Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 26 (1920)
- Issue
- 35 (17.9.1920)
- Date
- 1920-09-17
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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. »"»*. M 4 ♦ Am l«m Breslauer fiemetitftefebcN J «♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦ Z»» K»de«k»» «, Sr. Arltzar G-tza. Am Vortage des Neujahrsfestes wurden die irdischen Reste do« Dr.Arthur Dolfgang Lohn, de» Sohne des in «nferer Gemeinde »Hvergeffenen Pros Dr. Leopold Lohn, 1» Grad« getragen. Bor einer zahlreich erschienenen Lrauergenrervde würdigte Rabbiner De. Sänger die Geistesgaben und Verdienste des s» früh und so jäh au« de« Sefat Geschiedenen A» 7. Januar 1894 in Breslau geboren, bezog er nach Absolvierung des Johauuis-Gtzmnasium« 1811 die Universität. v« Rechtswissenschaft und Musik zu studieren. 1914 . »achte er fern Resererrdar- und Doktorexamen u»d trat bald darauf als Kriegsfreiwilliger in die Armee ein. Rach de« Kriege widmete er sich der Nationalökonomie und begleitete im Herbst 1919 als Assistent seinen Lehrer. Professor Weber, nach Frankfurt a Main, wo er sich demnächst zu habilitieren gedachte. Einer Persönlichkeit wie Arthur Wolfgang Lohn in wenige» Worten gerecht zu werden, selbst wenn nur seine BeEguug an/ jüdischen Gebiete besprochen werde» soll, »st ein» UnmöglichketL Man kann nur einzelne besonders hervorßehende Züge aus der Fülle herausgreifen. Im jüdischen Fühlen und Denken wandelte er ganz in deu Bahne« Hermann Lohen«. Für ihn war dos Judentum die Fannvenreligioa. Er hatte »on Jugend uuf im Elternhaus» gesehen, welche sittliche Werte ein wahrhaft jüdisches Jamüienleben birgt, uud so war für ihn Religion kein leerer Begriff, sondern ein »olles inueres Erleben. Ruch dafür suchte er eine Einheit zu finden. Sein Streben giug dahin, eine harmonische Ueberbrückung von Deutschtum und Judentum zu finden. Denn er fühlte sich nicht nur als Deutscher, sondern er war e« auch. Deutschtum und Judentum waren ihm keine Gegensätze- Wohl noch i» aller Erinnerung dürfte sein Dortraa: .Sind die Juden eine Nation k* sein, mit dem er die erste D^sammlung der hiesigen Iugendgruppe de» Zentralverrins jüdischer Staatsbürger eröffnet». Er wollte der Jugend das Erleben von Deutschtum und Judentum vermitteln. Dadurch konnte er die Jugend begeistern, die in ihm einen Menschen sah. der ihr ein wertvolles Ziel zeigen konnte. Die Kunst »erliert in dem Heimgegangenen einen ihr schwärmerisch ergebenen Jünger, der ihr ein gelehrtes FWchch« VoUGze ittma 17. Cctfmkt, im. Buch über dir Klanglrhre gewidmet hat die Wissenschaft einen trotz seiner Juqend zu den größten Hoffnungen berechtigten, die tiefgebeugte Mutter itzren einzigen. liebevollen Sohn. Th. M. Familien» achrichtru. '9ti*ftbra4en ob» d»m fcMfitrcrff ßrti rmlnfdi.1 Bar Mizwatz Alte Synagoge: Lmanuel Erich Ruch. Vater Wilhri« R-. Wallstr. 43, Fritz Klasmer.' Dater Profeffor K. Sternstr. 1L3. Ü»ee«iau»Geo. Friedhof?otet».: atu 4. 9. Frl. Henriette tfl*9. F«ii»rqerKr 31. am 9. 9. Dr «nur L«l*q»nq Loha ^tanffiTt o. M.. «m 19. 