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Jüdische Volkszeitung · 1921-09-09 · 35 (9.9.1921) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
27 (1921)
Issue
35 (9.9.1921)
Date
1921-09-09
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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1 r 9h. 35. «eite 4. ILdische Dolkszntung * -y> 9. September 1931 Verki». In letzter Zeit mehren sich die Fälle. daß strenge Bestrafungen von Offjude«. die bereits vor längerer Zeit unerlaubt die Grenze überschritten haben, vorgenommen werde/. Die offjüdilche Einwanderung hat seit 10 Monaten! jo pvt wie völlig aufgehötl. Unerlaubte Grenzübrr chreilung ' wurde ursprünglich uls ein Vergeben mit relativ geringen | Geldstrafen bürgt In letzter Zeit wurden aber bereits , Geldstrafen von Mk. 120) und mehr verhängt, und wenn j der Müchtling dagegm .Einspruch erhob, wurde diese I Summe noch um die Einspruchskosten von Mt. 400 erhöht. | Go geschieht eS täglich, daß Leute, die -um Teil seit einem Jahr in Deutschland ansässig find, und sich inzwischen eine Existenz geschaffen haben, plötzlich heraa-geriffen und in- GefüngniS geschleppt werden, da sie naturgemäß eine so hohe Strafe nicht bezahlen tonnen und neuerdings Ratenzahluna ebenfalls abgelehnt wird. Das Traurigste aber ist. dost sich in letzter Zeit ein Verfahren herauSgebildrt hat. Überhaupt nur auf Gefängnisstrafe zu erkennen und das unterschiedslos auch so gegen Frauen und Greise vor« gegangen wird. Kürzlich sollte eine im siebenten Monat schwangere Frau ins Gefängnis geschlepzü werden, weil sie sicht sofort die gesamte Geldstrafe bezahlen konnte. Nur de« Eintreten jüdischer Lrgmisalionen. die die nicht unbeträchtliche Geldsumme erlegten, gelang eS. die Frau davor zu bewahren. Dieses ganze Verfahren ist völlig sinnlos. Formal zwar haben die Flüchtlinge die Bestimmungen deS Reichsministeriums deS Innern über die Paßpsiicht verletzt, tatsächlich aber konnten sie dieser Paßpsticht gar nicht Nachkommen, weil sie in einer großen An za bl von Fällen keinen Paß ihre- Heimat-staateS de« kommen kovnteo Diese Verhältnisse sollten den zuständigen Gerichten bekannt sein und die jüdischen Organi sationen. vor allen Dingen da- Arbeiterfürsorgeamt. hätt.n unsere- Erachtennach die Pflicht. den Iustizminister und dir Gerichtsbehörden darauf aufmerksam zu machen. Auf keinen Fall kann die jüdisch« Oeffentlichkrit tatenlos zufehen. wenn arbeitende ehrliche Leute wegen einevor langer Zeit einmal begangenen Verbrechens, dar für sie notwendig war. aus ihren Arbeitsstätten geriffen. wenn Frauen und Kinder monatelang ins Gefängnis geschleppt «erden. Lokales. H-pirl Z» Ir» I«flt», ii Irui lir Äugen Irr fltjiRiri jtlitAr« EJtlt in! Sarlib»! ruöt«. wo l«i jnlilchr Parlament auch Brschl-ür Ülrr lir I». Iä»fti,r Hinxinlernnq »ach Palästina faffm