Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- 18 (13.5.1921)
- Date
- 1921-05-13
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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> 1b. 18 Stile 4 3*bi(4t -»lUjeitun, 13 Mo, 1K1. Lokales. VreSla». Als sich dieser Tage ein junger Zahntschaiker Gehilfe bei dem Zahntechniker Arbeiter am Blücherplatz um eine Stellung bewarb, fragte er ihn zunächst nach der Koasession. Aus den Pescherd. daß er Jude sei. fertigte er ihn sofort mit den Worten ad: „Storni hätten Sie nicht erst zu warten brauchen! Er ist daher anzunehmen. daß Herr Arbeiter auch auf jüdische Kundschaft keinen Wert legt. A»t der S»ll,sk,««iksi», l. Herr Mendel H off m a n n. welcher dieser Kommission seit 1414 angehört. tjaLjein Amt aiedergelrgt. um zu vermeiden, daß nach dem Amtsötctnti feines Bruders, des Herrn GemeinderabbinerS $>t. Hossmann. zwei Brüder Mitglieder emer so kleinen Äaoranffton find. An seiner Stelle ist Herr Mar Simon. Kaufmann und Direktor der Tübelwerke. gewählt worden. Herr Max Simon wurde am 11. Juni 1866 in Mainz Schoren, besuchte dort die indische Schule und später dgs lywnofium. Bis zu seiner vor etwa 12 Jahren erfolgtrn Übersiedlung nach Breslau lebte er in Nürnberg, wo er als Mitglied der Adaß JiSroel lebhaftes Interesse an Gemeindeangelegenheiten nahm. Herr Simon hat auch in Bretlau stetgroßes Verständnis für alle religiösen Angelegenheiten gezeigt, und wir hoffen, daß er sein Amt in der Kulturkommission!. welcher die Ausgabe hat. für die Aufrechterhaltung des alten Kultus zu sorgen, seiner konservativen Gesinnung entsprechend auSüben wird- AaS der Kommission der Alte» Synagoge. Tie Kommission hat Herrn Zahnarzt Dr. Georg Lcvy, welcher ihr schon wiederholt Dorschläge für die Ordnung des Gottesdienstes unterbreitet hat. zugewählt. Wir glauben, daß die Kommission an Herrn Dr. Levh ein tätiges Mit^ied gewonnen haben wird. »hewra Kadischa (Israelitische Kranken-Derpfleguogr- Anstalt und Beerdigungs-Gesellschaft). Wir gestatten uns auf das Inserat in der heutigen Nummer betreffend die Werbung von Mitgliedern hinzuweisen. Die Israelitische Kranken'DerpstegungS-Anstalt und Beerdigungs-Gesellschaft, die seit zwei Jahrhunderten in unserer Gemeinde segensreich wirkt und sich der Anerkennung der weitesten Kreise erfreut, ist durch den unglückseligen Krieg, noch mehr aber durch die alt Folgen desselben herbeigeführten ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse in außerordentliche finanzielle Bedrängnis geraten. Nur durch Beihilfen seitens unserer Geweinde und hochherzige Spenden edler Wohltäter war e> dem Israelitischen Krankenhaus« bisher möglich, seinen Betrieb zum Segen der Kranken fortzusühien. jedoch find die FHlbeträge der Denvaltung infolge der bedeutenden "Zuschüsse, die für arme und minderbemittelte Kranke «werbe» müssen, so hoch, daß die weitere Erinenz stnlt in Frage gestellt ist. Wir zweifeln nicht, daß raf Grund der jetzt ergangenen Aufrufs alle diejenigen uaferer Gememdemitglieder. die noch nicht Mitglied der Chäora Kadischa sind, ihren Beitritt sofort anmelden und bi Israelitische Krankenhau«, dieses stolze Symbol jüdischer Nächstenliebe, durch einmalige Spenden und lausende Mttglied«b«trüge unterstützen werden. Sie hrtzrSische Zprwche. In unseren Tagen, in denen sich hinter fast den meisten gemeinnützigen Gründungen parteipolitische Beweggründe schamhaft verstecken, ist dre Gründung und Erhaltung eines LehrmstituteS. das von vornherein lebe wie immer geartete Tendenz ablehnt, doppelt zu begrüßen. Wir Juden müssen aber jede Lehrstelle, die ti und ermöglicht, unserem Judentum — armes heiliges Wort, in wieriel Phrasen tfnb von wieviel Unberufenen wir'! du mißbraucht — näher zu kommen, benutzen. u;n ..der Frische deklaren Surlls' teilhastig zu werden. In aller Stille wurde Stein aus Stein gelegt. hft