Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- 29 (29.7.1921)
- Date
- 1921-07-29
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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MscheDMMwm vv .Ltdklche vollZznvmq^' e^chn»l »«chkkMkch « tckd«» Frritaq «Mt tarn Mtofet durch die f»t. mit mich durch die OelchLstL-eSe zu« Vrnse 9m ^enrltichrlich 9W. 4,50 deiegeu »erde», det Idhoömg in der G^ch1sl»HeLe MI. 4.S5. Ew»et»e Nu»u»er 40 PI- Gchrfftltttnag ul Stritt: Bia« 8016. •tWItllHI«: Rii| 872. »kii> em*l. tn onchaftastst 10—4, *t «chm»». ahmua »Mm» ui D«mer«iaD 11 — I Ihr. Ca ) c 11 r a »ntze» auch fltotartmi derechaei. La» ftOtartrr der Zeile k»hel 7V Amailieaanzeigea 4L W. — vet »i'd,ch,laaß UradW>»a-. Echriftleilunz und Verlag in Breslau. K Geschüfrsfielle: E Lilienfeld. G m. b. H., Breslau l. Schweidnitze M Berfißer- |«* >«svr»ck driige», überiiW! iser Wilhelmstrabe 5/7. — Zuschriften find dorthin zu richte». rstraße 37. — Für »I» »II Ri»ei »ittestresta Absätze, »«Ich« »ie KtftalUtt ftitani ■i *lt Schttftltttnag Air »k preßstttetzlich« B«rt*t»trtt»«. Nr.!S Brtslaju, t» SS. Zu» J92J. 3*trfi*| XXVII Zum 26. Juli 1921. Die Mehrzahl der deutschen Juden hat diesen Lag achtlos an sich vorüberziehen lassen, und keine Hand ruhte, um in Schweigen des Mannes zu gedenken, der vor 17 Jahren dahingegangen war. nachdem er alle«. — Vermögen. Gesundheit, kurz alle«, wo« ein Mensch aus dieser Welt nur hingeben kann — jür da« jüdische Volk \ geopfert hatte. E« klingt wie ein Mürchen. und ich glaube, daß man Theodor Herz!« Leid um die Leiden de« jüdischen Dolle« und sein Schaffen, um das jüdische Volk einer neuen Zukunft entgegenzuführen, nur in den zartesten Dorten eine« Märchen« wiedergeben könnte- Und da« müßte man vielleicht so schreiben: E« war einmal ein österreichisch-ungarischer Staat«« bürger. der. au« vermögender Famlie stammend, behütet von sorgenden Eltern und Freunden, eine« Tage« unvermutet vor der Not und dem Jammer der Welt stand. Ergriffen von all dem Leid, suchte er den Aermfien der Armen zu helfen. Und die er fand. — das waren . . . Juden. Er begnügte sich ober nicht, nur die Unglücklichsten gefunden zu haben- Er forschte, warum fie litten. Und da beginnt erst da« Mürchen E« geschah nämlich e»n Wunder. Eine Stimme, die immer da war, aber die wir aademiMDlcht» WUMkiklflfen, «"lutoien. sind der wir nur gelegentliche .Audienzen''erteüen. vre Nagst Ae« Manne: .Sieh. Menschen, au« Fleisch und Blut wie Du! Sieh ihre Leiden!“ Und dann fuhr fie fort: .Aber nicht die körperlichen Leiden allein find e«^ derentwillen fie Schmerzen leiden. Tu mußt Härchen, wa« fie sprechen". Der horchende Mann vernahm die Worte .owinu malkenu". geflüstert von Frauen und Männern, Greisen und Kindern. Reichen und Armen Die Stimme sprach wieder: .Run mußt Du auch sehen, wa« tief in ihrem Herzen lebt!" Und wie da« so in den Mürchen ist. auf einmal konnte der Monn zu seinem Erstaunen in den Herzen all dieser Unglücklichen lesen und immer und immer wieder nur ein Wort entziffern; da« hieß .Jeruscholajim^ Da« Wort wi Mensch« zu erdrüi gegen den Himmel stimmigen Schrei au! Dabei «tströmten i Do ist da« Mi aber war da« Lebes Arbeit, rin Opfer fi Nicht der Heros Juden aller Länder Er .LechzenI An dem Meine Jemal« und Wucht, baß e« schier die n schien, daß die Menschen die Hände hoben u»d plötzlich in den tausend« irachen.Jetuscholajim.Jeruscholaji«!