Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 26 (1920)
- Issue
- 38 (8.10.1920)
- Date
- 1920-10-08
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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n -3*W4t fMNtlta* MeM »M «sch Mm* Mt «chchFstrßtlf gm V»*e wa L WHtUau tat tan «Ot *n*T.-Jtaf*hi| 372 Bmln Nr. 17393 mr 5. atatm I fr* WM M 9.aMWI WM9*w ' S»schrift-n anb Attbfmbiaigiti »ttlo» »ad Geschüstgstell« in Brrülau I. €«Mcikait«cttstt 87 fcgdVn j» richten. — Die •cfttfKMt ist Saunodend«, Feiertag mch So Nr. 3« Brtskra, kn 8. Oktüter <920. XXVI Jtr tk nk TUma «a>lch»»»»n IMKM. wasch» P*tf9MI#t WiMn Ms Dtrfsftrs säst flastnm Me 34rifHtHn aar Me pretz- ■ Hchkrnkreiiz nnb Toziali-««A. Die Hakenkreuz-Leute find «feie bei der Urteil, um ibn SitHisgiib«. den Antisemitismus. i» immer «eitere Kreise de« deatfcken Bolle» zu trugen. Lei des dürger» Uten Porteies iß diel« Pröpagovdaiätigkeit zweifelsohne M»f a»ßeiorde»tlick fruchtbaren Loden «sollen. Es iß «iw betrübende Tatsache, ja sehen, wie die Jnteü-ktueü-n. die sich zuvorderst einem solch unverantwortlichen Treiben «ntgegensteklan müßten, di« wütendsten Känipfer gegen dos Zndentnm geworden sind. Wenn «ich Professor «instein. nach de» neuesten Meldungen, trotz de« rät Benehmens der Berliner Studenten »ns seinem «erharren will, so hat doch di» ganze Hetz« gegen diese» hernarragende» jüdischen Gelehrten aqügL » welchem Fahrwasser di« Blüte der deutsche» Ration heutige» Latze» segelt Es ist daher nnr zu gut »erständlich, daß der DurchschuiMbürfrr nach dem Bördelt seiner heistige» Führ« de» Untesemititmn» sür di« einzige Ldsnng »aseoer zerrütteten politischen »nt »Klschastliche» Laar halt. Rur di« große Masse der deutsche» «rderter hat sich i« Großen und Ganze» di» heut« kräftig gegen di« Mtlfai 2)o IfTfrfmr geunfr- »m iib' man »»» na . . . Juden schimpft, ra WKkÜchknt »der dir Demokratie meint. Er «st gleichzeitig parteipolitisch zu gut geschult, »« aus di« Hetzreden der antisemitischen Agitatoren ohne weiten» hinein zu fallen Die Hakenkreuz - Leute wenden dethald neuerdi»^ belannüich ein andere» Mittel an, um auch »ach Nutz P» «iustnß zu gewinne». Unter de» Putschist«», de» da» Bre«lauer franzdsische Konsulat stürmten, sMlen sich auch Urteiler befunden hat«», dt» die Uaklstmeuge zu« Sturm aus die «ntonienstraß» und prr Oltmderun, jüdischer Geschastshtuser anffardertrn. Diese zerlnmpt autsehmdea Arbeit« find auch in anderen StSten »»ihr manikürte» Fingernägeln ol» Propagandaleute der Parteien erkannt Mtm. Dian braucht nur den kürzlich erscheenenen erschütterude» Roman de« Amenkanerg llptou Sinclair: .JimmK Heofrus' sin dem übrßpng »nch elnitze prächtig- Jnbengestalten gezeichuet sinds m lese», »m zu begreifen, wie verheerend ein« solche Pseudo-Arbeitee- Prapagaüd, wirken kau». Daß die deutsche »rteiterschaft bi» heute aus diesen Schwindel »mH nicht hemtuaesaste» ist, zeigt u. ». an klein«» Bredlauer Bersamnwoeagbild. Er» Profess», lwer den» sonstk) hatte d jüngst, nie b» .Volksmacht' berichtrt. unternommen, seine» Zohdrrrn di« Gefährlichkeit der Jude» für dal Wohlergehen de» deutschen Batnkank» anDeinanderznsMn. Bon einigen Arbeitern, die der meist von Deutschodlklsche» besuchten Bersammlung beiwohnten, mußte sich der Herr Professor aber so krustig die Wahrheit sagen lasse», daß er «» »orzag »I» zweit« Sieger d* Schauplatz seiner glmreichen Tätigkeit zu »erlassen. Mer als ^nde Gelegenheit hat. mit Arbeitern I »nm »glich