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Jüdische Volkszeitung · 1921-05-20 · 19 (20.5.1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
27 (1921)
Issue
19 (20.5.1921)
Date
1921-05-20
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Delrgiertentag d,r Zionistischen Vereinigung für Dentschland. Der „nationaldentsche" Jude! — Zionismus und Vaterland! Au« btn Berhanblungen bf« 17. Zritgiattntagts ber Zimiististen Sfriinigun* für Deutschland, bft in Hannover vom 18 — 17. Mo! 1921 nbgtbalttn würbe, bürste weite Kreise inibesonbrre ein Leit bes Reseral« .Zionistische Arbeit in Deutschland" interessieren, bo« ber Vorsitzende bei I B. s. X-, Rechtbonwolt Dr. Felix Rosenbllllh hielt: . . Wir brenchee eine Organisaliou, grlregee unk mit stertem Wile» erfüllt »»» Menschen, kle kns Jnben» tu» on» ber »»Irrtheit kr« «eine to,i«srn unk >»ch Palästina führen »»len, eine Organisation, Heren Mitglieder »ll Palästina knrch Zieh« nnb Üeistnn, kerlalpst stnk. Heren Ingen» »1« höchste» Ziel Mt stehen» »er Aasten Palästina« »nrch eigen« Nebelt gilt, hie sich »it »er Inhenheil »er ganten Welt berbnnhen »ritz, in »er »er Crtnung»- nnk UntererbnnngbKnn einer ltmhsenhen nnb »nnenhen «emeinschaft lrbenbi, iß. Unb noch ein« must frfnnnt werben, worous in biesem Zusammenhang« Vlumenselb oft hingewiesen bot: EI kommt nicht baeaus an, baß bie Organisation.nur Menschen bieser Art umsaßt, sondern barous. bah diese Menschen in ber Organisation beftim»enb find unb ihTvrn Stempel ihre» Wesen« aofbrüchrn Eine Zionistifchf Orgnnlsatlon von bieser Art braachrn wir. eine solche Organisation braucht aber auch bre Juden, heit, wenn sie wirklich Palästina ausbauen will — sei H al» Kührerin ober sogar al« Lollstreikerin ihre« Willen«. E« genügt heute ke>ne«w»g». bie nichtjioniftischen Inden für bie Kolonist,rung Palästina« zu gewinnen, wenn wir nicht Weiler und mehr denn je sür bie Zionisierung unserer eigenen Lewegnug wirken. Wenn wir un« daher jetzt an die Richizionisteu wenden. Io tun wir e« in dem »ollen Bewußtsein unserer bt» sonderen Ausgaben, bi« eine Aenberung bt« abstrakter« unserer Bewegung au«tchtieh»n. Nnb wir stnb durchdrungen davon, bah e« nicht nur au« mnereu Gründen unmbglich. sondern auch u» de« beodstchligten Erfolge« willen überstÄsig und sogar schädlich wäre, die Bahn unserer bi«- bttigtn SntDnflung zu verlosten. Wo« heute aus beuksch« Jftbeu wirkt, ist zweierlei: Einmal die Wucht ber Latsachrn. die »ii den Rameu San Nemo und Herbert Samuel »eckunpsl find, der Lieg de« politischen Ziouihmu«, den man sür unmbglich hielt. Und e» ist zweiten« ber Ernst Mist die Latberritschast ber zionistischen Bewegung, ber weher ihr Selb noch ihr« Jugend, noch irgend «in Gut zu kostbar ist, um da» letzte an ihr« Ausgabe zu setzen. Man begreift, daß ber Ausbau Palbstina« aus alle Fälle bnrchgeführl wirb, und auch nechlzionistische Juden empfinden instinktiv, bah e« eine Schmach sür da« ganze Judentum wüte, wenn e« mißlang,. Ran begreift, baß jetzt bi« schhpserischen und ansbauenben Krhstr de« Judentum» aus eine große Prob« ran weitester Sichtbarkeft und geschichtlicher Bedeutung gestellt werden, und ber jüdische Stolz sarbert. «aß niese Grobe gelingt. - Man «nchstntet >e aftunerträglich, daß min in Zukunft ln Palästina von den Leistungen der ganzen Jubenheit fftt Errz-Israel berichten, unb bah in biesem Schkpsunghhfricht ber Name de« deutschen Jnbentum» fehlen sollte. Man erkennt, baß di« ganze Wett kolonisatorisch« Laten ber Gesamftubenhrit in Palästina erwartet und suhlt, baß «4 ans hie Dauer unetibglich sein wirb, die Politik ber Emigrafton nach anoeren panoern ourrozu,u»ren. we Borwnrs »nssetzi, «ine groß« kolouis ungenutzt gelassen zu Hanen. Aste b durch ihr eigene« Schwergewicht, und w anderen Ländern burchznftthren, wenn MH stch!»