Mannheim
Compact Memory

Jüdische Volkszeitung · 1921-12-23 · 48 (23.12.1921) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
27 (1921)
Issue
48 (23.12.1921)
Date
1921-12-23
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
79% known words query
IRI
…/6682508-6377574-6450547--1667-4851295
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

88. tx^mbtz L921 um mit b«t NumEmschen Äfflirratffl Degen Emßetlupg bec Evakuatron bet jüdischen Fküchttinge auf Beffarsbiex zu vttchanbeln. find vom Oberkommiffariat für FlLchUi,-»' onqele-evheit beim Bvtkttbunbe in der Wiffioa kräftigest unterstützt worben. Wir find in der Lage mitleiken »u können, daß die Bemühungen ul.serer Delegation in Bukarest von einem Erfolg in dem Sinne gekrönt wurden, daß die Evakuation von nun ad nur in engerem Nahmen vor sich gehen und dadurch einer bedeutenden Anzahl von Flüchllingökategorien die Möglichkeit gewährleistet wird, an ihren gegenwärtigen Anfiedlungsptätzen in Bestarabien zu verbleiden Die Washingtoner Kouferenz und die zionistische Frage. Im Zusammenhang« mit kxm von unbereits gemeldeten Besprechungen Sokotows in Washington, seiner Konferenz mit Balfour und mit dem der sranzbftjchen Delegation angehvrenden politischen Direktor des französischen Außenantes. Mr Philipp! Berthelot. erfahren wir von unbedingt vertrauenswürdiger Quelle folgende weitere Einzelheiten Gelegentuch der aus Ini» tiative dis Präsidenten Holding erfolgten Zusammenkunft mit Balfour kam der Präsident aus den Zionismus zu sprechen, wobei Harding dem Schöpfer der Balfour- Deklaration gegenüber sein tietrs Intereste und seine besondere Gewogenheit für die zionistische Bewegung zum Ausdruck brachte. Dies ist der erste Fall, daß sich das Haupt der De, einigten Staaten aus eigenem Antriebe veranlaßt sah. mtt einer fremden Macht die strage der jüdischen Neckte auf Palästina zu besprechen. Nach der Konferenz Sokolows mit Mr. Ftetcher. dem Acting S,feetary of Stole, hatte Sokolow eine Zusammenkunft mü Bchliour. wobei er ihn dahin informierte. daß er bei den höheren amerikanischen Beamten ein wachsendes Jntereffe für die Oestuung der Tore Palästinas für eine große jüdisch« Einwanderung aus Osteuropa gefunden habe. Sokolow hat natürlich hierbei die Gelegenheit wahr» genommen, um auf die Notwendigkeit einer baldigen Natifizierung des Palästina - Mandats hinzuweisen. In der französischen Delegation unterhielt sich Sokolow mit Berthelot und mit anderen Mitgliedern Über den gleichen Gegenstand. Fünf Millionen. Waischa». ftat M, letzt,» «.HMIIU« MttW »I, z»tzl »er 3«M« I» Pele» tut tM Still««». günl SRiBumm: In Washington beralen Diplomaten »bei die Abrüstung, und in den Wondetgängen stUsieit und tuschelt man über die deutsche Reparationssrage. Am «isten internationalen demakntijchen Kongreß in Pari», aus tem 21 Nationen oertrkten warn,, erging man sich in «ndlasen Phrasen, wie man die grguätte, zerriffene Menschheit heilen Ibnnle UM i» Pole» lede» stns Millone» Mensche», »er,» Rechte »»» «i« Fühe» «eil», »ie »«» de» Glenben» weg,» persalg« »«» — »»« «eltgrwifie» schweig»! I! Eine Geschichte der neuhebräischen Literatur. «u, de» Nuffitchen fibfife», und „güuzl von Han» üohn verlm. INNlwn ttrele« 1931 8t 15,-, g«t. »0.