Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 26 (1920)
- Issue
- 9 (5.3.1920)
- Date
- 1920-03-05
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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s. feite 2 5. MLrg K». Wch ftafe4Q4 f»ckt nn tesgctttä a»f ihr de» 5Ukcti kd Bttan SJUnnrt, bH Vaamte». bti Handmerter«. Uber «a» vertritt ihre Ialerrsim — schreit ma» in FlugttVtei» mck Versammlungen und will so i» einer de««' tatchche« Zeit Wühler aus die Jei»rute locke». Oie Liberale» haben zur Genüge gezeigt, daß sie tu ftm Verwaltung alle» habe», nur keia jüdische« Herz. DvA beweist die Behandlung der Ostjudenfrage, wo die Hfeucken ihre Gefiuuung zur Genüge dokumentierten. - M« preußische Minister Hab« tatsüchlich mehr Mitgefühl 'Mit de» Pogromstüchtlingezi bewiese», wie der jüdische -»DeWeind« Vorstand zu Breslau. Betrachtet «an da« Der- •fp^nu »nd sieht man sich die Versprechungen der Liberalen Hr "die Zukunft an. so gibt rt nur eine Entscheidung: gort »1t der liberal«» Lifte! Alle» »Shit die fefte der Vereinigten JSdijche« Partei«»! 2eder die folgende Aussprache kdnnen wir uns kurz Efe». Herr Eugen Freund hatte mir seinen nicht«- hODMden Erklärungen dre Lacher auf seiner Seite, der Vertreter der Poale Zionisten führte seine Herde Mit der WahlenthallungSporole den krummen Weg. den fri» Politischen GesinnurgSgenvsten feit lange« gehen. EF»m« gieb ihm. de« Kapitalismus!) So »aren also 8, Referenten in der günstigen Lage, ihr Schlußwort kurz HM» und den harmonisch verlaufenen Abend mit dem Ilfft» Appell beschließen zu können JEdisckpe WSHler! Bestimmt Eure Ber»aUa», Hüdft, »Shit wahrhaft demskratifchk Wühlt ftFfe Ltstte der Bereinigte» Jüdische« Parteieu: mel W. Meyer — Dr. Josef Lchlesi»zer. Eine Reminiszenz! I» der Breslauer .Bolkswachl' vom 26. Mat 1906 sich folgender Artikel: ftsfrt femm»»alfreisiu».» »» er sich n»de,backtet glaubt. Ei» Teil der Verhandlungen der letzten Sitzung der rküserüanten der hiesigen jüdischen Gemeind« dürfte auch Fenrstehende von Interesse sein, insbesondere »enn t M» M»It. daß i« Darstand und ReprüsentantenkoLegium feg Gtzvagogenaemeind« zum Teil dieselben Frristnusgrvßen uLm »je im Magistrat unb Stadtpartament. y9. hs«f Wx Tagesordnung stand ein Aatrag des Vor» WWche». die Sterwrstufe vo» 900—1050 Mk. Em kommen ZMd« Stenerzehlung zu befreien. Das wäre ja a» sich -Wcht lüblich Aber: wer nicht zahlt, darf nicht «itrrden. Jfci pE» fe»eind«statut haben nur dieftnigen GemeindefWMLder bas Wahlrecht für di« Rrprsfe,testen, dm^auch jetten yV—- Die «it einem Einkommen di« R-vaKk Wsßmert» hatte» auch bisher schon kei» Wahlrecht, -dun \'Jm dftfe *on Herr» Stadtrat Pringsheim als so groß- 4^ sozial hingestellte .Steuerbefreiung' auch denen zu. Mche kommen, die Einkommen bis 1050 Mk. haben, ja W wmde weiter schon anzfeutet. daß beim nächsten Etat Vftleicht auch die Steuerstuse von 1050 bis 1250 Mk. tet gleichen .Vergünstigung' teilhaftig werden würde. I» d« Debatte empfiehlt zuntchst Stadtrat Pringsheim -hi« Vorlage: .Wer sein Wahlrecht sich nicht nehmen lasten .»»Le. de» stelle die Vorlage frei. der Gemeinde zu er- Nürr». daß er bereit sei, aus