ß« kolouisalnrischi diese Gest __. nur sachlich Ueberzeugungen der Richlzioniften, Niemal« Jtzr Entgegenkommen und ihre Gestkftgleft, ldienen ln selbst Wirkungen auküben. bl« politisch merkk«! finanziell nicht bdnngltf fink. Wir haken teü Berirauen, dal da» nichlzionlstlsch» benksche 5 Berpfiichlung sühlen wirb, stch mft nn» zu l Arbeit sür Palästina zu »»reinigen. Dies» Art schuft wirb und kann nicht ans «Uten Kompromiß g werben, vir itnntn ntzmal» verlmwnen. da» wn e» noch einmal ze sagen, durch Palästina test i überwinden wellen, wir »erben aber »erlangen, bah er den Begriff de« Goln«^ Sondern da» Fundament bieser Arkeftsgei Same Will», durch den Nushau en deg Judentum« zu dienen. Venn wir daraus vertrauen, daß «in solche« tz bündni« geschlossen werken wirb, s» stützen »kt e>«e ganze “ — «ereil fi», und kn MSäTl wird uul In dieser Nederzeuw CI ist Hof, daß brt B»s§uß Bestrebe, kiKint tfc alle» .NuL«M»WW' nnk I» »ftd sogar"»» Bchtklwust PtiWkW « .aatioualjüdischer PM»- herworftn, MAuN m« I baß in Palästina Mm jüdische ftitiilJw uw Feuilleton. Reinhrit. veirachtong zu» Wocheasbfchnttt Der Lchristabschnilt beginnt mit besonderen Dorschriften für den Priester. Er soll die Reinheit wahren, sich von ftglicher Unreinheit sernholten. Die Unteinheii entsteht durch eiur jrgtiche Berührung mft dem Lob«, durch Betreten de» Nauuie«, in welchem sich ein Lolrr befindet, durch lleberschrelten eine« Grobe«. Beim Heimgang» ber nächsten Anoerwonbten sollen diele Bolschristen für den gewbhnlichen Priester fort, bleiben aber sür den Hohen» prtefter auch bann iu Geltung, sür den sie nur sorlfollen, wenn et sich um ein n«o no handelt, b. h. um einen Zoten, ber keinerlei Annehmer hak. Einlrelend« Unreinheit Haft« sür den Priester und jeden sonst booon Bekrossenen strengst» ffernhollung vom Besuch« de« Lempel« zur Folge, bi» die Reinheit nach vorgeschriebenen ieremonial wieder hergestrlll war. E« kann sich bei ber Unreinbett, von welcher in diesem Gesetze die Rebe ist, nicht um eine kbrperlich», smibern nur um ein« seelisch« handeln. Di« Nähe und Gegenwart de» Lobe» wirkt niederbrückenb auf da« Gemüt de« Menschen. Gedanken ber Verzweiflung, de« Murren« und ber >,.flehnung gegen die gbttliche Borsehung regen sich in seiner Seel». Mil dem Aushdren der kMperlichkeft scheint ihm bi« gesaml« Persbnlichkeik d« Dahingeschiebenm vernichtet. Er zweisell an dem Borhanbenseln einer Serie, deren Wirkungen er nur durch die Kdrperiichkeft kannte und bi« ihm nun zugleich mit dieser geschwunden zu sein scheint. Er kommt zu einer materialistischen Lebendanssafiung. Unrein ist bit Gedankeu- Äblt im Körper da» Wesen des Menschen steht, . welche in der Seele den Kern des Seins erkennt. Mft bleser Unreinheit in seiner Seel« sollte ber Jude den heftigen Lempel nicht hefteten. Der erst« Über, mtlttgeabe Einbrnck de« Lobe« sollt« vorüber^heu. bi» Cwle sollte sich beruhigen, sich wieder zur wahren >ns- . de» EwigkeftZwerft» der menschlichen