gemacht wird. Di» deutsche» Husenarbeiter haben ja'bereit» z,zeigt, daß sie stiuiüweg» tzemitzt find, sich de» Rummel «er hakeniönugeschmückwu Badejünglinge ans die Dane, gesalle» zu lasse». Wunder» muß «a» sich nur, daß di» verschiedene» Berschbmru«»»»»rrin«, di« sich in deutschen Gaue» finde», noch nicht gegen di« Berschandelua» der schdnsten Aussluasplätze durch ok in Ekeln und Bau« eingeritzten HakenKruze ewrgrschen Protest erugelegi habe». Au» Weimar kommt indessen die oielsagend» Rachncht, daß die dautschoilkisch« Jugend de» Kranz, de» di« Arbeiter am Goethe-Schiller-Denkmal uiedergeiatzs Haiti», beseitigt». Als Antwort hieraus «ersertigte» jung» Arbelterhind« et» gr»ße« Hakenkrriiz »nd »erbrannte» >» alz Zchchen der Schande aus einem gewaltigen Holzstoß- Sa mittelalterlich-merkwürdig »nch dieser ganze Vorgang erscheinen mag. so wolle» wir doch gerne hosse», daß dies« Berbrennung als Symbol hinausweist in «uw besser« »ich gerechter« Lukunfi. De. H. H. weiß HKom» ch» SW» zss stutztfs. A»w »4'.»»» ' «ine» Ragieruags. »der Obaepatstdawwu. ja selbst^ Minist erd bramht ch» Juda, dch di« «rsartwelich» schatten »ich Autiiftt mitbrät »ad dam da» l Batoriaude» Herzmgsüchs it, keiwüwmü %t |tl M tio O>G i verstecken, wenn er gernse» »iah, Daun u saust gerade in vorurteiltioseu Kwstm da»! erspare», daß «» uu» mit dem kstamps m Rächt» nicht «nst s«. baß wk Mt gwmstt I yda »nh Berautwuatuug emtb huhm AmttO zu whmeu. Den, hentpetaw MMchir M sei», ist I aste» «»dem al» ei» Bequstge, ' Uad dach ßütw Dr. L best, da» Amt dag Lberschtchrubl nicht p Mehrhwt der veckinm «m tlkmüw nicht mW besteht, muß jemuu». derstch R-ligi-ngw-winIch^t hast,wie Sc. &. a W«-. -t»* |^J|m kai^M|» mag VVflGMg mm nMI OTCfHaM fB i da» kauseffimwR» M wie bei dem Mersteu l noch haben »i» di» l Wchterhuktung st kt« nMi m Wct nAMo ,_ twiwrhi» stchL a «W MTMtjl RelVmchdmeiM der omckwe Buemb, ww» bst[f De- L edchi»»< Pwtzst m, '>MU' au» dm empm htches. aidmM«r Mch Arudrücke» »ich Aie stlstm durch« duhec die Antisemit«», ih». dm, . somkhett, »», dar m sich lubstesgO M schchbwt, s» liatzt Ge Anmcht be itchM 8»8» laut »nd deutlich z» bet»»«». D«A'llrtell t» Prszeß der Mt,che»ee K»lt>sOe»et»de. 'Am M. Ewtember konnw ewbli Rümmer erwghw» Prutziß. dm dt» sprechen, der Nicht oersünmen. so »st er kan» ans Weise deckt Fendrich die unhaltbaren Spie^lsechtereie» der Haken keenzntter aus. An selbsterlebten Beispielen zeigt er. an« e« in Wirklichkeit um die »ielbeschrinne .Borherrßhast der Juden in Deutschland' »»»sieht. An der Hand de« Tabelle»werke«, da» dw ftaMsche Adteilang der Reich«. treidestiUe über di» Ubliesernnggschnldegkeit »»d die istungen der Landwirtschaft im Iah« 1917/18 »ersaßt hat. »eist er »mh, daß da« christlich« Junkertum Deutschlanda aus aste Seite» da« «echt mrimen hat .über jüdische, Schacher pharisäisch, Rrden zn süh«»'. Fendrich will »it seiner Sehnst nnr der Wahrheit dienen, um dnrch bi« Aufdeckung der Wahrheit, wie er selbst sagt, .«iw »tmogphdre de« Frieden» im ganzen Staatdwese» zu schafien.' As ist zu hoffe», twß durch schch »erstündig, Aus- Aümnggarbeit »ntrr de» Arbeiten, der Ach«, (qm ■«< Oute», den bit Reuktio» so «m hiransbeschwtren mdchte. Der Kall Löwratzei». Uaa RechwaanaU an» «Mn st,erde« v> Sit Rominiernug und de« daun erfolgte Wahl de« Dr. Ldweustet» zum Oberschukrat der Stadt Berlin wie zu erwarten war, Hefts»» Widersprnch «qeuw. Di» Dr. 