Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 26 (1920)
- Issue
- 42 (5.11.1920)
- Date
- 1920-11-05
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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«t 4t Satte 4. OlWMe •dteirtru**. L ÄMftrkr )9tt Ulf» kr Virtikwittn treffend jnfcfote» nnb kn Position Iwtetf q, kr ffaftanarkit k» neuen (Staat»* wrt Zahlen nah Dockeu klagte. Zn kl DiHfuffion kamen Mehrere Maker, pnueift Nichtjuku. ju St £■- >. y -m Ganzen mit kn AusführmtgeR k» Äebueil euioecuaiuca erklärten §*Bsffsrt c. 9t SouitätSrat Dr Arnold Vaerwald. Haltender Arzt a» £ranfrafcuft kr iSraelitrscheu Gemeinde, sß r» Aller Von M Zähren Verschieden. •ttcrfeO. Der Bezirks verband kr jüdische» Jugend» nererna Westdeutschlands hatte seine Vereine zu einer Dalegierlantagnnß a« 16. und 17. Oktober in Elberfeld ekgriaka. Der 16. Oktober war eine Kundgebung der Mhrfchen Zagendoereme in'den Räumen des evangelischen Mkrarnltzause». Dr. Alfred Apfel, der Verbandsvorfitzeade. Manch Aber die Revolution in kr jüdischen Zugend. Der 17. Oktober brachte die Hauptarbeit. Zahlreich waren die Ocha>nitin und Gäste Hu Frauenklub versam«,lt. Rach kn einleitenden Worten Dr. Apfel» sprach H. Rinkkopf. ' Nnrnestadt, Aber die neue jüdische Jugend, baffer gesagt, «r wollte die alte jüdische Zugend wieder haben. Mag Gsldberg sprach Über Segualethik, A Lahn und Walter Giws» sagten, was kr jüdischen Zugend nottut. Der Mach»ittig brachte ein Referat von Dr. Bei». Andernach: Mia lassen sich die Jken unserer Jugendlichen in die WragiÜ übertragen. Eure lebhafte Aussprache, an kr sich «nch die Jüngsten beteUigtev, bewies, daß die jüdische Zagend ihre Lehren wieder haben «ächte, die ihnen vcr- «ttzalten find, sie alle wollten das. was die Schule nnd tchkr anch das Elternhaus ihnen nicht geben kann, jüdisches Wisse». Die Mahnung klang aus: Arbeitet mit an der JBiüttiktt baut die Freitag-Lknk ans in kn Hei«» beschäftigt euch »it jüdischen Dingen. Tine großzügige Hilfsorganisation ist in nnserer ins Leben getreten zum Bellen unserer oft» Wdischen Brüder und Schwestern, die Macht und Gewalttat tal Elend treiben. Das Los kr Heimatlosigkeit, das ewig wiederkehrenk Znkngeschick. wann hätte es sich er» . ,Wütternder offenbart, als hier, wo gleich kr Vertreibung kr Inden aus Spanien, ja furchtbarer noch. Lausenk »»d Abertausende kn Pogromen, kn unerträglichen Wirtschas1ü»erhältniffen und kr Militärdiktatur entfliehen, n» in überseeischen Ändern, zumeist im gastlichen Amerika, ober i« Lank unserer Väter eine Heimatstätte zu suchen. Deutschland, und insbesondere Köln ist Durchgang-station C di» Durch»«öderer nach Holland. Belgien nnd Frankreich. s km Bahnhof selbst ist eine HUfsorganifation ge» ßchaßen worden, di», geleitet von eklknkenkn Männern »d Fräsen kr jüksten Gemeinschaft. ' nd unterstützt Wo« kr selbstlosen hingeknkn Arbeit