus ׳פייכיש Sensor ׳שניאור Vivent, ׳חייט המכונה כיכנמ vielleicht auch Kaie קילא (? aber נאלא) hier angefühtt werden. Die meisten^bei uns vorherrschenden Namen stammen aus dem Deutschen, und.sind entweder aus desn Hebräischen übersetzte Bezeichnungen v^n Thieren und Pflanzen oder andere etwas Lobenswerthes enthaltende Begriffe., So haben wir: Bär, Bärmann, Bäreh Bärchen ׳חוב Blume, Blümchen, Falk, Fischet, Fuchs שועל,! Hirsch und Hirsch{! יצכ׳ Rose רווא< Vogel ׳צפורה Veilchen ריאלי, (viola); Friede und Friedmann שלום ורידא, Freude,ישמחה וריידא Gottlieb ׳ידידיה Gutkind ׳טוביה Perle מרגליות• — Es gibt selbst Namen, die verschiedenen Sprache» entnommen, doch dieselbe Bezeichnung (Das. 129, 15). Also nicht- איצק sondern יצחק; nicht l sondern פלטיאל; nicht איסרל sondern ישראל• . 4. Hat Jemand zwei hebr. oder fremdsprachliche Name», ׳' ohne daß er im gewöhnlichen Leben mit beiden genannt wird; dann wird דמתקרי, hat er hingegen einen hebr. oder einen fremdsorachlichen, dünn wird המכונה dazwischen gesetzt; alse \;מטון דמתקרי נתן מירש דמתקריא סיריל (שיות מהריב ׳; לובלין ל*ט) ׳מנחם דמתקרי נחום ׳יהולע חמכונה ואילק•. 5.. Endigt der stame auf eine litera guisoens und er!, erfordert א oder יה mnn setze man bei reinhebräischen Mamer ein יה bei andere hingegen ein יא also: יסז״ה צפורה שמחה jf°- dahingegen אדא חייא ליא פערלא♦ Siehe י#ו*ת מהראי 6. Namen, die Ult F oder V begumen, als: Freude 7 Veilchen werden mit ו ind nicht mit פ geschrieben; den» fo t W jede Punktation im Gs verboten; so könnte פ wie P ge ' lesen werden. Eine Ai nähme macht ״Vhgel", weil de« Hst», fangsbuchstaben ein ו I lgt. Also ריאלי ורומט וריידא, dock V-t'• פוניל und nicht ווניל 7. Entsteht ein Namens, dann richte mc Suchen wir nun Dergl. נחלת שבעה. weifel über die Orthographie sich nach der׳ Schreibweise der Ketuba - nach diesen Pestimmungen die in d» Aufschrift gestellte Fra: zu beantworten: sollen wir HkTO - טהייע ober יביאה) sch iben? Dies Wort, für welches i« ' Hebräischen und Galdc chem kein ähnliches sich findet (d««l Niemand wird's wohl, t טייעא טיעתא arabischer Kaufmann verwandt sein lasten), nn nichts gnderes als das griechisch« deä {ein, weshalb vielicht selbst an טהייע mü ,־TO gedacht , wurde, da man gewöl lich auch das deutsche th mit טה in *) In Eüddemschlant ommt auch der Name Deig«, Deich« oft »or. PZ lNrd.) '

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