der Mörtel sreundjchostlicher Beziehungen zwischen ernilhasten luugen Leuten. Mädchen und jungen. Juden, den Bau emporwachsen lassen zu einem kleinen Häuschen. >n dem in ernster, zielbewußter Arbeit <a 80 Judenkind.r die Sprache ihrer Vorderen erlernen. Wie ein Gedanke, ein Wort ojt im Menschen unbewußt. ganz ungewollt, eine leichte Rührung auLlöst — es ist zwar unmodern und die meisten von uns schämen "fich dessen — so treten an uns auch Geschehnisse heran, die uns ungewollt über die seichte Rührung tinauSiührrn. Kraft. Lebensmut und Selbsibewußls-in verleihen. TornrvSchcn erwacht -- -- — die Sprache un'erer Helden, unserer Könige, unserer Dichter. Sänger >:no Gelehrten, wir haben ibr eine Stätte ut'aul' Kommt, helft weiter bauen! Wir brauchen Schüler und Schülerinnen, grüße und kleine. Wir schicken unsere Kinder in das Gymnasium. ' damit sie einst, mit Recht oder Unrecht, sich rühmen fömtftr, { Homer. Cäsar. ü>.yrus usw. im UtUrt gelesen und au* ihnen j große Lehren geschöpft zu hoben, und wollen ihnen nicht die > köstlichen Früchte hebräischer Literatur und Wijsenschast zugänglich machen, die in ihrem Ausblick, in ihrer Tleje und - — daraus sei besonders hingewiesen —-nt ihren im einzelnen fast modern anmutenden Anschauungen, den großen Römern und Griechen in ihrer Art keineswegs nachsteben. Für alle diejenigen, die besonders fortgeschritten sein wollen, für alle jene, für die die Schminke de-5 Tage« besonder) maßgebend ist. sei daraus h-ngrwieftn. daß da8 äußerlich unsentimentale Amerika der fünften Avenue und in neuester Zeit auch gewisse GeiellschaftSkreise in England es für angemessen halten, ein wenig zu hebrüifiercn und zum Fünf-Uhr-Tee oder vielleicht gar in einer leeren Viertelstunde nach dem Tiner, z. B. einem ritterlichen Carmen des edlen Don Jehuda den Halevy in hebräischer Sprache zu lauschen. Ihr aber, glaubenstreue Mütter und Later, die ihr im Alltag steht und nicht Zeit noch Muße findet. Eitle Kinder in -die heilige Sprache einzuführen, vertraut uns diese an! Und jene Worte, die viele unserer Kinder nur murmeln, ohne sie zu begreifen oder zu verstehen, jre werden zu neuem Leben erwachen, werden emporblühen zu köstlichen Blumen, hinauswachstü über die Kinderjahre in das Menscheuleben hinein und Trost. Zuversicht und Frieden in die Herzen Eurer Nachkommen tragen. Freilich mit der Afchenputtelstellung des Hebräft'chen muß es da aushören. Nicht ein oder zwei Stunden in der Woche genügen, nicht wie in der Religionsschule nur neben der Religionslehre zwei oder drei Stunden rei-ten aus: die Sprachschule verlangt — wie eS im Lateinischen und Französischen geschieht — mindestens vterstündiaen Unterricht in der Woche. Eo allerdings nur ka»n erreicht werden, daß die Sprache der Gebete vom Betenden lebendig empfunden, der GotleSdtenst dem Juden vertraut und verständlich wird. Auszug auS den Satzungen: 8 1. Ter Verein heißt: Hebräischer Sprachschulverein. Breslau. 8 2. Ter Verein bezweckt die Förderung der Kenntnisseder hebräischen Sprache und Lilemtur unter den in Breslau lebenden Juden. Zur Erreichung diese« Ziele« dienen Sprachkurse, in denen hebräische Sprache. Grammatik. Bibel, olle und moderne hebräische Literatur gekehrt werden' 8 3. Ter Verein vertritt innerhalb »es Indent,»« weder eine politische >»ch eine reti-iöse Nicht»,«. Neuanmelbiingen von Schülern, sowie sämtliche An« fragen sinv an Herrn Ludwig Löwenberg. Wallstr. 3, z; richten. R»bb,»rrdkid-»« i» Ti-tlchl«»». SB« wir hdien. finbtt Woche (tut -laijung btejtS 3ierbanb<8' iti «ranliutl .>, M. itatt Bon Sieblau nehmen teil dir •Centn (''emröibe Sabbimt Dr, Poflmanu und Dr. Vagrllirtn und Aabbiner Tr. Dbngrr. Zübischr» «miftgrwrrbr. In brr 1I,m8heweib,stubt brr Frau Raja Frrubrulhal. Gorlhr-Ir, Ilplr,, liegt jut allgemeinen *eii41igung eine von gtöulrin Rata iffleljl. 