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Jüdische Volkszeitung · 1920-06-11 · 21 (11.6.1920) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
26 (1920)
Issue
21 (11.6.1920)
Date
1920-06-11
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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St. 21. 6<.U 2. 32*! 4* SoOlirilUf- 11. ZuM 1«0. Dir Gesa»l- Orzanisativll drS drulschea Iodrnt»«». MntHOMft ficrktt, Sirtfu. 3s dieser brennendsten «Ler jüdischen XaflMfiagnt hat Mt zionistische Partei i» de« Rnmmern dieser MR 1. und 16. AprU d. I» SteUnng genommen «nd dt» i» Aufträge de» deutfch^israelitischen Gemeindednnde» HÖR Dr. Iömar Freund ausgestellten Organisation»« entwnrs den van Recht»anwalt Victor im Aufträge der Htom-en angefertigten -egeRüdergestellt u«d empfohten- KRR»ehr sei getren de» Grundsatz .>uciiatue et altera Mrt* auch eine» Vertreter der .anderen Richtung' da» Merl »erstattet, um zu »ctfen, »b und inwie»eit die von »kRistischer Seite gegen de« Freund'schen Entwnrs erhedtRe» Einwendungen geeignet find, dessen Grundlagen JR «schkttem. 1. Der zionistische Entwnrs geht vom Bestehen einer HNangßorganisation. einer .Reichsgemeinde' au«, der Olle jLdischen Gemeinden Deutschland» ipso jure au» Gehören. Ler Freund'fche Entwuri dagegen überläßt den Veitritt zu de« .Gemeindebund' dem freien Willen der tiRZelnen Gemeinden. Damtt er fich nur auf den Vs den der einmal gegebenen Tatsachen. Der sollte den Zwang. vermöge dessen alle Gemeinden unter einen Hut «drvcht werden. ausüben? Unter der monarchischen Ber» mGung »Ire die Staatsgewalt hierzu imstande gewesen. Die republikanische Veefassung aber ^at fich ausdrücklich ia Artikel 187 Satz 8 de» Rechte» hierzu begeben, indem sie bestimmte daß jede Religionsgemeinschaft ihre An- Gelegenheit selbständig ordne. Der Zusammenschluß der '»eschen Gemeinden zu einer Gesamtorgattisatwn kann Zäher nur ein freiwilliger fein. Nie und nimmer Rauen die au» irgend einem Grunde widerstrebenden Gerneiuden majorifien werden. Geschähe die*, dann würde fich sicherlich — Knd mit Recht - - die Staatsgewalt ein« mischen. Andererseits ist e» gerade der Vorzug und Fortßcheitt der neuen Verfassung gegenüber dem früheren Zustande. dass der Zrftammenjchluß nicht mehr von der Beteiligung aller Gemeinden abhängig ,st. dag der Viderftzruch einer Minderheit ihn nicht hindert Diese Erwägungen führen säst unmerklrck dazu, die RmorGanisatlon im Anschluß an den im Jahre 186» «tstanoenen deutsch israelitischen Gemeindebuud zu gründen. umfaßt gegenwärtig bereit» ca. 1200 Semeiuben. .aranter alle großen. Mindesten» V» aller deutschen find in ihm vereinigt. Seine Zwecke decken sich 4« einem großen Teil mit denen de» neu zu gründenden ade«. Er kann -mit Fug al» der geschichtliche Träger *<♦ Organisation-g^ankens bezeichnet werden. In seiner Hand und unter seiner Verwaltung befinde« fich eine üa Anzahl tmmeinnütziger Einrichtungen. btt»» fegen»« ^.che Wirtmizen schon lange dem gesamte« deutschen ' utartuiti zugute kommen. (Sß seien hier nur genannt: vielen Stiftungen. die"etz sich zur Aufgabe machen, jüdischen Gemeindebeamten in ihrer beruflichen Dor- 'd -eitung. ihren »irtschßftlichen und geistigen Bedürfnissen .'d m unverschuldeter Notlage zu unterstützen; ferner die "üsteller-Stlstung zum Zwecke der Ueberleitungder lüdlschen fugend zum Handwerk und den technischen Gewerben, die »Zrforgeerziehungsanstalt für Knaben in Rapzin. die für Lie Schauermärchen entstehen. Be« Dr. I. S t - » j e t, Berlin. Roch nie hat eine politische Gruppe so mit Verleumdungen und Fälschungen gearbeitet wie die Antisemiten. Namentlich seit dem Ausgange de» Kriege». Alle antifernitlichen Bücher. Broschüren. Zlugdlälter. Zeitungstrttfcf, Hand» uad Klebezettel strotzen davon. Es ist da' her eine notwendige Aufgabe, dem Ursprung dieser Schwindel» Nachrichten nachzugeben und die Quellen zu ermitteln, au» benen die antisemitischen Zälscher geschöpft haben.. Der bekannte Knüppel Kunze hat vor kurzem eine Broschüre .La» Geheimnis der jüdischen Weltherrschaft" heran»» Gegeben, die nicht» andere» ist als ein Abdruck de« Kapitel» .Auf de» Iubenkirchhof in Prag" au» dem Ende der ,60« Jahre erschienenen Schundroman .Biarritz' de» au» dem Naldeck'Prvzeß bekannten fatschen Zeugen und .Kreuz' Deitüng-^'Redakteur» Hermann Goedsche. Dort wird in romanhaft schauriger Weise eine von dem .Italiener stasali' belauschte nächtliche Grheimsitzung von Vertretern der 12 Stämme Israel» geschildert, in der et*, eingehende» Proaramm bezüglich der Erringung der jüdischen Weltherrschaft entwickelt wird. Herr Kunze sagt zwar die URwahrheit, wenn er auf dem Titel seiner Broschüre Goedsche» Roman, der unter dem Pseudonym John Retclifie erschienen ist, al» ei» Werk bezeichnet. .da» von den -Rden aufgekaust wurde und au» de« Buchhandel »er» schwand', denn zu derselben Zeit bat ein« jüdische Buch« GURdlungSfirma in Berlin sämtliche Romane John Retclisse» tR 40 Bünden zu je 11.70 Mk.. darunter den vier» Kündigen Roman .Biarritz' an, und dieser Roman ist leider auch in den meisten Leihbibliotheken vorhanden. Ruetzdem hat fich Herr Kunze, ohne e» zu beabfichtigeu. ei» Rrrieust noch der Richtung erworben, baß »an an d« Gand seiner kleinen Broschüre dm meisten antisemitisch« u Fälschungen auf die Spur kommen kann. MOwRlLch aber benen. »a von der jüdischm Weltherrschaft d« Rede ist. Mau nehme beiipietrweise da» von eine» StoattkaMten". wie e» in dm buchhündlerischen ^MWRdiGURGkU de» Berlage» heißt, unter de» Pseudontzm jfry- Meister' henmlGgeßene Pamphlet .Inda»! München in Köpenik. de» Ge'ambrro.o der deutschen Iu. -n. die Arbeiterkolanie in Weißenjee. Alle diese Einrichtungm wtrdm unschwer van einer m Lntnüpfung an de» deutsch-israelitifchm Oemeindebunb gegrüudetm Qrgani» fatiav von dieser üderuommen werde» könne» Alle diese rechtliche« »ud praktische« Erwägungm sprechm dafür, de« de»tfch-israeliEche» Gemerndebund. der übrigm» van Biele« bereit» in seiner jetzigm Gestalt al» die nach der Bef sassung gegebene össenUrch rechtliche Vertretung der deutschen Juden angesehe» wird, zu einer solchm auszubauen, anstatt unter Nichtachtung so wichtiger und verheißungsvoller Ansätze erst nach neuen Fundamenten zu suchen. t. Der zweite wichtige Unterschied zwischen de» Freundschen und dem Diktorschen Entwurf besteht dann, daß der erste die einzelnen Gemeinden i« der Verwaltung und Ordnung ihrer Angelegmhertm. inSbesandere de» Kaltu» und de« Unterricht», völlig selbständig läßt, »ährend der zweite Einheitliche für alle BundeSgemeivdxn