Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 26 (1920)
- Issue
- 13 (16.3.1920)
- Date
- 1920-03-16
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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1*. l« M nkta, if ■■ Bakt «ttas» Mrtthtt. Wt tadftk« WiHjkurltffaat «Mak Utt kn M Dntschn MM ktÜMMt Mb. — Sh Oquu. Bdb »4 kta bdänft ktt ®. I 9. ». IMb*f< («ff* unk takflktn fkln. aurin ad «ia Mt* ■4M RtMdfU HZ Itaft Mttoa|«a« Ztd n. Ci» NalaahM» kinMI Mich« i» sei« zasaaratnlktzuuy ker faanaaat« .Boakttlaj', not >it HarlaMnI, kat tu! .. mgmtaui, tltiAti uiwtlWkom unk |>k«a>«t BtW V tttänatkn M (| 11. k. <,!»>. Mol Ktmist leiker Ml Mil .VnMituulMkT; ft tg k^seuüich nur «r- WMiich fartldajn Dtekn. 5» dies« Garltant s«R s ns MW» tOÖ) Stein je di Btrintn «tüftln, (tka| s, et t*M SOO Mkfi fttii Bnktn alckt. Ckn dieser BnMtat lni tlltii nicht« tua Keine vesMss« erst •dtin«. Mn ker .Rel' glndilinitnk (9 8 k. fat».). Dieser ,5Ut* hol eine tcr Aechairchkeil mit km pr«atzischn Herren kn« tljtknfim. «r ktstttzt tut tl Sitglitkna, k Rakkiatn ask Lerirdern Bkisch-lktaiaiischtt IO Vertretern jlkischer Gemeinkn skie chWaKaa licht kvrch ki» Gnniakemilalieker ytalklt, Inkera M» kn Gemenchntrstlnkn prMentiert inerkns uak schchttziech «1« II mm Bankettoft saichl tima unmiiielftnt Ma kn Stklm) |u Btklnkn Milillekern (9 30 k. Gatms DUa fuaa sich unftfkkt die BarfUluaj echaltN mache», »u et in dieser koken Rtgrerun, aut* 1- Mn »Mt. Die Mü^aksrhaft karr» Wirke »len ua> ■ ■' Wtzaaan Anteilen, tkftftkn Mi kn slas RtUmatf* BMkltera. terschlofien sem. — Ankert ker »alWurs ker I- B. s. D,: vker-e Veschlnßlkrperschoft ftl ker «idcht- GMtiakdosda. Ar ntstttzt aut Prtptrtrnalaakln Ms kiM tsrasischer »raakia,«. auke, ktt gan|c Deutsch« Mch nt einen Wotzldrpr! kilket; an ollem karch kitfn tchkenn Makak ist ki» Staktzr i»l«k»n. kok olle Portein •< sa M»chttß«r Weis» »erirttn stak, «ia» ziuert» Komorer ' chDt M aicht, m» kna ouch fit kie chemeiakn kok io»k 's nchtaeatrotijch» Waiakip der 2 Kommen Oorstoak aak aakeaj oas§eHeke» uik ktt Veschiuksofiua, kn laatn sim «ataurs ker A. V j. D, .Semeiakf dttaa,' tzeaonntj eiern lb«rtro>n wirk. Ha ermtkaen stak nach dai«t sehr keochliich« la- Mt ker Antmurs ker A. H. s. D, ,,kt: Di, inke zliekert sich ia Praoiakioloemeinkea smit 87 Man 9h*M*ltaltnutiktta| alt keschluksofieaker Pli>n- P Man. — WtytrkkVtrkkakt kknnen sich »1k Zmedverklnke p Mkta. — Eia System kestakerer jlkischer LermoltuaGk- »7 stttichte Werk errichtet J»r Intscheikuay an ktrdtiGteiknr > «Mt -kantatn oker SctMakn aak ihm Mit^ieken , ststchaakerr DikD^iiaor^richt, «kn gdchossn zur >ks atMKaai kilzikliaorei Perzekn an Memtiakekeomtn — ’tafe» MaiHlttk, ki« kikkn akv, >klf — Ha jtkte i^MMiakt sei eia Sech Dia oker Mischaotch Scholam " E ' it auf zemeiasomn latro, an Semeiaketkn ktreitiDkdtn paischn iyan aerhaakelt. ktastr AaretnaHen »ktt »ett, ia dnear kdaakeren eia|«knk ßnkrkiHt ,a «kn. Desnkerk deochteertaert ist kie Sksaag, kie ker tatvMatf ker $. B. f. £. fit kie Aukscholtun, leiizrkser ' Kaastin, aak kie llekerkrldunA reiiGikser S^nsktz» -sanchalk ker ernzeinn