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Jüdische Volkszeitung · 1921-03-18 · 11 (18.3.1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
27 (1921)
Issue
11 (18.3.1921)
Date
1921-03-18
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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I ftu „Otbtf*' rachem» »«-«milch -o irvchNl Frvll^s »nd Umn I ImnU virch »m £»«, nu o4 durch b* •ridfelrtfeft« isu frrdf »o» I t«ru:jlbTli4b Jlrt O0 txiv^n bctWu, M Lbtzoiong id d« «maimM* I *t Uk «uptar Unrnnn 40 ttt SenMpr.'Anföluft )72 Pastscheck-Xonlo Breslau Nr. 17393 unter S. UUnltU Wt »xMntfelt UK-4. b«, OchnD«,«», U -12 0* Inw^'it »rrtai ui* ’AiUiawtmt bm^uei Da« Mtew brr n*iqHbaltrihH Ze,le (»Ort 70 W.. an 6MU M ft ^amilir»ui|njm 4Ä W. — ®H 9utrtW»M SLriflleitrintz. Verlag und Gefchüftsstelle in Breslau I Lcdweldnitzerflraße ItOchrrfl«, und Geldsendungen flnd dorlhin zu nrdlen. — Die 9MdnSrt*ftrQf ifl GomtabfnMi. Feiertag- und $amtt44« qeschlasteun» 11 Brtslau, de» 18. Mir» 1921 3«kr|M| XXVII ..Gedenke und vergiß nicht!" Am Sabdalh vor Jhm» wird der Abschnitt Socdau verlesen, in dem Israel die Erinnerung an da» ruchlos,, heimtückische Hamang,schlecht Amalek aus die Seele ge bni den wird .Auskilgen sollst du da» Andenken Amaler unter dem Himmel'. Aleine religiöse Aufgabe wird I-raet der ewige Kampf gegen da» Reiudelmbidervolk, daß die Kranken und Ermatteten in der Wüste von hinten angesollen batte, zur Pflicht gemacht. Wir haben also in diesem Abschnitt eine der wenigen Vorschriften über den Komps mit dem äußeren Feind vor un-. Die sollen vir diesen Kampf führen? Auf doppelt Weise, jo deutet, wie unscheinen will, der Abschnitt Sochaur selbst eb an. Denn er beginnt mit dem Do ^2! .Gedenke'! und schließt — seltsam genug — mit derselben Mahnung in negativer ft»nn ro»n H7 .Be giß nicht!" Ist rt nicht, alob die Schritt undamit kund tun wollte, daß die Selbstbehauptung Israels nicht uur in der destruktiven Abwehr, im trotzigen Auftder-zM sein, sondern an erster Stelle in her ausbaurnden Arbeit de- Gedenken», in der geistigen KuUurlerstung befahl? ">131 Gedenke! Diele- Wort ist ja gleichsam die Lon ng dealten Israel, de- Hüterbrr Lehre, mit der es durch die Welt geschritten ist und all die Völker in schimmernder Wehr. Assyrien und Babylon. Hella- und Rom. über dauert hat. Die Pflege unseregeistigen Erbgutes, das stille Wirken.in den Zelten" war und ist die vornedmfte Lufaabe de- Judentums. Dies allein hat unseren Vätern }^rAUt Kruft gegeben, die Ovalen der Jahrtausende zu eriragei Welche- Leben-recht hat ein Judentum, dem da- ^ftetail« Deshalb habeu wir an dieser Etele i»»es WieÜr detmrt. daß da- Judeutv« »ehr fei» muß» als eine Abwehrorganisation gegen den Antise«iti-»u- oder eine Benvaltung-maschiue für Stiftungen und den üblichen Aeremonralbetrieb. Und wir haben davor gewarnt, die Sorge um unsere äußere Stellung der Sorge um unsere geistme Zukunft voronzufetzen und in der Schulfrage noch politischen Gestchtspunkten zu entscheiden. Unsere erste und wichtigste Pflicht im Kampfe gegen Amalek ist dos .Gedenke!" Verkennen wir