^ ren Augen Lrünen der Sehnsucht, rchen zu Ende. Seit jener Stunde diese« Manne« ein Leben rastloser alle Juden einer Partei, sondern der Her»« der >ar dieser bescheidene Mann, ieß Theodor Herzl. klebe mir die Zunge Gaumen, und e« welke ite Hand, vergüß ich >. Jerusalem —' rsp. ketaphyfik mautisemitiSmus. des Rat So langt Hab«» lurir Juden uni vergeblich bemüht zu begreift», maß die Aniisrmtten eigentlich «ollen, den Anti» semtti« »n der Waigel zu packen und zu vertilgen. Wir paar wuchernd« Stück« und Blätter die Wurzel zu haben, so über» lbare Unbait **4 kurzer Jett «achttttugen. M ■frrlW zu tmrifni, »ttd n»I inner me> ehe» ftauneud vor der Lftft eines inier — «I iß uns eben tra unsrer hoben immer nur abaeriftea! glaubtt» raschle Mil da« ui An Ein Aattsemilttstu» gan, »balich sein, wir Geiß«» wie Silur kraß amaralischen' nicht möglich. Bü: »der .Dtt Sünde lig vermaierialisierien Gebiroßruftur wie .Die Stlust wider an» Blut' »er! den Geiß' — ernst zu nehmen. Wer bisher gegsnubi hat. her Haß gegen die Juden gründe ftch aus Konkurrenzneid. Ist im Irrtum. Solch» Anficht enlspringt unterer Schieber- und händlermeutalität. Dinier iß Äntisemtt «ul — Idealist»»«. Der Kealstwa« Plato» und Kant», dfu er. wie er im Rachwatt auldrückiich bemerkt, all Sludchit im Straßburger phiiosopstftstu Seminar kennen gelernt Hai, schreibt ihm »ar. de» aainiai Verstand (auch so ei ge bblwistlge «goißische Erfiudung bei Judenpack!!) hintanzusrtzm und sich seine Lebenlwerlhett durch Schrei dm ed reo und Makmtalftaleane». schlimmßensall auch durch Trschrücken von Geistern diktiere» zu laste». Ratttttlch nur von .höhmrn'I Denn «I gibt »rech nieder», vdlig »an Gatt abgesalene, di» sich »inen machthungrigen, ddsen und iprannischen Däuroa zum Herrscher eekonu haben — deren auzdrücklich» Aaigäst «1 ist. die »ach Gr» _ Ibsung Mn aßrm Erdensei» schmnchienden Ehttst»s»»I«n in Jrttu» uud Sind« zu verstricken und ft« sich s» «ms Zeit und Ewigkeit untertänig zu mache». Di« Verkörperung dieser Leusel aber stnd dre Juden! Daher: Antttt ß». au» saus gesetzlichem Weg«!), besrrii Euch — dttnab httt ich wieder gesagi: van der Konknrrenz — non Enern Widersacher» im Streben nach dem ewige» Heilei Die» ist di» „einzig«, wirklich wahr, und «idmstenchlos» Weltanschauung', d. hein, solch«, di» de» Wahn»' stnn und di« Schmach des Eattsemttigmug za rechtftlstg» vermag- Wir Juden trage» un» wieder Lergetlich, »st e« mbglich ist. ttnen s» ungeheure» Wust M» llnstn» M tehaupie» und glaubhaft «ach«» zu Molen. Einem »roßen Gttst» ist jedoch nicht« »naibglich. Di» Durch-' schlaggkrast sittlich de« gettgeutlich vorgebrnchM» Irgumentg: Di» Kttttl der rttuen Vernunft sei eigentlich gar kein» Philosophie, sonder» »nr ein» >tt Borkpiol