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Jüdische Volkszeitung · 1921-06-17 · 23 (17.6.1921) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
27 (1921)
Issue
23 (17.6.1921)
Date
1921-06-17
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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St. 23. Stttt 6 3ii»i|cht voli»,niung 17 Juni 1921. Lokales. Diederholle Beschwerden über Kränkungen jüdischer Schüler und Schülerinnen durch ihre Altersgenossen haben der städtischen Schuldeputation Veranlassung gegeben, die Vektoren und Hauptlehrer der Mittel'. Volk»- und Hilf-- schulen in eine« Rundschreiben aus da- Ungehörige, Un- {erechte und Unedle eines solchen Verhaltender Schüler ivzuweisen und sie. soweit ihnen berechtigte Beschwerden jüdischer Kinder bekannt verdln. zu einem Einschreiten gegen die Schuldigen zu veranlassen. Liga»«. Eine ernste Nachricht wird in Florenz ver. breitet, die die dortige Gemeinde in große Erregung gebracht hat. Nämlich die Notiz, daß der Vroßrabbiner M«mchei». Die .Neue Badische Lande-zeitur.g" berichtet unter dem Titel .Ein deutsch'vdlkischer Prozeß' a» 9 d. Mts. über eine Sondersttzung des Amtsgerichts Schwetzingen, in der gegen di« vom DeulschvSlktfchen Schutz- und Trutzbund gegen vier Angeklagte wegen Nötigung, ösfentlicher Bändigung und Ruhestörung verhandelt wurde. Der Anklage logen die Vorgänge in der Versammlung de« Deutschvdlkifchen Schutz- und Trutz bundeam S. 11. 1920 zugrunde. Die ttetfaMMlana war gegen 1 Mk Eintrittsgeld jedem zu- --»-ach. Mit Ascksicht aal die «Wufeit. die »on deutIchvoMjcher Sefte rütiac Zeit |»»*r durch Plakate jeden Forma'« geteistet wurde ,»d de» «nfe«. der Freitzerrn von «amia vorau-ging. hatten sich zu dieser Oersanimlong Obch Gegner einaefunden. darunter die vier ftafrfUjtrn. Rach Schilderung der Zeugen war de» Auftakt der verfamM'tmz auf der einen Seite da« Perlangen einer vürswahl ui Sicherung einer Diskussion. auf drr dem chvoitifchev Seite der »nsfpnich ^Joden sind kein« Deutsche". La« provozierte. e« gad lürwiende Gruppen, der Versawmluuzsleiler bemühte sich, eine emleißrnbe Ansprache zu haUen, drang gegenüber teu Zuiufev aber »ich» durch, uud schließlich kam der Redner de« Abend« an da« NehnerpoU. um mit seinen Ausführungen zu beziinen. Da sich aber dir $UBtrtrirn noch nicht gelegt hatten, gelang r» ihm auch nicht, zu Wort z» kämmen Auf der einen Saalseiie wurde die Dkarleillaisr angesiiMMt, uud darauf zündele sich Freiherr Jürgen von Ramm et»e Zigarre an »nd dreble der Per'ammlong. d>e 2u« 3 «00 Teil- ^tzmern bestand, osienratto seine Reh^ette zu Ta« war Lel in« Feiwr. die Erlegung wuchs, et kamen Rufe wie der „la« will eia Ofstzier sein" and .Da« will ein Deutscher sein", »tzo'.l ihn herunter". Eine Anzahl kurte sprang aus« Podium und Herr von Ramm wurde tzernnter- und hmausgerrüngi. Ml« der Versammlung war e< dann vorbei Hhte Trutzdündler riefen den Staatsanwalt um Schuh on und ans ihre Aussagen gründete sich dann eine Anklage. In seinem PMbeper sühne der Venrcier der Staatsacwattschaft au«, daß er aus Aalast der Verjährung der unter Anklage gestellten Bergehen Einßellnng de« Verfahren« dearttrazen müsse. kre Auffassung der AuRsger bezüglich de« kandfrredensbruch« teil, er nicht und im Falle der Richtveriäheung Hütte die StaatsanwaMch-rfi eine Eeldftrafe »on etwa GO Btt fßr die Ruhestörung beantragt. Freiherr Jürgen »M Slam in habe sich in nicht quslifizierbarer veise benommen. Der Staatsanwalt sehe sich heule von den großspurigen Herren, die die Lnzeitze gemach« »r-d outersiützt Hütten verlassen und muffe die Ber- ■ttrifvag in das Ermessen des Gerichts ftesiei-. 