Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- 3 (21.1.1921)
- Date
- 1921-01-21
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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WMV I Lir WchgenNG ob kte* 3Rtofl nt tarn | I FmmV durch bi/ *•*, Wir «och durch die »elchllachele znm Beeile »eu I oln-tläbelich WH WO kugn brM, M MAn bi k> 444H*tkti WO. I». «na»- «demmer «Hl ^rastr.-Naschlnst 372 Poftf4«k-K(nit« Brt»U« Nr. 17303 ■M S. tlHaM» Omtuk» W* »chchchch»-». «>-». KlIMI ■ •■tl««» aotai na ftimaattn toMan. kr »»ytHnurB 8«ikkkl 70 IMW frmnimm*** BH-W «O.ch.chm, Lchrtftlritaag, Serla^Jib Geschäfk-steNe in Bre-kau I. Schweidnitzerstraß« 87 Auschrrsten und G«ibsradunge» fito dvrihn, za richton. — Die Geschäst-fielle ist So»nabend-. Feiertags nh SüMttaggetchl^eo. Nr 3 Brtslaa, ktn 21. Zw,mar 1921. stchrg mg XXVU . Der Judenhaß der deutschen Studenten. Der AnttsemitlSmum der deutschen Htudeatenschost dal seit dem Kriege einen Umfang angenommen, der an» scheinend kaum noch zu Sberdiettn ist. Und doch -eigen dir Eisenacher DeschlLssr der Burschenschaften, die neueste Eingabe der Lurnerschasten gegen Herrn Harnisch und zahlrenbe Vorkommnisse in Berlin. Bonn und anderen Universitätsstädten. doch die antisemitische Bewegung in der Studentenschaft noch danernd im Steigen begriffen ist. Dir find weit entftrnt. die Bedeut»»- dieser Haßou^rüche unserer edlen Musenjünger zu überschätzen. Vielmehr stich «ir der Meinung, daß da- Judentum stch erni^rige» würde, wenn edem rohen Treiben einer kulturlosen Akademikerkast, zu viel Aufmerksamkeit schenken wollte. &»! einmuß unmit Sorge erfüllen: Di« wird tt am Deutschland« Gesittung m rin bizwei Jahrzehnten stehen, wenn die jetzige akademische Jugend die geistige Oberschicht de« Volkebilden wirbt Dawird dann au« der deutschen Kecht-pftege. dem deutschen Schulwesen, der deutschen Politik und Staattleitung werden, wenn der Hakenkreuz«Student von heute daN den Ton an geben »erd t Knr von diesem Eestchtüpuntt auinteressiert un» der Antisemitismus »n der Studentenschaft Gewisse Kreise der jüdischen Studenten glaubten der Iudeufeiobschast ihrer Kommilitonen dadurch btWMN zu Bo»«,. da» sie stch kri GÄn .Um «•O«**» -say-vn ktr «uff» 01 t*r tinnMAiiObH forderten. Diese- Verfahren Hütte vielleicht de» eine« Vorzug haben ICmnni, di, teutschen Burschen von ihren albernen Gepflogenheiten abzudringen, da sie schaudernd srden mufttn,. daß auch der verhaßte Jude da- Kapier «chwrngen kann. Eber die Wirkung war ein« andere: Man verschwor stch erst recht de« Kultus der rohen Gewalt. verbannte aber di« Jude» audessen HeivgMmern. Man schloß die jüdischen Verbindungen audem Nassen, rruj^n au-, man verweigerte den jüdischen Kommilitonen die SatiSsaktron. Dasoll nun der jüdische Student machen? Einen eigenartigen Weg beschulet im .verlinn Tageblatt' nn gewisser Dr. Atfred Frank. Er bra»d«arkt hier östent- Uch die Eisenacher