'öreblau euteroriere 'tttarbecke aus, die in der Kunst. ijcroerbeft .be ausgeiiit.it würbe Untunb ehcm-Iiger JJoicncr. iVitäftSfhCf: Vrrtliu 1 Sntsnirnflr. 21.) flme nitflirlrr am Ere»d,r: cmt. Äcrctjroifi, Richard Lrmpr. ’Suqinir SSnnri qrb Mrblich. •)ufc. pbann, lilifc .yfi'piia «xi-ila». iVa/ 3a&uurn-i«ne.}. iVan« siltvr&ratb qrt. f ririn Cbrmnitz. 4‘rita Buchht'I, ceb. klaffe ur.ft ‘iVfttrut Fächer ged ¥iaß(-9<ii.n. Ir. mrd. CitckS Haoiburz. 1921 K«iend»r 5(81 m.tifMU von Tr. Heppner. fScdxnsaa Üfora: j Mai Ijar |3l f 2Q t Eadduil». Lhoro- Äu-^ai-z \ abfitrn *. I Propdeken. oVchrnN Sskkall) 6 I11.M. I9*-‘2U": Arnos l : Perek 11 IQantcg | 16 8 1 '2ff DooMrstaj | IS , 11 \ 'tr'cn *) IntzaU de r L idia: ^'--rschrifl, nach Hrmgünz za streben, c. h, in Kork. Tat und Eefiniumz allezr» ^riecht. mUdting. stnlich au« und ficinm zu sein vnd irtrn Menschen wie ftcd selbst zu lieben k Ltta'eu iür i.):y,ndicnft und Unkeilschbeit. H. 3iar 19J5 flatb in Berlin Pros. Tr. »dr. Berliner, einer der DielftittJruji indischen Hclrtrurn. 10.;Tj.:r jj?61 qed. m Dien Ir. )Rat». Birnbuun, Watbia» älifii Xrutl und Brrlai,: g. s! 11 11 nl 11 b (Iah. dutt Brahn. i ranrwvnlich -iir fcm : Robrri Spitzer, beide i"^»'-r«l-. I» <n «entliide-STMM«a: AlteSyn. NeutSyn. f»flM 13./5. Beginn tOends 7J0U. 7J0U. ' FrftpOni morzs. - I 7.30 U- Sbd. 114./5- .. , 3.30U-; <530U. i Predigt i .. i - U. IO.OOU. tdrfltr&v 10 00U. - U. i Schluß itbends 8.21 U 8.21 u. Beginn :morgs. 6.30 U.! 6.4SU. . abends 730 U. 7 30U. 15./5. 20.,5. Pflanzen butter In Pfundpaketen streng koscher t=n 10,26 Hk. o=i »Mh Palmin und Tomor tlgtich frisch SlnzIgM Jüdisches Spezial - Geschäft in der Markthalle Gartenstr. Stands 115-11« Twh Sam aal Friedmann Phefotraphle Samson 4 Cie. I »minnn 70 Tel. Rias «SSS I AufnshmsA und VergrdSsrungsn ja udimir «nea>reei tu alilp* Rreün PmBbildsr i. 2Std. 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Sämtliche K' rse finden Kar!s‘raße 15, II statt Ernreire Veränderungen »erden in den Kursen bekannt gegeben Inden ' nfängnkursen können noch Neuaufnahmen s?at::‘.i'den \uskunft hierüber erteilt Ludwig Löwenberg, Wallstrafie 3 Vlp lUfari reell u. preiswert das Besteder -Vkni ykCalivariH Rrnhold Rosenthal NtM SdwcüaHicr Straße 5. ich verlege mein Geschäft \} demnächst nuch Schlosstrasse 3 VtreinMidisitilhari i Sonnabend, d. 14 5. j pünktlich 11*., t ihr | HerrObeikantorWeiß: j Pentateuch. Um pünktlich.und iah, I reiches Erscheinen bittet j Der Vorstand Wir bitten unsere Leser bei Bestellungen unsere Inserenten zu bevorzugen u sich dabei auf die Jüdische Volkszeituug' Es ist eine EhreUpfliCht stier jüdischen Mitbürger der Israelitisch. Kranken-Ilerpflegungs-Knslalt Beerdigungs-Gesellschaft (Ghivn " ' ' :.ls MiftflL ‘1 hc.zutrrten urd hierdurch unser Israelitisches Krankenhaus in -CMier durch den Krieg und die tr rtschah ichn folge» herbeigrfuhrteii nhweren Notlage zu unterdutzen. Anmerkung: ZS'lokatmltapii«*<lo«* der Chevra Kadischa habe» bei fra'.ier{jilen für sich und ihre nicht selbständigen Mauihaltungsung''hörtgen die beerdigungtkoaten In doppelter Höhe zu bezahlen'. Beltrittsmeldungen an das Büro des Israelitischen Krankenhauses, Hohenzollenuiralle % «feleph n Ring 6710-18). iiiiHmmHHiDiiuiHiiitiiiimmiiMiMtM BlücherpJatz u. Karlstrasse } j Bankhaus i {HermanQLoewj : Tolofon Ring 7687. 7688, 7689 j Sii imuiirH »bistu ln d«r JOdlKhtn VolkutHuni Zamilien Anzeigen finden weitest« Oerbreitung in Der Buchdruckerei 5. Lilienfeld »miiMimmmiiiHiiiiiii:niiiiiiiiiitiimuMiliii»aMimiiiim»mmminmaiimi:iH!i n/r.rfi er Cu/t Br ahn ' Fernsprecher 372 Breslau /, Sdiweidnitzer Straße 37 Verlag d. „Jüdischen Volkszeitung“ Züüischen M Dolkszeitungi Anfertigung von Drucksachen ...SrC..... Mnia«iiHM»iiHlniiiiiminiiMHtgtn« wiiiiiinmKiiiunmnimiiiiuiiiMiNCiiHiiMii* aller Art für Geschälte. 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