Gemeraken kidet. Z 21 ket SalMiüsk steyt inaerhaik kn Semeinkra kettnkere Kultak- •Mdaitautn aar, Di« »usmenkun^a skr Pultukeiattchtaan, »mkn ia jekar Kultaln»tiakt kts ekadjittt. SaitMat. Ma an kn »aoekkrizn tdn stlchta taHaltnaniiian ausstekrochl stak, kArsn Nicht slt KattakeratichtaaßeR ei« oaktrn Richtaa, aertaaakt aeerkea, — Waadt ist kn BtMtfaiffn aerschttkntt ntitikf« KichtaaGn in gerechtester Weis« Kachaaai gatraan. Heker Aalast zur chrtndaaz separater Gemaiakn ist slt Ortstakak« aber Kesormer »eg,,sollen RA« Hakn ei« Stakt skaan einer Seaeernke eamstkren Kat im Kallak kat jek« Richtaag ihr» erzenen Grarichtungea. Sa»«it kie kaikn EntoeLtse. Dak »nig», »ak stier »itgtteill »nrka, »nt kn leier erstarren loste», »it schämt aak oidaestolti, ki» »usgoke ist- Rker jeker Sestnk» «tennt llor. kost da kooeankek gesaakek, lesteakskstigek, »ostrstost jkkische« Goazr« nur eatstestn lorra, »na man olle Gagherzigldt an sich toi aak kn Mat besitzt: aaszartanrea mit kt» cnttiaiim, krlchtgea Seist ker altn Sem traten ia ^richtet Weise tili,, »rnißeaknnk Üekenlsrtistett ,a geMkre» »Ir aste eeligtksn Richtaagn; kn »otzrra Seist echter Dnrakrattt stiatiazattagn ia kie Bersolsaag oller Hakn ia Deatschloak. Z»dearazria. D«ß »ch m4 de» ^*rj der AMp*lbtttc«a| der kn tutJ i» »ehr oder »mder .dertoptzter^ Gor» sei» ll«»es«« treidt. >eht «»1 de» letzte» Berti»er Grei4»iffe» kl«, her»or. Id iß geschehe, f R»». <mi«r der «ui der glorreiche» Ks-d'Aeit so bet»»»t ge»grde»e» feftaiU* f»hre» mit M«,»sch»ftr» der Gicherh«tr»«hr delode» »»1er RRhr»»g tiul Cfifitrl »af klug g«»thltr» llauoege» i» di« G*ge»d de« (U< Bccünn Ghetto». Dort »rrd .»tgchefs»»'. di« utx G»»»dier-. Dr»go»«r> ni Kche»delstr»he ß»d in L»ge»htick adgesperrl »»d Mi sich iaaerhald Met Straße» »» Morsche» ß»d«t iß gesa»»-». Grged»i»: Sicher» heits»ehrt«»te Hede» et»» LOS Oßjude» .deßegt*. Die Ges»»»»«» »e^e» r» Lri»»Ph t» dö» Kriegsloger flltii dors Wi 3»ffe» LderfAhrt. «mfc da» Mxh|t( Ä«lnUmi iß nieder «imn»l vor fchnerer Gefahr gerettet — so ungefähr schildert «in Augenzeuge die Verli,«r Vergäige »»» 97. CUff Als» rtae richttge ,Iude»hotz' in »nserem so demokratisch»» De»tschla»d f Ach »ein. Herr oo» tzeekt. »»ser nr»»r OtzerMchlrhaber. iß ei» .liberaler" General (er hat ja eine» Artikel i» .verliner Aageblatt^ (!) Mt* dGentticht) u»d legt daher Wert darauf, durch di» Lago»- zeituage» erklär»» z» laste», daß der Befehl zur Razzia, der Ünfmi nie ßch später herourßeLt». do» ih» uuter ll»aeh»»g der ia Vttracht tanauaW» AioüdehdWd» «Laste» norden wr, Inwirt koafestianeLe» Charakter J\dngta habe Gerne Lnweisaug soll »ur dahi» gegauge« »in. all« ohne Patz oder Perso»ala»rn«i» im Berlin ßch aufhaltoade» Grrnde». sonie oüe Persoae». di» ßraftzarer Ha»dl»»ge» driageud oerdLchtig stad, zu Mrhaften. A» Wirklichkeit hat sich die gaaze Aktioa der Tech«- heitLnehr — »it oder ohae Nisten der veraatarortlichea vefehlLßelle» nird ßch noh! schwer seßßelea lasten — saß audschlietzlich am g«ge» dre ia der Greaadierßraße »ohaenden Oßjaden gerichtet. Daß man der solchen Ber- Haftungen nenrg zart angefatzt wird, dorüder