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Jüdische Volkszeitung · 1920-07-30 · 28 (30.7.1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
26 (1920)
Issue
28 (30.7.1920)
Date
1920-07-30
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Meister i»d Jinger (Ci« Wochenichan-I A. rinn nffthg.ii «oftdaifon gcftftd «ug na dal Bd uni in Deutschland uattdu) rin anti II iiischer, Prompt mir alljähdich Hai « sich «ich in ^^n Ferim rieft« dngdteOt Önft {Mt ftMaul m in Ostsmbad Cranz. » Der .Deutsch völkisch« Bund' hatte ztuar schon früh« I gnade Lranz all Ort sein« Lüligkeite» und Töh ' ilen aulgesucht. In ftidk» Jahr» ftebient man sich ein« neuen Taktik, Man schilt die Jngenft oll >trupp vor. Dann hat man doch inuan, aent «1 gd)t, ft« Hulnftf, die gMjt Sache sei ja mehr oft« >« eine Kind««, kchttl« ft« höher«, Lehranstalten vier von 9 til 14 Jahren sühim also gtgntflkn Gtrandhotel eine Riesenbura aus: die Hohenzallern. wird mit einem großen Hakenkreuz zeschmölt, «n ^^enfturgftilft wirft angebrachi' und dann wirft nnin [Hugtn von .Heil dir im Siegertranz' ft« schwarzi l'toti Fahne gehißt. Täglich werden dort .patriotisch«' eu Dtchattee-, antisemitische Achtel »erteilt, Ham, ftildet ein Kinderpilgerzug, ft« anl« .Hepp, hepp'bRusdl > die Straßen zieht. Di« Ilten srenen sich in ft« ianolen' Ertüchtigung' ihr« Jugend, schließen sich Zug mi, um im geeigneten lugenbliek .Juden ranl* .Schlagt die Inden tot' zu rusen. Di» Jugend begeistert ein und pöftelt jefttn jüdisch aulschenb« —tanftgnfl in der gemeinsien weise an. D« Tfarxrt £ sein 17 jähriger Helftensohn, «in Symnasioldirektor ein Berliner Studienrat find von der Behörde all Hauptftrahtzieh« ftiesel Kindersddzngch sesigesirlli den. Die Russen find in diese» Krieg« von den Deutschen di» Barbaren bezeichnet worden, »eil sie >n ihrem »he wehrlose Juden vor ihm» Auge h«< und in dal zalseld bei Feinftel Hineingetrieben haben. Die schen Qberlehmr schrecken nicht davor zurück, die d ihrel eigenen Aalbel mit dem Stickgel bei Intitilmnl zu vergiften und sörl Leben untauglich zu machen. ”• In der Nahe von Eranz liegt Kftniglberg. Dort " «ne Student enschast, ftie el sich scheinbar besonderl •* legen sein läßt, dal deutsch« Lvlk mit den richtigen e- «lehr«»' zu »«sehen. D« Introg bei lkdengebe^zcr ick dentenaulschusiei. Juden nur tu ganz beschrank« adl zum llniverfitötlsindiu» zuzulassen, ist ja bekämet, i» Deutschvölsischen Blött« entrüsten sich nun furchtbar i lft«, daß ft« Rektor Bezzenberger diesen Beschluß fversasiunglwiftrig bezeichnet bat. Inch ft« Rektor ft« mischen Hochschule in Hannover bekommt bittere „ di zu hören, »eil « sich eine» thnlich lautenden rage seiner Studenten widersebt hat. Und die ftentenvertretnng ft« Technischen Hochschul» Eharlotten-! ' g hat in einem gcheamschten Schreiben sog« de» r nist« Harnisch ihre Mißdillignng »ulgesprochen, well nehrere Mal gegen die .Berwllfternng' btt akademischen i und Stellung genommen hat. Am ulkigsten hört sich ab« dal Aetrrgeschrei an, mit _ die .Deutsch« Aeitung' den Rckter Inhagen >b«Landwirtschosllich«n Hochschule in kharlott«,' M beehd. Dies« Rektor hat sich nömlich «brdsiet, am Wwarzen Breit