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Jüdische Volkszeitung · 1921-01-28 · 4 (28.1.1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
27 (1921)
Issue
4 (28.1.1921)
Date
1921-01-28
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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t UdMDckV I Dir .LüLrschr trföcua MiLmrlich as |rbra Freitag an* (ans IfMMW durch feU $ft, mt -ach d«ch ite 0rf44(tB0rlr za» frrtfr #ra I »tenrttthrllch RL 4,60 fctmt« »erdrs. dsi Tdtzo^mg is 4o G«<ch4n<Le4i RL 4LL. Eii»ze1»e Äxtcusrr 40 ff. Zernspr.-Akfchlutz 372 Postscheck-Xo»to Breslau Nr. 17393 ■W 5. UAnft* Schriftleitung. Verlag und Geschäftsstelle in Breslau I.^Schweidnitzerstraße 37 Anfchnftrn und Seldfendungen lind dorthin zu richten. — Dir Geschäftsstelle ist koimodends. Feitttags und Avnntag» yefchlosteR- Nt. 4 Breslau, de« 28. Januar 1921 Oie Sekamtorganilatjon 6er 6sut!cüen 3u6snlisit geKKakkev Berlin, kn li. Sauna, 1M1. Dal graste Bin! M AasaMwomschlastzo« kn Ml«**»* knlf^n 3rtn((U würbe Cinla^ d«» 21 Joaaar, ia Sarli* ua glEMtch«» Cab« («f*trt. Xxt •rrfaffaafltratwarf de» Lmtsch-ichrarkitischra Srairlabfkaab«* amrbt mit tMgtm 4fab«taa§<a ,a< getzetstea. Li« Weaoralabftiwwaag ergab »tax 1000 Otlwawa |*l aafe I Waaa« •«•«» bi« 0aab(*iOTt«ff«afl. »ach bi« C>lrtb•bs{i«, bc««a Bat,*,« ,,AHt«at«i>* «ai»a»wai«a warb«*, ftbli«|t sich b<t Gkesoattargaaisaliaa «a. ^pmaamtra Xt «4Mfa*'Q< 10-4. Xt a4tl|Whlaa 11-11 uw t a \ 11 o r a wrrtai nach Ruhacuta Das Rflartv 4n ach,z»t»a!u«a 3*ik tttd 10 A-, ut W»«e|MiR StrRe W HL Fa»üi«»az«iHe» 46 ft- — tM Or»HMG»tz. verhaadliuigBbericht. *n *r. 3<4f1 ealelinger.vrtslan G* war eia schnür kr, aber ein schöner Tag. der JA. Januar, an dein wir Vertreter der deuischen Syno- «ogengemeinden in dem Logrnhause zu Berlin zusammentraten. um eine Lersaffung für eine Gefamtorganisaliov des deutschen Judentums zu schaffen. Sir chatten »rkläglich nicht met Hoffnnag, dach wir da» ^«ch» Wert das man »an uns erwartete, leist«, würden. Die Großgemei»den einerseits und di« Bntteter der kleine» Bewrinde» aus der andern Gert», die «onsrrvativrn und Liberalen, die Zionisten und die stlgndiste, hatte, scheinbar so entgegengesetzt, Anschauungen, daß eine Einigung aus ein gemeinsame» Programm recht unwahrlcheiulich schien. Und doch ist der große Wurf, wenn auch mit vieler Mühe gelungen. ^or Di. Äolischer, der jugendliche Lite mit herab wallenden Haar» und dem charakteristischen ikopse, begrüßte die Persammlung und gidacht« di» in mehr als bvjühriger Lütigdir den .israelitischen Oemeiudedund gegründet und gsleitet > und den heutigen für das deutsche Judentum Tag nicht mitrrleden konnten. Mit vor >g zitternder Stimme sprach er von der Enttäuschung. welch« di« deutschen Juden schon NN Weltkriege «riebt haben, le» dem Eiend der östliche» Glauvensdrüder, di» ihr» Heimat veiloreu haben und zum Wanderstad« greisen mußte,, «au den zahlreichen Gemeinden in den abgetretenen Gebiete». di« uns verloren gegangen find, di» naMom Herzen aher ewig nahe bleiben werden, und besonders heqlich begrüßte er die Vertreter der Danziger Gemeind« und sprach di» Hoffnung aus, daß wir mit ihaen nicht nur i« Geiste, sondern in unserem Bunde «nein! bleiben «erden. Unser Bund soll die Krönung de» Bane« sein, der durch die Annahme der v« «gelegten Dersoffnag zar v-cheud »g kommen wird. Die Bnsaffvng so», frei von jeoem Zwange, dos einigende Band um alle