Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- 21 (3.6.1921)
- Date
- 1921-06-03
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Nr. 21. Geile 6. Jüdische Doll-zeitung. 3. Zum 1-21 und mehrere Herren au- Bre-lau. Die Liegnitzer Shnagogengeineinde entsandte die Neprüsentanten: Recht-anwalt Piek. Max Schneider. Alfred Seidenbera. Wilhelm Sandberg. Silbermann. Heinrich Kühnberg. Rabbiner Dr. Peritz. der Zentrolvereio jüdischer Staatsbürger seinen Vorsitzenden: Instizrat Fronzig. die Monisten,Dr. Levy und Tr. Nathan. Nach einer sehr anregenden Debatte wurde d:r hiesige LM-verem — als Zweigverein der Berlmer Zentrale — gegründet. Der provisorische Ort-verein- Vorsta.id ietzt sich zusammen auden Herren: Ehoyke. Tichauer. Bick. Kühnberg. Siedemann und Sandberg. Unter dem lebhaften Beifall der Versammlung traten sofort zirka :i6 — aus dem Kreiie selbständiger und unselbständiger Handwerker — unter Leitung de- Herrn Chovke dem Verein bei. dem somit erne größere Entwicklung be« schieden sein durite. Sieglitz. Aron Rosenthal — _ alleiniger^ Zn« Hader und Gründer der äirma: fl. Rosenthal u. Sohn. Zentral-Schuhhaus. Liegnitz. Ring l — feiert im Kreise seiner Gattin und Kinder seinen 70. Gednrt-tag. Möge dem Jubilar — ein Posener älnchtl'ng - der über Jahre in Polen gelebt und gewirkt hat. noch ein im getrübter Lebensabend be'chieden sein. Lokales. Breslau. Wie wir erfahren. t»at der Vorsitzende der LrtSgruppe BreSlau der Zionistischen Moderation .Binsan Haare;". Herr Rechtsanwalt Tr. Galland, dieses Amt zurückqelegt. A«. de» P.lirri-Amt.bl.11. Um auch sehnen unbenniielier Familien k>e 2'iöqiichleir;u gewähren. kich der raufbahn Lee bcberen PecwaUiiiijsbeLMlen |t> widme». Hai fi,r Or. ftinauv»'niö,r in den iiorLi'l,al>nqfn pmi&i'dKii ^aulfeaftlplan ,tit,n ^oiids iMtfttttm tasten, 2»S dem Sieqier.in^s- >eferenbaren im jyalle der Bedür'tiakeii wikerruinche laufende linier dalttmASj»fchtiste gewahrt werden kennen, tlugerdein hat ficb der Fmanzminifter dainn eniver-anden erllsN. daß denjenigen 'steqienmgS. ^«lerrndaren, denen während der Au<bl1dungszen e>» vsüer ÄrbeirS- «eit iht seldstLmtigen Erledigung überirazen wird, die alfo eine vclle »rbfitifraft ersetzen, während der Tauer vieler Tätigkeit Beriilkungen au« de« HiUsardeiierfonds ,ewahr: werken tonnen. ,tzSr die Referendare der übrigen Beiwaltungen «Gen-his-. V rg», »sollt-, 2iod'enreker<ntare ii'w.) tft eine dbnlul>c Regelung Bewerbungen um Lnnahnie a'l Stez,er>ing«eeserendar sind an einen d«e Regierungspräsidenten in tkön gsderg, üoiskam. ^ranksurt a, D.. Lteltrn. Breslau. Merseburg. Hannover, Lchleswi^, MSirster, Lasset, lüffeldori oder Köln zu richten. Breslau, den ü. April Iü2l Der Politeiprafident. I. B. Tr »keinfetv. Familiennachrichten. (MrNeilonzen aus b,m Leserkreise ltels enoktnicht. ■ ®it Mijwah. Alte Synagoge: am 4. 6. Ernst Günter Karpe, Vater Slegmuad K. Schuhbrücke!92I. Albert Loewy. Vater Leo L. Neue Graupenstr. N. Ve»rdiß»u-e». Tsrietho' C-'el: a»> lü. 5 Bernhard Kl.pkarcjvk. Nikoleistr. ü". am 2". 5. Aerog Mattheu-. Taueiiyienßr. «30. am 22. fr 3iiliul Moses, tdailer Wildewstratze 103. am 25. '> Marcus Schindler. Ho-chenür. 9*. Nanno Zimmt. Holie str 46. lkeon Golk, ring, Schillerstr. 10. am 27. 5. Karl Reiter. Herrnprotsch. Willv MoMt. Gadlyitr. 1G-4, am 29. 5 Samuel koewenüem. Augufta'lr. 39. Srtma Manneberg. Harjgerode. Lun Loellis. Cbarloitenburg. am 31. 