9. Pani?and<derq. HabenrollernK. 62. ffnedhof Lasel: a« 1. 9. Fang» Warschauer, '«w. Posen, a« 9. t. Malhilve Cohn. '»er» Dr. me»., Hsschen^r an, *>■ 9- «raetinr »pur. ©»., Friedrich »iHelwdr. 17. am 9. Chaim David Üeftarderg. «fMs-ebitfr. vendz»«. an, ly 9. Hlorrnnn« woldenkravt. Üs«r»w.. Zatzasr. 29. am 19 9. Clara Ru»H 9'»«- »tt»r. Opitzstr. 99 mm 19 9. Vanb. Wervl. rotqtb . FeiLÜr. 12 8edev«frier. Die „Fsdrsche Volkshochfchuie" veranstoUN am Souniag. de» 19. d. 99. nur Gedenkfeier ffir den Herr» l^emriudrwahdiaer Prottsivr Dr. Guttmonn 1. R. (9t9here« siehe Inierat.s Dar berate srldstdndiger jüd. HandweedsmeiUee L. v. Deealau legi mtterer deatiaen K«m»er ein GrichStt»aniri§endlaN »ei. da« wir der Beachtung »»serer keser empfehlen «Schten. r Kleine Chronik; Die Juden in Indien. Unter den verschiedenen Raffen und Völkern, di« im Laufe der Jahrtausende an der Westküste Indiens aus dem Seeweg eingewandert find und hier eine zweite Heimat gesunden hoben, sind wohl die Juden in Cockin, besonders bemerkenswert. Man unterscheidet weiße und schwarze Juden- Die weißen Juden sind nach der zweiten Zerstörung Jerusalem- 64 n. Ehr. eingewandert. Eie haben sich vollständig rein erhalten und merkwürdig berührt der Anblick dieser „weißen Eingeborenen". die teilweise hellblonde« Haar und hellblaue Augen ausweiten. Ihre Haut« fauche ist. wie der Forschungsreisende Qskar Kaufmann mitteilt, trotz der jahrhundertelangen Einwirkung der südindischen Sonne hell geblieben, so daß einzelne sich eines rem germanischen Aussehens erfreuen. Sie leben in guten Verhältnissen und tragen einen Stolz zur Schau, der sich schon darin kundgibt, daß sie sich sehr ungern photographieren lasten. Merkwürdigerweise scheinen Dolgen der Inzucht — %t lebe» abgeschlvffin für stck — «nnhnlb de kleine» Kolonie i» Lause der Jahrtausende pt nutzt , existieren. Sie machen ganz den Eindruck einer tzchsnd, und kräftig gebauten Raffe. Jvtereffant ist es ferner, de sie dem Sonnenstich nicht getroffen werden. Allgemein j die Ansicht verbreitet, daß die Europäer der SoanenD gesahr ausgesetzt sind. »eil ihnen das schwarze Pigmg in der Haut fehlt. Diesen Menschen fehlt e« auch; dem können ne sich de» ganzen Tag über unbedtßtz Hauptes den tropischen Sonnenstrahlen aussetzen. M> ist geneigt, onzunehmen. daß es nur die Vererbung am fett- und die Anpassung an die Lropen'onne anderrrst» ist. die den Svnnenstich verhindert. Einen starken Gegensatz zu diesen bilden dre schwarz» Juden, welche ein anderes Stadtviertel von Lochin bewoh» und eine eigene Gemeinde bilden. Man braucht iß» nur ins Gesicht zu sehen, um sich davon zu überzeug,» daß ihre Ureltern mehrere Jahrhundette vor den reM Juden noch Indien gekommen sein müssen. Dennoch hetz» sich beide eine charakteristische Haattracht grmeiusa« a halten, nämlich kleine Ringellöckchen von den Schläft herobhüngrnd. wie wir sie bei den polnischen Jude» , sehen gewohnt sind, ^sie holten an ihren alten Lra> tionen mit der größten Zähigkeit fest. Dre schwarz» Juden haben zum Teil den breitnasigen Typus mit rundV Gesicht, ein Beweis. baß sie durch ihre Kreuzung mit dt Eingeborenen schon fast ganz in deren Raffe übergegaugt sind. (rNärlich ist es daher, daß di« weißen Jude» ihl schwarzen Brüder als eine niedere Klaffe anlehen und J auch als solche behandeln. 