Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- 49 (30.12.1921)
- Date
- 1921-12-30
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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i». ■ngwitf «af PI WM. ynVfnQdTifT t*n SnttttL Stiratfra 6« Jh« - . antn dt sich »ich», an» min ÜtAiihi tm. fit «im« ®trtt«ta»-ta*t; «SWAS7Iitsi»lt>g« tataftrt. (.DM 50 m.*) Tr*.», PB •KknMtWwa J.BO Mut, Mt Sota» tittraut, Pharat tiiumt. tat 8uta tat It*u»u, tar taamtrtm 8ahr- StaMnini trat tat lotatfultu«. Wir sind *■ Die Thora «tat die Sprach« tar Mntschrn, sich tm Seiten tmb der Sinnesart der m, Mit tan et sie zu tun hat, aus die sie ein- Mit sind in einem Lande, wo die Mmichen tat lleberfinnliche durch tan Traum aus sie Witt auch das Sittliche durch den Traum Mett diese» Lande« wirken, Tie oewohnte Etat« Mt Sfabmg. I XOU iraiM sich au« dem, womit sich die t» ta chrm Sedankenleben am mechen beschastigen, tat wir tat Trau Pharao« und die Ttiume so sitdet wir tat charakteristischen Unterschied despotischer und jüdischer Weltanschauung titml twn Kühen und von Sehren, Er Mt Materiellen Dingen, In diesem Anne »ta taget: ffti ihn gibt e« nur einen Traum, Mischet Glück« Wie stellt er sich da« irdische Die Kühe steigen ihm au» dem Fluh, Tie steigen au eine» Halme aus. Da« Stück must Mt tstte Wühe, ohne Arbeit, ohne Snstrengung, itat nur so lu, kr lebt von dem Schweiste der Mut auch von Lehren, aber in anderer _ieta tat, wir banden Garben aus dem Felde, : Wett Mt sich in der Arbeit. Sr arbeitet mit, Sr ^tat ssttische Graste lüstt nicht die anderen, die Untergebenen, kstlt GLaUet süt sich arbeiten, kr will nicht autbeuteni ( sich nicht zu hoch sür die Arbeit, kr arbeitet mit, : auch nicht sür sich eine besondere Arbeit, eine (, eit« qnalisigjert« Arbeit, die nur seine Musteatüsüllen soll, kr arbeitet aus dem Felde mit I Stile M di« andern arbeiten, kr will keine grdsteren kr ketni sür tan Fürsten, den Führer, nur Psitchtat. sipst «tar Mutti nicht nur von Lehren und Garben, ( «taut auch Mt Sterten, kr wendet den Blick nicht krta. kr scharrt gen Himmel, kr erhebt sich l Jrtische. kr erkennt eine Macht über sich an, ' lt sich ta»» sür da« Hdchft«. kr ist sich selbst ( tut tathalt keine Schranken, kr macht sich t daran«, seit Bolk ausgubenten, k« ist nur ihn «u arbeiten, um ihm Lebentsreude und »st ft bereiten. Joseph dagegen Witt Mt den Sternen, Au« ihren ewigen Bahnen leuchtet il» tat heilige Sitletgesetz entgegen, Sie künden ihm! den Schüpker. tastet hbchste Fortartno e» ist. dast leiste keschüpse sür einander leben, einander Helsen, beistehen stnd lieben. Joseph« Traum ist Pot seinem Volke verwirklicht worden, Jürael hat in bin Sternen den Maststab seine« krdenwallen» gesunden. Wohin immer e« sein schwere« Schicksal getragen hat, e« war redlich bemüht, miiznartaiten am Wähle seiner Menschenbrütar, Immer wieder hat der Pharaoneugeist der Selbstsucht und der Selbstvergöiterung der anderen e« zu unterdrücken versucht; aber selbst im Staube liegend, hat es immer wieder seinen Blick zu den Sternen erhoben. Ter Slernengedanke der Menschlichkeit und Brüderlichkeit ist niemals in seiner Mitte