muf). nirl es lir «l>,emeintze>> intrrtflitrr«. I» rr!»hrr». I«h r» Irr Beeslanee Orl»«r»l|r Ir« §«j>»r( H»i»ir tntz «Ott Gchwirriglritr» ■irlrrai» ,rl»»,r» ist, im Maaal Aujuft Itti khalniim >» ülrrfirltl«; einen Zischln, rite» •drtnet, einen (dreier b«I üiilirbrltrt Ansanq Cttibrt Win «uch tiit westjtlische SHaler«. nirtr hrstr CMI«)itb. lir ri»r/»l>rr>»»»r «-still»»» ia Irr AtOtirl- »»I Milchrnirilchait jtnBtn Hai, ihm Zlra liimnl »I ihre «rlrit Ir« «»st»- l»rt| Zsral« im Lantr feil# i-r Brrfi»-»» itrOr« VagHUIt(B9trii4misg« Turch tai Geteh Obfr Srnitruuj bfl Berficherungsgefetzes oc» 2 t. Juli 1921 tft die $tr« ficherungsgrenje auf 9)000 JRf erhöht. Die ®<bal iinafftn* «inlnlang lowie die Ocittaaila^rDuita find qtfinbttt Worden» bueqnt bleiben die distzeri ea Klaffen a—h un verändert. Demnach umfassen Klaffe j emen Zahresverdinnst von 4-5000 Mk.. Klasse K von 5—10 000 Mt. Klaffe L von 10- 15 000 Dtt.. Klaffe M von «ehr all 15000 Mk. Der Beitrag beträgt ia Klaffe X 33.20 Mk., Klaffe I. 40,00 Mk.. Klaffe M 48.00 Mk. monatlich In den Klaffen A—] gellen die allen Beitrage weiler. Diese Bestimmung ist bereits am!. Anguü 1921 m Krall getreten Rückwirkend vom I. Januar 1921 ab »erden auf Grund des »enea Gesetzes an Empfänger von Ruhegehalt oder Hinterbliebenenrenten Beidilsen aewähri. wenn diesen Personen nicht bereits aus Grund anderer Bestimmungen aus der Invalidenversicherung eine Beihilfe zustehl. HeizherainassGelle. Der Mag,4ral Breslau hat auf Beranlaffung des Herrn Re:chskommiffars für die Kohlen Verkeilung eine Heizberatongsstelle geschaffen, die dem Sradldauawl R. I.. Ring 6. II. Stock angezliederi worden ist. Die Aufgabe vieler neuen Dienststelle «st. in erster?mie die Dirffchastlichfeit der bestehenden Heizanlagen und Einrichtung« zu heben und aus richtige Bedienung der urrßellen und richtige Behandlung der Brennstoffe hinzuweisen. i diese» Zwecke wird die Herzderaioogsstelle am den September, abeuds 7'/i Uhr. im Hörsaal V der Techn. Hochschule, Hanlaftr. 1—3 einen -ichrdffdervortkaz Uder den wirtschaftlichen Betrieb der Zentralheizung in Anpassung an die Brennstossknappheit veranstalten. Ta die Kohlenvot nicht, wievielsach anaenommen wird, eine vorübergehende Erscheinung ist. bieten berartize Aufklärungen eine besondere Belebiung für Heizer und Maschioisten. als auch für sonstige mit der Beausfichiizung von Heizanlagm be. trauten Personen. Hervorzehoben se, auch das vnvalwirtscha»'.liche Ivtereffe an allen Maßnahmen zur Verminderung des Kohlen- Verbrauches, das durch die hohen Preise aller Brennstoffe begründet ist. Tie SolkHherokuMOsßest im Rathaus, eine kreppe. (Rats zimmer) wurde nn Monat Aaaufi von 8.^4 Personen. 