Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 26 (1920)
- Issue
- 45 (26.11.1920)
- Date
- 1920-11-26
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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|du .^Gbtzichr t>«iU.fitano' »s^eriiiid «i irtm ^nu| «*» lomi |o»«^l »arch bi# f*t, wu aoft bnrch bu <#rfMti«fUUr um 1<mlr oei- | nmHÜbdi4 »f 4 Mi b<»o3ft» »rrbnj. bei fbboHniq in bn f}(. 4./L. Jtnftrtiif Ho«»n tzti ff Sw»f»r.-fl»M>la* 372 Poftf<k«di-Konto Brtolou nr. 17393 Mrter 3. DRofrtb Mt GNblllWst,», Ub-4. Mt Echeq»z»m»g 12 1 tt*. t«itfte■ wer», »ach KÄwvn tetechw\ Las Aitianct i achiG^oaNese, geile M<t » *.. «■ kMtjajt« Siet* W ff. ^jaUimuneip« 45 ff. — 6H 4m*fcj«N. 6d)nftlfitunfl. Verlag und Geschäftsstelle in Breslau I, Schweidnitzerftroße #7 ftutantttn und Aeldiendunaey nnd dorihin i« hift*^n. — Die GeschLsttzstelle iß Sonnabend«. Feiertagaut fto»nUf* geschlossen. ’ Nr. 45 Breslau, 6t» 26. Tloeenber 1920. Zihr,,», XXVI J&r blt mH fl«mcp •«indjnctr* flwfTJbf, Midie Ile peesbniiche Meinn-t bei OerfalTert tum (Usbru* bfinaen, übernwimi bfe Sdjrtfllcitun* nur bit pr<|- Gesetzliche Oerantvorrung. .J Grdknkre)e auf Profkffcr Dr. M. Braun. <E hauen an:LKliiv der Tj.vmj Ml |9ere nl ileaeUificher rctzier i« öch.e ,u in VrrSisu »tu H J.1. 20., Voll $. iK 0 0 9 4. „(Jtrt ßrone ist ftftoQeu von twm öanpte eine> König»! U d ein Sdircfit ist urbrol.en in d.r ^onn eines Frldheiin und em hod.r Priister ist genoldu". jo leit le einst Ludwig Böi'< ienie (Aexnkrede em a J den Job en »4 öeuOcöen Dictiieis Sllil dieim W-rien w-U auch ich die Wurfe b,e Gedenkens de.nimen mn den X C* unieree OMftutrn Pvtsitzend'n. Plvrssoro Dr. Bruin. Eine ttrone ist urj entrill.n, beim m dem teuren §esch>edenen Huden wir uniaen Giüuder. unterei brwfihrlrn rftbrer und Lecker rote uniet lannjuhr-geL brenmitalieo vetloren Niill ziemt e» mir. lui.z l en. wut der Per Kl'chene seincr Hutmlte, der D sjens.d«,jt und der Slätle seiner unmitielbaren W rkjamkeck yeroejen. wohl aber, was tt u **-<4WPeien ist. ,Xrmr er nu Ufifei! Mag tw* stolze Woit 6m lauten Zckmeiz gero.'llig übriS'en^. Unser war er mit seinem ftömien und Wollen, mit seinem Denken und Fiihlen. Als jugendlicher Lehr r an der hi sigm Neligions «vterrichtsuiistakl II b.it d.r teure Dtidingrschiedene vor «ehr denn 40 I.ihien nvt dem längst in fublrt Erde ruhenden Naddmer Dr. Lohn und dem noch unveigefieiien Pioj Dr. Patzt den Sk,ein brqifindet und ihn z»nüä ft aus Lehrer hdderer Lehranstalten b schiänkt. dann aber, da er nicht lebet,Siühtg schien, allgemein aus L.hter und Lehrermnen Echtesten- und der ^achbarpkovinz Posen auetzedednt. Nur noch drei Kollegen sind vom alte» Etdinme der damaliaen Mitglieder am Leben, un'er lieber Herbst Ltssa in Pate«, der datraurige Los der ttb trennung vom geliebte» P.iteilaude in seimm tteu brutUrn Herzen bitter rnttempfiuden must unser College Bach« Myriow'tz der vor etwa einem I «dre dad euiriudachtzigste Lebensjahr im Aeeifi’ ftiner Minder u»b Gufeifiiiter tn Voller geistiger und körp. ilich<'77»ii!che vei eden duiste und L6wenthat.Gr. Wartenderg. ijetzl in Breslau. Mit der ihm eigne» Energie hat der Heimgegangene sich de» Bestrebungen des Beieius gewidmet, j ihrelung da« iifihevolle Ami eine» Schrilljuhrrc» vetjehen. dann, nach