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Jüdische Volkszeitung · 1921-11-11 · 42 (11.11.1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
27 (1921)
Issue
42 (11.11.1921)
Date
1921-11-11
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Wiche VÄlMlulia C4rtftlritasg u) Sttlag 9ttn<»M|«t «tag 8016. •MMWW»: fttrnsptechtt Mag 872. »««t m«M» III Wl M* »jllaDM Di, .^tdische SsOfoeitaaft'' ^chemt »ilchtilUich an jede» Arritag ob* tna (mm^I dvrch Mr P»ß. *u avch durch die GNchlftollele -A» Prrite »so »t«ulBkrl>ch ML 6,00 detzvani »erd«». bei Ldtz-taog t» der Gischstlllile «t. L.70 W»zet»e «u»»er 60 Pf. N-1 Uhr. Tutei AM» DN« 80 ff. 66 ff. — M Echristleitung und Verlag in Breslau. Kaiser Wilhelmstraße 6/7. — Anschriften st«d dortht» zu richw». Geschüsilstelle: S. Lilienseld, m. b. H,, Sitilau I, Schweibnitzetsttaßt 87. — gtc Ml Mt Rtam gutMnrtn »nMtzt. »«Ich, Mt »tribalilht Weinnag bti 8trfiR«tl i»» (albtatT bringn. tbttntnnrt Mt Schriftlriinng »nr M« pethgesihlicht 8ttnatlM(taag. Nr. 42 8re«kiu, h«n J J. Ttostmfetr 1-21 3«|r|«H XXVIII Zur Berufsschichtung der Ostjudeo. Bon vr. Alfred Marcus. Zu den vielen Problemen, die durch die Einwirkungen der Krieglsolgen aus da« deutsche Wirtschaftsleben akut geworden find, gehört auch die Frage der Einordnung der ostjüdischen Arbeiter in den Rahmen der deutschen Volk«. Wirtschaft. E« ist nicht zu verkennen, daß die« eine überaus wichtige Aufgabe aller der Behörden und Institutionen darstellt, die fich mit den au« der ostjüdischen Durchwau. derung durch Deutschland entstandenen Schwierigkeiten zu befassen haben, um sie im beiderseitigen Interesse beseitigen zu können. lieber die Berussschichtung der Lstjuden im allgemeinen und der ostjüdischen Emigranten im besonderen find in der öffentlichen Meinung Deutschland« die bedauerlichsten Irrtümer verbreitet und so verwurzelt, daß es einer müh. seligen Ausklärungsarbeit bedarf, um hier Wandel zu schaffen und den breiten Mafien de« deutschen Volke« die Grundlage für die Beurteilung einr-r Frage in die Hand zu geben, an deren baldiger Lösung fie ein brennende« Interrffe haben. Man neigt in Deutschland zu der Annähme, daß fast sämtliche Ostjuden in Handelsberusen tätig sei«, daß fie nichts andere« könnten ol« handeln, der. Mitteln oder schieben, und daß fie eir^e starke Abneigung gegen jede noch so einträgliche körperliche Arbeit hätten. Infolgedessen betrachtet man auch die in Deutschland de«, stüdlichen Flüchtlinge von vornherein als Schädlinge, die -hchGlzst «sdr« -aus Deutschland damit auch au« dem deutschen Wirtschaftsleben eliminiert ttxctai müßten.'' Daß die oben kurz dorgetanenen Anfichten ebenso falsch wie verbreitel find, beweisen einige Zahlen, die au« der Berufsstatistik de« jüdischen Arbeitsamte« zu Berlin entnommen find und einen Ueberblick über den prozentualen Anteil der dort im de« Jahre« 1920 gemeldeten 5665 ostjüdischen Arbeitssuchenden an den einzelnen Beruf«, gruppen ergeben. Die Gruppen find entsprechend den monatlichen Nachweisungen der Landesarbeitsämter für da« .Reichsamt für Statistik" ausgestellt. In ihnen gliedern fich die einzelnen Berufskontingevte wie folgt: Tabelle l. Berufsgruppe * Prozentsatz 1. Landwirtschaft ...... 4.55 st. Bergbau. 0,21 8 Steine und Erden. 0,09 4. Goldarbeiter. 1,11 5. Uhrmacher . 1,34 6. Metallverarbeitung und Industrie der Maschinen. Instrumente u. Apparate 0.92 7. Chemische Industrie.0,69 6. Spinnstoffgewerb«. 1,78 9. Buchbinder, Papierarbeiter und Papierindustrie . .. 2.12 10. Lederindustrie. 2,48 11. Tischler. Drechsler. Böttcher. . . . 8,19 12. Bürsten- und Korbmacher .... 0.51 12. Müller. 0,24 14. Bäcker. . 8,28 16 Fleischer. 