unserer jüdischen Jagend, alles versucht, um den Unglücklichen ihr Los zu . EÜnchtrrn. Das erhebende Bewußtsein: „Äel Zefroet Rwiwi« je lose* sin Israel ist Bürge emer für kn «deren) hat sich nirgeiM mehr gezeigt, als gerade jetzt i» dieser Hilsstätigkeit. »0 alle unterschiedslos, welcher Partei und welcher Richtung sie angehären mögen, wett« «fern an diese« Liebeswer k Egln. Der Protestbewegung gegen die antisemitischen «ch antisozialistijchen Beschlüffe des letzten Eisenacher Bmschentages haben sich über Erwarten viele Alte Herren kr Burschenschaft vor allem auch Universitätsprofefforen wie Jtatocp. Orth und Wilbrandt angeschloffen. Zurzeit wird von kn führenden Persönlichkeiten dieser Bewegung eine Protesterklärung entworfen, die sich gegen die un« waschenschaftliche Ratnr jener Beschlüsse wenden und die Burschenschaft zur Bestnnnng ausrufen soll. Ferner will man diejenigen alten Herren, d:e die Einzelheiten der Eisenacher Beschlüffe noch nicht kennen, näher mit ihrem Inhalt veittaüt machen- Welchen Seist jene Resvlutionen atmen, geht u. a. auch daraus hervor, daß kr Burschen« tag 14 den einzelnen Burschenschas'en zur Pflicht gemacht hat. .ihre Mitglieder so zu erziehen, daß eine Heirat mit eine» jüdischen oder firbigci: fcacil; aurgeschloffen ist oder daß bei solcher Heirat kr Betreffende aussche'kt*. 444444444444444444 4 44444444444444«+44 r Aus dem Auslande : ♦ ♦ 4 44444444444444444 4 444444444444444+4+ Bim. Der Wiener Vorgenzeitung wird geschrieben. Statt Stricker ist aus kr tzeopoldstadt ein christlich» sozialer Antisemit ml Parlament eingezogeu. Dr. Sch warz- Heller und Fleischer haben zur Bekämpfung Strickers einige Millionen von den Großbanken bekommen, also von kufelkn Bankdirrktoren, welche den Ehristlichsozialen die Dahl bezahlt haben. — Die üsterreichische Zudenschoft wird sich die Ram/n dieser beiden Menschen merken. Sroßwardetn (Siebrnbürgen). Ein jüdisches Gp»- nastu« ist hier «it 200 Schülern eröffnet workn Dr. Arpad vegedüs «ft kr Direktor. Porig. .L*Aktion Francais', sowie eine Reihe anderer Blätter hakn eine Kampagne gegen die stch in Pans aufhaltenkn Ostjade» ausgenommen. Die Polrzei hat vor einigen Logen eine Razzia im jüdisäen Viertel veranstaltet und km ..L'Ouvre* zufolge 60 polnische Juden verhaftet. Paris. Aul eine Eingabe der Alliance Jsraelite llmvelselle an die Regierung um eine Intervention zu Gunsten kr Zukn in Polen, antwortete diese, daß es sich ki kn Mißhandlungen in Polen nur um Emzelsälle handele, daß ferner eine Verständigung in die Wege geleitet sei und daher kein Grund zur Lipmiichung vorliege. Fondov. Die ersten Bürgerpüffe im neuen Palästina «erden jetzt in den drei Landessprachen ausgestellt- Der Paßrnhakr wird darin als .Palästmian Subjekt" mit Angak seiner Nationalität (Jude, Araber. Deutscher usw.) oder auch ohne diejelbe gekennzeichnet- Er steht unter