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Jüdische Volkszeitung · 1921-01-07 · 1 (7.1.1921) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
27 (1921)
Issue
1 (7.1.1921)
Date
1921-01-07
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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mM'ji —... "immmmr Ar. 1. Sette «. Jüdische Volkszettuao. 7. Januar 1921. Nach aal Wladiwostok eiagettoffene» schreitet der vom Jorat geleitete Rücktransport 9m jüdischen Ane-«gefan-enen auf Sibirien güastia fort. O»»»ürtjfind 4 Schiffe unterwegs nach Triest. hie 740 jüdische Heimkehrer an Bord führen. Bon diesen SchiAm soll eine« mit 300 Juden, am 12. Dezember, «fatf aüt 180 ungarischen. 74 österreichischen und 26 DüK-ffchen jüdische» Heimkehrern Ebenfalls am 12. Dezember, «ft» Schiff am 1. Januar und eines am 15. Januar im Hase» vo» Triest einlaufm. Ae» Pari. Dr. Samuel Meitzer. Leiter des physio* I»aischeu^«ld pharmakologische« Departementde« Rocke« starb hier im Alter von 70 Jahren. Dr. 9M|fr Dvrde durch seine vielen wissenschaftlichen Ent« tofcnftt bekannt, besonders durch die Erfindung einer »nAcheztiii Methode des künstlichen Atmen- und eines gegen den Starrkrampf. L»s Palästisa. Festsetzss, >rr W«r»,rc»)r PsIIßiss». London. 18. Dezember. D» ^Zionistische Organisation' teilt uns mit: Ueber M» Aordarrnze Palästinas ist folgendes Uebereinkommea Mftftchen der e»glischen und der französischen Regierunn «D»H» worden: Alle zur Zeit bestehenden jüdischen jMMtfc» im Norden Palästinas einschließlich Dutulahs. ftmote ferner die Stadt Lanias sollen sollen innerhalb der Amu» Palästinas verbleiben. In bezug aus die Daffer d-Ü Jarmuk sowie seiner Nebenflüsse und des obersten Pvrdaalauses habe» die beiden Regierungen beschlossen, doch di« Krage ihrer Rutzdarmachung für Palästina und d» für ihre Regulierung und Nutzbarmachung erfordere kch» ftechaischen Anlagen an Ort und Stelle durch eine KdMMiffum festgesetzt werden soll, welche au» Vertretern d«r fraazdsischen Regierung und aujüdischen Ingenieuren GHcht. zusamme» mit Vertretern der britischen Regierung. GvÜtr keine Eiaigsng zustande kommen, so wird die Lache a» die beiden Regierungen zurückgegeben, und die Der« ttnüaiiingt „ werden alsdann ei» Teil eines internationalen Düwmaens. Die sraapöfische Regierung hat die Erklärung [ abgegeben, daß sie diese Augelegenheit in sehr entgegen« kommendem Geiste erledigen will. Die Mette Tagnng des LbvisorH Loaartt fanb kürzlich unter Vorsitz des High LommiffionerS Herbert Samuel statt. Der erste Punkt der Verhandlung betraf den Stätte« bauplan. Der Araber Dr. Salim stimmte den vor« geschlagenen Plänen zu. wünschte aber, daß sie auch aus Haifa und Jaffa ausgedehnt würden. Der Oberkommiffär erwiderte, daß dieser Plan zunächst nur Nablus (Tichem) umsaffen würde. Bei der Behandlung der Bodensrage teilte der Oberkommissär mit. daß er mit Aegypten. Eagland und Amerika wegen Gründung von Agrarbanken in Verbindung stehe. Bon den Arabern und Juden wurde au den Oberkommiffär die Forderung gerichtet, die Nord amnzen Palästina» so - sestzusetzen. daß da» Land keinen Mangel an Daffer lür Bewässerung-- und Elcktrizitätsaulagen erleiden solle. Bezüglich der Erziehung-ftage teilte der Oberkommiffär mit. daß tte Regierung alles aufbieten werde, um schon in wenigen Jahren sämtlichen Rindern die Möglichkeit zum regelmäßigen Schulbesuch zu fiewährrn. Es kam auch außer der Krage der DoM« chulen die der höheren und der inoffiziellen Schulen zur Behandlung, wobei David Prllin bemängelte, daß die jüdischen Schulen bisher der Staat-unterstühung entbehren mußten, während fie den arabischen gewährt wird, obwohl dre Juden ebenso zu den Steuern herangezogen werden wie die andern. Der Oberkommiffär erklärte, daß sowohl die