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Jüdische Volkszeitung · 1921-01-14 · 2 (14.1.1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
27 (1921)
Issue
2 (14.1.1921)
Date
1921-01-14
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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atzt-ml n«chan»ch »» t-»«M Suva» "» wo» oft durch dir ÜM. Wie -Uch ddrch dir UkichLftSNeLe pni VreSe »on dMtli* Kt 4M tONm Maten, da Adt^rnq In da «dchUchtr»- “It 4M. Kn^dne Hxmmn 40 PI- Strmf»r.-fl»Wu| 372 Po|tM<A-Komto Brttlnu Nr. 17303 m S. Cttkntc» CArifUeitnnQ, Verla, und Seschäflsstelle in vreslan I. Schweiönttzerstraße 87 Sutonftm und fcefbfenbungen ftnb dorthin )u richten. — Die Seschäftrstell« ist Sonnabends. Feiertags und Eonrtags getchlisten ,ii,ich»,»,« K»fsHtze. »4«che »e» Tkrfvfm m As**rwft Schis fNett»ß mit kle ptr^- „Bleibst aufrecht stehen .. In BerliM haben jüngst bi« Führer ber eiektrischm Bahnen brn Einig gestellt. sie wallten in Zukunft ihr Ami fitzend auchhrrn Haben die Weule nicht rrchtt Warum sollen gerade die Männer. dm auf der Elektrischen vorne stehe», eine AusnahmestellunJ eimuhuun? Wo gibt es heute sonst noch Führer, vomdmen verlang! wird, daß sie bei Aut »düng ihre« Amtft aufrecht stehen mtflmk Weder an den Droschkrnkutschitz, noch au hm Automann, noch an einen Lokomotivführ». und wie die Leute noch alle beißen mögm. die in iührmher Stellung stehm. stellt man ein solch unzeitgemäßes Aiistnnen Und nun gar bei ozn Führern eines so neuzeitlich angerichtrtrn Vehikel« wie der Elettnschen ist diese Forderung »üllig hinsällig Wo« hat denn so ein modernrr Vagentenker viel zu tunk Dir Bahn, der er zu sahrm hat. ist ihm ja vorgefchrieben. Sein Wagm bewegt sich nur auf längst gelegten Erl eisen. Er weiß genau, wohin er zu sahrm und wo er zu haltm hat. Ptr wenigm efttftischen Funken. die er deanche. um fei» Gosähede irr Lemegung ,n setzm. werden ihm von irgend es»« Berliner Zmtraft gel, eiert Er brnucht nur ans dm «Norf zu drücken, dann bewegt sich der Wagm allein vorwärt«. Währrnd der Fahrt muß der Führer natürlich über eine Ctfl« Geisteigegenwart verfügen Er »ruß scharf an»' um. ob sich der von ihm erngefchlagenm Bichiung nicht» Etdrrnde» in dm Weg strül- Hat er aber etwaü ent deckt, wo« auch nur im entferntesten so aurfieht. so hat er die Pflicht, fest nach untm zu treten Da» ist natürlich nur ivegm der sogmauntm Warnunatsignaft. derm schriller?lang schon allein gmügt. um jml Hindemi» zu vertreiben. Um dm Wagm im riHigm Geleise zu haltm. muß der Führer dann vor allem noch rechtzeitig brrmsm Idanm. Aber auch da» kann er nach nruestm Ergebnissen >m Eitzen viel besser al» beim Etehm autführm. Ee ist daher gar nicht einzusehen, warum der Antrag ber Berliner Straßenbahner nicht gmehmigt werden sollte. Di« Forderung, daß der Führer aufrecht stehm muß. stammt sicherlich noch au» einer Zeit, in der man wohl desirchtet«. daß die sitzenbm Führer leicht allzu bequem werdm und so ihr Amt vernachlässige» kbnnten. Do» ist aber rinr vollkommm versehld Austcht. E» hat sich im Gqentril herautgestellt. daß gerade dort, wo dir Führer mbglichst ruhig scheu, der Betrieb am bestm klappt E» wäre grübst« Undankbarkeit. nicht anerkennen zu »>«llm. daß auch wir, in dm jüdischm Gemeiudewagm. mit diesem Ehstem die bestm Erfahrungen gemacht hätten. Wi uns ver-Iäuft olle» glänzend, wir sahrm mit unsrm Führern sehr ruhig