Beschlüsse — besonderden Grundsatz kl, der eine Heirat .mit jüdesHem aber farbigem Weib' verbietet — als eine Infam» und d» Benoeigerunder Eati-taktion als eine erbärmliche Feigheit. Er bemerkt dazu. früher hreß e« : „tRU Slaatn fufe gefchlage,. ptl Weibei» M> tmragtn, ft travi me* vmch vie ©ctt “ H«,« tchewr «ir ksfa»g au-ßeg,-«» z, fern, »efrrttfr Araani ja teteitzizn, an« stch tor SUnarm felge z, fcrftdn ®«t aller Sympathie für die ehrliche Entrüstung und de» temperamentvollen Elan De. Frankmüssen wir doch fragen, ob man den Bürschchen der Burschenschaft durch solche Kundgebungen nicht vitt zu viel Ehre antut. Das alte. -otterwählte Volk der Bibel bat wahrlich andere Ausgaben, ul« sich mit deorrtigen .Besltllüfsrn' und ihren llrheb-rn au-elnanderzuietzen. Wenn aian in der Sphäre de« Judentum-, d. h rn der Sphäre der Gerechtigkeit und de« Kruden«, dem Problem de« Studeotenanstsemiti-mut n-hertreten will, so wird »an nne ganz avdere Einstellung dazu gewinnen. Der» setzm wir uneinmal in dir Lame nnis deutsche» Durchfchwtteftudentkn, nickt de« feudalen Herrii i» Mütze und Sand, sondern deeinfachen Vürgersohnes. uud fragen wtr nach den Motiven seine« Judenhasses I Mit , Ausnahme der Agranersöhne. die ja bei de« fetten Kriegs» gewinnen ihrer Väter heute jn Gau- und Braus ihre TtudlenzeU verbringen kdnnen. lebt da« Gros der Studenten unter den erbärmlichsten wirtschaftlichen Verhältnissen Eine Kundftage an einer kleineren Universität ergab vor einiger seit, daß ein Monatvwechsel von 100 Mk- und weniger ^teKkgel ist. Woher sollen -denn auch dir Sbhnr van Lehrern und Beamten mehr Geld erhalten künnrnk So fiste« sie den ganzen Lag in den Uuioersttät-brbliotheken herum, schlecht gekleidet und uutewrnährt und quälen sich t» verdistener Aut. um ihr E-nnen zu beschleunigen. Niemand entschädigt sie für ihre verlorene Jugend. Un* firn festen sie, die schon von Haus, aus kein Brrstünduitzr.kLufmärmische Dinge mttgeböacht hat«, dach der Wqmun — wie fie meinen: ,ßhelo- — alle-, »a- «M» E»« »«echt, «wttbt nt i» tof» |m£ft ton%« fnftm nicht *x+< *w* ctoi ich. ‘ Die Eutscheidullg über die Gesamtorgauisatiou steht bevor tnlla, Id. Jinui. N» tiaat», In **. 3«aa.r 1*31, >mi. 9 Uhr aak cMatadl TO.aUg, ka U. 3«aa«r, fiakrt ia v^lta t» La,«>tzaas«, KUiftftr. 14, kn li. Drallch- MnulitHOt teaiialit«| ftatt. Der axffat. lich« Paak» ker ti|(i>i7na, laatrt: >kiakcraag kcc Datzaagra ratikrecheak ke» Ber>affaa,»ea1»arf für «ia« #cf«atfarg«ai. satiaa kck k«a»<ch«a Jak«ata»k. (Srfrrral Dr. 2s»ar Area ad.) Nenn dn Berfaffunglnilwurs Dr. Freund», über den wer »n früheren Stellen uu«!ilhrlich derichlelen. genommen wird, jo erholt der Deutlch-i«roeliti>che Sdemeindedund den ganz neuen 8weck. da» gesamte deutsch» Judentum j» einem einheiilichen Ganzen zusammenzuschließen. Wer lassen den § I de» ^reund'schen Deriafsungventwurseö nochmal» solgen. Der Bund deiweei! dt» gusammensassung