8»» Schilt |li t* »ch ei« trritzlich» .lntttneu«. Stt .^ch> ttnkiratf4t" »»«ttztttr »r,ft ttktl sich >»» (Met. 3« »taigr» Sitzt» »«It tr »«» 3»>t»i»» it»»ltich»>». Sr »,tzr r!»i«r Sitzt «»» dt» So»»» „••Ita" M 3»dt» Rt»ti»I «»tlelt». II»> tt lad »»» d»»» i»,tt itz» »tr «»ld»»»»tt - i» »litt . OtfntUAtrit »»ttztiich — M»|ttt •«»«» Retzrial. dt» Ct»! all tztstt» BtisPiti ftt »it Schitchiißitit »tt 3»dr» tzi»ßtl>te, tt» S»h» tt» tkiiigt B«ii«r» fei. XaMtnl Sit «trtzmidl»», tikttt „ch »itrsisiiditztr Laute »tt »tr Siatztl,», »td Bttittzrt»«.!» sidti»t» «il Artisyrtch»»» »»er Utdttditd»»» der ütsit» >»f »it StaaMißt. -»»»t» i» »»»tt». »m l. Zmil «>t ti» tta*lia»tttii!nib »ersissse». fmde» diese jüdische Geweiode durch fünf Eruwanderer «es dem Pfalz Reudnrzischen gegründet wurde. Aber auch im Mittel, alter desiaud hier schm» eine Gemeinde, die d,e Getchichkr der blatigen Juden »er solamrgen des Mittelalters mehrfach mvühat. so dost Harburg tiMM{(1Me) unter de» „Martersiülten ' genannt wild. Za derselben Zeit, wie hier, durften sich auch mit Genehmigung des Grafen Akdrecht Erusi von Oeningen Jaden au« dem Renburgifchen in Alesheim gegen eia jährliches Schotzgeld von 14 Gulden niedertasten. Aber schon 1680 wohnten keine Jude« mehr zu Alesheim. H Margulie» beabfichlige Italien zu verlassen, um seinen Dohnfitz nach Breslau zu verlegen, wo ihm das Direktorat deS Rabbinerseminars angetragen wurde. Man gibt sich alle Mühe, ihn für Italien zu behalten. — Die ausgezeichnete Liblrothek des in Breslau verstorbenen jüdischen Geschichtsforschers Pros Tr. MarcuS Brann ist von der Witwe tn London sür 100.000 Mk. zum Verkauf angeboten worden. Zum „Füll Ltwin". Die Rechtsvertreter drr Firma ü. kewin in ^re-tau bitten um Aufnahm.' uachfolgmder Mitteilung: Da« gegen einige Inhaber der Firma t. -rwin anhängige Ver» fahren har keinerlei Steuerdelikte, insbesondere nicht etwa Kapital«' rerfchiebuoz zur Grundlage. E« handelt sich vielmehr lediglich um dre bei eil« ,o, virlm Monaten von dem deutschvöllischen Lchutz- und Lruhbuab nhobeaen t-oiwürfe. wegen deren bekanntlich von der Firma E. kewin gegen den Schuh- und Lruhbund cm Zivilprozeß anhängig ist. Die Inhaber der Firma Ä. kewin find, wie sie ja durch tärhebung der Zivilklage schpn bewiesen baden, vollkommen rnn Der Erlaß de» Haftbefehl« ,si nur vaturch möglich gewesen, daß die Uorerfuchuug sich darauf beschränkt hatte, ausschließlich da« vom Schuh- »ab Trutzdund dargebolene Vetastungsmatenol zu sammeto und daß die Leschuidigteu. odwoht da« Zerfahren seit Dezember 1920 schwedr, in ihm noch mchr vernommen waren. Dagegen wurden Zeugen gedön. teien Uuglaubhasligke:! ans der Hand liegt. Die we>ostn»g«zeoKil sind nämlich in der Hauptsache wegen Unredlichkeiten eoklaffeue trUyere Angestellte der Firma, der Kronzeuge, nawen« Graupner, ein entlassener Angestellter, ber Erpressungsverfuche gegenüber der Firma E. kewin vorgcnommrv hat, und in d.w gegen ihn deshalb anhängig gewordenen Verfahren Unzurechin:ng«fähigkelt vorzefchüyl hat Ter Uttkersuchusq-richker h^t diesen Zeugen, dessen Penonlichkeit ihm wodl uubekannl war, vereidigr und in den Auslagen vikfe« Manne« sie Unterlagen zum ENast de« Haftbefehl« gisundei«. T>e Haftenklassuag der Herren keo und Max kewm ist bementsvr.'chend reiei!» wenige Stunden nach ihrer Bernehmunz zeze» Kaution erfolgt. Ter gtrabezu groteske Verdacht einer beabsichtigten Flucht ist dadurch entstanden, daß der kranke Seniorchel der Firma sich z. Zt.