5. Tora Tanziger. Hobrechtu'er 1.3 14. Cstkst|-Cfta. Li ne bedeutend, Lohlenertparuierzielt i:;an durch die Verwendung der Jinmerbrand P a« en i - G ru be-X ch- und Heizölen, die durch finogeina-e Äonrtruftton. nnlatbfl, Handhabrnig urb «elseitiqfte Verwendung wie kochei. braten, t-acken dün-en. fiereüiiereii. warmwasterbereiren die billigste .reuerung der Gegenwart darstellen. Gerade bn der heutigen llngewißbeü und Schwierigkeit m der Kohlenveriergung ist es von nicht zu unter, schätzendem Wen. einen solchen '"«en zu d fitzen. desteri Anlchaliungs-- Preis sich schnell durch die billige: 'andere nnd srarsam, Gnitekek«. semuing dezahil »«acht lsteudekrks ist bezugslcheiii'rci und wird in stelzendem Maße m den Braunkoblenreviern« gewonnen. T>e neueste» Modelle dies« Crftn zeigen nnr paieutamilkch gt'chützie Nncheit. die alle anderen Fad.«täte Ubenristi. Fn den Geschä'isräumen der Firma tallen Vorwerk, hier. 3d)lofip(ai< I. wird tin svzch« Ose» dauernd in Betrieb gehalten unk Enterest,« ien gern »»»erhmdtich vorgessthn «siehe auch heutiges Inlerai). Wer trägt die Schuld. U«ch Ulf». Bon Kladiinir Iabot INsky. 1'ondan sna.h einem Interview im „Iewi'b Lbronicle"., )n diesen Tagen wird oft die Frage ausgeworsen. wer die Verantwortung für die Ereignissc in Jana tiägt. Tie Verantwortlichkeit liegt nicht nur aus einer Seite Gewig kann viel gegen die Schwäche gesagt werden, welch« die,palüstinenst'che Verwaltung zeigte, indem sie eS unter' liest, unfreundlich gesinnte Beamte zu entlasten rder gegen die künstliche anlisttdische Agitation einzuschreitiN. Auch die Zromstische Kommission verdient getadelt zu werden, weil sie nicht deutlicher und beharrlicher rn ihren zahlreichen Vorstellungen bet der Regierung gewesen ist Auch die Zionistische Exekutive tu London tnsit em Vvrwurr. weil sie verabsäumt hat. der hiesigen Regierung die Notwendigkeit eines besseren Mandates und die Beschleunigung seiner Betätigung durch den Völkerbund vor Augen zu führen. Echlrestlich isi auch die englische Regierung selber der Kurzsichtigkeit, de- Mangeleinebeherzten Programms, des Zögerns zu bejchuld:gen und des Versuche-, jedem zu gefallen, ohne irgend jemand im besonderen zusrieden-;nstellen. Ter schwerste Tadel aber trii't die kleine Gruppe der judrschen Kommunisten in Palöslrna. Ich 'ur meine Person glaube nicht, dast die Jafsaer Ereignine durch sie hervorgerujen ivordrn sind, aber ihr Benehmen hierbei und bei vielen anderen Gelegenheiten ist sicherlich ein unverzeihlicher Verrat der elementarsten jüdischen Znteressen. Drese ganze Kritik ist ..gerecht", ater ste rst auch leickt und wohlfeil. Ich 'eldst drn immer ein strenger Kritiker gewe'en. und ich glaube, dast die Kritik ein wesentliches Anfbauetelnent ist. Aber ich habe wenig Vertrauen zur Kritik, wenn sie mchk von Leuten ausgebt. die bereits selbst ihre Schuldigkeit getan haben. Und wenn ich sehe, wie man Regierungen oder Erckutiven in der lüdlichen Preste oder in deii vsienttlchen >udi>chen Versammlungen der Tia'pora tadelt oder ihnrn Vorwuife macht, so kann ich nur immer wieder die gleiche Frage stellen: Ihr. die ihr protestiert, habt Ihr selbst Cure Pst'cht getan? Mit geradezu brutaler Lsienheit möchte ich erwidern, dast^ in nieinen Augen der Hauptschuldige, der für die Zapaer Ereignisse vcrantwortlich ist. das jüdische Volt selber ist. ES jubelte der Balsour-Teklaration und San Remo zu. es histt« blauweitze Fahnen zu Ehren der Ehaluzim. aber es hat