oller Ardste un deutschen Judentum zur Pfi'ge der gesamten stldischien Interessen. Zu seinen Insgaden ,ehdrt >n»bes«»dere, dt« Hedna, de« rrtigudsen Lehen» »nt« Mehrung kmt CdWMUüuai te^taatMai M OmÜI ' llndn-tltznng leitzungsschwach« Gemnnden. de, EchaPmtzl! unk Interchaltung oder Unterstützung gemeinsamer Oenrichtungen und Anstalten, die Lertrelung aller der jttdeschen isteligianhgeinrinschaft im Deutschen tstnch gemeinsamen Anuelegenheiten nach außen und die gdiderung der rechtlichen und wirtschastlechen «tellung der ztzdeseden temnnde» Die Brstattong der rhorarolle, ,u Prag. Am S. Januar cr.. nachmrUag- 2 Uhr. fand di« Bestattung der am 16. November von den Demonstrante» oernichtetenLhorarollen statt. Nach nn er Rede des Kabbiutt- Kn-pfelmocher im großen Saale der Beerdtguug-. drüderschaft bewegte sich unter ungeheurer BeleUigaug der Zug zum alten jüdischen Friedhofe. Oberrabbmer Dr. Brody ttug eine der Reliquien oomn. Da» Grad für die vernichteten Thorarollen befindet sich neben de« Sarkophag Mayr Srchel«. Dean eine Thora «»ß neben de« Grabe einebesonderen .Zaddik* bestattet «erden. In dem au«zementlerten Grabe stehen senkrecht zwei Zement' rollen, die die Thorarefle aufnehmen, um sie nach der Lorichnft HrOr ewige Zelten' zu erhalte». Der Feier wohnten «ehr als loOO Kromme. deutsche und tschechische Iouraatißrn und andere- PudUkuw der. . , DÜ ganze enkwürdlgeZer'monle werde mm emer Präge Gesellschufi gefilmt. Nach der £rter hielt Oberraddrner Dr. Brody eine Nede. Aotisrmitischer Aufr«f z«m Meuchelmord. Gegen du Fd hier de« Bunde« .Haut Vaterland' schlecht Lebiui in der ,Staat»d«rger-Zeitu»>': .Der Liga gehören unter anderen au Maximitian Garden, Prosestor Einstein. Prosestor Förster, Herr o. Sertach. Hier liegt glatte, Bolttoerrat dar 8ir würden jeden Deutsche», »er dies« Schuft« niederschießt, fttr einen WdhIIStrr de» deutschen Botte« erftüren. Wir wundern un» üderhanpt. »aß stch Nirmand dazu bei«, findet, gast zw«, Millionen Deutsche hoben ihre Leben für die Sicherheit de« heutsüan Bolle» geopsert. Warum stnh.t sich jetzt niemand, der da« deutsche Bdlk «an diesen Berbrechern befteitk' Wir biingen kies» «nstprdd» aut der anftsemilische» Wachenschrist »nr um za ftagrn. weiche»-Geschrei dieser antisrmftstche Hner crhrden würdr. wrna in eine» sozialistischem Blatt eine ützntiche Nufforkerung zu Gewalttttlgstiten stehe» »»«»«. Dann Würde wohl lein Staat»a»»alt »» einer selchm Aexhenin, »chtte« «erbeigchen. roührrnk jetzt teiner die»« Her«» de« Herr, Lekin« ck^chnd, Beüchtna, s ker Lnnkairt hart« noch Weit krssrr kostrht t Kausmon». Ütnltn st» meiste,» nicht.) Unk tz» «in tknnftnann und ein Jnd« meist idantisch stnhh I» stch ihr» gange vertntterün» »nd InftürischiMg gm Inden, dag .Hündternal!'