Inden Deutschlands schlingen, sie soll das lang« Lehne» nach einer Einigkeit der deutschen Jude« ersülen. Dan» ergriff, nachdem Pros. Kalischer-Berlin zum l. Vorsitzenden, Dr. Leopold Badt-Berlin zum 2. Bor- Banden und Oderlantesgerichtsrat Dr. Sieumeier- Münche» zum 8. Vorsitzenden de« Kemeindetages gewühlt worden war. der Schöpfer des Bersaffungsentwurses, der uns Breslauern wohl bekannt» Syndikus der Berliner Gemeind». Dr. Jsmar Freund, als stieserent das Wort- Sittliche Naturen, so führte er au«, werden aus dem Leid die lkrüfte ziehe», sich ausznnchten, schwach« weiden zu Grund« gehen; dieser Gedanke geht wie «in roter Faden durch die Geschichte. Au» den Zeilen der schwersten Not ist vor l 00 Jahren das deutsche Volk stttlich und staatlich in di« Höhe gekommen, und daß es jetzt wieder so werde, ist unsere Hoffnung und unser Wunsch, den wir in dieser Stunde unserem deutschen Baterland« entgegen bringe». Wir deutschen Juden werden zum Wiederaufbau des Goterlandes beitragen, und deshalb müffrn wir uns zu «»er jchöpserischen Tat znsamaanscharen. Der Gedanke, ata» Gesnmtorganisation zu schaffe», ist üb« ein Haides »tzehnudrrt da Judentum letentch. l»ü» ist der Deutsch. Israelilisch» Gemeindebund entstanden, 1**8 hat der 2aemeindztög di» Gesomterganisatio» der deutsche» wichtigste Gilsgsd, erkennt. »nd seit dies«, da» dmttsch» Judentum um die Schaffnng ». mg >dn als sein«, 4nl rGhl sich d, einer Einheit. Ter allgemeine Zasammenörnch macht den Zusammenschluß de« deutschen Judentum« z» einer Lebens» trage. Wenn da« deutsch« Judentum in dieser Stund« vertagt, dann kann es niemals wehr zu« Ziel« kommen. Er bespricht hieraus di« SesichlDpunIte. di« für di« Schaffung einer Gesamtorganisation maßgebend waren. Es soll «in Grundstoet geschaffen werden, der Iptter in seinen Einzelheiten ousoedaut werben soll, aher dieser Gusdan soll ans der bnttesten demokratischen Grundd-ge geschehen. Di, Organisotirn ist so gedacht, daß ’ i absoluter Selbständigkeit jeder einzelnen Gemeind« «in Zweikammersystem geschaffen werden soll, bestehend au» dem Bundestag« und dem Buudesrate. Der Bundestag soll ans dem gleichen, geheimen, direkten Proportionalwahlsystem aller münnlichen und weiblichen volljührigen Gcmemdemitglieder hervorgehen. wahrend der Gat teils vom Bundestag«, teil» von bestimmten Organisationen gewühlt werde» soll. Der Gat soll au» Vertretern der dem Bund« angrschloffene» Gemeinden, au» je einem Mitglied« de« jüdisch-ideologischen Seminar« in Breslau, der Hochschule für bi» Wissenschaft de» Judentums und des Gabbinerseminarl zu Berlin, ans 8 Gabbinern oder zum Gaddineramt yualifizserten Personen and au» so vielen von de» Bundestag« nach den Grnndsützen der Lerhültniswahl zu wühlenden Mitgliedern bestehen. als alsdann zu der vollen Mitgliederzahl sehle». Niemand wird glauben, so führte der Gesrrent an», daß wir mit dem Entwurf etwas vollendetes schaffen! es Hot gewiß Lersaffuugen gegebea. die bester, »ad solche, di» schlechter waren, oder die Frag« de» Zwecke* unserer Organisation muß die Gesamtheit unseeer jütffche» Interest« umsaffen. Dir weiden dabei, besandn» intezag auf dt« stnanziellen Frage», da» oofdrrngn müsse», was mir bei aller Anstrengung ausdringen können, ater mir werde» uns Nach der Duke strecken wdffen. Freudig ist es zu de» twüßen. daß nie Gruppe, im deutschen Jidentnm den Willen zur Zusammenarbev habe». Bei der orlhodozen Grupp«, die sich