36S «äa»eni. 265 grauen besucht. Die Auskünfte betrafen folqepdr Gebiete Städtische Angelegenheiten verschiedener In 301, Arb« lerverffchaRna ls. Angestellrenvnficherun, 7, litrit«. und D«ens>ve,rraq 24. ttqtt :i bf# Recht 2l9. '«emeip'e und Staatsangelegenheiten 28. Strafrecht >7. Prru-itverfich. ros g 2. Handele- und Gewerdelachen 8. Austerdem winde» -J', Lchrl'ri'ätz« angeseNigl und in 86?sällkit auf feen - mlliMuV An'ra.ie erteilt B üchlch»,. Das Haus Albert und Toni Rr,lser. lsürst eiiüraße 124, mit seinen s» heuswene« Sammlungen »oderver »ii ft und modernen Kunstgewerbes ist »ährend der Herhst»^se * täglich nachmittags von 4 -6 Uhr gegen ein Giurrrttsgeld von l Mk. geöffnet. _ Familieuuachrichten. lMitteilungen aus d»w kesrrkreise stets erwstuschl.i Bsr Mizwoh. Alte Lhnagoge: am 10. v. Gerhard Lewm. Vater Heinrich L. Kupferschmiedestr. 26. Alfred heimann. Vater Hermann H.. Telegraphenstr. 1. Neue Synagoge: Fritz ZaSkulski. Vater Bruno I., Sadowaffraße 40. Ludwig Buchholz. Vater Julius B-. Telegraphenstr. 3. Trauuog. Alte Synagoge: am II 9. 2| Uhr Mose» hartstein und Helene SchwersenSki. 1921 faleakrt mitjrtrilt von Rabbiner Dr. H e p p v e r MSI Wochentag bep: Mol 30 Z.J 2t» %. Sabbath.; Thora- Ausgang | ahschmv^)! Prsptzete»- a«<hnin Sokboth 10 7 Breslau?" '2M Sonntag 11 ' 8 V. M. 16,s-21* Jes. 51“—52“ Perek VI i Inhalt der Sidra. Ortsgerichie. Abgötterei wird mit de» Tode bestraft- Oberzencht. Pfitchleu des Komgs. Rechte der Priester und keviten. Aberglauben und Wahrsagern find d. E. em Greuel: falsche Propheten verwirken ihre Leben. Zufiochtsstädle, Greazrrchte und Bestrafung falscher Zevaen. Krie-sgesetz». Sühnung ^nes Mordes, deffen Täter man «ich» kennt. Br.-slcru. Kajser»DilheUustr. 5 7. BerantwoNlichrr Schnftleiter: Robert Spitzer. Breslau. Druck. Inseralena,nähme und Berrechuuog: S. Lilieafeld G. mb. H-, Breslau. Schweidnttzertzr. 37. a«0M4t«a(t ii in SMitiii-tjufogiD: AlteSyn. NtueSyn «I 0./^. , Bciinn 'abends 6-I6U.. 6.15U. Sbd. iojt. \ rmmt Borgsii^jo u. - u. M 8.15U.I 9.00U. HaaMi. vorm.' - V - U Predigt 1 „ - U- 9.45 U. jMSaial Dacfani, 4.00 U. — U. s35b;abeads| 7JI2 U- 7.02 U. Betino oorgal 6J0U. 6.45 U. . iibendsl 6.I5U. 6.16U. 11 16.,9. Ai des Vrltzg. •) in der WocbenUgreysagoge. Oeffentllche Bltsonf der Repräsentanten -Versammlung Io»«stNg. da« II. September, vorm. 10 Uhr Reprisen tan tCT-Sitrungssail Walistnße 9 Ik NrftrtltMti« ilnrlMituUmtnuimliui; Dr. wohlaner. Zum sofortigen Eintritt vird fftr mein Oetreidegescfaift eine "STStenotypistin mtt amerikanischer Buchführung vertraut, sowie ein Lehrling gesucht. Penfaikhe Vorstellung bei Kurt Rappln, ZndfMkriarlimnng Breslau 18, Kürassierslr. 5. Inn lih, Jiitillitiiiiiiiitir CarlatraB« 20 Ü«gründet 1817 T«t«fon Ring 898 » •mpri«Mt sieh fOr Neuanlagen u. Reparaturen VC« Q— , WitMT* und KRnaM*«t*«M-Ar6erten i =: Tmiüicksikilhin Sonnabend, d. 10 9. pünktlich 11 */v Uhr * Herr Rabb. Dr. Pfys« Pentateuch. 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