Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- 9 (4.3.1921)
- Date
- 1921-03-04
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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*t 9 6-crfc 4. Jüdische SoSHtttuRQ 4 März im L b it •t J t< J 1 I ii n a S fO .? a P A d u b< it > t fi I )i i n 14 l V 1 9 i B It l< 1 > ei K I? I i [ alle Redner für die Keren-Hajeffodnrbett in der vor» geschlagenen Korm ein und lehnten rt ob. bi» zur entgültigen Abstimmung in Lberschlesien damit zu »arten. Am Abend fand, veranstaltet von der Henee Berithloge ei» öffentlicher. sehr gut besuchter Bortrag de» Herrn Professor Löwe über .die Einheitsfront der deutschm Juden' statt. Nach den mit großem Beifall aufgenommenen Aorführungen sprach in der Tebatte außer Herrn Lehmann noch Herr Rechtsanwalt Tr. Neumann-Leuthen O.-S. Herr Dr. Neumann, eine führende Persönlichkeit de» Zentralverein». gab die Erklärung ab. daß e» trotz Ablehnung der Ideologie des Zionismus für da» ganze deutsch« Judentum selbstverständlich sein müsse. an dem Ausbau Palästina» mitzuarbeiten und stch an der Arbeit für den Keren'Hajessod zu betätigen. Mit warmen Worten rief er die Versammelten zur Tat auf. Am 21. Februar sprach Herr Otto Lehmann in einer Jugendversammlung, die von ungefähr 150 jungen Menschen besucht war. über die Entwicklung de» deutschen Judentum» im letzten Jahrhundert bi» zu der heutigen Lage, die al» letzte Station vor dem Untergange de» deäfchen Judentum» anzusehen sei. Aufgabe der Jug'nd sei e», für die Erhaltung und Erneuerung de» Judentum» zu sorgen. Selbstbifinnung. Beschäftigung mit dem Juden- 1u» und starke» Verantwortungsgefühl für da» Schicksal der Gesamtjudenbeit müsse ein neue» lebendige» Judentum schaffen, da» stch auf» Engste mit dem neu entstehende« jüdischen Palästina verbundeu fühle- I« Anschluß an den Dortrag richtete Herr Rabbiner Dr. Krakauer einen warmherzigen Apell an die Jugend, alle Krisle für den Aufbau Palästina» einzusetzen Tie jüdische Jugend Beuthens — .die Kameraden', .der neutrale Jugendverern'. dtzr ostjüdisch« Jugendverein .Jescherun' und der .Blau-Weiß' — ließen durch ihn »itteilen. daß die in ihren Deremeu organifierte Jugend bereit sei. nach ihren Kräften für den Keren-Hajesiod beizutragen und zu arbeiten. Dieser Gruppenoerband»1ag war der Auftatt für die Keren-Hajeffodarbeit in Lberschlesten. MtzSlowitz. 6» wird beabsichtigt, für die im Synagogen» bezirk Myrlowitz Abstimmungsberechtigten rituelle Der« pflegung-stellen einzurichten. Umgehende Meldungen erbeten an Rabbiner Tr. Baßfreund. MySlowitz. gerboat (fauliger Uafraer. GtzeschLfttsttllt: Lrrslm, I L»ks,renftr. 24.) Max Harwunm (i. F. D. Verna). Theod Mamlok und VeNb. Rafeld ao« vreslao: I«mar Sradenmitz. Var vraa». Aahaarji Dr. Loh«, «bolf?csp, JuUu» Vtesiner. Dr. «tb. Jos. «aloans. awgfrirt «eaftft, V« and «nwflnif Pere, geb. Zeuerstem au» X Bus dem Brtslauer öemeindeleden t < « « «««♦♦♦bbbbbbbbbbb b bbbbbbbbbbmbbbbb Ltudentenuol. Vom Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glauben» wird un» nachstehende an den Dekan und die Mitglieder der juristischen Fakultät der Universität Bre-lau geriLtete Eingabe mit der Bitte um Veröffentlichung zugesandt: »In den letzten Tagen sind an zahlreiche in der Praxis stehende Juristen jüdischen Glauben» teil» durch bte juristische Fakultät der hiesigen Universität, teü» durch Vermittlung' Dritter Ansuchen gelangt, durch Geld» und Lücherfpenden ’ der Etudentrnnot abzuhelfen. Die Unterzeichneten hätten gewünscht, diesem Ansuchen ohne weitere» entsprechen zu können, wie ihr erster Impuls ihnen vorschrieb. Sie( sehen sich jedoch zu ihrem Bedauern au» folgendev Gründen - zu