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Jüdische Volkszeitung · 1921-12-23 · 48 (23.12.1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
27 (1921)
Issue
48 (23.12.1921)
Date
1921-12-23
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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I Dv .^Mische BfOKeiüma-' rVMt» »»che«!uh an tkde« Freitag «n» kann (•*•*1 dnrch die fo«. »w auch t-rch bit «e(chLst»»eNe p»» Vreife »so »ieNeljtheiich Btt tz.vv topqrn «Krten, »ei Lbtzslimg in Mt G«(ch»tt«»eLe VN. t.70 t»|d9e fhmann &0 ft Schrtstlrtt»», «U 8ttU|: Fernsprecher Ät*| 8016. •«MiftHMt: iberaOtnbet 8Hng 872. •»MMtat •OHpMih 10-4, tat l <tk tMaRttaa 11 — IUta. Bnielgcn Mita« anglMatana HiIiii. Xw MMn tat iMMm grik MM M Vs. gMllk»«Mtt»a H — Mi taetatatand- <8|efd}äfi4fielle: Nr. 48 Schristleituna und Derlag in Bitsla», Kaiser »ilhelmstiahe 5/7 — Anschriften sind tarthiu >u richten. S. Silienielb. ® ,n. b- H„ Breilau >. «chmeiduitzerftrahe 37 — 9*1 Mt Btt tbaul gqriHMh» «Nfsütze. welche Ml Mi Serfifftti i«m *»6br»4 trii*t«, Utnhnt Mt Sehrtftleituug nt Mc »rehgesetzliche SermtWKtmg. Brnlou, btn 23. lembir J92J 31^101 XXVIII Qn untere üeter! Die . plägllche Erkrankung unteres Schrlltlellers und einiger bewährter Mitarbeiter hat es uns unmöglich gemacht, die Chanuka.ltummer In dem beabllditlgten Umlang van lechs Sellen erldielnen zu lallen. - Wir Karlen, den kämmenden Jahrgang durch erweiterten Umfang und önlchlich einiger Beilagen reldrhalttger gehalten zu können, bitten aber, uns freundl. durch Werbung van Abonnements u. Snleraten unterltLtzen zu wollen. Nr. I des XXIX. 3ahrgs. erfdieint am d. Januar 19)2. Die SdrrUtlcItung. Zum Chanuka-Fest. Eine Zeit der herrlichsten Großtaten, der wunderbarsten Heldenmuts zaubert dieses .Weihelest" vor unserer Erinnerung. Ohnmächtig lag das kleine Judäa am Boden, ein willenloser Epielball ländergieriger Thrannen. Längst batte es aufgehört, ein selbständiger Staat zu sein. Im Innern zerwühlte es der Hader der Parteien, von Austen setzte der stegaewohntr Syrerkönig AnliochuS LpiphansS den Fuß auf ZudLaS Rackm. Der hart geprüfte Stamm > der JiÄsrl fvllre 'ntcht-^letn den letzten Nest feiner JrStzett verlieren, sondern auch seine Religion aufgeben, feine Heiligtümer entweihen und verraten. Juda« Glaube und letzter Halt schien dahin zu sein, schien mit den Märtyrern, dir so für ihr Vermächtnis ihrer Ahnen in de» Tod gingen, zu verbluten. Da erhob sich ein schlichter Priester aus Moöin. Mufisjahn. umgeben von feinen L Heldensbhnen begann er den gewaltigen Kampf für die heiligsten Güter seines Dolles Lin winziger Häuflein, schlecht bewaffnet und unerfahren in den Künsten des Krieges, hatte Juda Makabi um sich gefchaart. aber todesmutig trat er de« zehnfach überlegenen Feind entgegen und warf die fchlachtgeübterf. sieggewohnten Syrer im blutigen Ringen bei LmouS und Bethzur nieder. Rach schwer er- Kcuilleton. Der buute No«k. vrrrachai»g iaa Ü0#$rtuW i mä 28^1 Man macht unsere» Stammvater Jakob gewöhnlich einen Vorwurf darou». nicht daß -r den Joseph mehr «liebt hat — denn wer kann dem Herren gebieten! — sondern daß er diese Liebe äußerlich gezeigt und den LieblingSfohn durch das Geschenk des bunten Rocke« vor den übrigen Kindern auSzeichnete. Ein unberechtigter Vorwurf! Wahre Liebe kann sich nicht in sich selbst verschließen. Sie drängt nach außen und will de» geliebten Wesen wohltun. Kinder haben nur den Anspruch auf gerechte, nicht aber auf gleichförmige Behaarung seitens der Ettern. Sie müssen es ertragen, je nach ihrer Audividualitüt die Liebe der Eltern m verschiedenem Grade zu empfangen Wie anders wird rS bei Knaben und Mädchen, bei schwächlichen oder starken Kindern sein. Jakob lieble in Joseph licht bloß die von ihm besonders geliebte Fra« und die schöne Gestatt, sondern