'L -fa-M—M SaM Die Gegner aas de» Lager» aüer bürgerliche» Partein, rügen nubt nnr den politische, AadikaUgmn« dm«nathltm. — - - landein sie weisen »nch mit Recht dunms hi», daß ihm jede praktisch« G^hwusg auf dem GebiMr da» uu. Oie DatstPuaauism u»' ihn al» »sfibantm au. der den der Schulst verbanne» wist, die klutisunite» endlich __ daß gerade ckn Jude (dm Abstammung nach! ans «im I» wichtige und weithin fichtbare Oka berufen wird. Wenn wir al» Inden zu diesem Falle GteAuu, nehueeu, I, geschieht es d-tzreistich-rweiftwr -Uem mW dem zuletzt erwähnten Grunde. Der Radauautisemitiemu» wir» sich an« dieser Wahl uad ihrer Aunahme durch de» Gewählten reichlichen lhitati»»«stost hoi«. Mt doch selbst ei» so debentender Gelehrter wie Wila«»»itz-Mm8>ud«s uutar de« Anflusse der bereit» be^iweuen Hetz» be, Anspruch getan, .map »olle eben kein« Inden schul«'. Der Pbbel »Kd sich mit Lust aus diese Wort» kafea. Zunächst muß sestgestellt wmben. daß di, deutsch« 2»deu heri sich den sachlichen Gründen, d« Mn Dr. Ldwenstei» poraebracht werden, durch«» auschlüßt. eenerseitl kein Jude ms unp«-isstlh-ft Mchmcheueu Fühl» leiten Mn einer staatlichen »der kmumnMle» StelliM mm. »eil er Jude ist, antgefchlofi en wrden fpst. edens» darf audererfnt» di» Gen oMüng darüb«, büß «in «l-ubau». aenoffe aus leinen so «ichtiGn Posten wie dem k» Berlin« Vberschulrat» berufen »Kd. uns nicht dazu oersührne. üb« dk sachliche» Mängel in seiwr Persms hiawimnsihm Hierzu kommt, daß Dr. L. de» Religionünuterricht ftMdlich lenübersteht, «0« keinen Juden, Mephviel welch« Rtchtnng osern ihm die Arhaltu», fein« Religim, am Hemm, Ifeft, für ihn einstehmen kann. Den» lnoch haben w« , bezüglich des Religiimsunterrichtt an de» Schulen um bit Gleuhberechtiga»,' mit den andere» Ron sesfiown zu kämpfen. Ab« seihst wenn aste dies« sachlich«, Einwänd« nicht »orhailde, wären, müsse, wk dk 9ap «ufwerftn mch «ichkg 1i»d takmost M, «im» Jude, gehandelt ish eiwn Posten ni tn kin frutzstch,^ m übernehmen. Dabei I» peuächst zp batmwu. »aß G sich um eine leitend« Siestun, handelt! Der Berlin« Stadtschulrat steht an der Spitze Schulwesen«!in Deutfchlaad. Fast ein, HMd« SchulKuder. diel« tausend« »»» Le kestt Das oerleiht semem Amt» ^eutmeg ktusn« »egner kDMu fich'^ir fchm.'g»« .JndwsherrsMft. wenn ir^ndwio ein Mar jüdische Regier»», träte ernamit «erde». Dw im ni M lassen, r»r «i, de, der Justiz handelt »« sich am Aamwr. bei der«» Auüübnug koasessioneLa Frage» leine lpi-len. Der WiogewechK weiß «deGeat, daß e« sür Juden auch heutnicht »«de --Much ist. trotz (Stn sthiGmg (Ri ReaiermMkarri«, DK zkonaqsoaen ftstelen t«tz der »och eine mcht » manche Behdrd« s» wichtig» RSK M ii^Ufek tu a " m T—a MHt Brüßler mm Eder, stunde p> «ude pflchnt! Pra«eß»erla»fr Kn FaA noch bam andami I war. hatten sich an ih« lstzw HWstsmm nämlich »« «nicht d« DÄMmmwawA. tu Fllhmr der SentschotkNtchm Mu Dnßtzwttz aus G> ww sür «rn Art «kchGck mmemmn huttÜRe! destättgi» w«k, Wß dk WmGeuWltub» G 1 ihr b^weutm Adusftn d« tzttlklHühMr h« l Weden. A-ch »ich, Hchstünm chchche dttw Ran hatw de. Man» hmbgchmmugptzimt mch « d« sedwr AÜüsum pGchew, dech ta» setme! »- in der chulüMGmelch« dk »au «mim! mck> vemeuigbuehmcht Mch« j ssku und dich ähnlich« »ft^ wi, st, Hem t — — Mch», zübwchttz»' _ be PAimAim«^ noch sakw Stütze in eowr Ins btt VnmmflMs Ihc MWmiMi DK MU» RmmGaobmU, a t aus Wünsch a « gern»« G > Hchod-a sehr heut» «ü Dmck ■it dem Eschi. . . . der Beetwkr der 1 da» Ihm den | »nicht um! WM W» MMDWU Mt , wi SMWA mmp fMjjgtig Ml m im, mi ,