einer gewiffen Zurückhaltung veranlaßt: Seit Jahr und Tag gibt sich ein erheblicher Teü der hiesigen Studentenschaft einem schrankenlosen Antisemitismus hin. Diese Strömung tritt in Hetzreden zutage, die in mehreren in der Aula Leopoldina abgehaltenen studentischen Versammlungen gehalten worden sind. Sie zeigt sich ferner in der Teilnahme an der sogenannten deulschvölkischtn Btwegung. dir das Ziel hat. die deutschen Juden unter Fremdmrecht zu stellen und an den Universitäten, wie einst in Rußland, so jetzt auch bei un». die Prozentnorm für die jüdischen Studenten einzufübren Sie findet schließlich ihren, jeden anständigen Menschen, besonder» aber leben Vertreter de» Recht», empörenden Ausdruck, in der vor kurzem gefaßten Eisenacher Resolution der deutschen Burschenschaft, die u. a. besagt: 1. Die Burschenschaft steht aus dem Rassenstaadpunkt. deshalb dürfen nur deutsche Studenten arischer Abstammung in die Burschenschaft ausgenommen werden. 2. Die Burschenschaft verpflichtet die einzelnen Burschenschaften. ihre Mitglieder so zu erziehen, daß eine Heirat mit einem jüdischen oder farbigen Weibe auSgeschloffen ist. oder daß bei solcher Heirat der betreffende auSscheidet. 3. Tie deutsche Burschenschaft hält an dem Grundsatz der unbedingten Genugtuung gegenüber ehrenhaften Studenten fest. Die örtliche Burschenschaft kann durch nnstimmigen Beschluß feststellen, daß eine Durchführung diese» Grund» satze» gegenüber fremdrassigen Studenten nicht möglich ist. Wir legen un» mit Langen die Frage vor. welche« Schicksal der deutschen Rechtspflege beschieden sein wird, wenn fie in einigen Jahren in die Hände von Personen gelegt wird, deren Geist solche Beschlüsse widerspiegeln. Don einer Stellungnahme der UniversitätSbehörd« oder der Prosefforenfchast zu dieser Bewegung, welche die unsere« Daterlande so büter nötige Einheit dauernd gefährdet, sein AnseheN in der Welt untergräbt und in ihren rohe» Formen eine» akademischen Bürgerunwürdig erscheint, ist dis jetzt nicht» verlautet. Bei dieser Sachlage wird un» der Zweifel aufgenötigt, ob die von unerbetenen Unterstützungen, die zu eine» erheblichen Teile Studenten der oben bezeichneten Geiste»- richtung zugute kommen würden, ihnen auch erwünscht find und nicht vielmehr eine Zurückweisung erfahren, fall» sie hören, au» welchen Händen die Gaben stammen. i Wir würden es begrüßen, wenn un» unsere Ent' - schließungen durch eine möglichst baldige und klare Stellung» nähme der Univerfität-behörden und der Studentenschaft erleichtert werden.' , Berei» selbständiger jüdischer Hndwerker. Breßln».' ''Am Sonntag, den 8. März, begeht obiger Verein sem^ 10 jährige» Stiftung-fest. Der Tag wirb vormittag» durch' eine offizielle Feier eingeleitet die um '/,U Uhr ihrer»' Anfang nimmt und in den oberen Räumen der Leffmg»' Loge stattfindet. wozu jeder, der für da» jüdische Handwerk Jntereffe hat. herzlich eingeladen ist. Harmonium. Männer« gesanz. Prolog. Ansprachen von Vertretern der hiesigen Synaqogengemeinde und der auswärtigen Delegierten bilden da» Programm Am Nachmittag um */*& Uhr findet der große Lall in denselben Räumen statt. 8»» •eWtttteflbU Irl »chstz ak Zrv*taa*rt. «11 weitere Firma, bi« eh« ihren Bilta tn tne BvHtoitliftt des Denttch vLlkitctzev Schatz mb Initzbunde» grHjt Wörter, rü. tzal ßch ftmclbft: Ilfrtb «tl|. Zeütttm-Veufd. €rifro. e^Oerflr i, $a)aat|! Klötzel. Schweidnitzer S'^tgrabe« »7. 