eigenem Antrieb Steuern C zahlen. Demgegenüber krtont Profestor Dr. Badt. g fei doch zu diel »erlangt, daß jemand ausdrücklich erfifr» er verzichte auf eine Steuerfrrihert. und das »ürd« da»» ei» Erkaas» de« Wahlrecht« sei». Für dreimal sich« Mk. (so viel betrügt die Steuer u»gekLhr i» dieser Elaste pro Jahr) könne «an alle drei Jahre einmal wühle». Redner »endet sich »it aller Schärfe gegen die Vorlage und macht alle mögliche« Vorschläge, wie man ea die Wähler dieser Elaste sozial verfahren könne, ohne ihres Wahlrechts z» berauben. Alle seine Vorschläge werden aber vom Dorstandstisch als undurchführbar oder statuteu»idr g abgelehnt. Herr Stadtrat Prmgsherm hebt nochmals die soziale Bedeutung der Vortage hervor; es sei keine Entrechtung, wenn der Vorstand denen, vre wählen »ollen, dies freistelle. indem er sie zahlen läßt. Herr Dr. Alexander findet dar äußerst liberal. Dagegen erklärt sich auch Herr D. 7k. Schlesinger entschieden gegen die Vorlage, dick ihm durchaus widerstrebe. Der Vorstand müsse einen AuSweq finden, lind wenn er das 'Gemeindestatut selbst ändern solle. Bei der Abstimmung stimmen nur die Herren Prof Havt und Schlesinger gegen die Vorlage, alle andern dafür, durchweg kommunale Frelfinnsgrößen. Darauf wird noch über eine Resolution des Herrn Justizrat Ollenbors abgefttmmt, die den Vorstand ersucht. Miklel und Wege zu schaffen, um die Härten die'es Beschlusses zu mildern Aber auch diese findet kerne Maiorttil bei diesen .Liberalen". Und diese zwene Abstimmung ist vielleicht noch charakteristischer als die erste Sie zeigt deutlich, daß es den Herren nicht um eine soziale Erleichterung zu tun war. sondern um etwa« andere» : Grade aus den unbrniittelten Schichten rekrutieren sich die Gegner dieser .Liberalen', sie waren ihnen bei der letzten Wahl schon etwas uw bequem geworben. 4>)0 von ihnen hat man nun da« Wahlrecht genommen — wenn'» Glück gut ist. kommt in zwei Jahren bei ter nächsten Etatberechnung der Antraa. der schon halb angekündigt ist. und man schafft sich noch «ehr unbequeme Gegner vom Halse. Und das alles unter der tzuquelre .Liberal'! — — Soweit die ..Dolkswacht' vom Jahre 1906. Zwei Jahre später folgte wiederum eine Wahlentrechtunq. wenn auch in eiwes moderner Weise (getrennte Liste für Stellvertreters. Mltgewlrkt haben an diesen Entrechtungen ein Anzahl von Herren, die auch jetzt aus der liberalen Liste .Wohlauer' stehen. Ritioaale Eigenart und patriotisches Gefühl. Lgibt, »re wir erst neulich rn einer hiesigen Der' sammlung zu sehen und zu hören Gelegenheit hatten, immer noch — anscheinend sogar sehr weite — Kreise im deutschen Judentum, die glauben. daß die Anerkennung jüdischer Sonderarl. ^>er Wunsch der Pflege dieser Sonderart. das Bekenntnis zum jüdischen Volke sich nicht verträgt mit der Zugehörigkeit zu Deutschland, mit der Erfüllung staatsbürgerlicher Pflichten und Beanspruchung staatsbürgerlicher Rechte, mit deutsch-patriotischen Empfindungen Daß von der Gegenseite, von Iüdisih-nationalen. da8 Gegenteil versichert wird, läßt de» in Vorurteilen Befangenen unberührt. Es genügt, daß irgend ein radikaler Thioretikrr einmal irgendwo