— natürlich MH Genehmigoug de« Finanzamt« — in Mariendab zur Kur aufhalt und fein Schwiezerfohii Ankang »origer «Loche ferne kranke Frau au« «Lien holte, wo er piogrammäßig am Sonntag zurückgekehrt ist. Gegen beu letzter n war ein Haftdefebl nicht ergangen. Wie der deutsch völkische Schntz- «ud Trutzbnvd arbeitet. AuS drr Mittwoch nachm, stattgesundenen Letrirbslätevrrsammlung der AngesteUten G. Lrwin «st hervorgegangen. daß die Berhsftung der Herren Leo und Mar Lew in ans aütisemitische Umtriebe z»rückzuführe» ist. Perssrslie>: Die Untersuchung führt Gerichtsafsefssr Stenzel. früherer Vertreter be-Nechts«»»atts Schmidt. NechrssüMslt Schmidt ist z. Zt. Prszeßvertreter des de,tschd-lkische» Schütz- «,» rrAtzb«»deS. Hauptdelostung-zeugen sind: Der geiftestra>ke ehemsli-e Angestellte Graupner und der »esie» Unterschinsinnst von der ßa. Lew»n ün-rzeistte und plitzUch eütlssseie Angestellte Götz. zs». S,r«. ». z>P»rt»rrri« „v,r-K»chti»". Nochenpivzramm von Freitag, den 17. 0. bi« Donnerstag, den 23. 0. Ivlr weisen schon jetzt daraus hin. daß auch in den Schüler- und Mädchenabteilungen während der «erien der Betrieb in volle» Umfang ausrecht erhalten bleibt. Sonnabend, bon 18. Juni, abend« 8 Uhr: Heimabend der Sportadteiluna bei Ernst Evhn. Reudorfstr. 77. Fußvall-Semoren. Abend« 8.15 Uhr: Frauenabteiluog: Rachtwanderung an der Lder entlang. Dreffpnnkl: Paßbrücke. Abend« 8 Uhr: Heimabend der SpoNabteiluog be, Zellner, Biktonastr. 83. Fußball-Junioren^ Sonntag, den 19. Juni, vor»ittag« 8, >0 Uhr: Männer- und Frauenabtekluag: Sport auf der Kornerwiefe. Nachmittag« 3.15 Uhr: Fraoenadteilung: Haldtazsfahtt nach Masselwih. Trefipunkt: Letzter Heller. RtUkkedr gegen 8 Uhr. Mnvtag, den 20. Ju»>. abend« 6—8 Uhr: Tarnen der Mädchen- Jugendabteilung, Schwennstr. 13, Augostaschul«. Abend« 10 Uhr: Turnen der Fraoenadteilung. Abend« 8 Uhr: Man»schaft«ade»d der Sportabteilung. Jüzerhei«, Kronpnuzenstr. 41, Fußball-Junioren. Nach«,nag« 4.30 Uhr: Mädcheo-Juzendabitiluog. Schwimmen. Treffpunkt: vor Anders. Dienstag, den 21. Juni, abend« 8-9 Uhr: BorturnerkorsuS. Schwermstr 13, Augustaschu e. Adeiid« 9 —10 Uhr: Turnen der Männerabteilung. Abend« 6-10 Uhr: Turneu ber Jugendrieze. Mittwoch, den 22. Juni, abend« 6.15-7.45 Uhr: Turnen der SchstleradtkUung. Sabvwaschnle. Nachmittag« 4.30-6 Uhr: Turnen der Mädchenadteilllttg. SchweriaKr.. obere Turuholle. Ab,nd«8Ubr: Mannschaftsabeud der S-vrtadteUunq. Jügerhei», Urvnpiinzenftr. 44. Fußbai-Senioren. Abend« 7.15 Uhr: Spielen auf der Kvruenviefe. Treffpunkt: Endstation kinie 2. Donnerstag, den 23. Jom. abend« 8,30-10 Uhr: Turnen der Männerab)«luug. Schwennstr. 13. Abend« 7-8,30 Uhr: Turnen der Frauenabteiluog. Abend« 8.30 — 10 Uhr: Turnen der Jugendriegr. Rachwittag« 5 Uhr: Heimnachmittag-Grupp, Ü der Mädchen. Jugendadieilung dei Margot Ring. Viktoriastr. 