Wechsel seine« W rlungokrelseS. als einig tütige- Mitglied »i'd die letzten 11 Iahte al» unser Boksttzenger grwukl Don i hm ging inner Znt der Eiitrours der'Slatuien aus. V»»r ihm ftammen die Leh»p fine für Reiigiouojchute». die bamoli vielsach noch in der Lniwickung stch des.inden u a Unenlivegt arb.ttele er mit dem vetstordeiien Lyndlku- Dr Hoaigmann und P»os. Tr. Padt an dem Aus und Nutzbau der- Unterstutzungskasse de» Perem«. denn dam rltz lannte man noch nicht dre lofiale Beipst'chiuiig der Gn »einten im Falle der iflcteiKunifiqt^fcit iür den Beamten tin|utieten, noch für deren Wuroen u>.d L^aisrn Earge zu tragen. Manche» ist wohl erreicht, oder doch v el zu »en,g. namentlich in j tziger schwerer Zeit Bor vierzig Jahren war unter softaies Empfinden rnch viel zu gering entwickelt, daß selbst Givbgeme>nden sich mchl für ver Pstrchtet erachteten, für ihre Glitten zu sorgen Xaf.Ut? Wenigstendie Unterstützungstasje helsend emtreten. hie im Laufe der Zeit aus ein ziemlich aosehn-iche- Der» mögen angewachsen «st. viel Not und Elend in Lehrerdersen gemildert hat und ihre Au»gab<ir destreitit durch Verträge der Mitglieder wie durch Zuwendungen von «pserfreudiger £eüe. namentlich von umeiei Shnggogen- Gemeinde. ^re ja stet» cme hilfreiche Hand hi wiesen hat. Wohl war der Tahlngeschiedene in den letzten drei T«zenmen all Dozent tälig. nie hat er aber vergessen, daß er Neligioertzlehrer gewesen und widmete gern Zeit und Kraft cer jüdischen Sitzule. ihren Zielen und Nusgahen. Nn dieser Stelle se »hm noch der Donk aurg spioche» stk oll die Fhldnung. die er der Anstalt deionder», an Weicher «eine «oUegianen und ich «betten, allezeit a'tz Nvrsteher und Ort-tchulivs-ektör entgegengebracht. Mit »fr Mdtat (a| aka NM»»« »^uet n» tUtoMai jüdischen Schulwesen-, namentlich im Osten, kämvsie «it oller Vt<)dt dagegen in Wort und Sckritt an und bedauerte oh die jeil"odmslrsigke,t von Kreisen die der Erhaltung lud beit -usd'll jüdischer Schulen gleichgültig gegenüber stauten > Aus seinem Mgnte weiß »ch. der ich dir letzten lb Iahl« m t »km zuluwluenatde'ten d"»sie. wie schwer geiade »hn Mr3 ded,fickte, wie tief »r eb dauert», daß gerade dir (Krotzglmnndn» so lange leine v-grmeine Simultiins'niing der Schulen durchgeiühit worden ist. sich der Psticht der Eihaitung solcher L-H»onstallen vieligch euizsebe,, denn in ihrem Bestehen sah er die Eewfihr 'Or tu E,h Uiimq und (en Koi'detluud unserer heiligen 'Hiaubcn^geuieu'sruait und gleichzeitig eine Ehre für une. iiiut dihier anderen Nelr^lvncgemeinschasten zurfickstrhen zu müssttzi. Ein Mann der Difirnschast zwar, stellte er sich doch .in» »n ui'trie Nnhe». oibeitite willig in de« A..-lckuß des ol'ij.mel,ien jüdischen Lebrerveibondes. eracht te e- »>'it just »u!ger»'g. tutiiiirottfrn 'Ir die Sck.ost»ug ener I«ig-ndle«1iü r lüd s.uen Inhoit». Überrohm gern den Bor'itz einn L. kulvueimgung. die sich mit dieser Aulgabe de'oß'e u»d wußte durch klugen Not und seinen aus do- Pruktiichk aenchikten Sinn wertvolle Anlegungen zu geben, die aus lruchiv rrn Boden fielen Trotz vorgerückter Jadr« mochte <r weile Necken, um an L»leg'e»«er1.