ksniglich britischem Schutz und seine Zntereffen werden im Ausland durch die diplomatischen Dertrelrr Großbritanniens wahrgenommen Diese neue Ordnung der Dinge hat »ine große Vereinfachung in den Reisesormalitäten gebracht; wer nachweiser, kann, daß er im Moment des Einzuges der britischen Truppen in Palästina oder vor km Kriege im Lande ansäffig war. erhält ohne Rücksicht auf seine frühe« Nationalität oder LtaatZzugedörigkrit. einen Palästinapaß Alle übrigen fteifettkn haben iljtert Paß ordnvngkgemüß bei ihrem Konsul zu v'steren und find dann jeder »eitern foimalitdt enthoben ZeriPtle». Zn einem «schreiben sir i'tibut *amurie des Oberkommiffars von Palästina, an die englische Jabot' schaff heißt es u a: .Nach vielen Richtungen hm unternehmen »ir e4. die ökonomische Entwicklung Palästinas zu stärken, um eine feste Last» für besten zuküuiUg». intellektuelles Leben zu schaffen. Damit wir den gewünschten Erfolg erzielen, muß «an aut große und aktive finanzielle Unterstützung seitens der Jaden :n aller Welt j rechnen können " Jerusalem^, Zn Bamrskus ist rin neues Tagcblat! I in arabischer Sprache erschienen- Tor Blatt, da» unter der Redaktion des H. Sasson steht, will aus die ifltifd arabische Verständigung hinarbeiten. **+*++4+44444444444444444444444444444 % fl« dem Breslauer Gemelnöeleben ♦ •♦♦♦*♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦ A»» »er K-p^ «>e»t»,trn»crs«»»l>n>g Zn kr Sitzung vom 28. Oktober d. I. wurden außer der Rabbinerwuhl. 2der die wir schon in der vorigen Nummer knchtet habe,«, noch folgende Vorlagen durch Annahme erledigt: Kosttn für die Einweihung des Ehren» friedhosü sowie Ordnung für das Kriegerehrenfeld in Cosel, Festsetzung kr Gehaltsdezäge für die Ehormitgliekr da Alten Synagoge. Kosten für die Uebenvinterung da Pflanzen aus dem Friedhof Lvheftc.. wobei die zu zahlende Gebühr für Küklpflanzen von mindestens 6 auf mindestens tv 2tk. und von immergrünen Topfpflanzen von minkfiaw 2 »uf mindesten» S testgesetzt wurde. De» weiteren wurden als Beitrag zur Deckung de» Fehlbeträge» bei den Fürsorgeerziehungsanstalten Repztn und Eöpenick 1500 Mt bewilligt, sowie der Schaffung ein-r zwliten Dajan-Stelle zugestlwmt. _ Hapoel Hazair Zu der vergangenen Woche hat da Hapoel Hazair. der sia, die Aufgabe gestellt Hot. ferne Mitglieder zu produktiveren und diese noch Palästina zn überfiedeln. Id E^al»z,m (darunter einen Schlaffer, einen Tischler, einen Geldernach Jaffa in Morsch gesetzt. Wre sehr die Hup^ei ^«zair-Zdee auch «n nichtzwnisi,scheu KreüeN schon Auß gefaßt ha:.^ geht aus dem Umstand hervor, daß der Kletklsadrikant ^Stetnt tz. Günlherstraße, 7 Chaluzim MilRuckfäcken u. ArdeUertleidung ouSgestettet hat. Redokttovsisti^. Unser Redakteur. Herr Dr. Hugo Hahn. Hörer des hiesigen Züdisch'lheotogischcn Semmars, ist einstimmrg zum zwetlen dtadblnet der Synagogen» gemeinde Essen gewählt worden. Herr Dr. Hahn wirst fern ne.,ks Amt voraussichtlich am l. Januar antreten. (?aimlirnnadmrf)trn. vStittftlMärii »os d.ar itrif krr»a»ichl. Bor Mizwoh. Neue Synagoge: am 6. 