1920 Saleaker. w!c _1 feaHflit- , öixhru* fSept-t Ttachrlf % j abt4niB 301.130*., 5 1 ... > i.I vochraiaq . ff fi Sraita* i ’7 5 iSv . »mr-rr 1 'jtnvu S«9h«(h 18 6 'Oredlauö41 V. M. cp. 31'-- Jcs. ap. J>5*-56» fNittwoch '22 . 1» Versuhnangstag tmd *n> «erlag: S. ¥ 111 r n f c I » (Jnd. 0. «. ««ich. versnk»on1ich für de» Inhal«: Dr. Hego Hah». be:dr m Breslao. AtteSyii. NeoeSyn. 17./9. Wditg,!».-». i Bah» '“tf : ttf). Schlaf B«gina tabeadsl &00U. ■■ .tBorg».1. 8J30U. vorm, j — U. Pwdir » I - U. krntßim. mÄb — U. Schlofi abcndtj 6.43 U- 6.00 U. 6.00 U. 8J0U abends 633 U. 6.00 U. 9.00U. - U. - u. - v. 9.43 U. i 6.30 U. 64» U. 7JOOU. 6 33 U. Durch den jlhea Tod des Herrn Dr. jir. Aithiir Cohn «ad vir m aufrichtige Traum ymrtrt vorden. Der Verewigte hatte «eine reiche BegabttOf auch in den Dienst unserer Besoebungen gestellt and in der kurzen Zeit seiner Zugehörigkeit zu unserem Vorstande Vorbildliches geleistet Be*' »Oders erfwlgreich hat er sich als Führer der Jagend in dem uns aufgezvungeoea Kampfe gegen die Angriffe uud Verleumdungen wider unsere Olaubenv genrei Daduft bewihrt Sein Anden kn wird bei uns nie erlöschen Bmlan, den 14. September 1920. UitniTtnli tatukir Stuubtrgtr JU. Uiikwi. Orupuppt Brulu. Hlnchberg. Faerder. Aa 13. d. Mts. verschied Herr Paul Landsberg In dem Heimgegangenen beklagen wir den Verlust eines geschätzten Mitgliedes unserer Durchwanderer-Koamimion, in der er sich ebenso .wie in anderen Aufgaben unserer Verwaltung seit vielen Jahren mit vollem Verständnis und allem Eifer betätigt hat Wir werden dem Verklärten ein dankbares Andenken bewahren. Breslau, den 13. September 1920. Ow Twitui 4*f Spiirtfeigemelnde. ltaD-Mom Sem Bretlaa, Wallstr. 14. Das Wintersemester beginnt; , Oktober. Aufnahme-Prüfung i_ 11. u.12. Oktober. Anmeldg. sind an den Unterzeichneten Vorsitzenden des Lehrerkollegiums zu richten. Dr. Lewkowftz. In unserer Gemeinde ist möglichst bald die Stelle eines Kantors md Schächters zu besetzen. Wir suchen f*r diese Stelle einen musikalisch gebildeten Herrn mit guter kräftiger Stimme, der auch tüchtiger Bai Koreh ist Bevorzugt werden Bewerber, die die Befähigung als Rdigionslehm besitzen. Das Gehalt für diese Stole beträgt 9000 Mk. pro Jahr einschl. Teuerungszulage, wozu noch Nebneianahmen treten. — Reichsdeutsche Bewerber, auch aus den abgetretenen Gebieten, wollen ihre Meldungen unter Beifügung von Zeugnissen baldigst aa uns einsenden. D«t Tontud t SToigoftBgemiide KiUotUx wie Sie Ihren ,__Zuckerlosu. wied. arheitsflh. werd., teile ich aus Daakbark. nentgeiü. jedem Zuckerkraakeu mit Fr. Heaael, Rhuln boellen A US Freie jfidische Tolkshoehschule Sonntag, den 19 d. Mta^ vorm. II1/« Uhr im groben Saale der Lessiagloge Gr e <1 e n k f e i e i* f.d. Herrn Gemeinderabb. Prof. Dr. Guttmann. Die