jüdischen wie die christlichen Gemeinden, die ihre Steuern zahlen, ein Anrecht auf Unterstützung haben. Zuvörderst müssen aber dort, wo keine Schulen find, solche gegründet werden. Dir Lage »es Urbettsmarktes i, Palästina. .Nation' (Konstanttnopel) berichtet: .Seit dem beginn de- Winter- Hat sich d,e Lage der Arbeiter in Palästina bedeutend ge» beffert. Die Spezialhandwerker. wie Schneider. Schuhmacher usw.. welche in- Land gekommen sind, haben Arbeit gefunden. Tie Krisis km Bauhandwerk, welche scharfe Formen angenommen hatte, wird beigelegt werden können, da die Regierung den Maurern Arbeit verschafft hat. Die Setzer können nur schwer Arbeit finden in Anbetracht des Mangelan Papier, wodurch auch der Druck von schon fertiggestellten Büchern verzögert wird. Die Goldschmiede machen eine schwierige Zeit durch, ebenso die Graveure. Absolut unmöglich ist e»,ungelernten Arbeitern Beschäftigung zu geben. Mechaniker finden Beschäftigung in den kleineren Werkstätten, aber egitt noch keine Werkstätten von größerem Umfang, Eine große Reparatur-Werkstütte würde hier gute Aussichten aus Erfolg haben. Die große Teuerung macht die Existenz der arbeitenden Klaffen im Lande recht unsicher. Die Hrn^eit Sir Ettvi» Samaels. de» ältesten Sohne» des Oberkommiffär». mit einer Tochter debekannten hebräischen Schriftstellers H. Grasow-ki au- Jaffa ging dieser Tage unter großem Gepränge vonstatteu. Bei dieser Feier, zu der über 900 Gäste geladen waren, kam wieder einmal die große Verehrung der gesamten \ palästinensische« Bevölkerung für Herbert Samuel zum l Ausdruck. Die Spitzen der jüdischen und arabischen Kor«! porationen waren anwesend. Nach der Trauung ernannte der älteste arabische Scheich Edwin Samuel zum Scheich von Beer-Schewa. FUrniadastrir. Palästina ist durch ferne besondergünstigen Lichtverhältmffe. durch die Schönheit seiner Landschaft und sein günstiges Klima besonders geeignet als Stätte einer Filmindustrie. Alerste Filmgesellschaft, die dort zu arbeiten gedenft. hat sich in Amerika die .Palestine Picture Corporation' gebildet, unter dem « Vorsitz des Herrn Skulberg. der in der New Parker Handel-welt. besonderin der Filmindustrie, eine bedeutende Rolle spickt und an der Spitze der größten Fachunter' nehmungrn steht. R,ttzschil»scher Eiseabahaba». .Haarez' (Jerusalem) teilt ausicherer Lulle mit. daß Baron Edmond Rothschild (Pari») sich bereit erkläpt habe. Petoch - Tiftvah Mit Ras-al-Ain durch eine Eisenbahn zu verbinden Der Bau dieser Sttecke f«i schon lange als notwendig für den wirtschaftlichen Aufban bekannt Da» ganze Gebiet der jüdischen Kolonien werde die Möglichkeit bckommen. seine Orangen und seinen Dein nicht auf dem Kamel, sondern durch die Eisenbahn zu transportieren, was bedeutend billiger, schneller und für die Früchte vorteilhafter sein werde. Tie Braaae» ia Ber«Scheba. die der biblischen Loge nach von Abraham ausgebohrt worden waren, find jetzt mit modernen Dasierpumpen auszerüstck. die die ganze Stadt mit Wasser versehen. ii <u fl«sit»4*-Sj»i£9jin: * Alte Sy«. NeueSyn. Beginn 4.15U. 9.00 U. 10.00 U. 10.15U. - U. 4.50U. 7.00U. 4.15U. 4 15V 9.30 U. 9.45 U. lOOOU. - U. 4.50U. 7.15 U. 4.16U. Bekan ntmach u ng. Für d«s StaMriahr 1920 (1. April 1920 bis 31. Min 1921) sollen als Synagogen-Gememde- BM« L ftr die in Breslau wohnenden Oemdude- ■ttflieder 59/» 2. fftr die in Landkreise wohnenden Qe- ■dudeoitgtieder 33'/?