verabsäumt, die ersorderlichcn Gelder aufzubringen. um den ersten Grundstein für das nationale Hetm zu legen und um die Einwanderung einer größeren Anzahl dieser Chaluzim wirtschaftlich zu ermöglichen. Tie jüdischen Massen haben häufig gegen dre EinwandernngSbejchränkungcn protestiert, aber eS rst Tatsache, daß seit der Ernennung Sir Herbert Samuels bis zum heutigen Tage der Jaffa er Unruhen es keinerlei Beschränkungen gab. Es handelt« sich nur darum, inwieweit die Zionistische Organisation jedem Einwanderer, der nicht über private Mittel verfugt, ein Zertinkat verschaffen kann, daß er drüben Arbeit siirden wird. Wahrend der Monate, die sert San Remo verslosten sind, hat das jüdische Volk es versäumt, seine Pflicht zu tun. kenne all die Entschuldigungen. wie sinanzielle Krisis usw. Das mag eine genügende Entschuldigung sein dafür, daß die 25 Millionen Pfund Sterling noch nicht gezeichnet sind, aber die Juden der ganzen Welt oder die Zionisteu der ganzen Welt könnten lerLt ein Viertel oder ein Zehntel dieser Summe aufgebracht haben Sie haben jedoch noch nicht 3 °/0 deö Betrages aufgebracht. Ties ist die wirkliche Ursache und der Grund aller unserer Sorgen. Mit allem Zujubrln und allen Re^en über die Ehaluzun sind wir bis jetzt imstande gewesen. 3000 dieser glänzenden Pioniere nach Palästina zu bringen. Zehntausende von ihnen warten in ganz Osteuropa, aber wir können leider nicht daran denken, ne intz Land zu bringen, weil wir kein Geld haben, um ihnen Arbeit zu verschasieii. Waren wir dazu imstande gewesen, so waren solche Ereignisie wie die Iaffaer Unruhen unmöglich Gebt uns die Mittel. 1000 Chaluzim beim Häuserbau m Jaffa und weitere 1000 bei wirtschaftlichen Arbeiten bei Mikweh Israel zu beschäftigen, und jeder Versuch, die jüdischen Viertel zu sturmen, würde in 20 Minuten abgeschlagen jein. Einige meiner Freunde kritisieren oaS Mandat sehr scharf. Ich behaupte, selbst einer der schärfsten Kritiker dieseverkrüppelten Dokumentezu sein; aber ich and bole. daß eS noch jetzt, in letzter Stunde verbessert wer könnte, wenn nicht dre Zionistische Exekutive zu ungl seliger Ohnmacht verurteilt wäre dadurch, daß unser ll eS versäumt hat. die nötigen Gelder aufzubringen. Churchill nach Palästina ging, sah er unsere Kolon Schulen und Chaluzim. aber er entdeckte auch, daß uns nur mühsam fortschleppen. ohne irgend etwa- 91i zu schaffen, daß die bhaluzim zerlumpt und barfuß gin; daß sie beim Bau von Landstraßen beschäftigt axu welche nicht wir. sondern die palästinensische Regier bezahlt, womit sie morgen aushbren kann. Wären wi: der Lage gewesen, ihm 30 neue Kolonien im Entste Hunderte von Häuserbauten in jedem Teile de- Lan gut ausgerüstete Lager. Küchen nnd Krankenhäuser unsere Chaluzim zu zeigen, sowie einen Goldstrom, in die Kassen der Organisation für weitere Entwickln! Möglichkeiten stießt, so wurden wir sicherlich i anderem Ton über das Mandat verhandeln kön> Tann vielleicht könnte ich den Standpunkt verstehen, uns drängen will, .von der britischen Regierung besseres Mandat zu verlangen, widrigrnsallwir ui Arbeit einstellen werden." Wie die Dinge heute lii muß ,ch leider sagen, daß wir nichts eiirzustellen h« In der Legiontzsrage. die ^etzt daS Hailptprol Palästinas ist. weil ohne Sicheiheit für jüdische- L und Eigentum es dort keine Aufbauarbeit geben werden wir gleichfalls durch die fehlenden Mittel gehin! Schon jetzt könnte die jüdische Legion von Don