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Jüdische Volkszeitung · 1921-12-02 · 45 (2.12.1921) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
27 (1921)
Issue
45 (2.12.1921)
Date
1921-12-02
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Vf j 9x.ar.-mn w f. Q»*«t**Kt tfat Dispe»s9»f»6e siud. €» sehr wir ehrliche Gewiffrush«oe»§m «ckle», s» sehr verwahre» wir uns dagegen, sie Iv» LorwmeS sür niedrigere Beweggründe mißbraucht tM sehen- Die Eltern sollten sich doch sehr hüten, auf btt,Haft itig« Aussage ihrer Kinder hin eine so schwer» wiegende Entscheidung zu füllen. Ist H doch oft gekug doegekommen. daß ganz berechtigte Aussprüche de« Lehrer» fsisch aufgefaßt worden sind; ja. in einem Falle ist sogar hi» Bewertung eines Schüler» dem Lehrer untergeschoben worden, obgleich dieser sich ausdrücklich nicht mit ihr identifizierte Wir richten also den Mahnruf an die Eltern. Wenn Euer Kind sich über seinen Lehrer bei Euch beklagt, so beratet Euch zunächst mit einem Euch nah-, stehenden Rabbiner und fragt ihn. ob wirklich eine Der» letzmng religiöser Giftihle stattgefunden haben kann. Nrr wenn er es bejaht und der Sachverhalt zwei'elsfrei fest« gesteüt ist. dürft Ihr zum letzten Mittel greifen. Aber wir glauben nicht, daß es m unterer Gemeinde dazu kommen wird. Es liegt im Interesse aller jüdischen SÜnbrc. also auch der Euren, wenn die so notwendige Disziplin i« jüdischen Religionsunterricht nicht durch unberechtigte Verdächtigungen gestört wird. »chlr»sche Zeit,,,. E» eruter Mahnruf »oa Michael A 1t t n f«I, Breslau. Die Echriftleitung widmete in Nr. 32 der Schlesi'chrn Zeitung einen ausführlichen Artikel und stellt darin das Gebaren und dre Wesensart dieses Blattes zur öffentlichen Diskussion. Infolge Erkrankung fern von Breslau ist »er der Artikel erst jetzt zu Gesicht gekommen, ober die Frage ist so brennend, daß ich es für unbedingt erforderlich h!üte. auch verspätet hierzu Stellung zu nehmen. Das Gift. das die Schlesische Zeituna seil Jahrzehnten ansstrent. hat geradezu verheerend in Breslau towie in »nserrr Heimatprovinz gewirkt und zweifellos ist die Be hauptuna nicht Übertrieben, daß dieses konservative Organ als die Brutstätte des rüdesten Antisemitismus inzusprechen ist. Wer sich der Mühe unterzieht, einen Monatsbano der Schlesische» Zeitung nach dieser Richtung hin durchzusehen, wird wohl in jeder Nummer — Leilar ikeln allgemeinen Berichten, in letzter Ze,t besonders in der Abendausgabe — offene oder versteckte Verunglimpfungen niedrigster Art gegen Juden und Judentum finden. Es lag in der Absicht eines ckrr sehr nahestehenren UniversitüteprosefforS et» Werk zu ediren unter dem Titel .Die Lägen der Schlesischen Zeitung'. Ohne Kommentar eine Zusammenstellung eines Jahresbandes. worin die wahrheitswidrigen Angaben den Tatsachen gepenüberstanden. Der Gelehrte I hatte mit den Dororbeilm hgonren. tun vorzeitiges Ab leben vereitelte die Ausführung seiner Idee, die uns Juden die Augen geöffnet hätte über diese Giittflonze. die ungestört immer dreister und üppger sich ent'olten konnte. Unter der Devise .catumniare andacter, semper aliquid haeret“ wirb dort gearbätet. gleichmäßig gegen Judentum und Liberalismus und aöchte ich gerade hierbei daran erinnern, wie ost unser sc verdienter Alt-Oderbürgermeister Tr. Bender die perfiden ^nvektioen der Schlesischen Zeitung. unter denen er betcmdrrs zu leiden hatte, im Stadt- Parlament öffentlich brandmarkte. Es sLeiut indes, als ob der weitaus größte Tal unserer jüdischen Mitbürger über die Tendenz und ALiren dieses Blattes not» immer im Unklaren ist Es ist »der w ihrltch höchste Zeit, daß wir uns auf uns selbst besinnen und uns zu einer Tat ausraffkN und begreifen, tu» u S not tut. Es muß endlich eine durchgreifende Aufklärung stattnnden, der Zentralverein ist der hierfür berufeilste Faktor. das Material zusammenzustellen und zunächst unsren hiesigen ElaubenSginoffen zugäng'g zu mähen. Äeiterh'n richte ich Riemen Adpell an die hiesigen Logen die Siütien der Brüderlichkeit und Menschenliebe, an b:e Geiellichait der Freunde, sowie an alle jüdischen Vereinigungen; sie haben die Pflicht. für renlose Aufklärung bei jeder sich hierzu darbiet-irden Gelegenheit Sorge' zu tragen. Und sie kürten mcht rühm, dis sie Gewißheit haben, daß ihre Ausklärung in alle Häuser und Herzen gedrungen. T'l Gesch'chle möge uns Lehr Meisterin sein. Das .Herr, gedenke der Atdener". das nach Herodots Versicherung Tarius sich dreimal täglich ber jeder Mahlzeit von srinem Diener vorsaqrn lreß. e-<t sp icht sicherlich nicht den ethischen Grundiäyen unsres Glaubens. Haß zu predigen, aber zum Zweck der Selbsterhaltung must diesem Grundsatz unter entsprechen-er Abänderung Geltung verschafft werden. Geg'n die gebildeten und bester situirten Kreise uiifercr Glaubensgenoffen muffen wir den Vorwurf erheben. daß sie unverantwortlich handeln, wenn sie LerL Gerungen des Familenstandes rn einer Zeitung von ausgesprochener antisemitischer Richtung veröffentlichen — Anncncen geschäftlicher Natur sollen wegen der gegenseitigen Gepstagenhrilen h'.er zunächst unberührt blerben. — Es ist geradezu' ein Leirat an unterem Glauben, den Gegner wirtschaftlich zu stärken und jeder Vsenniz. der dorthin wandert, wird unseren jüdischen Be stcebungen. denen reichlichste Unterstützung heute besonder» not tut. entzogen. Wir muffen Enkehr halten und Selbstzucht üben, ehe es zu spät ist. wenn wir nickt selbst unfrn Ebre «rrtrt* b'lzen. sind wir de» Untergänge verfallen Man lese Wxft die Mitteilungen des Den ms zur Abwehr des An iteM. trsmu». um zu erke»»e». welche G, fahren uns brate» und wieviel aus dem Spiele steht, ober auch um zu lernen, wie wrr gegen alles dieses kämpfen wüffeu. Der Schlesi. tchen Zeitung find wir Pari», un» minderwertig, dort wird uns unser Vaterland und unser Deutschtum ab-esprochen. an uns liegt es. zu daß wir Deutsche find, deutsche Staatsbürger jüdische» Glaubens. Zeige« wir uns würdig der Vorkämpfer, die »ns unsere geistige Emanzipation erstritten haben, beherzigen wir insbesaudere die Worte von Gabrrel Rieffer: Dir wollen dem deutsche« Vaterlande ang,hören. Es kann und darf und mag von uns alles fordern was es