können ja Wt IWltini «Mili>i»IHfi li , d» al»ri tza» Rapp Patsch- Wt »ach» mHia gUgtttt« bm tz» ta^Uai« fftalta Mtfcnria«. a, tzch» Calbuift ItMiEt ia Berlin soßgtaO»»»»» OfcaWa schoiat aua tan »it hesoader« Roheit >W|hiiiii ja seia. Soltzst Graata »ad Riad« Hot »aa »tt Roldea »chhaadett. Etat Matter, dtrra fittzzehajthttG» Sohn »aa tach oha» jode BeArLadaag »ttg»aa»»ta Hatto, soll — noch do» Gericht de» .Bora—rt«* — oo» dem »achhatzeadea Smtaaat »ei der BahatzofRperre mit de» ytfraif Lorten gtaMca worden fern: .Bon Ihrem Toha »«den Sie erst Nachricht «halte». »»UM er tot sei» wird " Bleitzt tzie Frage: »it welchem Ratzt« ßnh de« »erhastaagea erfalgt k Leil di, »reißen der F^geUonuaene« keiaea Pah tzosahen t Ja. da» ßrwwt. atz« sie hatte» ihr« Rusneise. nie di« spätere Untersuchung «gab. au de»hald nicht hei ßch. noil « weiß »rchodore Jadon waren, di, a» Soaaadead aicht» trage». In »ielen -tLe» handelt« «g sich sogar u» Persoae». die sich seit aielea Moaat« in Vorlia aafhalten »ad aageweldet wann, ja sogar >» solch«, di« fett ihr« Getzatt ia Berlin aajäßig sind. Ja. ad« die Hnhafteten war,« wohl .ßraftzarer Handlungen dringend orrdächtig" — wie es ,n de» Befehl oielsogead heißt!k Wat »ater diesen .strafbaren Handlungen' ja »erstehen iß. nisten wir. Dir Oßjude» sollen die größten Gchieber und Wucher«, ße sollen »or alle» auch die D«dretter de» Bolschewißma» in Deutsch» laad sein. Nun. selbst »er bu schwierige wrrtfchastlich« Lage, in d« ßch die Oßjuden in Deutschland befinden, kennt, wird zugeben wästen, daß Vergehe» gegen die Staatsgesetze unnachstchttich tzeßraft worden mäste». Otz »aa aber ahaaagölose Mensche», ohne oorherrgr Untersuchung und Gerichtsoerhondlang selbst tn Zeiten de» Belagerana»- zastoado» einfach in da» RriegAgefangenenlag« Zosten äberfähren darf — iß ni—er eine ander» Frage. Ikt die die Reich»rrgi«ung nach neaere« Rachrichtea offenbar and«» denkt al» die militärische» Stellen. Jude» Hai es ßch herautgeßellt. daß »an der der Razzia »o» 27 März gerado keine Schied« erwischt Hatto, weshalb »an hie »eißon Berhaftetrn bald wird« auf freien Fuß setzen mußte Daß schließlich dx volschewistengosahr nur ein ftngierter Grund fär di« Borhastuag sein kana. iß klar. Wer die Bewohn« brr Berliner Grenadierßraß, auch nur eiawal gesehen hat. weiß, daß hieso Leut» froh find, wen» sie chron llntnhalt und ihre ärmlich, Wohnung habe« tutfc sich um di« Dinge draußen, in der Welt nicht z» kämwern brauche». Die Bolschewrsteaorrgst ,ß nun ad« einnoal d,, neuest« Mod. — u»d warn» sollten den» die Hude» aas eiawal nicht di» ErzeAg» dies« WsuKßH» Rsaakhstt twnk llnangeneh» ist nur. daß »an keinen einzigen tz« Verhafteten «u» politischen Gräade» ia Fostea zarästhalten konnte. Daß daher da» ganze Meuburr vo» R7. März «n schwerer Mißgriff war. ist oo, seiten der Regierung unterdeffm seßgefiellt norden. Daß e» ßch letzten Gäbe» ad« ostondar u» «ichtg andere» al» uw eine neue Aeußerang de» in d« Reichswehr herrschenden Antisen»- tt»mu» handelt, mästen w i r klar erkennen Daß da» Militär diesmal sem Mätchon an den Ostjade» kühlen wollte, darf »«ns äb« die