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Jüdische Volkszeitung · 1920-03-05 · 9 (5.3.1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
26 (1920)
Issue
9 (5.3.1920)
Date
1920-03-05
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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adle* -l-fc« Die .jüdische VvllrzeiUiaq" e^lchei»» »öcheinltch L» jedem ffmug ent taam |o»«W durch die fpf, »ie «ich d«rch du A^ch-slS-eSe z-m Preise »m, VierrejiS-rlich «l. 240 kwii «ave». bei Nbh»r>iiq i» der GeschtftSLel, tl fao. - - - - Serafer.-Jlnföltfft 372 Poftf4edt-Ko*to Breslau Nr. 173-3 ntcr 5 (UkiMI «PcrchS»»v» der »eiEMelle 10—4, der Echiiftl«t»»a »4 W. «»Me ■* L00 W. »»»etae» »erde» »o 80 Ps^ «■ «nie ft* die ctafKftig* tleuijirik »der dere» Ra»» Bei SiederdotLW Gr»M-U»g. Gi»-el»e Nummer 20 Pf Zohrßmß XXVI schr, de« Bf* mön fauf< bi MW rifeei 19!4 i de» imr» lon* tibco fixt sdeu «Ui aun| nrbei filH l a> x br 001 bttt< nbn «n oor t bu nter uni nt* ans) rckll L» L» Schrk^Ueilung. Verlag und Gefchüft-strlle in Bre-lau I. Schweidnitzerftraße 37 Zuschriftea und Geldsendungen sind dorthin zu richten. — Die Deschäsl-fielle ist Sonnabend-, Feiertag- und Sonntaggeschlofse». Nr. 9 Breslau, den 5. Mürr 1-20 Auf zur Reprüstutantenwahl! urd I V de H n M ta iiK M 14 an Politische Bruuneuvergistung. von De. Zssef Schlesia-er. Daß m einem Nahlkampfe, in dem die Gegensätze der Parteien auseinander stoßen, ab und au einmal schirse Worte fallen, läßt sich nicht vermeiden, iß auch nicht besondertragisch zu nehmen, wenn rm klebrigen die Art de- Kampfesich in normalen Grenzen bewegt. Dadarf aber, nicht so weit gehm. daß man den Gegner verunglimpft. ihm unlautere Motive unterschiebt und einen lon in den Wohlkampf hineintrüzt. der in antisemitischen Hetzblättern und Hetzoersammlungen geboren worden ift; so etwawirk! verbitternd auf die Parteien, welche nach de:.: Kampfe doch nun einmal wieder zusammen arbeiten müssen, und fchostt emen Vorteil nur dem schadenfrohen gemeinsamen Gegner. De-ha^d war e4 zu begrüßen, daß die Fßhrer der Parteien im Kampfe um bie Sitze der -tepräfentantenverfammlung von vorn herein fich dahln einigten, den Wahlkampf nach Mdglichkeit nicht in der Otssenllichkeit. jedenfalls nicht in der nichtjüdljchen Presse au-zutragen. In der Praxis aber kam e» ander- Der Wahl- «u-fchuß de- Lideraleu Derei^- setze fich.schon in tem«^ HeDn 'nt^eigen tif der Tagetzprefte. la dir 'er Aubünger als deutsche jüdisch-liberale Kemeindewüßler charakterisierte. in Gegensatz zu den Bereinigten jüdischen Parteien, die man als Zionisten, Sozialisten und Orthodoxe bezeichnet« und dene^ man indirekt das Deutschtum al" sprach, über die Vereinbarung hinweg. Am 16. Februar 1920 schrieb der Liberale Wahlausschuß an den Wahlausschuß brr Vereinigten Jüdischen Parieren: .Auf Ihre gefl. Zuschiisl vom 13 hj. erwidern wir ergebenst, daß wir bereit sind, von einer Polemik in nicht-jüdischen Tageszeitungen abzusehen. DaS schließt aber nicht au», daß wir diese vlüller. wenn es sich nicht umgehen läßt, zur Aasklärung unserer Wähler in angemessener Form benützend 8m 2V. Februar inseriert derselbe Liberale Dahl« auSschuß in der TageSpresse: .Um Jrrtümnn vorzudeugen, erklären wir. daß wir mit der Montag, den 1. Mürz. :n der Reuen Börse statlfindenden Versammlung nichts gemein haben; die Einberufer dieser Veranstaltung dürsten Anlaß haben, ihren Namen zu verschweigen". Das nennt der Liberale Wahlausschuß eine angemessene Form zur Aufklärung seiner Mitglieder, obwohl in der Einladung zu der Versammlung in der Neuen Vbrse als Redner Dr. Josef Schlesinger und Rechtsanwalt Max Iacobsohn angegeben waren; daß wir Veranlassung haben durften, unfern Nomen zu verschweigen. hat bisher noch niemand von uns behauptet; nicht daß es uns an Wahrheitsliebe mangele, sondern daß »rr ihnen die Wahrheit oftmals ollzudeutlich sogen, darüber haben sie fich bisher zuweilen beklagt. Adv es kam noch schlimmer. Drei Raudibatrn der Liberalen Liste .Wohlauer", Herr Eugen Freund, Hohenzollernstr. 