Gedenkrede hält Herr Dozent Wr. Heinemann. Der Vorstand. Bankhaus Hermann Loewy BRESLAU I, Wallstrasse 5 Telegramm-Adresse: Loewybank Telefon: für Ortsgespr. Ohle Nr.1240 für Femgetf^. Ring Nr.7609 Poatacbeckkouto: Breslau 240 OJro-Konfot Reichsbank ^8 Yiraiilhcbiiiilhin Sonnabend, den 16.9. pünktlich HVa Uhr HerrRabbiner Dr Prya: Pentateuch. Um pünktlich, und zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Sachs Fest# bet« 5 und 9 Binde. SachsGebete etc Tcchtaaua Neuda, Hanna, Ruth, seidene und wollene Talleaaim, Jom Kippur Kerzen, Besteilangea auf Earogim, Lulowim, Hadastim werd. rehtzeitig bestensausgefübit Ich erbitte Angebote für Joel Oebete antiquar. Jakob B.Braudeis Breslau 1, Karlstr. 20. Fe.nruf Ring 2023. Ich bin zum Notar ernannt. Recbttuvall PoerKer Freiburg eratr. 16 Ecke Neue Oraapen>ir. Erteile energische Nachhilfe in fiteulnt imtmuMiiMmumuuunnii Spezialität: Mathematik. Physik, Chemie. Zuschr. an A.Z.90 GeschstaUZtg. ->rr ]" W eingroBhandlung ßertbold Danzig Breslau I, Wallstr. 21 Telefon Ring 6408. Tüchtiges, jüdisches Fräulein f»r ein Konftktionsu. Wlschegescbift wird gesucht, die eine Filiale in Breslau Vorstadt selbständig zu leiten versteht ClBCUs' lägt abends 7** Uhr Stgv auch nachm.?* Nor noch 8onntags3'/,u.7'/, und Montags 3V*. Vorverkauf Barasch. Tel. 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Max Mm Hans Nothmann.'Sam. Paraso'-Beutheo, Arfhi Peiser-Breslau. Jakob Pick, Rabbiner Dr. PfJ S. Sandberg, Heinroh Sichel, Familie Silberbe? Rabbiner Singer, Scheye & Charig, D. Schlei ft Co.-Sohrau. Eduard Schwarz-BresUa, jiMi Schwank, Max Stanner, Abraham Sternberg, h Wiener-Breslau, Abraham Wfsztynteki, L. V tynicki-Beutheq. Wirtenbeig-Ereslau, S. Sali. Herzlichen Dank den Spendern, um weh« Spenden auf unser Postscheckkonto 8234 bitN das Komitee Angebote u. A. Z. 99! ■■Wim m»|Bi an die QeschlftssLd^tg.1 Carlspl. 3, Tel. Ring3627 Für eine WeingroBhandlung, nsr geschlossen, wird ein Lehrling' Sohn achtbarer Eltern, kräftig gewachsen, gesucht. Angebote u. A. Z. 96 a. d. Geschäft». <L Ztg. Soeben erschienen . ,.Gersoc Ke^osborgir“, ein jQduUcr von D. Weinbaum, Verlag G. v. Ostheim, ZMcfc Preis 8 Mk. — Dr. Willy Coha schreibt darum „Der Zauber des schlichten und besehende— Lebens einer jüdischen Oemeiade vergamMM Tage steigt vor unseren Augen auf und!Uft m für ein paar friedliche Stunden alte W>dcrwM| keifen unserer Zeit vergessen. So »1 Bm entstanden, von dem wir wünachten, dafl ea a den Jünglingen und Mädchen auf den G tisch getegt werden möchte, die vor der so überaus ernsten Frage der Berufswahl stem Die Handlung spftü in Schlesien r. T. den Ufern der Oder. Zu beziehen durch alle jüdisch. BuchhandJu Günstiges Angebot für Brautleute! Wilhelm Nitschke S Co., Telefon Ring 2776 AdalbertStTÄSSe 4 - 8 Telelon Ring 277» Möbelfabrik mit Dampfbetrieb empfiehlt sehr preiswert Wohnungseinrichtungen, 200 Musterafmaer in jeder Holz- und Stilart aus g.diegenem und kanige« Jede gewünschte Garantie. — Lagerung fri bis zar Abdahm«. Material — 576225