/« iatoauncnstetienoUs för 1919 vorheben besonders hervor, daß es sich dabei an ZascfcUge zu der kür 1919 festgesetzten nel«knnmrnftrnr~. nicht etwa zu der akfrt veranlagten Reiehsemlcommensteucr . «t Die Einziehung der Beitrige zn 1 Mttgt durch die atidünchc Steoerverwaltung. Din (n Landkreise wohnenden Gemeinde» nMgltadera werden besoodcreStenerzettel zugehen. H» ImUiI itr Syniftgio-fieneiid«. < Bekanntmachung. . Aaf Orund bebürdlkfcer Anordnung dürfen ■nMlugen auf Mazzoth nur durch Ver- W-ttttaag der Symagogen-Oemeinde erfolgen. p|»^Oinriiiilrmlti linli r. die f&r das Paaaahfest HH Mnzoth wftnachen. wollen daher ihren Bedarf M na» anmeldea, uad zwar diejenigen ■dt den AulaagDvW^mfat'en A oad B Montag, 10. Januar C, D oad C Dienstag, 11. t nd O Mittwoch, 12. l-H nd ( DoaoenUg, 13. - K rrtitag, 14. Montag, 17. Dienstag, 18. Mittwoai, 19. . Donnerstag, 20. L . ÜNmdO P nd R S, Sch uad St T. U.V.W1Z ■en Ynmlttags 10—1 Dar 1. ehenaniHtelbfnigaehtin tat nit-;e*. Pvsöohcbes Cncheioen des Hausl Freitag, '21. » 10-1 Uhr WailstrmBe 9 ha»—«!»■ iliinln ist an bedingt erforderlich, WWW «W BesteÜKheme bei uns unterschriebe« WWÜe» nftneo. De Tmtut **f SmogM-feMtal«. Chor der N euen Synagoge •OMntatta bei hohem Oehah gesucht. Off. nwlWi.h an das Büro Vallatraße 9. Sa inniini u bist» -tm 4mr JOdtachan VolkusHuni Ab 8. Januar beginnt un«*r Inventur- AUSVERKAUF zu bodautand armiBigtan Pralaan Unaar« 3chauf«n«i*r ze<gan unser« L«lmtun«sf«hl«kelt M.Metzner&Co. Soidenbandi Strumpfhaus trnhti Oartenatr.53'55(HdkMnt] osfen/r. 5/ 'Abnahmt vorm Vt^TZ ftmrAuM /iOQ Händler Sonderpreise Buefidrudterei S. Lilienfeld tnti.: 5. W. rteyer Brtsiau /, Sdhweidnitzer Straße 37 Vertag der „Jüdischen Volkszeitung" ■ ■- Ftnuynrtir J7J ■ Anfertigung aller Arten Drucksachen für Vereine und Private Bankhaus Hermann Loe wj BRESLAU I, WkllttrMse S Telegnuuo-Admae: Loewybaak Tdefoa: ttr Ortsgespr. Ohle Nr. 1240 für Fcrngeepr. Ring Nr.7009 Poatnchecfckontoi BreoUn 240 Qiro-Kowtoi Rddnbuk Sonnabend, d. 8. I. pünktlich II'/, Uhr Rabbiner Dr. Prya Pentaieocb. Um pünktlich, und zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. L.L. IX.349. U.O.B.B. 8. 1. 21 8‘/4 Uhr O Schadchen d. Verb, in kJ. Orte lu, ges. Off. u.Q.20. Exp.d.Ztg Für meinen 12jibrig. jungen, der von Ostern ab a. Johannes-Oymnas. in Breslau besuche n soll, «rache ich möglichst nahe der Schule in gutem jüdischen Hause rltuelle Pension. Dr. med.Jatkowakl Militsch, Bez. Breslau Velcbe Familie oder aüe nsteh. Dame würde altere Dame, dje gemütskrank war u. noch der Schonung bedarf, geg. angmesß-Pensionspreis in ihr Haus aufnehmen 0 Komfort nicht erfordert. 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Dr. Kaplun Kogant Übungen über jüdische Wirtschaftsprobieme (Montag 8—9V») Doz. Dr. Lewkowltz: Zwei, jüdische Denker: Hermann Cohen und Martin Bober (Einführung in die jüdische Kulturphiiosophfe). Vorlesungen und Übungen. (Dienstag 8-9'/,). Fr!. Dr. Morawtkyt Der Anteil der Juden an der modernen Dichtung (Mittwoch 8—9>. Frl. Dr RleB: Der An’eil der Juden an der Entwicklung der moderne« Maleret (mit Lichtbi’dern Dienstag 6—7). Dr Schiff: Geistesgrößen der jüdisch spanischen Blüte-Periode (Mittwoch 6—7). Rabb. Dr. Vogelateln: Das Judentum zur Zeit der Entstehung des Cnmtentums (Donnerstag 8—9). Die Vorlesungen finden im Realgymnasium am Zwinger statt Beginn: Montag, den 17. Januar 1921. Kartenverkauf im Lesezimmer der Lessing-Loge, Agne«tri&e 5. vom 5.-12. Januar von 12—2 «ad 5—7 Uhr. JxtftcutneslJMieftii 3,un&eruitc. 21 Jackonand Blason tragen Schleier : Strftmpfe : Hsndsoiiahe Stets das Neueste zu isABigen Ich halte letzt Sprechstunde von 9-11 und 3-5 Augenarzt W elngroBbaodlnug Bertbold Danzlf Breslau I. Wallstr. ttl Telefon Kug 6408. Inseriert MYoliutltnn* OflmrtigM Angebot fftr Brsatieute! Wilhelm Nitschke & Co., Telefon Riof 2776 AdsJbcrtStTMM 4—8 Telefo. Rin« ZH6 Möbelfabrik mit Dampfbetrieb empfiehlt sehr preiswert Wotsaungseliirirhtnugf, ca. 200 Muatersisiuser io jeder Hoband Stlkrt aus gullMMf und toiif MateriaL — jede gewünschte Qanntfe. — Tagiinsg bei Ms r 364538

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