nnb sich», wir dürsm ba» seste Berraum habe», daß sie schon rechizeUig klingeln und sachte lrrmsm. um unübor allzugrvßm Erschüttemnam zu dewohem fe gibt sogar Leute, di« meinm. daß wir aus dies« Weift schließlich — IN» Gqad hnuinsnhre» küonen, otne baß wir t» sonderlich werten. ,E« geschieht ,Uweilm', sa schrieb i« Jahre ISS« ch> ganz Großer m Jlrael, .daß die LurmwarU einer btadt in Brand gerät und da» Feuer rasch um fich greift. k>i« Uhr geht oder noch bi» znr letzten Stunde ihren Hang, ja zuweilm will e» der Zosall, daß fie edm ganz nasch vor dem Einsturz zu schlage» heginat — schauerlich lang hallm die Line — jetzt folgt «im Eftchütternng, and sie HLU plbtzlich inm — man hat die Ewpsmdung, als üb «in Her, zu Ichlagm aufgchdrt — schon drillgm du glammm durch» Dach, und da« Gebäude stürzt krachmd zusammm.' g, lau» auch iu Gemeinweft» et»»« Aehuliche» aschehm, Die Berwaltung geht re^lmllßi, ihrm Gang, ist Instalstn blühm scheinbar aus« NartmWchße, die Ein- »ahwm sließm reichlich zu, dft Wahltitigieiftnetein» tum chm Pflicht. Mt LvtmbestattunMnmri, Mttrt «dt>» sei»» lab», di» Zatta atdim gewdftahMt Mgmifta. bog: Mt Ifte wu GMude fnAMat lirtnjttlL att mMN ,«■» Gang, llud kann«, herch. msihtftfl Weh», M» V»„Ü»vMii »er »qüWNMN, w-< da »cheWdwn, ,,-U I»,»i,e» Maten n«4 Kwmaan taadnft Da» ba ichmiwaNaun »üe vüa « w, >MMMd" «uüe » Ab 4» )»|I|M| XXVll Mn Ist. Zanuor 1921. Brttlau Der freie Staat Danzig und die Juden. Worsch«». 10t D«s SibHcc Wr Mdische» tz«1 8ei» ViöU«8m»8 tim Me»»e««d»» übrt die der DE»zi«er J»de» etageretcht. Der Dersaffun-sent»vrs des Freien Staates Danzig bestimmt. daß nur diejenigen Personen als Danziger Bürger naturalisiert werden tonnen, die seit mindestens 5 Jahre» in der Stadt leben und ein Zeugnis darüber liefern tonnen, daß sie ihrer früheren Bürgerpflichten ledig find. Da» Memorandum stellt fest, daß sich diese Bestimmung gegen die zahlreichen Inden richtet, die feit Viele» Jahren in Danzig wohnen, aber aut Ai aßland stammen. Selbstverständlich sei es diesen Juden bei der heutige» Lage in Rußland unmöglich, das verlangte Zeugnis zu erhalten. Die Bestimmung sei daher ein Alt der llnduldsomleit und der bürokratischen Drangsalierung einer Minorität. Es ist zu hoffen, daß der Völkerbund dem neu gegründeten Staat Danzig von vorn herein antisemitische Gelüste austreiben wird. Pogrome auch iu S-Bjet-Rußtand? erclia, I. J«u»»r. Much darf BtttMlsa« M »kr»t»ifcho» Pressebüro» Hut die h»lfch«> »ifttfche «Auzuis,» «» Walt» geewrutrr«; al< G»»jetk»»»iffure »urbeu erschaffe». Pirrueef Warst» et» J»dra»ogr»m i» ster Gtastt »rr »uftaltet. fBalta liegt an der rumlnischm Grenze.) Falsche Nachrichten über die Uaiverfität ta Jerasale«. Der .Telegraph' in Wim läßt fich meldm. daß der Plan der jüdischm Univerfität in Jerusalem gescheitert sei. Pros. Iahnda au» Madrid, der berusm wordm sei, um du Uuirerfitüt zu organifierm, sei resigniert wieder heimgekehrt. und ebenso sei Pros. Gedde» »ach Baoetah zurßchet. obwohl ihm du Zionistisch» Orgauisaü»» ei» dstück zur Bersügung gestellt hat. Daeaus ist zu erwidern, daß du vauardeitm aus de» Grundstück der llniversttät von einer Arbeitergrupp« bereit» in Angriss genommen sind Pros. Gedde« war m Palästina, um die dortiam EiLdiebauorbnungm und EtaMpitM z» organifierm. sowie gewisse Borarbeitm für bm Umperfität«- plnn herzustellm Nach Vollendung dieser Irbertm ist er nach