einen Inffftfag zu machen, in dem n Studierenden ermahnt, sich in den Räume» da Hoch» le jed« antisemitischen Knudgebuug in Wort und Schrift enthalten- Diese Ermahnung ist nach ft« Meinung »Deutschen Leitung' um so unerhört« all sie osten, durch sotgenden Hergang veranlaßt wurde. Lar einig« Zeit soll der Söhn des Reichltagl. «ordneten Dr. lohn im Hörsaal ft« hachschch» die 1« bei .Aentralveninl Deutsch« SteatGürg« schen Slaubenl' gelesen haben. Mn vor chm Hend« «er' mochte seinen Rachftar daraus aasmerksack r~ Nit dal tat und «e sich der andae »«hielt. Hst die ,D. A.' zwar nicht. Sie berichtet nur weit«, daß lohn daraus den Herrn Id« vor die Türe gebeten und ihn bod »in ft« grobtötlichsten Id und Weise überfallen' habe. Der Irrer scheint dal Wort .Haut dir ein« »ns die linke Wange, so halte ihm auch di» recht» hin' ernst genommen zu haben, denn di» sonst so drausgöngedsche ,D. 3 " schweigt sich üb« die .Itmehrosfteisive' del adschen Musenjünoerl völlig aal. D« scheint vielmehr bi» Sach« dem Rat« .gepetzt' zu Haien. Damms hätte, so meint die »D. A.' meiter, lohn ohne Weiterei von ft« Hochschule entfernt werben mbssen- Dal Rektorat teilt nun aber zum Entsetzen bei fteutschoölkischen Blattei solgendel am Schwarzm Brett mit: ,D« Prosestoremat glnudr dreimal von ein« Entkernung del lohn von der Hochschule absehen zu wüsten, lohn erhöv di« Indrohung d« Relegierung, sein Segn« einen Berweit'. Wir kennen Herrn lohn jr. nicht und haben auch noch nichtl von ihm gehöd ad« gelesen, entnehmen ab« aus dies« von seinen Gegnern gegebenen Schilderung gern«, daß « astend« ein« gediagene .Handschrift' schreibt., Ruht alle Hochschulprosestoren sind ob« in ihrem Urteil so maßvoll, daß sie >1 wagen, de« irnnn mehr überhapdnehmenden Raftananttsemitilmul d« deutsch« Studentenschaft »tgegenzutrrten. Im Gegentell: Sie stad in »iein Fällen die geistigen llrhebn, die Intreib« und luspeitsch« ft« judenseindlich« Strömung unser« lagt!^ Wep Hab» schon ifierg in dich« Spa»» ans einige Hauptpertreter des .wsstmschaMch«' Intlftmi aufmerksam gemacht und könn« nicht Unterlast«, tmmer Wied« aus ft« groß» Gefahr hinzuweisen, die dies» Pseudowistenschastlichkeil ln sich birgt. Man hat nun einmal bei uni tun dem .Professor' «in« gewaltigen Respekt. Früher hatte ft« Herr Prosest«, dest» vtäüerscheinung bekmmlich d« Geheimrat ist. höchst«! noch im Her« Leutnant ein« ebenbürtig« ftontumuteu; hmte steht a konkuroenzlol innerhalb der bürgerlichen Gesegschoft. Man sieht m ihm dm Bedreter d« mit Recht ja hochgeachteter «Utsch« Wistenschaft. Man wkll «1, bchmchmg auch bei uni Jud«. nicht recht glaub«, daß sich die deutsch« wistmschaftlich« Größ« »ielfach so zu ihr» Ungunst« verändert hob« sollen. Wenn man z. B. » geblkdeteu jüdisch« Kreis« »ns Delitzsch « sprech« kmnMt. so kann nun oft hör«: .Ja, « ist ab« dach WrrWstar. Da wirb schon etwai Wahml an sein« Inösührnng« sein.' Und tritt ein« einmal aus und sagt mit »ertlüniten Worten, wie in Wahrheit dt» Dinge lieg« nab scheut sich auch nicht geg« die Geiste Ihre» en. die M Judentum mit unglaublich« Schimpsworteu belog«, «in kräftigel »örtlein zu sag«, so kam, man Gefahr lad», selbst ober gerade »on gebildet« Jud« hör« zu müst«: Ja, ab» «laub« See, wie könn« Sie nnri Es ist dach immerhin ein — Prosestor. So nur ist «1 nnl erklärlich, daß die deutsch« Jndenhd« iil heut« nach nicht geg« Prosestor Dditzsch. ft« sich nicht attliM hat. d« Gatt Jöraell .boschd, k. u lchendgbtz, |u nenn», Strafantrag wegen Gottellösternng gesiMt hat. Gewiß, »1 besteh« bei eiae» solch« Boigeh« die Gefahr, daß sich ft« Ingeklagte. wie «1 bei Frietsch ft« stall war. durch ein .obergutacht«' ein« anderen Prosestorl »m ft« Schlinge zu zieh« sucht. Daß man bei energischem Borgeh« ab« selbst dies« hohen Herrn gegenüt« etwai erreich« kann, dal zeigt b« stall Roge. Dr. Irnolft Rag« ist seit kblO Privatftozent ftlr Philosophie an ft« llniversitüt Heidelberg. Sein« offenbar rnht reichliche freie Aed beacht» « wührenb und nach dem Krieg« dazu, in unzählig« Diisammlung« und Nuckblöttern geg« Mc Juden zn Mm. Die Heidelberger Irbeitigemeinschast zur Ibwehr bei Intisemttilmul ist Her« Rage die Intwort ui« schuldig Cun. Rachdem ihre Anklage wen« .lufreizung zum nhaß' von ft« Staatiäewaltschift ■ zurückgemtebin de, nonftte sie sich beschwerbesdheenft an ft« Oberrat der Jiraeliten in Kadirnhe. Dtesm gab dal MOerial dar Badische Ministerium del Knltul und llnteirichtl «eit«, uuft dal Ministerium hat «nhörung ft« phiksoptzisch« stakaltöt ft« Universität ft« Hrivatftvzentru Dr. Arnold Intel enthaft«, «aech natürlich g«M «utrüstnagögescheei im ö«tschvölktsch« Blütterwalö«. Man schimpft »ns dl» »ersadete Heidelberg« Unimrst«. die »ckamklich Ist»» MP,l4»G semitisch« Steigung« «HMdttgi * «" "Jf, arm« Herrn Rngt, dem man M Recht ft« MM, Sä-TS- Mein Mittel ab«Hsi!te »«hältnist. kennt, mt wd». »« VH •— mmuoMHn «Mt bchondmü untnftnjMM Mä«52sä:-s; »ft« kann sich an badisch« Jnd« ^>te> » btestch iflP Slßlllst Mk Pckltßill. Im «Mch» Oberhanl «an» jüngsi n« fthl.lüG»' «-»thd.nh.» ft«te Mt Recht, ft« Shiftten 3T Iraker. w«n Prlösttni mt jüdisch. Bnmakbum «chülten VL gtevahri wüch«. «ch . wM> gerade dal jnderdnm »an »er ingiisch« MM ■ Hk «aansMoni im mmp h ■■■■ f; nieß«. Die Dürten und die Irak« ftli« M> «» , «glstch. MH s. i«Hdn» M» sie»»« u » - « »« -*» 4 —MW (MTMM H « WMp WM»» allnstlanna« der Jam« nellstten dte I alermBr^iachintgen sttAtüMkakl, zur Widerstand reiz«. Die keste Übsuag «et >—. — Paltstch» (int «ni (Mn, «rakmn und JnM * «nöwörlig«. 9u» I»n« gateMM, knl ■nknwI JBM U ndirw Mk M» Mtwk—■§ »an hak, dte . unsöhig (thn.1 ft« »erwaltnng »eis« du wüst. ■tekw |iiMk l| Bnnte ganz aut d«^Ja» ilteidm, daß »ach dnlgwM dte Jüdin ihn Mchn« würben. Im «Mg« aakikte Waätomg Mcht 40H4b tlÜfr ttMMnc mchM», . »r w ■“ > •k ch weis» war, in Idm enisti pter in da» Ansicht, dte Ich dte Instch« dm ISm __ jSSjSSiSi «ümnel, km ich aM' hgchstOchtü «chchrnag F «harakter »« fttten« WchaMMchchlt temma gckm Ich Hab. »tel «Ilimähel «hakt, d« Gegeas MRutter«, nted rnMnt ch mahr sckn mag, ftaß «mmml jetzt kei ftin« luSmft ach, Mbng teschwimig« «v-i ötehung« zu ft« tzteabwn sich befind« wtek, sagte «te tzngst «in genau« Ktern« ft« »mchch. bech Ste Hmsiml - «amnel nach sich« Mmmten «state achchalte hi hn Mai «da coh. 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