schreibt, daß anderer Austastung ist und sofort gilt diese Anschauung als die allein richtige, während die anderen angeblich nur .vertuschen' wollen. Die Tatsache der vaterländischen Betätigung der deutschen Nationaljuden. insbesondere der Zionisten im Kriege. — die Freiwilligkeit so vieler Leist»nzen auch aus ihrer Seite über daß Maß de« Pflicht» amiie* mk inm» bet eUotfjlMng «ebote.cn bannt I°»te ngotltch Semit ,-rn, fein. .... ■nb biet gilt nicht bist fit Dentfchlnnb. Du nab». Wien 3uben in ben östlichen &tnbetn. beten jlbjfch. nationale «eflbte unb Ibeen ja Hobt noch titlet in ihten, ffleltn nttantert finb unb wobt mich tobilatet >mb lenfepuentet finb, geigen sich tttkbem alt gut poltiolifche Bürget ilire: Stauten. Ali eine Illustration bietju erhielten wir dieser Tage folgende Nachricht: .Eine jüdische Vereinigung zu« Wiederaufbau Rußlands. Al« Kiew von Tenikin« Armee erobert worden war. würbe dort eine jüdische Vereinigung für den Wiederaufbau Rußlands begründet, in welcher sich Ber tret-r faLaller jüdischen Parteien befinden. Dem Exekutivkomitee gehören unter anderen an: Die Herren Eiseuberg und Dr Bichowsky von der Dol kßgrup pe, die Herren Mezor und Elonim von der zionifttschen Partei, als Vertreter der DolkSpartei die Herren Latzki und Goldenwetser. al< Delegierter de« .Lund' Herr Zaflawski. »an der demokratischen Gruppe Herr Bromso?. von den Lrlhedoreu Hornstein und Rabbiner Ara«. Tie Vereinigung hat einen Ausruf veiöffentlicht. in welchem es unter anderem heißt: Tie jüdische Bevölkerung Rußlands hat daS größte Intereffe daran, daß Ordnung nnv Dreiheit über die wilden Wellen.de« Terror» obsiegen. Einheit der Regierung und volle nalivale Evstenz- Möglichkeit für olle Völker Rußland- — dar sind die notwendigen Bedingungen für em normales Leben des jüdischrn Volkes ... In uns lebt der Wunsch, unser, Pflicht zu tun und nicht« w rk» ihn av4 unseren Herzen verdrängen, auch die Pogrome nicht, welche jetzt den grogen Belreiunaskamps Rußlands gegen den Bolschewismus de^ flecken. In Verfolgung und Rot gegen Lüge und Verleumdung wollen wir daS Ideal Hochhalten. daS Land wieder auszubauen, in welchem wir durch vielhundertjährig» Arbeit. Elend «nd Leiden unser Bürgerrecht erworben habe». * Im übrigen: Im Mittelalter hieß eö: cui« regio,, eiu» religio sweffen Staat, besten Religion). Im 19. Jahrhundert galt v elsach: cuius regio, eius naüo sweffk» Staat, besten Nation). Dawit hat die Ders»iller Ko»- kerenz desimtl, gebrocdert. In den Friedensnud den mid Polen. Rumänien, Tschechoslowakei u. a. Ländern ab^- schlostenen Verträgen ist überall ausdrücklich bestimmt worden, daß nirgends mehr eine herrschende Ration eine Minderheitsnation vergewaltigen dürfe, weder in kultareller noch in irgend anderer Beziehung. Daraus allein berußt ja auch die Möglichkeit, daß die Deutschen in den abgetretenen Gebieten deutsch bleiben. ... H Sch. .Der Antisem t . . i. <>tr>cu.; In der letzten N> ' ' ' i Drobel den vertrar. o zw 17. Januar wieder, d» die Pogromhetze, die je,l .u. geinrve» wnd. .Sie glauben gar nicht, wie gerade Hannover Stadt und Provinz augenblicklich der Schauplatz einer wahnsinnigen