2,14 16. Zigarren» und Tabakarbeiter . . . 0,17 17. Schneider. 18,04 18. Schuh« und Schäftemacher .... 8,83 , Ist. Barbiere. ... 1,62 20. Kürschner». Mützen» und Hutmacher 8.20 21. Maurer und Zimmerer. 0.16 22- Anstreicher . 1,44 23. Glaserei. 0,35 24- Dachdecker. 0,08 26. Brrvickfältigunsgewerbe .... 1.74 26. Maschinist.. Maschinenarbeit., Fabrck» arbeite« oder-nähere Vegeichnung . 18,6* 27. Handelsgewerbe. . 18,16 28. Gast» und Schankwirlschast.... 0.77 29. Häusliche Dienste.2,20 80. Tagelöhner aller Art .... . 9.19 31. Freie Berufe. 6,12 32. Lehrlinge. 1,09 Bemerkenswerl an diesen Zahlen ist zunächst einmal die Gefirmtzahl der Meldungen während de« Jahre« 1920. Würde es fich nämlich bei der ostjüdischen Einwanderung nach Deutschland tatsächlich um die viel zitierte .lieber» flutung* des dentscheu Markte« durch Ostjuden handeln, Feuilleton. Ein vermiedener Krieg. Betrachtung jitn köochensdlchmli Nicht arm. wie später sein Enkel, hatte Abraham die Heimat verlassen. Seine Hi»^ war groß, und zahlreiche Knechte dienten ihm- In dem neuen Lande halte fich der Segen Gottes an ihm erfüllt. Er besaß Herden, ®o(b und Silber in Fülle Er war eine Macht gewmden, mit der er ja später auch erfolgreich in den ersten Bölkerkrieg eingrrisrn konnte. Neben ihm aber batte fich eine andere Macht entwickelt. Auch Lot war groß geworden, reich an Schafin. Rindern und Zelten. Und nun trat zwischen diesen beiden Mächten da» ein. was für die meisten späteren Kriege die tiefere Ursache bildete. Da« Land trug fie nicht, um bei einander zu wohuen. Denn ihre Habe war zu groß, und fie konnten nicht bei einander wohnen Die Partei Abraham« ging friedlich ihrem Berufe nach. Wenn fie auch wußte, daß bas Land ihrem Herrn al« Erde verheißen war. so war doch zur Zeit der Kanaaniter der rechtliche Besitzer. Sie weideten also nur dort, wo die Eigentümer es ihnen erlaubten. Die Partei Lot« aber trieb Macht und Gewalt» Politik und fand auch ein Rechtsmüntelchen. mit dem sie ihre Gewalttaten verhüllte. Sie ließen ihre Tiere auf fremden Feldern weiden. Wenn man ihnen Dorvürfi machte, so erwiderten fie: Ta« Land ist dem Abraham gegeben. Da dieser keinen Sohn hat, so ist Lot sein Erbe. Mit feinster diplomatischer Rabulistik nahmen fie schon bei Lebzeiten de« Erblassers in Befitz vorauf der Erbherr selbst noch gar keinen Anspruch machte. Immerhin, da« Land konnte fie nicht beide tragen. Nach dem herkömmlichen Ehrenkodex der Nomadenstämme konnte keimr verzichten. Der Kriegsfall war gegeben. Der Streit konnte nur durch Blutvergießen eatfchi^en werden. Da verkündete Abraham einen neue« politischen Gedanken. Der Mann, der zum Segen der Familien der Erde werden sollte, konnte feine Laufbahn nicht mit eine« Bruderkrieg beginnen. Gewiß, meinte er. wir müffm beide leben. Da« Gebiet, in welchem wir beide wohne«, ist zu Nein für uns beide. Muß aber deshalb Blut fließen? Müsse» wir uns eigensinnig auf diesen Flecken Lande« versteifen? Wir wollen nicht dem falschen Götzen der Eh« dienen, der uns gebietet, Menfchendlut zu ver» gießen, sondern dem erhabenen Gotte de« Himmel« und der Erde, der uns befiehlt, uns al« Brüder zu fühle». Liegt nicht die aanze Erd« vor dir? Willst du zur Linke», so gehe ich zur «echten. Willst du zur Rechten, so gehe ich zur Linken. Wieviel Kriege wären vermicden. wie glücklich hätte die Welt sein könncn. wenn die Menschen dem erhabene» Gedanken de« Patriarchen gefolgt wären? Ihr Böller der Welt, liegt nicht die ganz« Erde vor euch? Gißt et nicht noch so unendlich viel brache« und wüste« Land? Ist nicht noch unermeßliche Kulturarbeit zu leisten? Was streitet ihr euch und führet mörderische Kriege um einen Fellen