PersÜulichkett Dana war er «ftd« wüidig. ln bi, erhaben» i Übel che Lehre zu der religibsen Betätigung des modernen Juden. Der alft jüdisch« Paeftrr hat sich vom Lob« ferngnholieg. ber moderne komm! mit btt großen Masse ber ftiner Fürsorge Bejohlenen meist erst durch da« Eingreifen de» Lode« in Berührung. Der alft Lempel schloß fein« Pscrte den durch den ersten Einbrillk de» Lobe» Niedergeworsenen, di« modernen Tempel süllen sich »eist erst durch die Scharen derer, die flc ihr« Toten beten. sein«« Gelte» «nuu»^ Ge*njatzi M In wir schMftnl ßcht.hftse altühechftsrrft denn, schwerer ist «», ber Rot in» Auge zu schauen und zu lebeft, al» ihr feige zu weichen nnb zu sterben. Selbstmord begeht eine Reitgion, hie in. Lolenkiftln« ausgehl. Schn kann fit nur in steter Unterordnung unter dich gdlftich« Ideal. Gleicht nicht unser rrligibse» Leben »ielsnch den verborrlen Loleng,dein de« Schee«? Läft 8 un« nlchl not, bah bei Herr un« sortbrtchft von den Gräbern, an bi« wir un» klammern, aus den heeligen »stoben echten jüdischen Leben«? Mdchle sich doch an nn» erfüllen ha» Wort: Ich will meinen Geist euch »eben, ans baß ihr lebet k E» weiche der Geist der Unreinheft mH M Ral rialitmu», auf daß ivft führen ein Lehm in Reinhefti -lach Tikwoh. Israel Vaal-Gche». 8n ftiftrr 9m Cchvsst»!»»,,. Bm C. Meftei». Die einzelnen in jüngster Zeft gemacht« Wes« de» khassidiümn« und sein» histofts, llarznlegen, sowie die Seele de« Baal-Echem zu erfassen! find an der teilt Übertrieben rolimmüstj scheu, teil» htm«, modern mtzstlschm «ufiasfnn, der zeftgenbfiischen Schriftsteller geschefterft Der chafftdlfchen Bewegung, bri »er »ehr ein« temperamentvoll», ftenhig-srische Lekei»' bejahrchg «l» ein« »hl berechnend« Nehäqznng Gebnrt«- helsai» war, »im «an nicht mit veftachtnngm. bft an» »« Oskftler «alter ftorscherkiPiAmtmem ^mch» wer»« Ebenst ift e« grm^ die " .. Baal-Schern bunt mhstifche Da» WH MAU andere«, A rin HM, küß MM « i M4i$» kd t BMlGchemfillBi in letzter Zeit Mn tzen .Entbechern ber , piri Lrrsfende» gefagl morden, aber alle krank« an der EmMgkrit, »ft ber st» den al« rein religiüft Wchlanschannng Mt«. 9 tun« Ist jedoch nichtallein «dm auch, und die« in »tel Und sein Schdpser, rin Denker und Lebenskünstler. In dem polnischen wurde stkabbi Israel den Ales« de» guten SnunT; s» wnrb« bft knrch •nafung de» Ramenü MW Stakci nollteüchftnl tat Jahr» MW arm seligen Hilft srimtr Elle« paftüft j tage. Ftnsterni« nnb M»nt war« »ft «ns seine» erst« «aal^chan rin ll lenchftft. Dft erste, L«t teü GMl«»«» »ar. te» a stch srikst sriM ernterft. I» «efto, jm* in damalig« Zeit, itzft Kinte« al« Grestt gchoeen anmnftg tzarmloftn Spiri, mft Rnnierkeft «ft» ihn» smnb. erste i» Ghrik», te, den Weg nnb zur Hriftrkeft ber Ing, Knote fehrft er eigen »iRg den Schnlhonftg hat RMi unk flüchftft ftriter nnk Mt Wülter, in Mt Tüftn nl rmpstng «hft ast» Wrihe, tetem ih» der Rafttr ztrirft wm nN|ll i nn» Bannt mm Mi «nü nt Lttmügnngt mi»stng«n, i «chl nOS MWchjl anr erste, schmt mri »nnteiküa mkeiftn Mnr «B mich, mn stch ihm spüfte ofsenterft — ihm unk ten Writ. DI , _ Wt mteffnA:! D« ennbCtlM i gtMtten', tel tzeißi, er Hai stch —Gnbart, den Vaal-Sche» al« ehe« Erl gtetftcha Ost« ÄÄi AttfaAl fll > vmnch tp tel V«, n W M «aal^che» ri» «ht« « «eil ter «aaUSchem ' ft» er ste'nnch wt " k km m atetn kan Iftte & LAS

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