diese Pflicht, versäumen vir es weiter, unserem Judesein einen inneren Sinn zu geben, so sind wir nicht weit, vor Amalek zu bestehen Doch auch da- N2WN da- .Vergiß nicht I" h-ft seine ernste Berechtiguna. Auch die mannhafte übwebr bes Gegners muß UNstets auf dem Posten finden. Wir haben die Pflicht ungegen amalekitische Gesinnung unter unseren Mitbürgern zu wehren, aber noch mehr, den Derzweiflunq-kampf unterer Srüder im Osten mit allen Mitteln zu unterstützen Gerade in dielen Tagen des großen Ringenum Ober, schlesien ist da- N2WN M? an Platze, und gerade w>r Juden haben allen Giund. nicht zu vergessen, was uns Polen angetan hat. Wir sogen wähl kaum zuviel, »enn wir Polen mit Amalek identifizieren. Dieselbe Un verwüstlichkeit de- Haffes, dieselbe Niedertracht und Tücke der Mithoden. seit den Zeiten der Chmelnitzki Horden d.s lu den Ruhmestaten der edlen Polen Belachowitsch und PeUjura im Jahre 1920. Die schwachen und hilflosen Juden des eigenen Landes werben ir Internierungslagern zu Tode gepeinigt. ans den Eisenbahnen drangsaliert und Cschlagen; um sie ai.-juplün1m«. inszeniert man hierund ei» Pogröm^n — ober immer hübsch in aller Stille. Rach außen, vor dem mächtigen Völkerbünde spielt man fich al- Beschützer der polnischen Juden in Oesterreich auf. Dir Juden »iffen. was wir von Polen zu hallen hrten; wir kennen die Brutalität seiner Soldateska, die Verlogenheit und Lerworfenheil seiner Behörden, den giftigen Konkurrenzneid seiner Bevölkerung. Die Wehklagen unserer Drüber in Polen und in de» von Palen gestohlenem Wilna zerreißen uns das Herz. Und wir werden m diesen entscheidung-schweren Tagen alle unser« Kraft dasür ein» fe|tn, daß den Juden Oderschleßens dagleiche Schicksal erspart bleibt. .Vergiß nicht, was dir Amalek getan hat!" Ob wir Westjuden »der Ostsuden find, ob uns der geistige Aufbau des .Gedenke!" oder die destruktive Abwehrarbeit de- .Vergiß nicht!" als da- Wichtigere »scheint: In einem Punkte stehen wir alle zusammen und Schulter an Schulter mit unseren deutschen Mitbürgern: I» Kampfe für rin deutsches Oberschlesien. -- Dt. T. R. Fortdauer der Pogrome in der Ukraine. Patt». Dt « «11» k 1Mtt. Krrtrrttr kt« Amtrita» Joint Difttikntisn 8t*» ttrt, ist out Moskau fc'tt tiuqtttoffru. (gc *tbt an, katz kit Dt|toac iu ktt Utraiut forib««r»m. UnMti kit gfckträlb» bW »ntschMmn' «foil mb Art rinrt fbifÄm LanMtptlink Mn _ ibtn btt ti»|t(itM Stakt. Di» gbrtarotfnn' .Bi«i»n Ooarrj* (.bot fbntbirtung argtnbkr bn Ueberliesemng, km filtiichtn Jbtalt uiffttn Rtligion, intkianbtrt fotbol fit (int Erziehung btr 3»gtn6 im Seifte btt 4brfur4t und d(t Judentum«. In bat noibnriitnk Aoiritn btr ffbibtralion itnbtn u. a. bi, «mtn: Xr. Eduard litljcniti. Dt. SUjitb flltt, Xr Irtbur stuiltnlchn ttwdhlt. _ Vertrag zwischen Oesterreich und Pole« in der Ostjndeafrage Der Bericht Boisours im Dölkerbundrat erklärte, daß ökinerlei Vorschrift des internationalen Rechtes noch irgend« eine Dertrag-destimmung bestehe, die Oesterreich hindern würbe. Peisoncn nichtösierreichlscher Staatsaugehörigkeit von seinem Gebiete ouszuweisen. Doch wäre es