erstorben Er wird von, ihm auogehrn nnd die widerstrebende Welt mit seinem Glanze ersullen, Isclt Tikwoh. $«ait«t»r»t 0r. Krich s. A, Lm 26. £e|mbfr ver<ch rt der (Jkbnmf 2atmdlirai Tr. Carl Reich, lind mit ihm -st eine der bekanntesten und markantesten Persönlichkeiten BreSlau« tualjm gegangen. Er mat ern Mann, der sich di« in« hohe Alker hinein eine jugendliche kebdasligkeit und steistiqe Frische bewahn hak. kkne Lebhaftigkeit. die ihn unwillkürl, -. in b;< tr e Reihe bei allen rqanlsauonen' stellte, denen er sein Ialerefie znwaodte Lb.er sür seiue Beru'Skolleaen aus,den Aerzietaqen oder in der Aerztekammer. ob er als Politiker in'der Stadtverordnetenversammlung oder den liberalen politische» Vereinigungen, ob er al« Pnvaimanu in dem Schw-'sternheim oder in der tSelellschalt der Freunde wirkte, überall stand er mit an leitender Stelle. Besondere« Interesse »der brachte er den lüdischen Angelegenheilen entgegen. Solange e« seirie »ras e erlaubten, stand er »n der Spitze der Bre«la»er Gruppe de« Eentra!verein« deutscher Staat«, kärger jtdrschen Glauben«, bewabrte er sich al« stellvertretender Bor. fitzender de« Verbände« der Synagogen,emeinden der Regierungsbezirke BreSlau und -regniy oab nicht zuletzt a « langjährige« Muzlred und stellvertretender Vorsitzender der Breslauer Nepräseritaot'n- Versammlung. uud arbeitete in zahlreichen Kommissionen und Au«- schstffen. Besonder« schmerzlich trifft fein Verlust die liberale Partei der Synazogenzemetnde BreSlau. deren anerkannter Führer er war. Zwar konnte seine Anschauung von dem Wesen de« Gemeindeliberal,»mn« einer strengen Rritif eich» Siand ballvn; er übertrug einfach die Verhältnisse de« politischen tiberaliSmu« aus die Gemeinde. Verwaltung und glaubte, die aristokratische und plutokratikche Ber wallong in den Synagogengemeinden al« kibe^aliswu« bezeichnen zu können, weil die Vertreter der Gemeinden in der politische« Vertretung fast ausnahmslos den liberalen Parteien angehorten- Te«. halb auch prägte er in den Auffätzen. welche er über'da« Desende« kiderrliSmu« schrieb, da« Dorr ..liberal sein heißt gerecht sein", und schuf sich Gegner in den Reihen de« istdischn, KonlervatiSmn« und de« jüdischen Rationalismus. welche für sich d-Belbe Gerechtigkeit in Anspruch nehmen. Ader er war ein ehrlicher und überzeugter Gegner, und de«halb stehen an seiner Bahre trauernd seine Freunde und seine Gegner, und in allen Kreisen der Bre«lauer Synagogengemeinde wird da» Andenken an dm aufrechim 9}ain und ttapftr für da« Judentum ein bkveende« nnd gesegnete« sein. Dr. Schi. Sirs. In der Nacht zum 23. d. Ml« ist Joses Popper . - - -»iA a..- ' tinftnl.jH^abrr alt, in Dieti gestorbm. Er iah abend« noch Gast« Beisetzung de« großen Tmker« fand am Sonntag, den 25. d, Mt». 