Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- 26 (8.7.1921)
- Date
- 1921-07-08
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 26 Seite 4. Indische DollSzeihmg 8. Iali 1921. ürttHzäkut i> in taiMi-S: Alt«: Freit»!1 S./7. Be^nn •abend«, 730 U. S mL! 9. Wcb£! i./7.! frSptbri. *©rgs.|*6J0U. h \ 8.15 U. Predigt U 730U jreajp&reinacbm' 4.00 U. I Schluß »dend». 9.02 U- Beginn Imorgi-j 630 U. . [tbendsj 730 U. ) in der Wochen lagssynagoge. 10.. 7. 15.. 7. - U. 9.00 U- - U U- 9.45U- - U- 9.02 U. 6.45 U. 7.30U. *99 „Ort Geteilte h«ft mr Förderung de« Handwerk« and der Landwirtschaft unter den Juden de« früheren R Maischen Reiche«. MotUf, den II. Juli ibeads 8 Uhr im Scbiedmayemal, Kartstr. 48 49 Vortraf v. Herrn Dr.A.Sl«galowsky, Berlin Thema: „Der Aufbau de« Jüdischen Wirt»chafl«leben« in den Ottlindern.“ Eintritt frei! Eint jüngste Kontoristin die Wert dsranf legt, «m Sonnabend and jüdischen Feiertagen vom Dienste befreit zu sein, mit schöner Handschrift per sofort gesucht ladarirauluidliBi llf Bllfl Dllhll | Bfittoentraße 1. Villa Löwyl udowa “ITC I. Ranges Schönste Lage dicht'am WaJde. Luftige sonnige Zimmer. 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Die Oeschichte der Juden* im Laufe der Jahrtausende ist furchtbar, ist qualvoll, ist blutig. Wir Juden sind daran gewöhnt, daß derfen, die zu uns gehören, selbst in unserer lichteren Gegenwart die Schrecken des Mntelalters nicht vollkommen erspart bleiben. Auch in der letzten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts und im Beginn dieses Jahrhunderts hat es im Osten von Zeit zu Zeit, hat es stets und ständig Judenverfolgungen und Judenpogrome gegeben; Plünderung, Schändung, Verstümmelung, Mord und Brand. Solche Ereignisse haben uns bis auf den heutigen Tag begleitet. Niemals, auch nicht in den entsetzensvollen Tagen des Mittelalters, ist aber über Juden eine Katastrophe hereingebrochen von so unvorstellbarer Furchtbarkeit, wie sie sich jetzt am Rande des zivilisierten Europas, in der Ukraine, abgespielt hat. Es ist im Augenblick noch nicht möglich, völlig klar den ganzen Umfang dieser Tragödie zu überblicken. Sicher ist nur, daß Hunderte von Ortschaften, die von Juden bewohnt sind, niedergebrannt wurden; daß Zehntausende von Menschen, weil sie Juden sind, ihrer Habe beraubt, verstümmelt, verwundet, vergewaltigt, getötet worden sind. Es gibt Tausende und Tausende von jüdischen Vollwaisen, die während der Massakers in der Ukraine ihre Heimstätten, ihre Geschwister, ihre Mütter und Väter verloren haben. Diese Waisen irren wie gehetztes Wild umher, ohne gesicherte Unterkunftsstatte, und Tausende von Erwachsenen, die nur ihr nacktes Leben retteten, stürmen gegen die westlichen Grenzen vergeblich an, um der östlichen Hölle zu entfliehen. Die gesperrten Grenzen verhindern, daß sie sich%i gesichertere Gegenden zu retten vermögen. Das furchtbare Elend, das über die Juden der Ukraine gekommen ist, kann nur gemildert werden, wenn die Gesamtheit der Juden in der zivilisierten Welt sich zusammentut uni entsprechend dem entsetzlichen Elend sich zu einer gewaltigen Hilfstätigkeit aufzuraffen. Wie ernst die Lage der deutschen Juden ist, — wir müssen in diesem Augenblick uns auch unserer Pflicht gegen die gehetzten Brüder in der Ukraine bewußt bleiben; wir müssen einen Hilfsfonds von einer Größe, die der Größe des Unglücks entspricht, schaffen. Wir fordern Euch auf, zu spenden, reichlich zu spenden für die unglücklichen Juden der Ukraine. Und spendet nicht nur selbst, sondern sammelt zugleich bei Euren Verwandten, Euren Freunden, bei jedem, der es vermag, das schreckliche Unglück zu lindem. Hilfsverein der Deutschen |uden Großloge für Deutschland VIII U. O. B. B. Dr. James Simon Oed. Justizrat Timendorfer Hilfskomitee für die notleidenden osteuropäischen Juden Justiz«! Dr Blau. Frankfurt a. M. Verband der russischen Juden In Deutschland Zentralrat der Jüdischen Welthilfs-Organisation SUttsrat Teitel Vertretung in Deutschland Dr. Klee Qfitige Spenden bitten vir mit der Bezeichnung »Für den Ukrainefonda* zu senden an die Commerz- und Privatbank, Depositenkasse C, Berlin, Chariottenstraße 47, Postscheckkonto 1303 und an da« Bankhaus Lincoln Menny Oppenheimer, Frankfurt a M„ Postscheckkonto 1276. m A o 8 C) S o A S 0 L ei ..qi i* ™-k,. ■■■■■ ■■■■■■ ^^/9A 341539