-. MP. Gewöhnlich muß man zusrieden sein wenn Stoffe nu» der Wiffenschast de« Judentum» überhaupt »iuen Beoibeiter finden, und da« Urteil über die betreffenden Werte nimmt fiel« aus ehr, Einzigkeit »ückficht. Dr. Joseph Klausner« Geschichte der neuhrbriischen Üiterotue's dagegen wird man rückhaltlose» Lob auch abgesehen von der Frexde darüber, daß ft« überhaupt geschrieben wurde, zollen müften Ksauffrer Hai sein Buch (bi, 2 russisch« Auflage erschien dereil» 1912 in Odessas cumira et obudio geschrieben, und er hol ein Recht baju, ba er dort nicht nur einen großen Teil der «on ihm bohandellen Epoche mileriebl hat. sondern auch lelbft in ihr feine unbedeutende Noll, spielt. Der größt, Vorzug des Buche» — darin ist e« geradezu vorbildlich s»r du Art. wie man Lrterntnrgeschrchte schreiben soll — besteht j, her lebendiaen DarftelUng der geistigen Strümnngen. Pi» der wechsel- »ollen Entwicklung der neuhedräische» Literatur zugrunde liegen. Wir erleben, wie da» Hebrüische an« einenHittei zur Verbreitung der Aufllärung unter den Inden zu einer Litenbusprache von eigener fkbntlMg wird Autoren, dr» in* »ut papieren in ihren Büchern, erschienen waren, «erden vor UN, lebendige wir neherea an ihren Problemen und Gefühle» Anteil und verstehen ihre LerdnuMnheit mit ihrer nichtjüdifhen Umwelt, die literarische» Beziehungen zwischen ihnen »nd den russtscheu und westeuropäischen Schriftstellern. Di« bedeutendste» stnd mit einer An«, fühdichleit behandelt, ba» man Klansaer« B»ch geradezu al» eine« Führer jqi, Bersttnhm» ihrer Werfe benutzen «E. «ie «ede-tuug der greße» literarisch« 3eitschriste» für HM Ganz» »ird »^ klar; mir fühle» un» hin» z» -"-umch-i^r «mrdeitu^ spqjdlei Dhemev »Mb««» fchich« b« xenhedrsstche, LitmM,, »»s d« Gra abtag, beefeü Boche« angeregt. , , der Richtertütigkeit de» Berfasserü stimmen Mr Ache», be» GMlMfch» Hmt b« M. ■a b,h»,h»> Ui TU.. -» aev< wirkt seine CtdUiittb— M be» -eißi-e« L«be«ze» i» b« Literat«. Hier «dmw» wir be» Geiß, der barch kein Dogma oebuRbe». ba» Gute z> erstrebe» sacht, wo er es stabet, sei es n» der jüdische» Lrabittaa der Der» gangenhkit oder in der Zukunstsarbeit. Go Gnaea Mir uns nvis freue«, daß dieses Buch, bas «uxnebr bis zur unmittelbare« Gegenwart reicht, durch eine Uedersetzang deutschen Lesern zugänglich gemacht wurde uod in einer wirklich würd gen Ausstattung erschi-nen ist Dre Uedersetzung ist bis aus einige Unebenheiten und Fehler auch ästhetisch ohne Tadel. Hans Kahn hat in glücklicher Art die Gedichtproben des Originals, soweit keine gute Uedersetzung Vortag, in Prosa »iedergegeben. Mit der lateinische« Umschrift der hebräischen Worte find wir nicht zufrieden. Es wurde die ruffisch« Transkription einfach durch lateinische Buchstaben ersetzt Das ist für deutsche Leser nicht das Nichtige, da ihnen vieles inkonsequent erscheinen muß. Dem Setzer ist es ficherlich so gegangen; verhältnismäßig große Zahl nicht ohne weiteres verzeihllcher Druckietster gerade in den hebräischen Worten erklärt sich nur so. Der dem Buche beigegebene Autorcn-Invez wäre noch begrüßearwerter. wenn den Namen die Seitenzahlen beigefügt wären Wir legen auf solche scheinbare Kleinig« feiten Wert; denn es erscheint un» nötig. d.rß Bücher der jüdischen Diffenschosl. zumal wenn sie sich durch ihren Gehalt so auszelchnen. wie das vorliegende, auch in ihrer äußeren Form den Forderungen der Forschung Nechnung