ongezeigt. daß da- Ausweisunqsrecht mit jener Mäßigung ausgeübl werde, w e die Gefühle der Menschlichkeit gebieten, und unter Rücksichtnahme auf individuelle Fälle Die Vertreter der beiden Parteien nahmen die juristische Entscheidung cm und gelangten unter dem Vorsitz Baisours zu einem vollständigen Ueberernkommen. Der Delegierte Oesterreichs verpflichtete sich, daß da- Au-weisung»recht für jene Personen aufa,hoben werde, dio dem Vertrag von St ^Gelmain entsprechend ein Option-verlangen eingebracht haben. Ferner verpflichtete er sich, daß die Fälle von Personen, die regelmäßiji zu Arbeiten in Jnte.efle des öffentlichen Nutzens verwendet werden, sowie von kranken oder bejahrten Personen, deren Transport Schwierigkeiten bereitet, ferner von Personen, deren Häuser während des Krieges zerstört worden find, und schließlich gewiffer Kate» gorien von Studieienden ganz besonder« geprüft werden. Das Uetereinkommen kam unter dem Vorbehalt zustande, daß anderseits der Vertreter Polensich verpflichte, daß dw Rückkehr von Personen au» Polen, deren Hrimschoffung Oesterreich verlangt, so viel wie möglich erleichtert »erde. Einberufung de« Zentralratet der Aguda« JiSrocl. London. Da» Zmtroibiro bn Nguba» Jiirorl hol in ftinn jüngfltn Sitzung btn 2t. BMrj all Xnrnin zur Nonftituirrung b(t Ztntrullule« sttzgefttzi. Dit lonstiiuurttdt Sitzung wirb In Sun ftuUfindtn. Fuß ftwUlcht Lanbttnrganilnliont» tzabtn btrnU itzrt Lntrrtn für bn> Amtralmt rmnnnt. _ Zur Abwehr! „Biujaa Haarez." Am K. März 1821 beschloß eine von älteren Zionisten zahlreich besuchte Versommluna dl,Gründung der Fbrderation .Biiljan Haarez". Tie Fbcderation veilangt für den Ausbau de» heiüaen Lande» die Mitarbeit des Gesamt« jubcutum«. Sre verlangt die Schaffung einer Organisation, die alle Juden und jüdischen Verbände, unbeschadet ihrer ^tellungnadme zu Einzelfragen. in dem Gedanken sür Grez Israel eint. T>e Föideration verlangt al» Bedingung für die gesinnungsniäßige ZugedÜriukeit zur zionistischen Organisation nur dos Bekenntnis zum Basler Programm. Sie lehnt jede darüber hinausgebende Forderung irgend« welcher Art ob D'e Förderation vnlangt, daß bei der fluswahl der Methoden und Maßnahmen sür den Wirt schastlichk!, Aufbau P-lüstina«. allein die Rücksicht aus tue bald» e Piojperiiät des heiligen Landes maßgebend sei Die Förd '.ation ,Bi»lan Haarez" betont -die Rolwendigkelt und die Bedeutung der jüdischen Diolpora-Arbeit. Das VerhältPs zum Slaote wird bestimmt durch die Tatsache, daß sich in jedem Stoat»vesen eine Verbundenheit seiner Bürger hrrausbildet. die in der gemeinsanen geschichtlichen Von J»Azr»t Ü,ßerlltz.ü««tG-hätte V.-S. Don der alldeutschen Studentenschaft find zwei BeschküHt onldodtl und dnbititt» worbt*, b» »nstrt Hk» W» röchln Dtrunalimtftn: *) Xn Ktfchlntz btt altzwmtU btutfchtn Wn^tnnngts. noch »tfchtm jtbt« Sittbot«» jgdifchtn Ginubtno «itn*g>u»ng mit bn Wag» I wnd; d) bn Aistnachn Vefchlutz bn Burfchtnlf wtlchtn fit >h,n> Angthbrigt* bi» Htimt mit m.