schwere Gefahr, di« diese» gaag« Die Sre»a»ik»straßr. »Mt Dr. Clts« »schetbech «r. Gch»l»«»,g. >u m hllnbvä «*< nt;tM|r JikiTiMii m Oerlr» beiikrtl ^lUtrft MrJ, «neoehnk«» m« nani «« Mi .ftnn: ^seüchen eatjAlteimi Vvf«t. %te »c.riftltj ) Uetzerall. wo Ostjude» einwandern und seßhaft »«rden. httdtt ftch ohne jeden äußeren Aweng in »ehr od« wenig« rto Prägung das Ghetto, der engste Znsamrnenhang territorialen Sinn. Berlin hat ,m Hirteaviertel. dem Scheunen»i«t«l fein ttzplsches Ghetto Im Volkswird diese Gegend die .jüdisch« Schi^riz" genannt. Die «ßjädische Hauptstraße hi«, .die Grenadl«,aß" lllltzet .ei» Städtchen fär sich, mir ihren Lerden. Freuden Wch Hastaungen. mit ihr« ngenen Sprache, Sitten und G—acheu und steht ia keinem Ausammeagung mit de« gtachia brauienheu Berlin'. Fast jedes Haus dal hr« st« Lastchnst in hehrärschen Buchstaben. Hi« ßnd zahl» wich« Heia« Betstubo» d« Ostjuben. ungefähr ,eh» ottho- Hage jädrlch« Hotel», auffallend viel» Parttewareaqeschätt« wch Lrödtthandluagen. Auch eine Buchhandlung und Vschtzitzliothek ist hi«, die fast nur oon rusti'chen Juden nird Auch die ia jädtsch« Sprach« erscheinenden Gtttaagen »erden fast nur oo» ihnen gelesen. Die Galizier fcftt äWrhaudt weniger und beoarzugen überd'rs wie die ' Vas—ai*a mehr deutsch geschriebene Bäch«. Tagegen l»«fca Gebetdäch« wehr oon de» Galiziern gekauft. I» Hw G«aadierstraße ist die Beoälkerung wohl zu Sb Prozent gRjädesch und zwar grbßtenlrilt golizisch. Reine and«. Wwaße hat eine so äderwregende Mehrheit oßjädisch« BsWÜerung. Doch tritt noch m den benachbarten Straßen hie »ßjädische Eigenart stark genug in die Erscheinung. RW den Ghettocharakt« erkennen zu lasten. Das Merk- ME—ötz« dies« Gegend liegt darin, daß ßch nn ganz ktztztfches oßjädische» Strahmletzen hi« entwickelt. Selbst Hw krähe« Wett« stehe» große Gruppen von Oßjuden Mtanara, zaraal in den Abendstunden ist bu Grenadier» JÜaftt ia der Goaerck btt Dra^nerßraße und b« «chendel- 1 w ag «fällt oon eiaew lebhaften Hin und Her sttzea »or h« Lä« ad« wandern ans und ah. Da» Umschiagetuch um die Schultern und viele mit de« .Scheitel". Rinder spielen herum und tberall stehen die lebhaft g«ßikuli«enden Männer — meist Galizier — in den longen schwarzen Röcken. Man kaan fit schon oom früher Morgen an beobachten, .Es iß. als lebten ste auf d« Eirahe." Sich« iß ihnen der Auf,nthall auf der Straße Geschäft, Erholung unb Zerßrenung Sre gehen httrher wie andere :n di« Börse, ins ftotä oder in ba* Theater. Die Rinder der Gegend kennen kaum mehr als ihre Straße und den Schulweg. Ein einziger »on etwa 20 leb«»' his zehnkährigen Jungen, di» in der Grenadier» ftraße spielten, kannten den Friedrichshain, Die Tatsache, daß ein lä iährig« Rnah« hei ein« Abendwandernng staunend dre in glühenden Farben ani«gehende Sonne hetracktete und erregt fragte, was das sei und ferner, daß von zeha Rii'd«n acht noch niemals eine Windmühle gesehen halten, delenchten hinreichend du Derhältniste. unter denen die jüdisch« Pryietarierjugend aafwächst. Eine Besterung in M« Beziehung ßrrdt das jüdische Balls' b-im, oon dem noch zu spreche» se.n