tragen. _ ^^_ Dauerheim für erwachsrne jüdische Lchwachfinuißt Seit mehr al« 10 Jahren besteht die Israelitische' Erziehungsanstalt für geistig zurückgebliebene Kinder in Beelitz (Marks In dieser Je,! hat sich da» Bedürfnis in immer steigendem Maße herausgeileüt, für diejenigeu Insoff«!,. die durch die Anstatt nicht soweii gefördert werten linnen, um in da» Leben hinan» entlasten zu werden, ein Tnuerheim zu Ichosten Auch die zahlreiche» Ansragen, die stöndig bei der Leitung eiagehen, lasten erkennen, daß ein Notstand t» dieser Nichlung besteht »nd di« Schaffung eianr solchen Dauerheim» eine dringend« Ausgabe der jüdischen Wohlfahrtspflege ist. — Nur 1er Umstand, daß bei der jetzigen Teuerung di« Errichlung eine» AnflatttgebLude» und der Unterhalt einet laiche» Institut» überau« kostspielig ist, hat den Barstand der Anstatt davon znrtckgehällttt diesem Projekte, besten Au»> sllhrung ihm auch van der Zenteatwohlsahrtsstell» dringend nahe gckegl wird, nthe« zu treten. Neuerdings hat sich dem Lorstand «ine Mbglichleit eröffnet,: in der näheren Umgebung von Bertrn ei» An. stattsgebäud« kostenlo« z»r Verfüg UN» gMellt zu erhalle», da» sich im wesentliche« sür da« geplante Dauerheim gut eignen «nd nicht allzu große Umbaulostea erfordern «»«de. Gestützt aus diese Mögtichlert hat der Vorstand de« Benin» Beelitz heschtaffen. sich ein Bild »an dem llmsange de» BedUismffe» einerseit». und andrersnts van den zur Ber> sügung stehenden Mitteln zu verschaffen. Dabei wird besondev» damit gzrechnei, daß ersahrungüaemöß die An. gehöriger, älterer Schwachsinniger geneigt st»ö da» Erbteil der dauernd Unlerzudringenden der Anstalt zu Uder» lasten und daß manch« WohUäter, di» Berständni« sür die seetische Not der Angehörignl von „wachsen«» Schwach, ffunigen besitzen, geneigt sei» dürsten, grdßen Summen für da« segentreich« Werl zur Bersügung zu stelle». Daher erläßt der Berein Beelitz z Zt. an sämtlich« jüdischen Gemeinden Deutschland« Fragedage», di» sich mit der Feststellung d„ Personalien erwachsener Schtoachstnxiger beiderlei Geschlecht» und mit der Ermittln»g der für da» Projekt evmtuell zur Bersügung stehende» Mittel besnste». Do e» in Großgmneinde» schwer sei» dürft», da» erforderliche Mftl„>al deizubringen, so «Ire e» erwünscht, wenn die Leser diese» Blatte» da» Barhaten dnrch ihre Mi», ardeil jinleistUtze» »Irden. Fragebogen find in zede^ gewUnschie» Zahl dnrch da» Büro de« Dentsch-Jüraelstische» Gemeinvebunde», Berlin 8.3L, Steglitzerstr. 9 zu beziehen. Berlin. Ban de» Berlii.« Büro de» Ezekuti»- Komiteei der Jüdischen Uetthilsükonserenz wird »n« mitgeteilt,' Au, di« Anregung de« Ezetuüv^lomttee» der jüdischen Detthltszkonserenz hat im ferne» Osten Asten» in der letzte» geil «int Hitstbemegn^z ihn» Aiffnng ge »»«me». Ban der jüdischen Gemeinteperwaltung in tharbin ist eine Konferenz rindernfm »och«», in her Gertreter »an 2b jüdische, paUfifchn,, knltnrellen und. WöhUnhrtüargänffati»»»» thartin» teilgenemme» Halme Nachdem t, der Bersammln», di« Beief« und MnterMle» de» tpetutiv-Komitee» der jüdischen MelthilsüktzpEnnz »erlesen »»den, beschloß bi« Konfevmz ei» PfMomUm sür die Pogiomwaiienkinder zu gründe». Jß AmrUk sind all» Knq« der füdische, Oeffnttlichtett »ntrrt«,. von den Orfhodq«» di» »ui eztremen Linien. Lokales. A»» IR I»ffsM»M»MM»»M-F,^,M, BtilU», kn