12 Uhr; . - “ ' * frtrm'faJ'UiM. Am 1- Januar 1932 freb rt 25 Jahre, friAew Herr Lehrer H. Moops t* dev Di««st btt Clpwao®«» Gemeinde Brrtlau oll Rrligionrkehrer eiütrat f&frr arilgezeichnetk Pädagoge, der bereits 85 Ikhre sein Lehr» acki in Breslau als Hauptlehree der ÄLdilche» Jnd^rie« schule ausübt. darf heule am Sabbat »»serrt Lrchtfestes mrt gehobener Freude auf eine lichtvolle und erfolgreiche Wirksamk it zurückschauen. Neben seiner Lehrtütigkät beteiligt sich der Jubilar auch an vielen ae»ein«lltzigev Bestrebungen innerhalb der Lrrtlauer Gemttnde und hat sich besondere reiche Verdienste durch seine langjährige restlose Mitarbeit' an der Organisation des jüdischen Lehrerstandes in Schlesien erworben, deren Vorstand er seil Jahrzehnten all Schriftführer angehbrt und an deren Nnterstützungtkasie er zurzeit als Vorsitzender wirkt. Mit seiner Anreguitg und sachverständigen Leitung verdanken d-e Ferienkurse für jüdische Lehrer ihre Entstehung und Tllrchsührung. — Möge es dem beliebten Jubilar dergönnt sein, noch recht lange''bei bester Gesundheit ferne segensreiche Tätigkeit fortzusehen — das ist der Glück- Wunsch seiner Freunde und zahlreichen Verehrer. Gkdentseier. Wie wir erfahren, veranstaltet die .Agudas Jisr^el". Ortsgruppe Breslau, am Sonntag, den 8. Januar zu Ehren des verstorbenen Rektors des Berliner Rabbiner-Seminars. Professor Dr. Hoffmann. eine Gedenkfeier, worüber wir in unserer nächsten Nummer nähere Ankündigung verdffenUichen weroen. Oeßrli cher Sprachoerelv Am fRanfea, dev 2 3-nuar spricht Herr ff l o y ,m Jugendheim Carlffr. 1ü) über ri« „Persoiilichktit unv literarische Bedeutung von Samuel David ku;atio". Beginn H Uhr präj Sämtliche Freunde der hedrätschcr Sprache sind emgeiaden. «dannkasrier »er Awidab. Am Sonntag, den l. Jam»», nachmittag« 3 Uhr. findet tm Schtebwatzersaal, Kaelfir. 48/4,. die Lhanukaftler der Awodad. statt. Zur Aufführung gelange» eiu Iarzon-Sttl-k von Scholem Alnchem und die Ivsesqeschichlr in hebräischer Sprache, in Szene gesetzt von Berta Deyl. (sbedeIasew») Bar Milwa». Alte Synagoge: am 8l. Ist. Walter Hamburger Vater Wilhelm H.. Eichhornür. 4-6. 1921 «alrakrr 1682 Wochentag Äcnat Dcz-j Ausgang )31 t.\90 %. " Thora» Abschnitt*) Prophetenahschnin Zreitag Ssbksth 29; 30 | 30; 31 Crf«Ian4« KP» I.M.41'-41" 'non Sech. 214—4r Heraurgeber: Verlag da Iü». Voa«zeitima ». «. h. H.. - -- -Dilhelmk. ' - am 12 Ühr mittag« in einem von der KultuSaememde gewidmeten \ Ehrengrabe aus dem israelitischen Friedhof statt lRLHerer Bericht folg») | Bre«lau. Karser»Nilhelmjtr. 6-7. vaantwortlicher Schriftlei'.a: Rohen Spitzer, BreVlau. Diuck. Inseratrnaonahm« nnd verrechmwg: S. lülienseld G. m. b. H.. «re«a» SchwridoitzuAr. »7. i, in tauM«-iju|eg«n: AlteSyn. NcocSy». abend»' 4.00U. 4 0OU Borg«. *6.45 U- — U „ 8.45 U.| 9Ä)U »onn. •- U! — U w iaoou.no.oou . - u. - u abends 4.4 JU. 4.49 U Bttina moeg«. 7^0U. 7.15U abend« 4.00 U- 4.00 U hl der WocbeDtagKynagogt. Dwd dev H^fOfang de» Gehörnen J)r. Carl Reich MH tre Gemeinde einen i Vodust «rtitten. lern Mich im Alter nicht verco ffever jugendlicher Begeistfrder anfrecfate Mann seine Gemeinde!eben zu vervirfc» jede ehrliche L’eber- •cbtesid nnd ehrend- Viele Üodardi im er Mitglied rnd Vorsitzender der Hematen-VenasnBlnng gewesen and ihr wie in zahlreichen Korn- und AnachOatb eine hin- Tltigkeit eatfsltet Mit pdptafreudiger Liebe bat er vielen Ani nad Vereinen iBBerhaib anserer ^-Oemetnde seine Kraft gewidmet Die Lanterheit und Vornehmheit iaer Ootanng, sdoe Güte ead |iJlhea**trdigktH «md in