Agitation in reaktionärer Hinsicht rst. Man scheint allmählich eingesehen zu haben, daß der Arbeiter sich nicht wehr gegen den Arbeiter aufhetzen läßt, ich für meinen Teil habe die felsenfeste Ueberzeugung. daß die von ultra linkf!) inszenierten Putsche neben vielleicht einigen Schwärmern nur den Mob in seiner übelsten Auslese im Geiolge haben. Also damit kann die Raaktio» nichts mehr anfangen. Der verständige Arbeiter ist ja viel zu vernünftig und zu geschult, um nicht hinter diesem ÄuS dem Leben der Ostjnden. S«, E. Seaoiv. " u. Wilna! Rach mehrjährigem Auf und Ab an der Westfront * «ft mich daS Kommando zur Uebernahme einer Formation wiibtz nach Osten. Am Vortag von Laubhütten komme ' ßck l» Wilna an. Vor dem Lahnhof schreiende Kut'cher. '* tzie ihre schäbigen Gefährte, mit kümmerlichen, halbver- Vl»«rr1en und verwahrlosten Pferdchen bespannt, anpreisen. ' Hüufzeha bis zwanzig jüdische Bengel rm Alter von höchstens ' pfa bis vierzehn Jahren umdrüngen mich und bieten sich 1 ett -ührer zu einem .guten Zimmer' an. Ter kleinste } ßuapi — bal hungernde Elend steht ihm au! dem blaffen 1 Kdedergefichtel geschrieben, au« dem ein paar kohlschwarze * U»gen ängstlich (und doch mit einer gewisten Dreistigkeit) ' 'ßhauen — zieht glücklich mit meiner leichten Handtasche ' 1 Soll- Er fragt nicht erst viel. Bringt mich zur -ffizrer' [ M^destelle und wartet d'auchen auf die Er'edrgung der ' Formalitäten. Die Komma»dantur hat keine Offizier- . ^E»artiere »ehr frei. Aber «ein Eicerone in Miniaturartgftb« lächelt nur-, er weiß Bescheid und — stapft in tarnt ihm vielzugroßen Münnrrstiefeln wortlos und ziel» .homlßt vor mir her. Als es dann-zur Entlohnung kommt "'*.'»»& ich nach de« Preis für feine Führnvg frage, bittet d «: .Kein Geld, lieber ein Stück Brot!' d Ich schlendere dann noch ein wgnig durch die Straßen '-taser polnisch litauisch-jüdischen Stadt, die schon so er» r E-f«0ch viel Asiaiisches in ihrem Charakter zeigt. Die ./ ^Kmenschilber weitaus der meisten Ladengeschäfte tragen : «Msekennbar jüdische Namen. Bor jeder Sädentür lungert? M» Gesck^ftsaogestelltrr herum und »acht aus die Artikel : fttar FÄma aufmerksam- Aber nur so Leiläufig, ohne z taästigende Aufdringlichkeit. Auf einige» Ballons hat -MM mit pri»liti»en Mitteln Laubhütten hergrrichtet. . eWEdische Fmrue» »ud Mädchen, darmtter Gesichter und Gestalte», die Golomoni« .Hohe« Lied' »ach werden laste». eilm mit dustmden Kuchenblechen über die Straßen: über» Haupt: es liegt eine gewiste Spannung in der Lust — Festvorsreude! Ein paar Tage später führte mich ein williger SchammeS in der ältesten Wrlnaer Schul herum. Sie liegt auf der Judengaste in einem geräumigen Hof. der rings von Gebäuden eingefchlosten wird, die lämUlch Betsäle beherbergen. Etwa vierhundert Jahre soll die Schul schon bestehen, und noch heute steht sie — trotz der vielen Nebenbetsäle und trotz zweier .moderner' Synagogen WilnaS in hohem Ansehen bei den Frömmeren, die aber beileibe keine Ehastrdim sind. Ein prachtvoll geschnitzter, uralter Almemor steht in Mitten des nicht allzu weitläufigen Raumes. Tlporarollen find trotz der KriegSwirrniste in großer Anzahl