fl. Degemder Nnchmitch» «l Anschluß him» gelangt« «in Antra, he«! Mallaner »ne Annahme, »»nach der 9m. »ich. in Ermägnngm «chzntnte», ti »in lnnfenbR ] f*t ba» Mt l»tt »«glich ist Di, EqMtzNs!» znm 'F«rf»rg»-<»»sch»t »uche» i» Sinn« »er iß gemäß gulgcheißen. «n Drin,lichf>it«a»b«, >akßh i Ge»offen wurde ,n Beschluß „Hoden, ntmiich hl« l heiz», der Leichenhalle und ihr, WaeRrünnw ans Friedhof» i» Eosei De« Benin ..Frei» stbisch« Hochschule" wurden einmalig 1000 9H. zugefh Prüfung der Bücher und Nechnungen be» jahre» 1917/18 werden gewählt hi« Nepi Fraeniel. Maz Freund. Lewi». Der Gradpffeg<.G»dühre»tar,s findet wie s»l«> Erhöhung sür da» Einzelgruh in lanfenher Reih, wachsen« von 9 auf 80 Mk.. Kinder M» 8—14 von 6 auf 14 Mk Kinder unter 8 Jahn» »M 8 > 18 Mk. ffür da« Einzelgrab i, erster Reih» Erwnchs »an 16 a s 9« MI, Kinder «an 8—14 Jahren! 8 aus 18 Mk,, Kinde« unter 8 Jahren w» 8 «lf 14! Für da» Einzel,,ad' am Vstanzenstreisea ist «in« »»« f richtnng Erwachsen« 87 Mk , Kinder »an 8-14 >9 Ml . Kind« unter 8 Jahren 18 Mk. F8r HM 1 arad im Erbbegrtbni» für Erwachsnt» van tü ans 8t fttr Kinder von 8—14 Jahre« io» 10 ans 88 XI: 1 Kinder unter 8 Jahrr» von 8 »ns 18 VH Die Eiichhung der Begritnisbiatz.Gebühren aus Fried Hose vohestraße erfolgt wie fotgt! fstr ' " ' erst» Reih« »on liOO ans 8800 DH, i« f von 1800 aus 8000 Mk. für 1. PlM « ftreisen von 8800 aus «000 Mk , fttr 1. Platz i begräbns» m» 6000 aus 8000 SH. Anschließend »uch« eine Kommilston skr bi» Beerbt gesetzt bestehend au«!d«n Mitgliedern Rechtbanwall D«. Br,«lauer nnd Mag Wahl de» Raddiner» Dr. Heppnn in Breslan radbiner der Morn Salomo» Leipzig« I" Stiftung in Breslnu an Stelle da« hüheelj de« al» Radbiner nach München geht geheißen. De» Mehrkosten der Wohnnngei« SchwesternhllM'f den Berwaltung»direkt»« Dl Rrchmtz oa« 18 000 werden dewilligt. I» der anschlußenden geheimen Berichierstaitung über den «and de« her Fall de» Kuttnsdeamte» Steh«: hl, festfetzung für vnrdeitu« der Stenerfachm, nnl stellnng einer Kaffengedilfin. Die Jnterprllatia» Dr. l die Gehaltsfrag» her Leichenwäetm elt. ln Sitzung mußte mnen Erkrenetun, heg RestMM maile» vertagt werden fall» nicht znnae al« der Gesuchstester mit dem GemiixbmarstaMl lomme» feilte. _ ÜU „»chießfch. tc«M|Mr ist NI »reülau da» Or»a» de» J»,e»d»«tzi>h> van ffrehtag.gpringhaven, vlegiart für Quertreibereien und Schimpsereien seiner Hoheit l ffriebrtch Wilhelm Prinz zueSchp» »Ms " .edelraffiger' dentscher Männlein »nd W» ein« llein« lästlich« Prob« ou» der BRcherfchNN in ftj vom 16. Dezember 1981: ..«»il«, Gefnhr." vdtlis«» I Jünger. Hinstorffjche vertagüdnchhe Zweisello» t» schau *M Ikt M« i über Me Inden i» al Hier liegt aber »in Dkchtnnst, ut mtt i «nd dennoch vast an» de» ö»8m> dal »ahn Dichtermerf sei» l in her Hanptsach« «OMI IuRbttztzM de» größten Teile« Mr Gesamtsnbeehl mit meinem BMI« am ehesten M » Wettherrfchaft, men, ich mitheife. , astmthlich HM Dtzerk atfjmtm! nab voamMfU Deutilchünt sehe» »an süp^jünplich intWschl^M H8V. «MhtMi al^emeinr» , r Sn» der «ntlünschu, Sie hatte nimm«. d«ß st, Mhtst Mutter mar, sanllm» lediglich ' seine« stuliche, XtM« n* JUMktaMlÜHant Mari beet DM M» »D M» mmT m ~ m 9 Mt mm, »«4 m mk .. Mo Mt b—m IdiMaMi Ml - i SsV » V “ «81- <* *

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.