21. Herr Max Freund. Küraffierstr. 31 und Herr Moritz Wolff. Lehmgrubenstr 1, hoben ein Flug- Walt unterzeichnet, welches au die Mitglieder des Dereins der Oderschlefier gegangen und n eine« tont gehalten iß. den man auS antisemitischen Klugschnsteu kennt, drei Herren, von denen der erst» nach der Art und Seife, »ie er fich bei früheren Wahlküuepse, betätigte. al» für ave Parteien für immer erledigt galt, von denen der zioeite vor noch nicht gar so langer Zeit ersuchte, auf eine »anistische Liste gesetzt zu »erden, um nur überhaupt m dir Reprüsentantenversa««lung hineinzukommen, von denen der dritte sein Amt al» Vorsitzender und Mitglied de» Vorstandes de- Jüdischen Handwerkervereinniedertegea mußte, weil ih» seine ehrgeizigen pers-ulicheu Interessen höher standen alda- Wohl seiner Geruf-genossen. Zwar der Verein der Oderschlefier ist. wie versichert wird, vüllig »Zalitisch. er umfaßt liberale und konservative, -iamstrsche «ab nichtriomstische. Ja sogar christliche Mitglieder, und mußte er efich gefall« lasse», daß feiaa Mit» ' «it eine» Kiagdiatt vchacht ward«. wir eg fchü»»n anttfe«üischär Redavesr nicht gut Herstellen haa. | Jüdische | Grmeindewähler Ja letzter Stunde ergeht au Euch der Nof: Bcrsäumt Eure Wahlpflicht nicht! Wahlversammlung der Lerricts jüdischen Parteie». »m Montag haitm dl» Bereinigten Warteten die Srr»lauer StmtinbraiitafM« ai eines W» Mijanmlung «ch d»! .9)nun Üßrle" tz«lia»n. Hl eine» recht guten Betuch«! zu ttfrtum H«Ü». &a& -W einleitenden Wollen des t-erro Dl endet Heg»nn», »us die llrsochen des Wuhlkainpsel en gch dlnl 1 tarlegte, d«ß die Schul» on der Sprengung der l I front einzig und allein du lüderalen irrste, elfter Redner Dr, 2»Iei Schlesinger da» (tost der zweiten Stelle deR Wahl»«lchl»gl de» jtdischen Polieren sieht In Irestlichen R» , mit einer guten D»sil Hnwor unterwilcht, I unter ganze« Äeineendeleden. die «Htchieden» l nnd die in der letzten Periode itz«s*»llW» Urteil des »eineindeltqurlchafteU.! einigten Parteien gelte nicht Mitbcstlmmnnsidr Die Aionisim eisireben die Iudenschnlen, I» tzeisit es <>arin, und die tzerrlchaft »der triefei den, olmotzl in dem Programm der Bereinigten Jtdischen Porieien — nnd das allein ist perbindtich — nicht mit einem Worte von lm» fesiionellen Schulen die Rede ist; oder selbst, wenn dies der Zoll wäre, den Umdruck .Judenschulen' »ich »on sich merken, wir hoben lhn bisher nur in der antisemitischen Lilerotnr gesunden. Tie Zionisten, die in Deutschland leden. so tzeistt es weiter, erstreben eine Dergrdsterung ihrer Stim»e»zahl durch zionistische Autländer. Darum »erlangen fit ssr jeden Umländer, selbst wenn er der Gemeinde nur wenige Doge anzehärt. da« gleiche Gemeindewohlrecht. Kein Wart davon ist wahr, »der man unterstellt es de» Bereinigten Jüdischen Parteien, um einen Punkt zu Hoden, gegen den man onktmpsen kann, und da» nennen die drei Unterzeichner literal. Die Zionisten, so lautet die dritte These, tieseen den »ntisemiten die Dosten zum Kampfe gegen die Deutschen jüdischen