Boenbatz zurilckgekehrt. doch dürfte baunl zu rechnm sein, daß er in einem späten» Zeitpunkt wieder iu PaltA», tätig sei» wirb. Eine Risfio» Pros. Johubo«, di» Umverfitäl zu organifierm, hat »iaoal» destandm. Bei her »am .Dlegraph' angesührtm Dumme van 780000 ttü. die Pros Jahuda angeblich dekvmaun hat«» soll, iß daraus hinzuweiftn. daß dieft Dumm», in ber in Palästi»« im Umious befindlichm tgtzpttschm Pfuubmähiung eu». gedrückt, nur ca. 2Ü0 L. beträgt. E« ist klar, dch bieft Dumme bei weitem uftbt tzmügeu würbe, ein« Unimrsität zu orgamsieim. Di» U»Mb, kennzeichnet bm Wert der Mitteilungen de« .Teienr^h', die auch in ihrm übriam Teilm vollständig entsteilmb und tenbmzeü« stich. Die vehaupinn». Me erprob« m Führer ber Zlviüßüchm Ormnei. sation in Palästina hättm eme liederlich« Geäwirtfchaft getriedm, richtet sich «an selbst. Wbir vertfleatlichm diese mH van ber .Zioaitzschm «arrespmchmz zugesanM» Bichtigiftlu», ums, lieber, al» kürzlich auch du .kchlefische Ztg.- »ich»« ftckschm ladt» über ko» paMneusifch« b/kUNif Mdattrt af mit mtsprechentzm le-M mmtarm »erfthm hatte. D. letz». Stunde hat ^schla^N. und schon »md» M»W empor. . . . Don» fmtlich wird e» tzechm: Wie j gekvmmmt Wie man einst »ach demfUtdUstanü hG^ fragte: .«arm» ist ha» Saab i,ld»t,i,niW>s Frage, sagm di. Alten, rtchiete man »» M. rtchtet« man an du Ivaphete», doch ß, Bescheid. Ratüriich l Dm» Mb tresslich. die EinnahougueW» HM dft GerichiSpfftge lag i» st»tm Htadm. dm Kdrper sunzfierte: .Warum ist da» »mch a»L Aiemäad wnßu Bqcheth, bi» ma» <«E setbch er »»«wartete: Well fl» «ei» Lehm «eeiasft» dft Jugmd in religidser Unwtflmheü mch answuch». «eil dft Qoefle bm Lebe»» »ml» der «eist, die Soft fthlft. «tl hM«aü» l Uhrwerk war: Hamm nneßft ba» ümch »»td sreilich «» war Ale« in kftbanng Jemml. «> Untergang war i» bester Orbmmg, hach gtiMchm ilmb nach der Ordnung dm Hinnoei» mnßft h»ü I untergehm.' Ich. zum wahrm Führ» gehdet daß er ftinm Sitz autfüN. »ich nur, um z» klinget») mch rechft ' Führer muß »ehr al» «ine eznkt er muß Seele, an jühchch » muß «in Man», er »ruß ein» Pers bnltchkeit sei». Er mnß »«im snm Lrvh M» ber LW„,wt»»»| maß Nüchgrat, Für bm ' War». M* Mch Nicht, her Hilft de« .immt^WstE^Bst ^iW?zW «r GftmMhM Mch, »» «chkfmm, »ftM käs J - - sumfUä m >J4 Hoff»u»ße» u»d uvserer J»-e»dbeweW»S^ »ft wir «mwtd mch gewüchcht hoift», chch wi f PEder jüMschm aSSSZtSTitSTsX i Iftutlich« Disknsfim. •*or|dta,M!lMkter ei^elauft». «, »tkm «dbm, •» kütal, »mbstmtlichtm UtW M» ftA lchft» heuft Mi Eichenster pBr ' an der Ju gm li bewmnag bdkmtmm Imoit in erster Aoh» zehbet mm MitrSsch - Pammerschm Gm, »M Jllölsihm 8bE>8s>8>>ösA* Altzert «.idschwihi-Ba-i,: .Dft Auifthnmgen tzm Hm» G„l PigiS »ft dm Zieft» dm heüf. * nicht nertraut ist mch l ^«^ich m.i». daß i» Bmchm» mch ftt». Msch« ^gmdbu^ dchfthl ' einig, daß m ei, n, heilbarer bereit» nar der Schuft m» «ereine dgeft der Mfiftale» baß dft Ina: überhaupt in Leadeagnemtam «cht Mftchftb_ DftJ»MdachmkMi»a,M,Lch»,M»»ich« Cm gut MmBkBi oft Jmfttrochl « bft gmailftn .«die»' wft MM geschilter» iß I Dft Mftglftchchcht t» mm bars nicht du stftamft fwft Zeit »M!, Mm- 3» »nftrm WeMmgnag» kam, hachf «-Mn kanatag ach Fahrt gch». ßmh M , Mm nwn, wen» dm Jonmhalb ba Wnch« \ _ ***!*■>■ ER MRsPTRH» ER DEM teil» s %&-s rrt£\ »n dem tchl» Mmuw S ftbm wich. M. «chüftr mch »ft M

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