bi- Ber organisiert sein und Iilden und Araber gleichmäßig schül wenn wir dem überlasteten englischen Steuerzahler geboten hätten, unseren Anteil an diesen Kosten zu tra Wenn wir ohne Verteidigung sind, so hat dajüd Voll selbst die Schuld daran. Einwanderung, öffentliche Sicherheit. Wiederausk Mandat, die Jüdische Legion, der Z,oni-muals Ganzri alles steht und füllt mit dem Keren Hajeffod Za den Maasser. zahlet ihn sofort, trotz alledem — oder ' seid.selbst jur die Folgen verantwortlich! Lir Alfred Mond. Im englischen Parlament hatte Minister Sir >l Mond, der ein stolzer Jude ist und bem Wirtschaft der Zionistischen Organisation ongchbrt. über die auch England io schwierige Wohnungsfrage zu reierieren. diesem Anlaß sagte er: .Jeder, der die Stellung de- Ministerfür Gest htitswesen einnimmt. erinnert mich an einen meiner % sahien im Lande Pharao-, von dem man veriarW Ziegel ohne Stroh zu machen.' Tiefe Bemerkung lüste große Zustimmung im H< aus. und ein Abgeordneter audM^Reihen Btt Ntch-i Partei stellte die interessierte Frage: .Gelang eiha Mond antrovrtete: .Sie hatten gute Erfolge, glaube aber, daß sie nachher streikten wegen der Ueberarl die sie zu leisten hatten und daführte zu einer betri luten Unruhe. In der Gegenwart, wenn fich-d>e Sta nnanzen in so ernster Position bennden und Geld so ist. ist die Aufgabe de- Minister-, der deu Häuser durchzuiilhren hat. eine sehr schwierige." Lportecke. /ras Tuiuu,b SvsNfeg der Iüdifchea Tvrserfch in Brüvn. 8.—ft. Juli 1921. Anläßlich des Weliuimiaqes veransiallel der ifchec-slioval >»' lichen Tui^itchasi em Areiä-torn- und Spant»- ladei zu vieler Btraiiiialkimz die ausländ«!chen «üdilchen Turn» bparlvtieine ein Ihre Btleilizunz haben berei!« zugeta.'ji: Der land. Rumänien, Lesterreiw. Ungarn und Iuaotlavien. Tas vorgetehene Brograuim lautet: 3 Iu!i, 0FtOTitta>]6: Generalprobe juin Lchauiurnen. inaHili und Freiübungen: 4 Uhr nachmiiraqs: Schauturnen. 4. 8 Uhr früh: Wkklutnen. gleichjkiiiq Wellurne» aiiSlandiichen Ber-ine. Ferner: Ausscheidunaskämpfe für dal 1 alblkii'che MeeNnq. Nachmitiaa« 4'/, llbr: t'eichiakhleiisches Me« jö aiikchließend )ußra>»»rkSmpfk 5. Juli vormüirzs: Scbivimmeelina. 4tachmi»iaä0: wrnspiele, Hvckeo etl. Abends: PreiSvetteiluiiaen, GefrlstchaliSa! Tas iurnerische Programm wurde nachtzrherd »vrt-ufig netevi: l. Lllqemeinee Auünartch: 2. Siabübu»zm der Iuzevdn« 3. Uebunge« der Madchenriegen: 4 Geralturne» der $• 5. Spiele, tolfltümlnt, llebvnzr» aller itilnrbauabf» Gnq Hechler: ü Geräuurnen der 5'«rrk»: 7. Gerätturnen der rieaen: v. Freiübungen der Tomen: 9. Freiübungen der Her 10. Sonbervl-rfSbrungen der Be,eine und Gaur. Ildmch-Yortrag (Kjn-Jtikow) des Herrn Oemeinderabbinm Dr. Hoffmann jeden Sonnebend prftc. 5 Uhr nachm, im Lokal des Mechsike I bor»-Vereins<Wall»tr. 5) Zahlreichen Betuch von Damen und Menen, auch Nichimit^liedem sehr enrünscht. »Agodö» Jeroel**» Ortsundjufeodfrapp«. Paläsvina-Wein j | am Rttchon-Lc-Zion eingetroffen j V*if rrotthdlt. Heiirlcb Büchler j | Nit'iuninsM 7 Tel. Ring 4209 j Ich hab« meinen Betrieb nach i j meinem eigenen Bankftbiude Schlosstrasse 3 >niiHmauinmn»ni*«HimiMHmwiMiii : (zwischen Blöcherplatz und Karletr): : : □ : verlegt und erlaube mir besonders, : Q : auf maine nau erbauta, unterirdische ) Q : Treeoranlace^hinzuweisen. ] H Bankhaus Hermann Loewy ( : Telefon Ring 76S7. 7688 7689 Keine Kohlennot! 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