33 Spsrtlichks aus tzer jüdische» Turierschsst. Wie bereits gemeldet, ging bei d-em am 5. Juni stattfinbenden Staffellauf .Quer durch Breslau" der hiesige Bar^Kochba im Hauptwettbewerb als sechster durchs Ziel. Am gleichen Tage wurde in Berlin der klassische Stafsrvaus Potsdam- Berlin von insgesamt 85 Mannschaften gelaufen. Ter Berliner Bai-Kochba stellte 3 Mannschaften, die wie folgt einliefen: Mänuerfiaffel 17. Frauenstaffel 8. Jugendstaffel l. Im Hamburger Laus >Nund um die Alster" beteiligten wir unnur mit einer Jugendfiaffel. die den 1. Platz in ihrem Wettbewerb errang. Ssmmersest der Breslauer Zisiißischea Berei»ig»vg. Zu dem am 6. Juli stattfinbenden Sommerfest find Karten im Vorverkauf m der Lesediele bei Li Freund. Korser Wilbelmstr. und bei S. Lilienfeld (Curt Drahns. Lchweidnitzerstr. 37. Telefon 372. zu haben. GeburtStasi. Frau Iranelte Schwerfen,, jetzt hier hier wohnhaft. HSschenstr. 84. vollendet am Sonntag, den Ift. d. Mts. in körperlicher und geistiger Rüstigkkit ihr 80. Lebensjahr. Die Jubilarin war Küher in Posen wohnhaft, daS sie infolge ver veränderten politischen Ver» hültniffe verlaffen mußte; sie hat sich dort durch sozic.l' Betätigung im jüdischen Eemrindeledrn besonders verdisstt gemacht. r Familiennachrichten. ^Mittrilurigkn sn« b»m -»frrkrrise -er« erwünscht.) Bar Mizmah Alte Synagoge: am Sonnabend, den 18. 6. Harry Loebinger, Vater Ernst Loebinger, Ohlauerstraße 28. Alfted Abraham. Vater Theodor Abraham. Klosterstr. 20. HanS Sternberg. Vater Isaak Stnnherg. Franksurterstr. 100. Trs«»»ge» in der Alten Synagoge: am Sonutag. de« 19. 6. nachmittags 3 Uhr: Frl. Ella Nebel? mit Herr» Victor Kunert. nachm. 4 Uhr: Frl. Jenny Joschkowitz mit Herrn Cürt wolff. vkerrißNNßt». Friedhof Loset: am 8. 6. Rosaüe Mannheim. Hnkda Zwng. Kaiser Vtlhelnrsir. 157. sm 10. 5. Iba Latst geb. Goldberger, Graupenstr. 8. Ernestine Sander/Mevzeisir.^93, Amalie Weißmann, Garienstr. 16. Gertnid kandmann. Moritzstr. 37. am 14. 6. Moritz Blnmenreich, Renfchestr. 28. 1921 A«le«i»<r m«i viitgeltill von Rabbiner Dr. Heppve'r. Wochentag Monat Juni | Mi nr.^or. Sabbach. Ausgang tchschniv*) Propheten» abschnitt Saddath IS 12 Bre»lart9*' HV1 IV. M.4“ 7* VK '.IN ' 1HH Sonntag 19 13 Perei, l Rieht. 13*—M \ *) Jnbatr der Sibra: For^etzana der Dievstordamlg u«ch Zähluna aller tiei stfähize» keviten oo« 30. bi« 50. kebensjahie. FortfLattunq der Unreinen an« dem?ag»r. Vorschriften beim ver« bachr der Untreue lSola). Der Rasir, der Priesicrsege». die G eschenke und Opker der Slamwesfürstev. 20. Juni 1915 ßarb in verlin Geh. Barirar Dr. Jag u. phil. j Emil Rarbenao. Generaldirektor der Berliner L. E. G., der Vater I be« Muiifler« Walter Nathenau. Druck nnd Verlag? S. k i l i c n f e l d fJah. Enrt V r a h a). v raniwonlichlür denJühatt: Robert S pitze r. beidin VreSla unset Jotal-Ausverkau d»r Knuben-Abteilung dauert nur noch ganz kurze Zeit und bringen wir jetzt Knaben - Stoffanzüpe Knaben-Paletots und -Ulst« Serie I Serie II »k. 180 Serie III Serie I Mk. 90. Serie II Serie IH Mk. S60.- Mk. 90.- Mk. 175.- Mk. aso- Wir ni. -hon ganz besonders darauf aufmerksam, daß wir nur allerneueste Formen und beste Qualitäten zum Verkau bringen und ist jedermann Gelegenheit geboten, jetzt bei uns Knaben.Kleidung enorm billig zu kaufen Breslau. Schweidnitzer'str'.Q

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