vor allem den edlen, hoch- ^strebenden, wen» auch durch SchicksalSschläae »och zu i'tAutcrabtn Charakter, den sein prophetischer Sinn ahnend I erfaßte. I Die Brüder Josephs, sie stellen die breite Masse dar I Diese liebt den bunten Rock nicht, liebt es nicht, wen» jemand 1 sich anders trägt wie si,. Sie will Gleichförmigkeit. Durch. , I schnitt Gegen alle» Besondere ist sie argwbhnisch. wittert i HerrschaflSgelüstt. Daß jemand von Sternen träumt und i I daran feine Freud- und fein Genügen findet, begreift sie ' I nicht. Die Träume verraten ihr ein« hochmütige Gesinnung.! I die sich durchsetzen will, | Joseph n» die Brüder, daß ist Jmoet und die | Völker. Sein Vater i» Himmel hat Jürnck mit eine« I Macke» Rock beschenkt. Ls ist du Vrachtnewand der l uigibsen Pflichte», i» welche «m fern Utecfefc HUd I-chttt. Sr wollte uns beglück». 9* die «lten fern, fochtenen Siegen wurde der alte jüdisch« Kultus wieder hergestrllt und der vom Feinde besudelte Tempel eiugeweiht (35 Kislew 164.) Aber noch war der Kampf für Freiheit und Recht nicht beendet, immer neue und größere Heere schickte der Gyrerkönig und wenn auch ein Mackabätrführer nach dem andern im Felde der Ehre siel, daß Barmer Juda» nahm immer wieder ein überlebender Heldenbruder auf. bis die Fremdherrschaft der Syrer gestürzt war. Zwei. Jahrtausende find seitdem dahingeaangen und noch jetzt mahnt unß alljährlich da» .Weihes«»' an jene glorreichen Taten. Drei Dinge find eß. die unser Herz und unsere Gedanken in diesen Tagen gefangen hatten. Der Heldenmut ,nd der Lodeßmut. der untere Altvordern beseelte. der Gewinn unserer politischen Freiheit und — bol Höchste und Stcklzefte. wa» wir Juden besitzen — die Rettung und Erhaltung der Lehre vom Einig-Einzige» Gott. Der Siegespreis, um welche» jene Helden ihr Leben opferten, ist das herrliche Vermächtnis dieser Ehanukatag« und dieser erhabene Kampfpreis verleiht auch den edlen Kämpfern jener Tage den unsterblichen Nachruhm in Israels Erinnerung. Es waren nicht die ersten und nicht die lebten Todesgefahren, welche zur Makkabüerzett unsere Religio» bedrohte«. Da» Mitteiatter mit seine« unzähligen Glaubens- Verfolgungen hat viel» Vlätter zu de« blutgetränkten Buch« der jüdische« Leidensgeschichte geliefert. Jene traurigen und doch so erhebenden Annalen unserer Religion»- ... - M - I— 4.;- - imn» »1 ff» Lehre: Daß wir alle Unbilde siegreich übttbonert haben und daß die Macht der Begeisterung «U de» Glanben»- muteS Über ae« Verfolgungswahn de» Mittelatteei ebenso trtnmphlertt. r-.be pur HaSmonäerzeit über den heidnischen Syrerkönig. In solchen Zetten fchaarte sich uns« Volk um so eifriger um seine Heiligtümer und je größer die Zahl der Verfolger war. desto widerstandsfähiger zeigte e» sich allen Angriffen gegenüber. Roch in der Gegenwart zeigt der ReligionShah feine schwarzen Schotten In vielen Ländern müssen unsere StammeSaenoffen noch heute um ihre» Glauben» Willen leiden. Selbst wir. die wir der Segnungen ein« zivili« firten Gesetzgebung teilhaftig sind und un» der bürger- und so gab « uns in reiche« Maß« Thora und Gebote. Dieser Hunte Rock ist eS nur letzten Grundes, an de« bi« Völker Anstoß nehmen. Sie find verletzt, »eil wir ander» find und in vielen Dingen auch ander» bleiben wolle« wie sie. Si« wittern Gefahr dahinter. Daß e« sich in dief-m bunten Rocke d« Gebote, deren tief« Sinn uns« ganze« Gefühl»- und Geistesleben befruchtet, so wundervoll träume» läßt von ein« Zukunft der Sterne und Garben. «0 die Menschheit nur noch tätige Arbeit und höchstes Geistesstrrben kennen wird, begreife» sie nicht. Ihre Phantasie «alt ihnen in diese« buntm Rock die Uniform eine» Heeres, welches die Welt erodern will. Was sollen wir tun. uw diesen Argwohn zu zerstreuen 1 Sollen wir den bunten Rock außziehen t Das tttnwt »tr nicht. Er ist uns« Lebe». ES wäre Selbstvernichtnng. Manche haben ja dien Versuch gemacht Sie habe» sich selbst des Glücke» beraubt »nd uns nicht t« mindesten aeholfe». Wir «ollen uns fester in den bunten Rock hüten »nd di» heifiaen Freuden, die er uns bietet, genießen «nd ff auch »yjern Kmdern schenke.!. Den Haß d« Vrüder^b da« schwere Schicksal müssen wir l ragen. wie Johp» «» getragen hat, in he« festen Vertrauen, daß auch ßt wie die Brüder Joseph» einst erkennen werden, daß ck^tt »n« zum Heil, der Menschheit der Welt gefant^ck.