verbindliche Karmen für die Voraussetzungen der Zugehörigkeit z»r Gemeinde, für deren Qrgane. ihre Dahl und Zusammen« setzung. die Anstellung und Entlassung der Gemeindebeamten, den Inhalt der Gemerndesotzungen. da» steuerrecht und den Etat ausgestellt. Der zionistische Entwurf wird hierdurch mit einer Fülle von Dingen bepackt, von denen jeüe» für fich geeignet iß. den Zusammenschluß von vornherein zu gefädrten- So wünschenswert an fich eine größtmögliche Einheitlichkeit in allen oder we«igsten» vielen dieser Beziehungen wäre, so unmöglich erscheint der Gedanke, die Verfchiedendeften ohne weitere» auSzugleichen. die nun einmal.durch die ganz abweichende Entwicklung der e,«zelnen Gemeinden, vor ollem der der nord- und süddeutschen, bichingt find. Schon der Fundamentalsah de« zionistischen Entwurfs- .Jeder Jude ohne Unterschied, der Ltaat»- angcdörlgkeit ist Mitglied der jüdischen Gemeinde, in der er fernen Wohnsitz hat" — wird scharfem Widerspruch begegnen Denn dadurch, daß er jeden eben erst niedergelassenen Ausländer als vollberechtigter Gemeindemitglied anerkeimt. ssatstert er die .Nationalgemernde"- 8r will also erae nur von einer kleinen Minderheit der deutschen Juden a«gefirebte Form allen Gemeinden aufzwingen. Da» dürste mrt den von den Zionisten in der Begründung und Kommentierung ihres Entwurfs in den Vordergrund gestellten demokratischen Prinzipien kaum zu vereinbaren fern. Denn demokratisch sein heißt, sich der Mehrheit fügen- E» besteht aber lein Zweifel darüber, baß die kompakte Mehrheit der deutschen Inden fich nicht al» .Juden in Deutschland" sfo tagt wohlbedacht schon die Uedertchrift des zionistifchen EutwuifSt fühlt, d h durch den Zufall der Geburt oder auch die mehr oder minder freiwillige Wahl de» Dohnnhe» innerhalb der deutschen Grenzen al» zu Deutschland gehörig, sondern eben als deutsche Juden, d. h. als welenSverdunden mit ihrem deutsche« Daterlande. ' Hieran vermögen auch alle Anfeindungen der Gegenwart nicht» zu ändern. Jnde» wird e» vielleicht gerade in diesem Punkt gut sein, eine Einheitlichkeit zu erzielen, und vom dadurch, daß matt für Ausländer eine gewisse Karenzzeit fefttetzt, nach deren Ablauf sie auch verwaltungspechtlich voüberechtigte Gemeindemltgtteder werden. Ieden'all» wird man nicht zulassen können, daß auf Grunü der deutschen Verfassung fich eine Gemeinschastsform bildet, die ihrem Geiste kühl oder gar ablehnend qegenüberstebt. Ändere an Schuldbuch * zur Hand und vergleiche die dort zum Beweise dafür, daß da» internationale Indentum die Weltherrschaft erstrebe, in den Kapiteln XVI und XVII ange'ührten ^Beweisstellen" mit dem Soedich'-'schen Romankapilel und man kann sofort seststellen. daß sie sämtlich daher entnommen find. Run ist vor einigen Monaten im antisemitischen Verlage .A»lf Borposten" in Eharlottenburg ein Werk .Die Geheimnisse der Weisen von Zion' erschienen, da» eine Uebersetzung der russischen Ausgabe der angeblichen Sitzungsberichte der auf dem ersten Zionistenkongreß fBasel 1897) vereinigten Freimaurer und Zivnisten widergibt, die der russische Professor S. Rilu» veranstaltet hat. In den Vorbemerkungen zu der deutschen Uebersetzung druckt deren Herausgeber, der sich auf dem Titel Gottfried zur Veek tzennt. m DirNichkeit aber der Vorsitzende