>tzea. Dor> stai dtzsitziwgen und Derbond-tage» tetlzunehme«. Noch 1M ilfl.. Irin*» IWwi M M MIIÜA ll MU« tv hM Dal Abwehr in uiiirrj aU<r Iteun (ttmnnuia. ULJÜU .Vn^ndistig. der ur^nsenn MaukA etntge «oaote vor sOl»«eVMn,tz, Ausdrucks de-. Kriegetagte und Terlmtz«^ N-- olle» - - — Guuen Deut'chland- und deuns befreundeten Nachbarreichevereinte, dank seine- Organ'jotiontztalenle-. dank ober ousd desreundlichen Entgegenkommenunsere» ÄemeindebedSiden so geschickt vorbereitete, daß er die dis» der abgthalteuen. wie «tr auberufene» Mund« wiederholt zu höre» bekamen, in den Schatten stellte. D>e schmerzlich werden w r bewegt, wenn wir jetzt in so betrübender Zeit an solch sfidne Tage uns zurücknlnnern! Bei |olchen Gelegenheiten wie auf u» seren Vereins' tagen sfihlle er sich nur al- Kollege unter Kollege», wie er fiberbgupt keinen Stolz, keine lUderhebung kannte, achtete die Uebe,zeugung anderer und wandelte gern die goldene Mi"eist»oße. abhold jede« Epreme von recht» und linkg. gleich seinen großen Lehrern und Meistern Frankel und G:ätz. deren er stets m,t heiliger Sckeu und «Ldljurcht gedachte, wenn er ihren Namen ou-p»sprechen Gclege« hqil hatte. Und welch geistige Anregung ging doch von chm sur uns selbst au»! Ei« Mann der Pros»-, wußte rr in den G«srtze«best>mmumen und-Lerordizungen. welche sich aus den jüdischen fttligiontunifirubt und das Gemeindeseden bezogen, wir kau» einer Bescheid. Bei ihm holtq man sich gern Not in ollen zweiselhasteu Fällen. Durch feine Glschichldlehrbücher war rr nicht nur Schüler« und Schülerinnen W<g»oe»ser. sondern auch wir Lehrer und Lehi^iumen i'Löpflen daraut Sö ffen und Belehrung, so d ß wir mrt Necht annehmen dürfen, daß sie in keiner Bücheriai-mlung eines jüdische» deutschen Lehrers in In und Au-lande fehlen. Jh« virdanken »ir »it die Einlichtung der Kerren-Forldildung-kurse in Netigionswisseuichasten. die erst nach 10 jährige« B«stehen durch den Krieg ihr Ende erreichten. In nimmermüder Arbeit hat der Dahingesch«edene in voller Nnergenuutzi^keit über Gebiete jüdischer G.jchichte. üv«r Exegese »ivphetrsaer Bücher, lder Kalenderluude usw. Bortesungr» grhaUen und ließ sich auch nickt davon adholteu. als Trauer ru sein Haueinzog. al» der unerdittiiBe Tod ein teuere« Kamil englied. eme geliebte jugendliche Tochter. der Eile-u Soiineiischein. Glück und Freute von binnen riß. In der ttibeit suchte er Tiost und El^edung Gastlich bfiael» »r uns dje P'oiten lerne« Hrims. wo m stiller. emng<r GeiLastigf ,t die treue Hüterin, dre Ge ährtin seines Lebens, walle, e. Brr anregender Unter Haltung, «ober der ihm angedoreat Humor zur Geltung kam. fiofsen die Staude« raich dahrp Wußte je»» beredter Mund doch so »et des Jnleressastten miizutecke, üd^ Personen. Genmnde» »ntz Institutionen Schier ein« lebendrge Etzronck, konnte er dre Geschichte so vieler Gemeinde» unserer Provinz, namentlich unserer Heimatstadt Breslau uud ihrer Ei«' »chluoge«! und Austalte» »r« kau» «»er, suchte tz» Geschichte semer eigene« Familie zu ergrÜRd«. deren Slammd ch» er br» zu» ls. Jolphuntzert verfutgen kon»le. und denen üraha «rt vrer ousoren Gtanbenü^uoGen s» den Gründern smner ,h» i« trrchr Errnnerung gMwtzeueü hämatä^^mM Rmchrlch 9m iß <ri* Vrtklut M»»d (It ivttrt gildb|M, Irin €4«»rt iß«, (rini (rin grill (tffrw «tkn. di, |* bflxuirnb» Bnh kn Staborit. Mnttrirrt, ,lx IwMt intiaUrn. Hu« n Iß rin Odin M un|rii|ni PrirfU