^^ Eine Mar»ll»enstadt in ^peetagal. 9m Dt. IzM *1 Idtt tu-nnW tat fmjd Otarmttasn Me «Mail mW tarn «b%. 34 l> gtg, m»mhtatrU4 «tta»A»MA>ta ta» kgm >««, ä»w»ük fa» ,1,M LheeMllk-, bom wie Me sM«Nw Utbtt meint Gdse in Seite,al inft« «nch bb WWVm- " “ - «tttect Xnh%. «ne» Lege» Herr in »eine» «fieiemer Hetck liehen »leich-ellung irfttuen, heben noch! rücksetzungen >u r rieh rin. Sährmrb «rit «nf brat bt< flaaUiibm Leben, gleiche fechte mch Weiche r' mit aOen Mitbürgern teilen, hat in nun ' sittliche Beziehung sich mit Hah unh 9tn4b legtüglich unsere bürgerliche Ehre in ben Ctnnk » h und unsere religibsen Heiligtümer zn derungllmWW, bebars e, au» sür un« de, nnlle» Mute, I * * religibfer Ubevug«ng um trotz ehedem iral Utberliesetungeu «unerbiürbliche Xcibe ,n bernenmn, AtaubentfUrb unserer >due» lebt nach heute Mt \ Ceteinetn unserer ReHaion inb da, (ftteb' uni, mit jenem alten Mut mb Steig mi um I hin iu scharen. Denn «erben »tr tbenfn m dem Ansturm widerstehen, wie die Heiden jener! HaDnanüertümpser, _ Die Steuerschwiengkette» her Religionsgeselschasl «rn AmMmeichMeM »,» »r,,«e«u«tz. „ VliweirengeeiHMer tae «e«m,» Anmtner »Wien, k»„H,M>»| »iuziehun^steUen sür die Preutzlsche Siut^St. ' die •eaeinben und sttbstünbiien fnübqiib H ltz, T b. Ges. »egen KuAAug bhtRet 14. 7. 1898 in SetbMmg mit bet 88. 1. 1894). SleichMa mgen fl Me ent. Ci bernhmben «uhenHe»» tte gemeinden ein, »eiche beirre ilnin batten. Mit bea Seafal bet lunbm. bei echaffmg eigener Urlchltehbedeu < neuen Neichl-Giuf.'St. eutslü mr die i pflichtuug mb Me TOboUdiWt Me mf bei 1 «nk -St. beruheirbe» tNrchenßenern eÜM aus der alten laudelrechtlicheu Sink - <«. laust« «reich»-«ut..St sür 1980 hat Mn »miün aus •imb bet ihm im > 88 N. I lieheneu Befug»,I burch bte Semeinbru eirrMH da diese die ersnrberitche» ÜutertaG» nm> srühir sahen. Auch die Kirchörgemet-ben ^gm bie > chrrurdiage p> erhebenden nnrtstnstg« 'ömnÜm! hütM. mb Zweck meiner Reise erfahre» halte und steRte, mit ihm, wenn sch Aulslug iu ein iu her llwgebnu, Stthtche» «u unteruehmen. fr Semeirrde belanutmacheu, die »at gesprncheu jübisch ist. dereu^Ättnlietm tebnch stch jübescher Art sghre» mb gern judychm Wnp klia Mitteilung bei alten ( nah» die «nlabenw an Entdeck nng. ..' 3<i dem beydbnetw «tübtchm Innb ich etm tahutauseud ttM* «ühleu de Se weiuschnst nnt, in M Me velmMetse bet Stanahntn m Mn gUguistttm^chntt» hat. Mir war, *11 nt ne Ende des fttuf^hnt« Zahrhmbertl 1 Kojeaeli msgetancht min, »te er Me Bitten bemgt, Mc vertretbm, bet ngtl anjnorbnen Danrall anbm Meli der vebtngmg in Vartngal tainsten, bah sie tum annehme» rnb stch «brtßeu »men. te blieben fo in Bartngal Mtlck w» sie untar dem .la Uders»! - sUebergetretene) Ober ench .thrich» (Aeucheistenl lebten, nnb eg steh« anster -rnGH, Reuchristen auch heute nach in Pertngni nnehne Dm erste, »a« meine «nsmmlsnckbckt mes Ach war die Beobachtung bntz Mete Sem eins chnsthje j «bi Seltane tn bnbUinnefet Oe» Mgitmb bntz | et—» «Men religlßsen Sesght etfgft ifc Qg nU fie rnch immer Mc Fatbermechenge i«r Ananist nfigHM “ «-» Mr SchU« be, MhMMmmi Weniger mich ich« ta UmM« tat fami «m Jtaen ib<i—11, mb ttb Matal ■ Bchuien «nn <b<n fMnaaontaa mnat ihn -tMbM ta. taM ha tUm £SaT 94 taaak u Od nab

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