- »btr fiaibigtn oribittcL Sit iübliche IIgt»»i»chM >M bitfrn beiden Stl&lOfftn nicht btt Intnrsi« «tBibati. Nt Ihnen lufomti!; vielleicht »nm bn willen, will ft» W» botz bl« Jünglinge, bi« bitte veichltffi gefaßt bffentlicht baden, noch nicht die llieif« btfttzen, m ihnen Übnhaopi auteinandnietzen zu mtften; bi» «eil die 8,fohr*ng lehrt. b*f>. »tan btt ft Jt Verstand be'ommen. fi, iw Phitlfterleben bit ' Aegenjttze in Polilil und tzieligi»» sehr leicht drUikkn misten, namentlich bann, wenn et *« btn 1 gehl. Dennoch glaube ich alt Botn einet verft K. 8 er'« und einer ßubierendeu Sachter, daß MM tztz Lefchiüjfe Wibnipruch erhoben «erben »nß. Deem muffen unteren Lohnen unb Sbchfem bat Leben verleiden, unb finb geeignet, bie ae.ze > einer Kleinstabf Mit de« nnlifemiiifchen »iftt s wenn biefer ober jener allbeulsch» Jtnglint ill Anwalt. Lehrer ober tziichfer nach einer ft Der erfte Bchchluß lennzeich*et »ichlt i fchmthlicht { in bet's «bin altznffchsti Jtnßfintz». Mt nnt tnüMMMH ihr «eftchl tbfttmbtin |* lagen. Ihnen (ttt «I Mi bie ihnn heMge tzieii^an zn fchlrin»n. ihm eißw», ~ W»M nb «iitnt (* wahren. Sbn Arint festst ftsimt»! an bet Front tzahlreiche stbqch, Stnornten, bin aitj mb Arjft hinnutgrzagen Mm. kn btn Lnt» unb bo» «ifrnfrrnj zu Mtbioun, Xoftantt fit 1 Mul unb vnlerlonbzlieb» Dir nalianavftifchn i Difftn sehr »»HI. wie ihr hachfahrenbet, frechel gegen jukifcht Slubenlen geföhnt »erben »chtbt. die jilbifcheu Studenten «»eben bi« richtig« M» finben »iffen Aber jene allbrutfchn Jüngling» stftß i oll chrer Frechheit unglaublich feig«. Sie beschimtzbiß bWu' weigern Sntisfaktlan unb laufen dann, wmben M MM zUchtiat, zum UniverfitUltgerichi. Dat ift bnt htchsti MM der WUrbeloilgkeit. «« i» ber hbchfte «uhwettiiel fr M, »inb» baß fie infolge ber Selbsthilfe durch Spruch her llnlnmB behbrb« aufgelbst wurde. Die llniverfitbltbehttM» bi« Kuüutminifter machen sich «lffchulbig. baß ft» I Soden und Treiben biefer albenstchen NxstUngt schweigend dulden und nichl «nerzilch nnleftüsen. Der jemberfte Vogel ist * nutzt, tzm fein efrng 1 beschmutzt. Wechrlich, schon in meiner Stnbenüügi» i nach dem Aenßrrn unb be« ganzen Auftwien kt Cta‘ ob er Farben trug «brr nubl, bet »ngehbtige Mt erlenadar. Xwltm Suibtnlen wurde ärch ieeueeI unb feint» geftlielen k>«Nagen bi» «mit Erzieh vam herein «aanetit. Dit zule trpehung im Haufe unb im thatpt tberbestckleu alftbaib im F! die Segenfbtze iu tzleligia» unb Etlilrk. OMM Korp« niBtt fchan bat chnstüch» Wtfnzip i» Satzungen haben, einen falchen Beschluß, wie bi» Ichafller ihn gefaßt habe», »uw solch» Autb> oerbielen Ihnen guter Anstand, gut» kitte, kwlg schon ihr Ellerußäut. Die Burschenschaften nennen in bemfelben unfer» Sachter und bi« Farbig. Mifstn Mnn de» ichafller nicht, daß ein« ruht grtM AM CtnMnM Sedurt in ihren lllnhen gewirkt hat, baß htntt den Allen - Herren. Verbünden btr Bursch, groß« Anzahl jüdischer Philiftet ufifttrt mit dem Selbe Alfer stdijcher Herrn bit Thünstt nnfgebaut nwrben sinvk MM nicht M Burjchtnfch-ftltr jtbischtt «lnl» HM Mn» » Burschtnschaftltt eenen StaßchbMtM fWchen MM Uu f Mm schmniwel» Anttsemb Mt'.BnrschwchchnBm »inßnv m Mn» Dm:

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