1l. Äolfgang Reumanti. Dater Arthur Neumann. Diktoriastr. 14. AeerdiguNgev. AlX^bot rodeSr. - »m L8. 10. Fr»o A»ts» zrrichr«»al >Ser'.rud vamiki gf». Eilenstaed». Vabnd»l<Si 20. r» 1. IX. «se:ttuS «etnmnct ged. vzrich. Aornertzr. 40. a» % 11. Frau Isa Vö^fctn aeb?..br®ifi, fcobfnjonirntr. 7^ 1920 Saitntcr. «if- 1 ■ .Ncv ü ,c. ÄofLnijb'du:li istOBbrw-i.. S 24 5«»kctt 2C- ^rrtii,'*4 r-»r T.n “*>cm TP* ■ut lötrlas: i. tfiiirntclb (Jab. lo.iilid) iüx tni jnbar Dt. H i g brti-' iti #tr#lau iä flrmi: Berichttgung. Zn km Lusius ott lleopsld Silber« derg- Stl>tu:>g tn unirrtr letzten Numuier in leider ein Xturfl-blft aüteilau(f:i. To m.:ß heißen: ..Postfcheckkvnrv Breslau 8234 Arov Kvkr". MMInn li ta taHMi-Syupgu: AlteSyn. NeixSy». Wl 6JI1 T«/l I ll/l! Beginn Predigt nvär« 430 U. 8.45 U. lOuOU 10.15V. XOOU. 504 U. CU5U. 430 U. 430 U. 930 ü. 10X0 U. 1015V. - V. 504 v. 7.15 V. 4.300. Am äa .Oebdkkr Fitk und Henticbd OoMKteldl SoftnQg4* ttad Untmtfltznngen an '^MMUstv Ulibbcdlifuge Penooen zn vergebet, üjitt» Bewert« man ans Breslau gebAnig und ' Mst» 90 jthre alt sein. Almnarngriirmen sind Verwandte der Stifter verden öeöwestügt. Meldungen, denen iase bdäfflgen sind, sind bis zum dr Tmtut kr Am der „Dr. ältest. Mnnk-Stiftunf * sollen >. Ummtünngen an jftd. Studierende der Medizin tz Mn m «enritvete Underloae jöd. Aerzte rer* t «men «erden. Die Bewert» «Asm in Bmtltn, P«Moder Rswtodi geboren sdu. MMdutgen * n. mr von Studier, unter Beftflg. ebm Fleiß-, Httww md Bedfirfbfkertszeucniases sind Mi zum ' ->• Wooomber an um dnzurekben. Mr Twitul kr Sjupcuginliilt. iJUFroitsoliateel I r betet dem I (Bude jfiditeb. Frontsoldaten ] kL Meldnnget sind za richten an Herrn Otto Elkeloe, Ring 22, Tctd^n Mag 1724 Bekanntmachung. Vom 1. November d. j. ab ist > die Bibliothek nnd die LeselhlU Sonntag: vormittag! 10-1 VW MJül^Ll. } "«chmittagH 6—7Vt Uhr ouBordcm die Loseballe Frdtag nachmittags 5—7'/, Uhr geßffnet Ihr TinU"4 der Iritjitmtwiliji, VmiillKttMbsri Sonnabend, den 5 11.! pünktlich II1/, Ubr i Herr Emil Brsslaueri' Pentateuch. < Um pünktlich, und ab:- mche» Euch einen bittet Der Voradand. x»s<Bo»»soiMom»i»> FtLr Verwandte 39 Jahre alt, Kriegerotve mit 2 Knaben u. 1 Midcben im Alte vou 11—16 Jahren, wird «Binder Lebansgefihrle gesucht Dieselbe bat im Indostne-Üebiet sett 20 Jahren eia gut gebendesQcschlftgrößerea Barveradgeo iLsefar gediegene 4 Zimmer- ErnrichtuttL. Kriegsverletzter nicht ausgeschlossen. Qeft Off. unt. A. Z. 105 aa die Oeschlftssteile dies. Zeitung. L.L IX.349. v 0.8 8- 5.11.20 ab. 8‘/«£7Vortr 1" Wein groBhandlnng Berthold Danzig Breslau l. WaUstr. 21 Telefon Ring C406. 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