von seinen Bürgern zu sardern berechtigt ist; williz werden wir ihm alles opfern - ,ur Glauben und Trlue. Wahl heit und Ehre nicht, denn Deutschlands Helden und Deutichlands Weise haben uns nicht gelehrt, daß man durch solche Opfer em Deutscher wird. Eabbatb«O*ea. Eine bedeutende Lobleaerfparui« errie-N an Lurch b:e v-rweubunz der Iwwerbrand vaieat Grube Koch, unk Heizofen. d>, durch sb-nqemL-t Koaürukrtoa. ei»z»chft, H«». daduag und vieileiiiqüe Berweudang wie kochen, braten.teck». düostn. stereUfteren die dillrake Feverung der Gegenwart darßeLe». Tie neuesten Modelle dieser Oesen zeigen eine paieutanttlich Neuheit, die alle andern Fabrikate übenrifft. I„ den Geschstt». räumen der Firma Lallen & Borwerk. hier. Gchlohptatz 1, wir» na solch r Ofen bauernd io Brand aeballen und F,iterestnten"aern unverdtndltch vsrzefllhrt lstehe -ach heuuge« Inserat). Familieanachrtchten. B-ineiivngni au« dem reierkreise Sn» erwlnscht. Bar Mizwah. Alte Synagoge: am 8 12. Martin Blut D.uer Louis B, Deffauerstr. 14. 1921 gelrnbrr im Qocheniaz i iftoral 1 : Sabbait».) Thora- |3lt|39 t. Praptzeleuabschotn Srel«, I 2 ' i i mSn ' ■' ^>21 wro Sabbotb 1 3 1 i j Ötfllaa4**j L M. _L" - »9» Mal. 1* -2* Herausgeber: vertag der Ja». Volte^iung G. m. d. Br »lau. Laifer-Siltzetm-r. 5 7. verantwonlicher Schriftleiter: Boden Spitzer, BreMaa. D uch Jnferaleuaunahme »ud Verrechnung: S. kilienteld G. md. H.. Breslau Schwewoitersr. 87. ßUtaaiut Ii 4« Swelide-Sjugogn: AlttSyn. NeuaSyn. Ü./12 U12 4.12. 9.12. Bedna itoeodi 4 00U- Mtetel imorgs. *6.45U. fttete»a4| « | 8.45 U.. GW»»»» vorm.; - U , Pmftgt .. - ü! JwIpHiX nachm, 330U Sefalofi {abends 4 36Ü BegtDd imorgs. 6 45 U. 400U. - u. 9.00 U. — u 9.45U 3.00U 4.360. 7.150.! abends. 4.00 0. 4.00 O. *) in der VodMatagssynagoge. Für da*Berliner FIQchtljngshrm wird eine tficht Helferin gesucht 4k Ventiadnis für soziale Arbeit bat. Freie Station und 300 Mk. OehalL Baldige Meid, an * Kita Roaeaberfer BteUa Aagnatstr. 14 (Fiacfatlingsbeim). % Jang-Juda Breslau^ veranstaltet S Hlttvach, 4e» 14. Dezember 1921 | 5»/, Uhr | im großen Sank der Leniogioge eine fflr Kinder | n tmlu in ijjiscksi Kiiii kilia i Profi»: | Prolog, ■oafkalkdie o. rezlUtoriacfae S VortrlgA Faatsplel »ad dir. lieber-1 raacbaogeo. 5 Bükt* bei B r t b d e i s, Carlsstnße, S Barascb, Rng, f r-Diek, Kaiser-Wilbeim-Straße. Hapoel Hazair, toonaband, dea 3. Dozeaiber abda. 8 Ubr lm Sdhiedmaycrsaal dll>M> Virtaislung. Refcrart: Herr Btsaberf AlMgUad des Boliaer Zentralkomiteea. Der 11. ZtotaMMkMfrtA nai wir. wibeltef Mk.?1S. Freitag, Abend.d. 2.12. im Anschluß an den O 'ttesd.eost , Hetr Osmeinderaobiner Dr. Hoffmaaot Mirwaus Hascbem. Sonnabeod, d. 3. 12 pünktlich 11 ’/• Ohr Her Lehrer Ster: Pentateuch. Om pünktlich, und zahlreiches Erscheinen bittet Der Vontand Liebesheirat! Oebildete jun?e Dame. Mitte 20.. sucht mit einem geistig boebsteh., religiös gesinnten Menschen, zwecks spiterer Heirat in Briefwechsel zu treten. Offert, unt A.Z 1520eschst.d Zig, Lager in Snliuhvareo! S. Schiften Im Ctmiiilt 1. 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