vorhanden und unter prachtvoll und kunstreich gestickten Gewändern verborgen. Das ^rauenabteil ist streng vom Männerraum adgeschlosten. und undurchsichtige aber tonburchläffige Gittcrungen zeigen an. wo die weiblichen Gemeindcmitglieder ihre Plätze haben. Der AdendgoUeSdienst bietet mir hier nichts Neues. Der Thalles ist bei den weitaus meisten (die Gemeinde ist arm) aus Baumwolle geferttgt. Währeiid die zahlreichen Neben-Synagogen auf dem gleichen Anwesen in ihrer kahlen Nüchternheit der Raumbehandlung nichts Be merkenswertes bieten, verdient noch ein Betrau» Erwähnung. der in einem Kellerlokal neben der Haaptschul liegt. Es ist das der Betraum für die Zuspätkommenden, die in der großen Schul keinen Platz mehr fanden oder gar erst nach Schluß der dortigen Andacht ankamen. In einem anderen, modernen Viertel liegt emt statt» lich« Synagoge neuesten Baustils. Zwar fehlt auch hier noch die Orgel — der Schammes meinte, man werde sich wohl bald eine anschaffen — aber es ist doch schon auch im Innere» die Wandlung »ach moderner Richtung zu spstren. Das Krauenabteü ist nicht mehr so strena adgesondert, sonder» die Weiblichkeit fitzt auf der offene» Galen«, bi« u« drei Geile» des Raumes herumgeführt ist. Ein Almemor fehlt. Im ganzen erinnerte mich dieft Schul lebhaft an die Breslauer Storchsynagoge. Meine» Empfinden nach tut auch das kalte elektrifthe Licht in diesem Dethause der mystischen Feierlichkeit gottesdienstlicher Handlungen großen Abbruch; uvd als ich die Synagoge einkS Abenos besuchte, an dem der m,1 grvßen Koste» verschriebene berühmte und stimmgewaltige Warschauer Kantor sang, habe ich während deS GotteSdieasteS auf de» Gesichtern der durchweg gutgekleideten und offenbar rvcht wohlhabenden Zuhörer zwar die Freude an dem tatsächlich wundervollen Gesänge ablesen können, nirgend« aber dir tieftnnere Ergriffenheit beobachtet, die in den kleine», frommen, und mit primitivsten gesanglichen Leistungen 'rechnenden Schulen durchaus nicht zu den seltenen Cv» scheinungen gehört. Eine Chasiidim.Sckul soll zwar auf der Iudengafle auch vorhanden sein, doch gelang es mir nicht, ne oufzustnde». Diese Iudengaffe, die ern auch hin längst aufgelaffenes altes Ghetto darficlt. zeigt noch eine bemerkenswerte A^ fonberlidilcit: Ohne konstr lktive Notwendigkeit überdache» nämlich schmale Mauerboge» allnttholbe» diese freilich nur wenige Meter breite Gaffe. Als Zweck dieser sonst nicht verständlichen Bauabsonderlichkert wurde mir angegebe». daß durch diese Bogen die Einheit mit dem gegenüber liegenden Hause hergestellt sei. sodaß also das Verbot, des Tragen« von Gegenständen am Gadbath außerhalb de« Hause« dadurch aufgehoben erscheint. In häufigen Unterhaltungen «it Wilnaer Jude» tafe ich de« schon in der Widawaer Gegend gewonnene« Ei» druck bestätigt gefunden, daß die Modernisier«»- de« Ritus auch hier tm Orte unaufhaltbare Fortschritt« »acht. Ehafsidi«-Gemeinden sind ganz spärlich vertrete», dt» frömmere Richtung der Asihkrnasi hat hauptsächlich »ach unter den älter«» Jude» der ärmeren BevLllmn» ch» Anhänger, fast die gesamte Jugend aber und ds« Naht habend««» gehöre» der modernen Nicht»»- a».