Lande«? Wollt ihr euch nicht Endlich daran erinnern, daß ihr Brüder seid, euch brüderlich die Hand reichen zur Erfüllung der großen und schweren Ausgaben, welche nur in gemeinsamer Arbeit aller Völker und Stämme zu Ibsen find? Da« Glück de« Einzelnen und der Völker kaNn nicht begründet werden durch Raub uud Machipolitrk, sondern nur durch die ehrliche und friedlich» Arbeit aller Menschen. _ I«ch Tikwoh. JMartta *»>*»: Jim Hm {(hi »»» gakkt «an Nos te* bma«4t tri Kflttnt 6 Paraisg j» gmHiut «. M. erscheint»dev vvch „®rr grsße M«ß-td «M sei« Nichfitge". Statt«» ii) ttictf. 3<tatl, btt SJtaggib Don Kösnitz, btt fcbun CUtnt in hohe» (litt nach btt Keeheifnmg bt* Baalsche» gtbonn mit, suchte Don 3ngab ans. Sei» Leib »er »it btittf Holz mb s, batet, ba| -ch Mt In^c btt. Bunbrttoi. Bit et leben Ibimt. Ct lag znmrist in Hast». so Btt» bit Inzahl btt Statt, bi» M t» Saab» Maas ganpn Iahte» bei btt zentral»» jsbijche» Jnstitnüsa-Ag «rdeiisoetBtalnng in Smitylaab »itMn, iiiMiiliM um »in Mtlsacht» hbhtt «11 bit oben mannt, Mf Mt» nunbfinn Aählnng bttnhtnb« Ansatzl »0« IM» AchMtM unb Ingtßtllttn. Btatttitnswett Ist sttntt, batz VM tzM gemelbeten {Senta, nnc 18,1b bt» Hmt tsgtBttbt nw* hbten vetgleicht «tan tzittmii bi» «ns ben IttzttzttW» btt mssischen volkssshlung nom Iahte 1807 tÖMMM* Ingab», nach Btlchtt i» HcknbtltatBltb« tS,t6*h btc gesamta, jsbischen vtvsldtnag N»»a«bs nach nat Jitta 2b Iahten tätig gtBtxn sinb, >0 Bieb »an schaa tziäaa« allein »t» essen kbnntn, »u Beichte btistzitilast« GchtttWtz» teil die jsbischen Masitn bes oft», a* bnt v,t»iM»l> bttuftn in bit tztabtiMdt» vetnse btt fxmbBtrti «M btt JnbnßMatbtii Uttgtganat« sind. 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V 191t 19« 8,99 Mi 68,80 OM» 8.98 88,88 6,81 6,88 8.49 1,07 — — baß ein» solch» SigensbW- 11.18 18,M UM 1,69 84* 1,00 1,00 1897) fell» gehüM aus stint» ßinhtbttt. Wenn er sich «HM» - nußt» et, ba sein« Zsß» keinen Schah Dnttngn, 80 sellgessltat» Pantasseln aanehea, n» stehn n kstm Ing Kethaub kug man ihn in tine» Aesntchl. Da, aber, soBi» et an btt SchBtst« WMnchn bat», ,W»tz snrchtgewaltig ist bieset Ott', ottBarntitt n sich. Mansatzß j unb Donnttstag», an bn Zagen, -an bnn «M Mt < Schrift vtrltsn Bitb, ging er in Daftit n«h CtWa, Hl 1 rhotarall» i» >t», sa leichtn ftnßts batch H» B Battaiben stieihn, baß Mt ijn ttchis nab tat» H traben Dtaut »it bn SaMlkeqn ih» Io» <■» brantn, neigt» sich ha Tanzschritt gehn Mt htilhzt»» . in bit et big Halt bglt, tat Mm tzneiin ktazschts» ’i gegen bai Ptzlt ans bt» Me Shmta ßsnh, ml |Mk' bit Setzen hinein. Dann sprach et »ii leinet gmeHMa j schwachn Wanu Mt ersten Bat» IM MfH, Mat i " jedem Worte Buchs hi» Stanun bi» ft» M« Hsqm M_._ emtzorriß. Wenn «sch de» Bein Mt Disass ihn i» Liegestuhl helneitnoen, Bat et Maß Bit ein Sstabanstch ' und sei» klssst leuchtete, Data» sag» »an nsa ihM sein Leib lnch» B» tausend Seelen. d* er «n»«I ja «ine» ktschniibnnzDfte ztlab» BM; unb in bn Wagen jtagn soll», irain tia paar M ' hin», um ihm hiueinzuhebtn. .Ihr Datn', -mach n. i ,wazu bebars ich nttt Staftl « heiht: Me anf Sa«s ^1»«, Beton Staft eialanschn, Ich Mnschi WB aft »ii So«; der hal Atoft genn» , UM et stznaftj in den Wagen. «in Sebti. - - Dtt Ikosuitztt sprach zu Satt: .Httt btt Weit, ich Mi» dich, bn »bgtß 2»tatf > ttlbsen, Unb Bisst bn nicht, st rtUft Mt Sajtas^ a Zu» Sosnihtt SRaggib M» tinst tin Paltaung rinn Sack a» Sabbat jß .. i h» einst rin SHaa. btt Mt Hrin W» tan aaa ana' Sabbat M Sabbat iaste». Der MagaSjätach M ih», «eia» bn. bet bsseÄtb schnt Mch, »MtttMch , bn Sack hmria, ktftet nach ist » n» b». b»j

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