de« Verbände» gegen Ueberhebung de» Judentum» und Leiter von dessen Zettschrist. .Auf Vorposten". Hauptmann a. %. RAller v Hansen ist. Auszüge au« einer in Oesterreich'1901 verössenüichten Schrift .Ein Rabdiner über die Gajim" ad. au» denen man nach einer Derglnchung mit dem von jtttup vertssrntlichtea Goedsche'schen Ro»ankapitel sasort erkennt, daß sie »örtlich au» diesem entnommen find. Herr G. zur Beek zieht nun bezüglich der Schrrft .Ein Rabbiner über die Gojim' auf S. 81 den Schluß. ..daß ihr Verfasser an den Sitzungen der Weisen »an Zion teilgenommen oder den Inhalt ihrer Berichte gekannt hat". Ta «der der Verfasser seine Wei«heit dem au» den 60 er Jahren de« vorigen Jahrhundert« stammenden Roman Goedsche» entnommen hat. so kann dieser ^Rabbiner' nicht an den Sitzungen der Weisen van Zian teilgenammen haben- Herr G. zur Beek erdringt also, ahne e» zu ahnen, den Beweis dafür, daß die .Geheimnisse der Weisen" gefälscht find; denn wenn ihr Inhatt mit de« eine« schan säst 60 Jahre alten Romankapttel» öderem« stimmt, können sie nicht den Bericht über eine hn Jahre 1607 in Basel abgehaltene Gebei»fitpmg von Fveimaurern und Zionisten darstellen. Die Hauptquelle für die .Geheimnisse der Weisen von Zion* ist sicher französisch, Gaedfche, der au« Düsseidarf stammte, hat für seüem Hamen vielfach französische Quellen benutzt, man hat alsa für beide «nt Gemeinsame französische Haupchu^le der fich durchaus k-- ' . wrangen der Zromsten. wie dre eme« de? . emeiridewahlrecht^ werden fich MS zum Aust er Gftumtor8anit.r..2n zweifella» unter dem ^.ugemnnen polilljche» Strömungen von selb« ,abea. sadaß e» ihrer ausdrücklichen Regelung k ndesstatut nicht erst bedarf. Sollten fich trotzdem o da noch Anßensnter finden, jo bringe man zunächst a. g sie unter Dach und Fach. Der Einstuß aus dre übrigen SundeSmitglieder wird dann unschwer die erforderliche Homogenität hersteüev. d,e sonst, wenn überhaupt, dann erst durch langwierige Verhandlungen herzustellen wäre- Die Parole aber «uß sein: Die Gejamtveriretung der deutsche« Juden muß f, schnell als »öglrch geschossen werde«, lieber heute al« morgen. •*!■« Mflt) Rundschau. Z»>«»schik«»r» i» F«,er». Manchen, h Juni. Dir hatten vor ewigen Tagen ausdrücklich alle auSländtjchkN Inden davor gewarnt, fich ohne Einrerfeerlaudnls 7-ach Bayern zu begeben. Inzwljchea sind un» von fireunden unsere» BlotteS Einzelhetten über die Behandlung ausländttchcr Juden m Bayern zugegangen. die jeder Beschreldung spotten. E« sind z. B. aus der datznschen Grenzstation Lichtentel» eine ganze Zahl von ^ftjuden. die zum Tett seit langen Jahren, einige seit dem Jahre 1912. »n Deut'chland wohnhaft find, in brutaler Weise au» de« Zuge heraus verhaftet, in da» Gefängnis überführt und nach Abfitzung von 14 Tagen Vaft geiessett nach Ingolstadt rn da» dortige Inrermerung»- lager gebracht worden. Tort sollen bitte völlig unbescholtenen Personen, zum Teil Aroerter. solange kestgehalten «erden, bi» sie — nach Palen adgeichsöen werden können- Man höre und staune: Ta» einzige Verbrechen, da» gegen diese Lpfer der tchlrmmsten antisemitischen D'ttkur vortregt. lü. daß sie ierur Kenntnis davon hotten, daß :n Bayern eine dksonderc Hu.rk>teerla«dnl» »orgeichrieben '.st E» wäre verfehlt, wen« »an Riefe barbarischen