1911 gaUstn;. msi VPriM/n I | WecherUn^ Mlrz H*\ 31 t. 30 X. Saddach. Sech»- | Prevtzrtm «aAgaag j aMchmN j aMchnin Srattus 4 24! I , i JW P w j 0'» 5 25 Iere4!u6ia U M. cp {(1 Könige cp 1 35'-38" 1 11»-" Setz de«, 1 Ncumondweibe Druck und «erlag: S Lilienfeld <Jnb. S. W. virper). eeravtwonhch ftr deu Inhalt: Dr. Friedrich R»tt, beide in Breslau. Alle die »rl NasNa qezeichneten Losiltze. »eiche dw »etteuiiche «emuoq de» «erfafiers zum Lusbruck dnagen. tzbermms« die Schnftleituag uur die pretzgefetzliche BerR>r»»N»u-. •aOMdlsatt li du Gtaeüidj-Spigofiii AlteSyn. NeueSyn. rnilH Sbd. Anden Wcttg. *.r>. i Beginn «bendsl 5.45 U.' 5.45 U. 5^3. „ morgs.,' 8.46U. Ö.30U. N hmrn*m vonn. lO.OOU.I 9.45 U. . Predigt ,10.I5U. 10.00 U. M JMBjpöBtituajm1 3.0* U.| — U. . Schluß;tbends ö.liU i 6.18U. 678. Beginn!aorgs. 6.45U.l 7.15U. I1./3. I . jabends! 5.45U. 5.45U. B«kanntmachan^. Zweckt Nesordnung der Bücherbestände bleibe die Biblio-hek noch weiter bis I. April 1921 geKbkanen. Slntliche entliehenen Bflcher sind sofort zorflckxogebcn. Die Lesehalle bteibt feöffnet. v» Tontud der Sfiagogn^emeiad«. V«r*la zur Forderung der Interetsen der Synagogengemeinde Breslau. Oeffentliche Versammlung am NiomtMt» den 7. Mlrr, abends 8'/. Uhr, in klon er. Lessingsaal. Agnesstr. 5 Vortrag des Herrn Juatixrat Hirschberg: finatti^ihi ln hibdn Jihiliat Freie AunpAt Mitglieder and Oiste sin3*Hngel«den. haushaltungs- und Kochschule flr iirul, liddeB. (Prlutichali.) Soowteg, den 13. Min 1921, nittaga 12 Uhr i». Stoungszimmer I der Sjmagogengemeiade, Wallstraße 9 Kitflleder-Yeraammluiig Tagesordnung: Aatri{ auf Aoflösan; des Vereins. Die Versammlung ist rar beschhiBfibig. wenn mindestens die Hüfte aller säramtweebtigten Mitglieder anwesend -st Der Verstand. Budidruckerei S. Lilienfeld tnh.: S. W. fttyr Bres/au /, Sdiweidnitzer Straße 37 Vertag der „Jüdischen Volkszeitung** 1 - ftmvrtdl«/ 372- Anfertigung aller Arten Dr u cksache n für l^ereme und Private Sonntag, 13. Mlrx, pünktlich 12 Uhr, im kleinen Saal der Lesiogloge, Agnesstr.5 Vortrag VOR Herrn Prof. Dr. Krau ß. Wien „Unser tägliches Gebelbach“ Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Südfrüchte, Obst. Delikatessen-Geschäft Paul Kruczek Kaiser Wilhelm-Straße 147 _=- Teilten Ohle 1S92 empfiehlt sein reichhaltiges Lager in Patdrno - Blut - Orangen sowie Gemüsekonserven und div. Weine rMitorei und Kaffe? L. Hlrschllk (früher Poeen) Reuecheetr. 11-11 Fernruf R. 6170 v Verkauf u. Bestei lgeechäfi/ VoMstindig renovierte Riume Meine Fernsprech - Anschlüsse lauten von jetzt ab für Ferngeepriche Ring 7687 für Ortegetprlcha Ring 7688 u.7689 Bankhaus BRESLAU I, " Sonnabend, d. 5. 3. pünktlich II'/. Uhr Herr Rabbiner Dr. Blnetter Pentateuch. Uw pünktlich, und zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstaad L.L IX.349. U.O.B.B. 5. 3. 21 8'/. C Referat Unsere statutemnlBig - fflrden 31. Mirz er.— angezeigte Oticatlleke Mitglieder« Versammlung ist mit Rücksicht auf die Abstimmung in Ober Schlesien verlegt worden. Sie findet mit der bereits ve'öffentlicbten Tages Ordnung statt am Montag, 4. April 1921 abda. 7 Uhr in Berlin Plugverbandhaus (früher Anwalthaus) Blumeahof 17. limnalKiiituLlifii Dr. James Simon. 3.8CMk., 100 St.360Mk., 1000 Stück 3300 Mk. Llppert Inb. Hein We Bgerbergasse 43 Wir bitten unsere Leser bei Bestellungen unsere Inserenten zu bevomiges u sich dabei aal die Jftdisohe Volksseltung zu berufen. For«**p Hl.*''*11“ tekasa itenli|.iPMiHr (Antonienstr. 24) EJnRofaproduktenhlnd!. aus der Pr. Posen sucht Stellung od. Oeschi/tsbetetllguog. Suchender ist die Stütze setnv hochbetagten Eltern die Ihren über 50 Jahre alten Besitz in der Provinz nun vertanen müssen. no» bp -wo f' W ei n groBhandJung Berthold Damig Breslau L Wallstr. 91 Tdefos Ring 0406. ZurOck|«kihrt Sr.JUrif Ilmu Zahnarzt KaieerWilbclmatr.29 Eemrui Ring 964. OHnstiffes Angebot fBr Brantlente! 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