Glaubens, als ob der Unlisewiiismrn eine Erscheinung der Reuzeit wäre und nicht schon immer bestanden hätte zu einer Zeit, in der es noch leinen Zionismrn gab. Die braven Literaten natürlich, so wird in der Gegengberstellung versichert, belsmpten den »ntlsemiti«. mus mit ganzer Kraft und ganzem Vermögen, wahrscheinlich ihrer Ansicht nach dadurch, hast sie eine» Teil ihre« Bermdgeu« zu dffentlichenUnzeigen benutzen, in denen sie den jüdischen Gegner herabzusetzen versuchen, »ie schreiten in hrem Flugdla.t: »Lasse sich niemand täuschen, auch wenn die Zionisten ihr Ziel verschleiern t' Man kann den Zionisten vielleicht olles Mägliche zu» Harmurs machen, »der dost sie ihre Ziele verschleiern, diese Entdeckmig blieb den drei Herren Eugen Freund. Maz Frennd und Mvritz Walff Vorbehalten, bisher meinte man gerade im Gegenteil, dost die Zionisten eine zu rege Propaganda treiten und ihre Ziele all zu asten darlegen. So entpnppt sich das Flugblatt der drei Herren al» nicht» andere« als eine durch «achkenntnr» nicht getklldle Jrresährung »er jädischen Wähler. Erselgt diese Irresshrung unbewußt, dann zeugt sie »an einer Berständnislastgkett. welche die lluierzeichner des Flngtlatte« gewiß nicht geeignet erscheinen läßt, die Breslaner Gtznezsgengemeinde z» vertreten! ersvlat sie »der tn dewAhwe «tsktzt. so ist sie eine >tt von vrun»n»ergiftni>g. welche den Wettstreit Mt der antisewitischen Presse »» den pvitttsch» Tiefstand »tt der destm «lnssich» »ef EssHst M dchtehs» verspricht. _ SmU den stdtrrvh der p> sein: Ersten« die > Wiederau tban Pelästina», »aliwr Mtnver sttr die kaÄststi«»lle l da» Paltieren »tt den Zionist». Leicht war etf de» Redner, diese drei l Stichhaliiglett zn entkleiden. Denn sie sinh s» I kett dicht die Hanptgrttnde. Diese liegen lies» in der Barausfichl enthalten, da j es dach Kampf zwischen Liberalen nnd Zionisten st» Leicht »an ihn jetzt vom Zaune, so hat man t» l sang nach »ehr Ihaneen. Sa dentt sene € richtet ih« Tavik danach ein. Die Gegner desistsUst die Kühnheit, den veninigten jüdischen P deutsche Gefühl, »gliche Ghmpalhie »tt adspnichen zu wollen. Wir sind toleennter. wir i auch hie Segnet als Juden an, ad» ~ und vaterländische Konzerte tn der E al« jüdische Ehoraklerzüge darstellen. 'Des lidernliswm südrt nicht zn» Dentschtn». soahsUH « »eigerlich zur Taufe. . ™ Die Zukunft wüst in jeder BePehnng jüdische «s in der Gemeindestude sehen. Dazu ist es allesstttsgst I wendig, tust wahre, aufrechte, «Ü »len FH»» .' Herzen« an der Leb« hängende Inden hast asten 1 nicht Männer, die fich ja Sederiafel ist» UmmUnge einladen. Dann wird es »sch lein, hast »an der Gemeinde die Romen he» Jndmtu» Uusgeschiedenen verheimlicht, wie ss Lreslau Brauch ist. sanderu die, die ihr IG werfen ebei.so an den Pr-nger stellt, »te i» I Laden die Gesetzesäbertteler. Reinwk lshandttts l die Engherzigkett der Gemeindewrperschaftm tt de» jädischen Handwerk» und der “ zu» Schlnst noch einmal alle» zu Unstorderung. »w 7. März seine ' »nrch »te» »«« •ttaua|riMI_ Gamnel CB. Dstetzw» — Dr. 3>M l Rntztsanwalt Iacadsohn hatte Iwch htts» . olle« erschipsenden «nssühenngsn einen recht sch Glon». Uber er »nstle noch »tt »an werten den Gsanern zn diwmn. Cs Destmtion de« Worte! .stttnwliswn»', tt wie tztterkennnng anch des Gegness, Gchtnng, s dessen »ssten wir nlttttn, dast der liüwww j tt den Tawswttnnwn aam k» | ttkMen Partti» lestsgt Dicht» M dos i »ttfnich» »ofttwnw». da |H " «tttWstsstiste <U dn» .Attchttich tt»

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