. da» hrrrüch «ab i»( lebt, mührrnd ste selbst barke, »tzst» Da» Pnkiem de» Gtukentenanftsemittünuiü U eia «irtschastliche». Da» betont, erst «r einigM^Wkch». Friekr. MUH. stoerster in der .Meli «rm Di« ankaueriib« llnterrrnühruiia hat« unser» schaft in «inen Instand »ernüser Ueizbarlrtt gi sich bdlitisch z» «iner immer »rdherr» Gesah» Bur w»nn man ihnen Wirtschaftlich Heist, Werk» dem deutschvktiischen Xakikaliemu» entrristm Dieser StandpnaN ist ohne Frag» dir «ingtg i aesilnk« »nd men seht ich«. Und er ist de» sükische» durchaus kongenial. Hast nud Bitterkeit kan» durch geschlissene sttinaen, «ch »arch bsstatlich« »beimruden. sondern durch Grirchtiglrtt. De» Studenten zu itw»» Recht »ns Led«l und zu oerhelsen. dient di» i» Berlin bereit» geleitet« Studenlenhiile s»Wi« dst __ tische Sit Juden pstegen in Sachen der MnhtWt de» «ichtzuden »eil «arnu, zu sei». Zag« Wir HM» in diesem gall«. indem Wir in der Ornautsatiaa n Siudentenhilst Bartübiiche» laste» > Gusth» Hst " Stndenten UAai bittrrsst (M,_ zumal “ ■'“* »nt» gx llnterstütziN, di-strMtagchisch« I dem Reiße mtate tnakdgMi sttii» : hilft an de» »äst«» Werte, de» Hast an» oerdauneu >1» bi» Kinder Jümai »m Bchiismehr st» t Meute Pharo»« hiuter stch jähe», da stmach Mnst Mst ti njr»r na am arnn .«WM ruhig mch « au» nach dem Heil» st» fcrigail* SM gtt mich p Da, drtueude» Hast der hachch» Gtuhmtst» t— »ft »«tafseirheit stnarmch näi»ta' p de» Heil, Aatte» »er>»» mir »»«sch»,»», unser», lusgatt, der GorchEgtrit eina, Mm m ' ' Ist Dinar de» Gnta, — Sch« »st st,,«»« .. I» Hastgetümmel brr Welt — innde» Wst »st überdauern Dt, f. Diäter im Zentralvereim Der zaltralmrri, hat in Berlin st« st strsan s begannenm «ussPrache-Ibend» zwischen «st »ad Juden »ft «ine« Bartrage kt* r girdig ia Sechzig über ,J»d Gesetzt Im Obnllchtsaal har __ e» grast«» Publikum eingesnnd«». Inster chierrssierten Güfte». nn» Rehrrr. Geistlich, und Ui Prnsessaien, mar auch Herr Dr. Dinlar, dm l m berüchtigten Sensttumgbache» .Die Sstch« Blut', «ft einem grasten «esdlge H»lenke», | junger Leut» erschienen. Lizenftat Paul gitdig stststtftlgft sich seiner Red« mit den Btstste» von Th„d»a geilst Dr. Diuter. »eich, de» Talmud uk kai-T Iruch als .G^aimschrifta,' beze»ch»«a Dftses total falsch. Beide Merke stehn st» offen i au sterbe» gibt es eme lagahl » au« ihueu. di» jedoch nicht immer «Isstadig stftd.' dolffündige llestrsetzwea st« Talmud* ist tat st» de« Gediete» für einen Wiuatuen scha» »htzftsch UW Dr. tziedig ging daun »ühä aus drei StÄ» t» > und Schulchau-Uruch ein. die von Dinier und süischlich so »«gelegt werden, alt man»sie dies de* Ehebruch« und de» Betrüge« X» Inst» i judan stweisen- Er wie» tu ringrhnber M ' Dinierlchen stitate mit dem Urtegl» »ach. geima« lleberweisung und au« dem Jus« der Sinn der Stelen entstellt, teilmers» [ teil gedentel »erst. Pur men sich st» Talmudlehrrr« »u, echtes«, der Bist, st strsst, RechstnerdchdNchdft stüftdst» st, r^mnst «ak e nicht di« dstst Bertnntstft Mt str «MUMn tka^T B gapil «4 l Ifc. M« MH ia 9m hZ«I ' Jb, — - - 1