giB.ibtn. 4ri« nilbM. «richn «n, «nd» Mn Bau «rt unk iiriflr* D»d etgr fltn ok kn vbOioMU Mn Okbn, kic kn Britnitrini (rinont PI« Stullifeir («ktad n mit mit« kch«n» dl» Pirktrlng, un|m« B«IA Bulflirg n m iun|in Jnhnn mI vviiinMß mit rrlctni kuilb, «I« g»k» Butkt n soa Lrik UM Auuimrr nguffm ob kt« Hlolkriu«« kn« «rfnt DKaUktM* ki«m im ODri. ,» ttkulkrn ixiktn. Do« «|<ktttirtt seine Nkn Io seß« Selindhril 9x liattfit mit kn ihm tigtntn tfnngit gegen Iriiu Arantkrit «n. H MC Mo gtkrn«. en» Plotz Iß uin len unk i»«m oMtufttN^ ließ Äiknfteeile« mondn Aeinvngen gnabt im letzbeK I-Hr». In seine« Sinne wolle» wir ake» weitn «rbnte» «or «dre unsere« klonku unk unsem heilige, fl rflgiinpgemrinschost. So« Bnt krinail uuudrnk« J|||«P grijflm. unk ko» mr ihm tn (rinn, 70. T tiirUtM« kuiik Mifrtinuki«» «oben tzobn, schosse, helse» mM M» ik« keßim«! wurk« l»e Leh«i»M^ kl, ekm Hßs,' kelgik». wolle» wir »>« heilige» L»m«chtui« Nttoükm e« weitn uotkatK, in kfa Gekanlen. ko( n nnln i Sir »oll n «stellt seinn in öiek». vnohneM, unk f kortrit gedenken tl« r1-^ “—•* — *- „ . »eich« -bei« ga XugnU «MoitM- ■it k» Clnu iauur »tb «aigl* ABck t t» Reichstage. «it kn, M, vne!» pr ßlhwehr M »ntlsewiMmM not den letzte, PeiL4too««.dl»n hnaMgeoekewM »tmch«. «7< ßnk k» «ntriernlie, «In »roh, sch» „psnchM. Man kann e» sich lricht Mrßellni, wie «mngMchm ß, 0 tnigfunkn haken. k,h bunt kies« BerkffwUIichMg M in bi« Boga grietzt ««rN. «0, ki, M, rw im 3<tnk|l der Deutschnotionolni Botkopartri keteteßem MttlemtasM, HetzpiopopM« »nkeeiieie, Lllge,. Berte,mk,NgM «ch FLIschungen sosort »ul ko» Bgnkigße p mtkntMM. Dich» Aeign te»t mit kesoudern Deuriichkett t, pW. Ius>M, julnge, ki» von kern kaiisitnoiionot^iuIisemtt^chM gh» geo:knete, Dr. Philip, nnk Aenoshwl im »etch»l»M «ingekiocht und »on de« «kgeorkMw» Sitbri« Brüh» in bn Sitzung m« 18 Cöokn 6 g »ngekrocht »pM. 2» Ut >nsr«ge wurtz« doigtzn »eschm,,», gesßhUi die lltrichkwntral, skr <>ri«otdtMß Mg Buch M, kM letz!«, »eichoio«,motzten unke«»« Hut mch tzieh kmch« *m Schluß: .«och meich« Son^ttzne mich sriwM- »n lirichsientrol« knorrige, «ritte» ems Hnhrchumg ,i,W»g„ «a^ßchrisieu nochgetommmr 2ß kt« ßiMMMbE kn eil, ouch Schnstn, gege, ti» 1bie0S&t kn •aMÜfeiS durch ki, RtuPpuMÜ fgr Hmmatkimst Unken», p lal(n«t' Di» StnriMrtmg km I^Mg, gkmmhm im M» tragt kn Ibfaktnginrag kn MiotKerioiktmtri» 6eitkra», »ok n s»hew ,«k kn» —“‘tr flrnrnrnrfjggg1 «riiMi »kn ki« Schrag Wgrnltl tu«: »An hn Imttgrii kn jetzige, Ibgkmig hat«» kt,: «fM» fitukn ktniiug kn «richitzratral, fit brimrp. kin fl m Hou»>«cut,»t, skr Hnmatkrnß t, «nt», m»».^ »eieiti. kotz ein» tzesti«, onrii»«,lisch» Propogo^ge ki» 9i>e«u ng kn Brakttenrng «ch «etz7 ßrign, nög I Spat, trn»ichn> km nnzerirn Sraup, Mch muh, i ols kM bithn kn goll »ewrien sri. tu UmI hat um Mo«»«! sie ihe« Mitoehritn. ki» trechaugn, smtztich nchwgent-rieu »M«m‘ Di, FoMÜt.' teiiun« drich-ssie. k.raus skr jek« Liukeklitzeriiwngigim» j Hup» 6tilt Mi Admetze k«t «m, ginn, pr r M» »urisemrichmM, W ihe «Mal hn k»>i» , «Mich«, MiaiMn uotz UchtichM «npkra L ._„ sem schmutz SochichUgchiM «sot», «ichriBigg p tu«, M» Mg Mt Schrift oM Schnst riMll i ■kmkt «ingibilii« Urarin» t» riugriM, AMch, L »Mf» im h, VM-Mritz. 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