da» iossrnbor z« ho^uatisch Ihmlogisterende« GMkulnttnnkß ihre,Bedeutung wäre non einer moderne» südliche» Pr», leßorenttiqu, großgizächitt und ghersch' ' swähryzd ß» stich fttt etnen Mensche» Mn MßWWNg »»»«PstMlch blekbM muß) — stnWgnnme'dnr schütz- und irutzbstndlettschM nicht überall di« voll» Wckrdignng ßnben. Dtt. Ik tmtttl ziimtt« Pnchwmt dm .Gttte», midm VMp ■“ cra «wwEoPsUHkr vorn w wwfw npMfi 99t dm bm Zwde, bm Losor btv HGtzou doo^dttz>> kettstwett bei lutorg «cht denttich z» mache», daenlt «r sich sage» kann: Ei»«» solche» Pta»»» muß ich glande» — nnd wen» ich mir auch vorher «ttrr Jd^ststmust »twal ander«« Mmestelll habe, er wird« schm, hchm »iss«»! Da ast seäß sagt, müsse» wir ihm A glmeden. daß tt .scharses Veata chte». Ural Den«» nnd solgettchttstes Üttttle» gewdsütt' stt; daß « ,da» DnGnn» rzawen mtt dm Rot» amnina cum inuac »dattogi^ Hab«, ja sogar ein« zeitlang aas dm Lalamottv» gesatzmn A, da « ursprünglich Soio««t>»inm»»»»r i ' Feuilleton. Der Eiferer. vekrachtunz ,sm «Sochrnadfchaut. El gibt zw«! Weg, für den Glauben, für dal Gute und Edle, für dal Ideal zu wirken. Der eine ist dm Weg de« Frieden«, dm sanften und milden Übmredung. der dm Zugrstündniffe und Kompromisse. Jh» ist im Hoheprieftm Aron gegangen. Gar groß ist di« Fehl dm Schüler Aron« gewesen, die. den Frieden lirbien und ihm / nachjagien, die die Menschen liebien und ste aus dem Wege 'v dm Lieb« und de« Frieden» zur Thora sühtten. Wer walte leugnen, daß diese milden und Eiligen Ralure» große Erfolge erzielten, daß gar viel«, übmwäliipi von der erhabenen Güte und dm ieiienen Larmherzrgktti laich« Führ«, sich zur Lhora und zum rechten Glauben zurück fanden. Aber ist nicht Aron selbst trotz all sein« Friedenlliebe ü-Ichettett? Wal hals ihm all sein Zögern und Rachgeben? Dal Doll mttnie. m billigst sein Borhaben, kl zwang ihn. den Götzen zu gestatten und ianzst in »ulschweisnidem Reigen um dal goldene Kalb. Selbst Mose, dm el sonst doch gewiß nicht an Milde und Rachfichi sehlen ließ, sah ttn, daß nur die entschlossene, rücksichtllose Lai Helsen kann. Tein energisch« Rus: .8« es mtt Gott hält, steh« zu mir!' sammelt die Geireuen und machte dem schädttchen Treiben dm Anbei« de« «ldene» Kalbes ttn End« Wal hals alle Güte und Geibftlosigktti gegenütm einem Korach und sein« Rnvek Auch hier mußie dst Lösung mgeheni .Sondett euch ad NO» dies« bdsen Gemeinde! Di« Faude müßt» ihre« grnustgen Schicksal überlasten werden.' El war tragisch und doch* für alle Zeista lehrnerch, daß dst Enkel de« srietseeligsten Mannes in dm Rat dm Glnnd« sich zu hatte» Eutschlnste nnd zu grausrgm Lai nnsrasftn mnßien. Dm Httmiück, «dm« Bileam gagenüdm. dm i« Doll, weiche« « durch I«m> §>»4 nicht überwinde» konnte, durch die Reiz« dm Locht» Midjnraü in seinem Matte zu vergiften suchst, gab e« keine antere tllse all die Schxtienliai de« kriererß. El gibt eine nt bei Frieden! und de« Kampf«. Ost wird durch allzugroß« Fnedsettigktti der Frstd« gestött. Zuweilen wird mst durch die Lai de« Eiimerl im rechten Augenblicke der Weg zum dauechrden Frieden gebahnt. Den