de» Forderungen der Zeit nicht zu «erschließen demüht. stnd die Bedenklichkeiten allerdings größer als bei de» anderen Gruppen, »nd de«halt «erden wir damit rechnen müffen. »aß der Verband orthadmr Gemeinden oailönfig noch Gewehr bei Fuß der Grsi>m1oraanijation gegenüder stehen wird, allerdtng» t» de« Absicht, fich >br zu »öhern. Aber da» Brrtrouen zu der Weibekraft unserer Gedaule» rechtfertigt de» Glaube», daß der Tag zur Verschmelzung nicht wehr sein sei» wird. Roch nie hat da« deutsch« Judentum eine solche Schicksulsftunde erlebt wie die gegrnwürtigr. Deshalb, so schloß der Gedner. denken Sie daran, daß Sie nur da» Ganze im Auge haben dürsen. deshalb gehen Ei« nicht nach Hause, ohne die Organisation geschaffen zu haben. Gauschender Le,lall salzte seine» Worieu. Und nun sollte die Generaldebatte erbssnel »erden. Et wollte sich kein Delegierter nl« erster Generalredner welde». und schon glaubte man. sofort in die Epezialbiskuffion «intreten zu können; do betrat ein Bertrrl« der Ileinen Srmeindrn dt« Gheintonde» da» Padinm »nd schilderte die Not der kleinen Gemeinten, di« ihr» Lehrer nicht bezahle» könne» und di« Kinder »ha« Geligionsnaterricht heromvachseo laste» «üstwdi Mit »armen Swrlen tut ir f*c di« G«s«»s»rßuW>>A domit brn kleiue» GomebU>e» endlich «inmnl »chsGw . Im Nanm» drr Zionisten topstfft, Gechlsonwsli De.' Klee de, »«iliegendn Entwnrs. der dir sihwirffen vo» i denke» seiner Parteisirnnd« öeseitigt he*«- Im \ der Einheit der Jndeu Denlschls»i».DG«W w» / aus ihre» eigene» Entwnrs pnstchcht entgegen gekommen. Jntbesonöerr b der Bund di« Zuiommensastung Judentum zur Pst»» dm tzchom und nicht nar, «. diitstOi, heywEe; smch »sm Hw vaa> iMJIttfe. taNr« tim Hltffl wtnscht er. baß der t 6 de« Eata Selbslöndigkeit Hw kichnea Gemeiai Sinn» umgeüudert Werbe, dost ia Grund eine« demokratisch,«Sahliecht» zmkhktv Doant War m chgentlich sch* ta hi» i -1 — aa -1 «1 09(90(1 OR9 *0 tOaRSv IQo( daß her zwei» voisitzeab» der " Bsdt sich gegen dt« vwschvtz Wenn auch der Berfsstnpgsinlwais es < OruaisaÜoR Hw hentsche» ,0 schließ« dos doch ickchl sür Deutschland swM» wllffch »iß »ir I t**tm SO Ma wSm, m hwatw Opsrr nstwendi» ffah. Er »wtwt swam ho» »ater «Iw llmffGch» Mt »iflgiSl Gemeinden Naaa*«ti>ßkt Asitva mIGa Di» üietw» Gnwislredaer, nnüer »ema B*rÄ la.PH. Genmeter-Müachoa.* uu. Dr. I,ßa-«a«*wß NN» L»«»-> - -t.t — «-1— * »-- gepoocs ffVSr DRMB . . fHoibfini osl Mt flnftni m lOMB Hl nt Ml Judentum« notwendig ffi, aa» «t Macht iaack Gedner GechtsanwaU Heinrich Slern-Berüa l Mifrs, daß es do* G»ße dich« St» Organisation der GissmfMHsnIIntssa strebe, »ir find viel. «dpse. Sm er seine Ged«, »nd deshalb wndn »tr »ia gutes Werk schasse». I» der > diejenige, PnnVe, l» trüge» ei»« ' de» beiden Mn Klee der ß s, weicher sich mit der I § 10, welcher sich mit der ' berechtigt »nd «ühldar znm . . Gemeinde» iVieder beidntei Geschlechts fria (aCta. Zn S 1 vertrat Aatsgerichtsrut Wslss-B Standpunkt seit« Gemeinde, da daraus Wert znm Ausdruck gebracht werde, daß der Bund sota»^ d. h. diejenige» drr deutsche» Inden, ua» nicht Hit jsdtschen Jntrreffe» vertrete. Es führ« en twü. . Bund gezwungm sein soll, jedesmal losort ia, treten, »«an lrgendwie und iiwadw» jüdische. verletzt werte». Wenn hi« Zmaisten — deutsche» jstöijche» Jnterestza nicht nuterschekde», so (ion er wohl Dr.Ss»hl«mB«rkia Woche, m£ oll« Lkn.1L.

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