weites Kreme» sst nd gescfaltzt worden. Wir i des treues Geflhrten stet« dank- UrTinUk i lyltatitai T«m—taig iMu Herr Geheimer Senititsret Dr. Reich verschieden. Wir beklagen aufs Tiefste denVerlustdiesesausgezeichneten Mannes, der, zu den Gründern unseres Vereins gehörig, seit seinem Bestehen als Mitglied des Vorstandes für die Interessen des Vereins und der Schwestern mit weisem Rate und «-armem Herren gewirkt hat Sein Andenken wird allezeit in Ehren gehalten werden. Breslau, den 27. Dezember 1921. Dir Tontud ud dl« Sch««stera du Jldiieku S«kTitUnkelB! (E.l.) 1 AlbirtMandal Oeselligkeitsverein Harmonie. pünktlich 11*/« Uhr Herr Qemeinderabbiner Dr. Hoffmann: Pentateuch. Um pünktlich, und zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Eiienwartn Bus-1 [Ochengerile Friedrichstr 20 Ecke ZimmerstraBe. Telephon Ohle 6”>72. Wohltätiskeitsvepßiiiigen zu Gunsten der Industrieschule für isiaelitisdie Mädchen Breslaus Sonntag, den 1. Januar 1922 im großen Saale der Börse, Graupenstfaße Einlaß 4 Uhr Anfang 5 Uhr Im Interesse der obigen Sdiulewird um recht zahlreichen Besuch gebeten. Der Vorstand Eintrittskarten i Mark 6,00 ausschl. Steuer. Vorverkauf: Ludwig Schwarz. Reuschestr.57, Julie Schlesinger, Pried.Wilhe!m-Str. 18. Leo Frinkel, Qrtbschener Str. 4, Victor Brandeis, Karlstr.. Margarinehalle Abraham, Karlsplatz Goldene Trauringe moderne Kugelform verka uft billig tisorg Gsler Chres>äeseUft, Heu OrsiMMtmw, Keks FrslWiffsratr. Für 50 jähr., etwas gebrechliche jüd. Dame wird für lange Zeit Pension gesucht in SchIes.,Brandb.o.Nihe. ErtfnlttiMrvlaai Zsstlr. iJL*71lfad«flK».k«*i Am 25. d. Mts. ist AL. > f _ J. 1.... J.Lli ßra-aoht Ihr Ialoht so ruft mloh! Itichard Gallert Chirhck« Lieb« ts« KraMmlac*0 O rt btachewerstr. 3% rrrfbwrgsrstr. 17 Teleton »Ine 7003 Chanukifeier d8r„Awodali" Die Aufführungen der Kinder der Awodah finden am Sonntag, den 1. Januar 1922 um 3 Uhr pflnktl. im Schiedmayenaal, Cartstr. 48/49 statt. E» kommen u. a. ein hebräisches u. ein Jargon-Stück zur Aufführung. Eintritt 4,40 M. Terbud Zelrel-ZioQ, Ortsfr. BresUi Dmaantat den 5- Januar 1922 ünritcli-MiilMl. Uui kn Muartmal der Hermannloge. MosenmsplatK unter Mitwirkung von Fränkin Saal Llpski vom Stadttkester. Karten tu de» Dnckhenrihmgca von Brand ei«, t, BAcbadkk U Preund und an der Ab«»* z» lL—,8.—,V— U.K—Mk. assackLSkeoer- Gischäftiniffnui). Hierdurch zur gefL Kenmtafs, daß ich mit dem 1. Januar 1922 «ln Bankhaus Hermann Loewy Breslau f SchloBstr. 3 {nrtachen BfOchsrplatz und KartetrJ TaMon Ring 7Ö»7. 70M, 768t TMafframm* Adresse! Los wy bank Raetscbeekkonto: Brsslau 240 Girokonto : Rsichebank Atelier fiirmod. Kieiderstickerei eröffnet habe. Anfertigung slmtücher Stickereien in Handu. Maschinenarbeit. Schnellste Lieferung, kulanteste Bedienung. A. Thevs, Stiekerei-Atelier Brctlaa, Scbnhbrficke 50-51 Ms Photographie Samson sn-tatan so VW. ' Aufnahmen und RaMlIdsr l. 2 M. töreS3K»näkn« /imt5aitdiittr Harten ß-aiifen Sie yjti iAn&rfdRdsadkot Ke j» L<ta^esÄksikkGW«r»2 Qsgen Einbrnoh! Sckitzfittcr »»ck Skkcrheiti-VerKkliiM SSsMrstsr *•» lill»gBsf TBrvsracU Ims Gustav Lchnhardt, Breslau XIII 4s*WM » T«L «lag 17V»