Elser« Prnchal lrönl Gott mii dm ßriedenlkron«. Er hat durch sein Eisem sein Doll vor dem Untergang bewahrt. DM kismrr hoi seinen Platz in den Zette» schwm« Gesahr. Er ist nm zu billig»,, wenn ihm dal Eifern nicht zu» Selbstzweck wird, ttenn sein letzst« Ziel dm Frstd« ist. Darum sagen die Allen: Pincha» Hai sttn« Erfüllung in EUza gesnnden Eicha hat sein ganze« Leien lang gettsett, n Hai seinen Lrbenijweck im Eisern gesehen. Adm sein Eisem Hai leinnn Ettolg gehabt, sein Leten schttnt ihm vasthlb Er vettangi zu sterben. Im mm und wnnm wird» Hai er gettsrtt uud hat dach nicht hindern können, daß da» Poll den Gottegbund »«lasten, dst Eliäre nichmgrttstm, Und dst Prophtten Gatte« erschlagen Hai. Er ist alltt» uud nnsa» gedistden. Hai sich durch Eisem allein keine Ln häng« gewonnen. Auch dag gwß« Gotielwundm am Kgrmel Hai nur kurzm Erfolg gchaßt. Da wird er durch besonder« Offmdamng gelchtt. daß Gatt nicht im Starr» ist nnd in Erdbeben u» »erzehr»»- ■ de« Feurg. sondem i» sonsten Hauche dal Festden« und der Liebe, daß Eisern nur tt» Mttitt sein dar) za» «- ha denn, Ziest de» Frieden«. Drum Hell de» «smm znr rechten Zeit, hett dem Erserm mtt der Friedentkron«. ^_ lach TBcwoh. Mchte u»d der Kall »rogi. -^ «adewchchm »attsewittömnö »ar N0 w». «eich «,«. . Da» DMattm bi» Senat« dm «aiamSGi »lach«, in ßo» gnllr gllknßedsmttmmt aa-chaa» Parsall aa» dm AasanchümisdarU estmßiät vettür. dm damit« ßm *m | mrichttte» Do» ans da» schwerste «schütterst Nütz zn» vorzttttgm Rückttttt ihre» graßm Rektor«, Johaa» Gatt. Ist» Krchst führst. Aach in diese« Fall« war stttsche» ttne» jüdischme Gtudeastn nnd chttßliche» Komwidtonen tt» Gteeü aock> gebrochen. Es war ein stedwtz^ähttgm Eitttdanl dm Pirdigi», vrogi me» Pose», dm den i» wttmMchm passtbe» PttttelpunV dies« Küütpst bildest, llst scheteck ttn« kttnesweg» anziehend« Pmsönlußkttt gewesM zu fttn- Dittleichi iß dst Etznraklrttßll, dst Lenz, dm Heßnttlw dm Untnafität Berlin, von ihm grit, etwa» zu aagünsftg. Er nennt Braßi .de» Gähn eine« jüdische» Hüübln» »an arm« ttfaraft mü Wt&m Maastee», schgtt» r t» ber Klttbuag »ad anch »aa Gesianaag.' Denn dst Schilderung, dst Fichst aas Grand pasönuchm Berhaadlang »na Ihm gidt, kliagi dach aadera. Er aennl itza, - dpi aoa dm Schale gast Zmgttft« »ad Präattea »stga» »nacht hatte, salja« »ad letchtm »» bednttme. alö gjäl, and«. Er stt dm ernzim. dm ftch i» Kamm mttg datrage» hülst. Er rüh-tt rh» tt« stst EmpftniüchßM geonekb» dm Kälte, wtt dm aeaa lha behenchM hülst, »ach, uedaettitt. „dm esteatliche bbi dw» « (iM. PaP r. ttMchcht barin, daß a tia 3ab« i» aab M m na, <f »st dst Hanai«» D> «ntttchst» nnd ans dst Restckichiott i sttn« «mcharob» »stl u> nnweade», and daß as ihm an " tußman Mnnlmaa gebricht" «ea oasoigst tt» chttßüchm Mediziner, er» stg seine» «0a«. dann mtt wättltche» NN» j mtt tätliche» «Lldi^nstn, Da «mgt darans ' »st Metz« afteeetar »Nstchhst, aM «in« DewE» l iomoi «ck ist. «tt dm H«tz»ttPch. |a »ißhanbchn. GG BoS, »ta « ja »n» «chl nlchß taWNita Rrfbc .SMMa stachst, »ar dich«. ' tttwo Rchchstr-sUbmoast« dm IstGm uu * fcMfi