wird. Mit gro^« Energie und llwstcht aa. Die Wohnungsoe.'hältniste in den ausgesprochen lüdrfche» Straßen Unterscheiden sich im allgemeinen nicht sehr »an den L»h»ungsp«hältnisten der einheimischen veoöl^rnng dies« Gegend Di« oßiädisch« tzamil e, die schon läng«. Seit hier ansäßig ist und ihren Unter holt findet, fieht auf Reinlichkeit uad Wohnlichkeit. Im Hirtenviertel find häufig gnade di« von Oßj»- dewohtiten Räume ausreichend und gut «»»Uert l Beobachtung, die uns durch Verichte von Revinbea» - de» 15. Holizeirevier» bestätigt wird. Sehr viel 'chl'-. ' ab« als dre entspr»chende einheimische Beodlkerungs'H.Lt leht zumal in den ersten Jahren der Einwanderu^z da» »stjüdisch« Proletariat. Da» Existenzminimaa t - »fijüdischen Proletariat» iß unendlich medrrg entfpr t' den jamm«vollen Daseinsdediagungen m den H-r-.' ländern. Zu dies« Bedärf»i»lofigkrit gesellt sich ein » - . ordentlich stark ausgeprägter Spartrreb. D« Berich«' ,r Rraierheawtea bemerken mit Erstaunen, daß ardeitswili, - und artzettstadrade Oßjadea. selbst wen» sie bei d-- Er^- wanderaag so gal wie aicht» befaßen, ßch aeehältai»m:n : schatll buch ganz imglantzhaftt vehärfnislofigknl tf'-t zusammensparen. t« Besitz »on Kapital, sei er noch so klein, gibt dem Ostjuden die Mäglichkeit ja haadela. Geschäfte zu machen, selbständig za werden, eröstut ihm für die Sonnst bester, -ebensbediagungen für sich and besond«» für seine Rind«. Fär diese» Ziel huagert n und fährt nn elende» Leben Häufig fehlen die Mäbol vollständig Ost vertreten Eierkastrn Tisch uad Bette». In einem S'wmer war. wie uni von den Rwierbeawte« benchtet wird, di» zu I '/, Meter alte« Zeitunaspapr« «ufgetärmt. in dem die Bewohn« schliefen. Ein schmal« Rau« i« Slwwer war freigelaffen. Hier stände» alte Ronservendächsen. die al» ^chgeschi« dienlea. DarchschniMrch wohnea in einem Slmme, < —« Persoae». so daß viele Wohnungen äbervälkert find In den letzten Jahren haben sich ad« di, Wohnnagsverhältaiste etwa» gehestert. Das afijüdische Proletariat ist al» Mietn de» Wirten nicht ■*• willkommen. Di, Oßjuden degnägea sich mit fldew Raaw und verlangen gar keine Reparaturen- Annw« wärden überhaupt keine Mret« finden, so primitiv find sie. wean nicht dos estiädifche Prolet-inat sich hier ansiedelte. Ger Ortes de. Met«. Ein Drama »on EwU Bernhard sdichtrrftch«» Pseadonqm des Bonn« Geiuind«abhiners Dr. Emil Eohat ' r im Stadttheater Hann seine Erstaufführnng Das rfpiel fand starken Beifall, d« darchaus nicht au '-,-mpathtekuadWchung für den sich erst am Schlaß -? heftigem Hervorruf, zeigenden Berfaster zu betrachte -f Die Tragldie ist nach antikem vjust« »nGttat. L-. bekannte biblische Stoff «fährt «ne urtmfaati Beaiunf: entgegen dem biblischen Berichte in dem Um -»r.injtU» bleibt uad ahnuagslos innen Todesdrvf aa b überdringt, ist hin Urin selbst es. d« Daaid M» vi.es dikttert uad so de» von s«n« Tat sch»« hedt.»ckwu RLrig erst blutschükdig »eachl. Ana gehl al» w»tze». Re.-ng an» Tieg« h«vsr. Daved bleedt all ausgeptllnl, i »rusch auf dem Thron zurück- Iw Baazta: da» ,r. - ' re'sant« Mühaenprabestäck eise» Dichtet» »all Geist uad Far' -