Akte der humanen bayrischen Bevölkerung anhangen wollte. Ums» rückfichtStoter sollten aber zrnc Bürokraten dloSgrstrllt werden. d>e mit einem Federzug die Existenz völlig unschuldiger Menschen ruin-.eren. llnjere Freu::de bitten uns dringend, alle ausländischen Juden darauf hinzuwersen. daß ttr sie ein Betreten bayrischen Boden» ohne ^.nreifeerlaiidnis 'chtlmmere stolzen nach sich zieht. c!4 wen« «an »ch heute ,m demokratischen Deutschland eines ivirklichen gemeinen Verbrechen» ffuldig gemacht hat. H«st5»kren, nmd Gnrbettern. Berlin. Iu?:. Die neueste Mode für dehere Schüler und Schülerinnen 'chcmt rn bezug auf Abzeichen da» io charakterrfiitche Hakenkreuz rn seiner antije«n'ri«yen Bedeut«ng zu fern. Stolz prangt au ihrer linken Seite das Hakenkreuz und der preußische GaroeNern mit 'chwarz«e»ßrotew Felde drin. Beide Abzeichen find hüblch sauber :« holder Größe der gewöhnlichen Lrden»sterne gearbeitet, so daß mit Sicher- LO rr Jahre des vorigen Jahrhunderts anjunehmen. I^ dieser Zeit wurde nameirtlich in den Archives israelite« eine heftige Kompegne gegen die Alliauce Israelite. gegen deren Leiter, den südlichen Minister Cr^mieuz ui«, geführt; ahne Zweitel find diese Archive« iiraelrte» die Hauptquelle für Goedsche sowie rür den Fälscher, der die .Geheimnisse der Versen von Zion" zujammengestoppelt Hai- Au» derselben Quelle schöpfte auch der internationale Hochstapler Millinger, ein jüdischer Renegat und ssreund de» au» dem Taufchprozeß bekannten Polizeispitzel« Ronnann» Schumann, der mit Stöcker innige Beziehungen unterhielt, den Stoss für eine Reihe antisemitischer Schmähschriften, die er unter dem Namen .Major O»«an Bey" i» den 70 er und 80 er Jahren verössentlichte. Eine eingehend« Untersuchung der Archive« israelite» und ihre Verwendung in der deutschen, russischen, englischen antisemitischen Schmühliteratur wird sicherlich wertvolle Ausschlüsse über die Internationalitüt de» Antisemit!»««» ergeben. Der russische Herausgeber der .Geheimnisse der Weifen von Zion". Professor S. Rilu». erzählt über die Art und Weife, cuf welche er in ber. Besitz diese» angebliche« Geheimbericht» gelangt sei. eine mysteriöse Geschichte, in der auch eine Frankfurter .Judenloge": .Znr ausgehenden Morgenröte", die seit einem Jahrhundert die Verbindung mit dem Großorient von Frankieich unterhalte, eine besondere' Rolle spielen soll. Die» hat zu der Annahme geführt, daß «an e» hierbei mit einer g^lschung de» von der russischen Regierung mit der Ueberwachung de» ersten Zionisten'Kongreffe» beauftragten Spitzel» zu tu« habe, in Wrrklichöett aber hat wohl Herr Rilu» telbst diese Fälscherarbeit besorgt; er war früher Beamter in dem Departement für frnnbe Kulte in Moökaa und hatte ns» solcher zu vielen Archiven und unverössentlichten Dokumenten Antritt. Unter diesen befand sich ohne Zweifel ein» n:V» lich« Anzahl von Berichlen. die der Regierung und b*%- Aaren über die angebliche internationale Juden- «nd G. ,- rnaurergefahr au» dem Ausland« ,«d namenftzch au» Frankreich zugegangen waren und die dir OeramÄnng für die in Rußland eingekeiteten IudeniwrfOlgungen^^ Judenpogrome gebildet habe«. Für jeden, kt fönt beisammen hat. kann e» nicht dem gechngßen Aweiftl unter.

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